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Die Vereinten Nationen als internationaler Mediator?

Die Mediationsbemühungen der UN im syrischen Bürgerkrieg

Title: Die Vereinten Nationen als internationaler Mediator?

Term Paper , 2021 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit konzentriert sich auf die Mediationsbemühungen der Vereinten Nationen. So gilt es festzustellen, in welchem Ausmaß die UN als internationale Organisation, die sich Frieden und Sicherheit zur höchsten Priorität gesetzt hat, ihren eigenen Bestrebungen nachkommen. Am Beispiel des Syrienkonflikts soll ein aktiver Beitrag zu diesem Forschungsfeld geleistet werden.

Ziel ist es daher zu überprüfen, inwieweit die Mediationsbemühungen der Vereinten Nationen im Syrienkonflikt als erfolgreich bezeichnet werden können. Aufgrund mangelnder Daten kann im Rahmen dieser Arbeit nicht auf alle Mediationsversuche eingegangen werden, sodass der Fokus auf den Mediationsbemühungen unter Kofi Annan (Februar 2012 bis August 2012) und seinem Nachfolger Lakhdar Brahimi (August 2012 bis Mai 2014) liegt.

Zur Beantwortung der aufgeworfenen Fragestellung bedarf es zunächst eines analytischen Rahmens. Als theoretische Grundlage wird in Kapitel 2 zunächst die Definition von Mediation nach Bercovitch et al. (1991) herangezogen sowie eine Konzeptualisierung von Mediationseffektivität vorgenommen, die sich an Bergmann (2020) orientiert. Ergänzend dazu werden mögliche Erklärungsfaktoren vorgestellt, die einen Einfluss auf die Effektivität ausüben können. In Kapitel 3 erfolgt anschließend ein kurzer Überblick über die Hintergründe und Ursachen des Konflikts in Syrien. Die empirische Analyse in Kapitel 4 orientiert sich an der zweidimensionalen Konzeptualisierung von Mediationseffektivität und untersucht, ob die Mediatoren ihre gesetzten Ziele erreicht haben und ein aktiver Beitrag zur Konfliktbeilegung geleistet wurde. Außerdem sollen in der Analyse die Konditionen herausgearbeitet werden, die einen entscheidenden Einfluss auf die Effektivität der Mediationsbemühungen ausübten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Internationale Mediation

2.2 Erfolg von internationaler Mediation

2.2.1 Effektivität als Zielerreichung

2.2.2 Effektivität als Konfliktbeilegung

2.3 Konditionen von Mediationserfolg

3. Syrien - Ursachen und Entwicklung des Bürgerkriegs

4. Analyse der UN-Mediationsbemühungen in Syrien

4.1 Die Mediationsbemühungen unter Kofi Annan

4.1.1 Dimension der Zielerreichung

4.1.2 Dimension der Konfliktbeilegung

4.2 Die Mediationsbemühungen unter Lakhdar Brahimi

4.2.1 Dimension der Zielerreichung

4.2.2 Dimension der Konfliktbeilegung

4.3 Konditionen der Mediationseffektivität in Syrien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität der UN-Mediationsbemühungen im syrischen Bürgerkrieg unter den Sondergesandten Kofi Annan und Lakhdar Brahimi, um zu klären, inwieweit die Vereinten Nationen ihrem Anspruch zur Friedenssicherung in diesem Konflikt gerecht werden konnten.

  • Theoretische Konzeptualisierung von Mediation und Mediationseffektivität
  • Analyse der Mediationsbemühungen von Kofi Annan (2012)
  • Analyse der Mediationsbemühungen von Lakhdar Brahimi (2012-2014)
  • Untersuchung von Erfolgsfaktoren und Hindernissen (Mediationsstrategie & Kompromissbereitschaft)
  • Bewertung der Zielerreichung und Konfliktbeilegung

Auszug aus dem Buch

2.1 Internationale Mediation

Was wird konkret unter internationaler Mediation verstanden? Obwohl sich das Gebiet der Mediationsforschung in den 1960er-Jahren zu entwickeln begann, macht ein Blick in die Literatur deutlich, dass keine einheitliche Definition des Begriffs vorliegt. Während Young (1967) einen umfassenden Mediationsbegriff zugrunde legt, beschreibt Touval (2003) Mediation lediglich als „foreign policy“ (Touval 2003: 93). Grundsätzlich kann Mediation jedoch häufig als der Versuch verstanden werden, mithilfe einer dritten Partei eine gewaltlose Konfliktbeilegung zwischen zwei oder mehreren Konfliktparteien zu erzielen (Greig/Diehl 2012: 2). Insofern handelt es sich um eine friedliche Form von internationalem Konfliktmanagement, welche nicht eine einmalige Aktivität, sondern einen kontinuierlichen Prozess darstellt (Bercovitch 1986: 156; Bercovitch et al. 1991: 8). In der Forschung hat sich insbesondere die von Bercovitch et al. entwickelte Begriffserklärung durchgesetzt. Mediation wird hierbei als „a process of conflict management where disputants seek the assistance of, or accept an offer of help from, an individual, group, state or organization to settle their conflict or resolve their differences without resorting to physical force or invoking the authority of the law” verstanden (Bercovitch et al. 1991: 8).

Aus dieser Definition lassen sich fünf grundlegende Charakteristika von Mediation herleiten: Erstens bedarf es der Intervention eines außenstehenden Akteurs in einem Konflikt zwischen zwei oder mehreren Staaten oder anderen nichtstaatlichen Akteuren. Das Einschreiten des Außenstehenden muss von allen Konfliktparteien akzeptiert werden. Zweitens hat der Mediator durch seinen Sitz am Verhandlungstisch eine klare und aktive Rolle, die sich eindeutig vom Verhalten der Konfliktparteien unterscheidet. Drittens handelt es sich bei Mediation um einen freiwilligen Prozess, der ohne das Vertrauen und die Kooperationsbereitschaft der beteiligten Akteure nicht funktionieren kann (Bercovitch 1986: 163). Die Konfliktparteien beteiligen sich aus freien Stücken und behalten die Kontrolle über das Ergebnis. Durch die Partizipation am Mediationsprozess erwarten beide Parteien eine Maximierung ihrer Präferenzen und Vorteile (Greig/Diehl 2012: 2). Viertens sind Mediationsbemühungen gewaltfreie Verfahren deren Ergebnisse rechtlich nicht bindend sind und somit nicht implementiert werden müssen. Insgesamt ändert das Eintreten des Mediators die Konfliktkonstellation von einem ursprünglich dyadischen zu einem triadischen Verhandlungsprozess. Das Ziel von Mediation ist es somit, eine Einigung zwischen den Konfliktparteien hervorzubringen, die für alle Beteiligten zufriedenstellend ist und bestenfalls implementiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Effektivität der UN-Mediationsbemühungen im syrischen Bürgerkrieg vor dem Hintergrund der Eskalation ab 2011.

2. Theoretischer Rahmen: Definition von internationaler Mediation sowie Konzeptualisierung von Mediationserfolg anhand der Dimensionen Zielerreichung und Konfliktbeilegung.

3. Syrien - Ursachen und Entwicklung des Bürgerkriegs: Überblick über den Ursprung des Konflikts, die Eskalation vom Protest zum Bürgerkrieg und die Beteiligung internationaler Akteure.

4. Analyse der UN-Mediationsbemühungen in Syrien: Empirische Untersuchung der Arbeit von Kofi Annan und Lakhdar Brahimi sowie der Faktoren, die ihre Effektivität beeinflussten.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Mediationsbemühungen aufgrund mangelnder Kompromissbereitschaft der Parteien und fehlender Unterstützung durch den Sicherheitsrat als ineffektiv einzustufen sind.

Schlüsselwörter

Vereinte Nationen, Syrien, Bürgerkrieg, Mediation, Mediationseffektivität, Konfliktbeilegung, Zielerreichung, Friedensprozess, Kofi Annan, Lakhdar Brahimi, Mediationsstrategie, Kompromissbereitschaft, Sicherheitsrat, Diplomatie, Konfliktmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bemühungen der Vereinten Nationen, als internationaler Mediator im syrischen Bürgerkrieg zu vermitteln und eine friedliche Lösung herbeizuführen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der internationalen Mediation, die Ursachen des Syrienkonflikts sowie die Analyse der konkreten Mediationsansätze durch UN-Sondergesandte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Überprüfung der Effektivität der UN-Mediationsbemühungen unter Kofi Annan und Lakhdar Brahimi, gemessen an der Zielerreichung und der tatsächlichen Konfliktbeilegung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Rahmen zur Mediationseffektivität (basierend auf Bercovitch et al. und Bergmann) genutzt, um eine empirische Analyse der historischen Mediationsprozesse durchzuführen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse des Syrienkonflikts, eine detaillierte Auswertung der Arbeit von Annan und Brahimi sowie eine Untersuchung der Konditionen, wie Strategie und Kompromissbereitschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mediation, Mediationseffektivität, UN-Sondergesandte, Syrienkonflikt, Zielerreichung und Konfliktbeilegung charakterisieren.

Warum wird zwischen Annan und Brahimi in der Analyse unterschieden?

Die Analyse trennt beide Sondergesandten, um ihre individuellen Strategien, die spezifischen Rahmenbedingungen ihrer Mandate und ihre jeweiligen Erfolge bzw. Misserfolge detailliert zu evaluieren.

Welche Rolle spielte der UN-Sicherheitsrat für das Scheitern der Mediation?

Der Sicherheitsrat war durch unvereinbare Positionen, insbesondere zwischen Russland und westlichen Staaten, blockiert, was den Mediatoren die notwendige Hebelwirkung und Unterstützung für ihre diplomatischen Bemühungen entzog.

War die Mediation in Syrien erfolgreich?

Nein, die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die Mediationsbemühungen aufgrund der geringen Kompromissbereitschaft der Konfliktparteien und der geopolitischen Interessenlage als insgesamt sehr gering effektiv bzw. nicht erfolgreich zu bewerten sind.

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Details

Title
Die Vereinten Nationen als internationaler Mediator?
Subtitle
Die Mediationsbemühungen der UN im syrischen Bürgerkrieg
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
32
Catalog Number
V1031033
ISBN (eBook)
9783346433091
ISBN (Book)
9783346433107
Language
German
Tags
vereinten nationen mediator mediationsbemühungen bürgerkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Die Vereinten Nationen als internationaler Mediator?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031033
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