Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit ästhetischer und künstlerischer Bildung für Kinder und soll darüber hinaus einen Einblick in die Kulturarbeit für gelingende Sozialisations- und Bildungsprozesse im Elementarbereich geben.
Zu Beginn begründe ich zunächst die Auswahl meines Themas und beziehe Stellung zu meinem Lerntagebuch und dem künstlerischen Projekt. Im Anschluss dessen wird mithilfe von Methoden wie der Collagenarbeit, sowie der Mindmap auf die persönliche Assoziation der bedeutsamsten Begriffe dieses Portfolios Bezug genommen, ehe im dritten Kapitel auf die wissenschaftliche Erarbeitung der Terminologien und auf die empirischen Forschungsergebnisse eingegangen wird. Hier wird nicht nur die psychische Bedeutung von Natur im Leben der Kinder beleuchtet, sondern auch die ästhetische Bildung und künstlerische Gestaltung im Kontext der sozialen Arbeit. Darauf aufbauend wird im vierten Kapitel auf die Kulturarbeit eingegangen und dahingehend die Grundidee der Landart beschrieben und mit einer Definition der genannten Gestaltungsmethode abgerundet, bevor ich den Fokus im nächsten Abschnitt auf die Erarbeitung der didaktischen und methodischen Strukturen der Kulturarbeit lege und diese von der Zielgruppe bis zur Prozessorientiertheit vorstelle. Das sechste Kapitel stellt die Implementierung der Kulturarbeit aus Sicht der kreativitätshemmenden Probleme, störendem und dem kreativitätsfördernden Verhalten in den Vordergrund. Im letzten Kapitel schließen ein Fazit und das persönliche Resümee meine Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Begründung der Auswahl des Themas
2. Die persönliche Bedeutung von Natur und Ästhetik
3. Die wissenschaftliche Erarbeitung der Terminologien
3.1 Der Begriff „Natur“
3.2. Ästhetik und Ästhetische Bildung im Kontext der sozialen Arbeit
3.3 Künstlerische Gestaltung
4. Kulturarbeit: Mit Landart die Natur entdecken – Ästhetische und künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten für Kinder im Wald
4.1 Landart: Die Grundidee und Ziele
4.2 Definition der Landart
5. Didaktische und methodische Strukturen der Kulturarbeit
5.1 Die Zielgruppe
5.2 Bewegungen
5.3 Raum, Zeit und Kosten
5.4 Eltern- und Teamarbeit
5.5 Prozessorientiertheit
6. Implementierung der Kulturarbeit
6.1 Kreativitätshemmende Probleme
6.2 Störendes Verhalten
6.3 Kreativitätsförderndes Verhalten
7. Das Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Potenziale der ästhetischen und künstlerischen Bildung im Elementarbereich durch die Methode der Landart zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie durch gezielte Naturerfahrungen und kreatives Gestalten Bildungsprozesse bei Kindern angeregt und gefördert werden können, während gleichzeitig ein bewussterer Zugang zur Umwelt geschaffen wird.
- Bedeutung von Natur und Ästhetik in der kindlichen Entwicklung
- Wissenschaftliche Fundierung zentraler Begriffe
- Praktische Umsetzung von Landart mit Kindern
- Didaktische und methodische Rahmenbedingungen
- Analyse von Interaktionsprozessen bei kreativen Tätigkeiten
Auszug aus dem Buch
4.2 Definition der Landart
„Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgendeiner Blume, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart. Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)“ (Dr. Ch. Goppel, 2011, S. 4).
Landart ist eine Kunstrichtung der 60er Jahre, die sich vor allem in den USA in der Kunstszene etablierte. Sie gilt als Gegenbewegung zur musealen Vermarktung von Kunstwerken. Andy Goldsworthy, Nils Udo und Robert Smithon sind bedeutsame Künstler der Landart.
Die umliegende Natur bietet dabei das Atelier mit ihren unermesslichen Möglichkeiten. Sie liefert für diese Kunstrichtung alle unerschöpflichen Gestaltungsmaterialien, wie Blätter, Steine, Früchte, Holz, Stöcke, Zweige, etc. Mitentscheidend für den Entstehungsprozess, den Bestand und Fortbestand sind unter anderem die Witterungsverhältnisse und Jahreszeiten, die Bodenbestände und andere Gegebenheiten vor Ort. Es wird kein Werkzeug gebraucht, lediglich die bloßen Hände, um die Vielfalt der Landart kennenlernen zu können. Landart stellt somit die perfekte Möglichkeit dar, um die Natur als Gestaltungsraum zu nutzen, ohne sie zu beschädigen (Dr. Ch. Goppel, 2011, S. 5). Erfahrungslernen, Realitätsbezug und Selbstorganisation spielen dabei eine genau so große Rolle, wie soziales und emotionales Gestalten und Fantasieentwicklung. Die Freude am Prozess und die Offenheit am Gestalten und Entdecken stehen dabei stets im Vordergrund. Landart kann im Alltag einen wohltuenden Kontrast schaffen, ohne den Entstehungsprozess zu bewerten oder das Endergebnis kritisch zu hinterfragen. Es geht darum, sich für die Natur und deren Prozesse zu öffnen und dabei die Zeit zu vergessen. Letztlich ist der Entstehungsprozess wichtiger, als das Ergebnis (Dr. Ch. Goppel, 2011, S. 7).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die thematische Auswahl und gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Herangehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Die persönliche Bedeutung von Natur und Ästhetik: In diesem Kapitel setzt sich die Verfasserin intensiv mit ihrem persönlichen Verständnis von Natur und Ästhetik auseinander, eingeleitet durch die Erstellung einer Collage.
3. Die wissenschaftliche Erarbeitung der Terminologien: Das Kapitel liefert eine theoretische Fundierung der Begriffe Natur, Ästhetik, Ästhetische Bildung und künstlerische Gestaltung im Kontext der sozialen Arbeit.
4. Kulturarbeit: Mit Landart die Natur entdecken – Ästhetische und künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten für Kinder im Wald: Hier wird die Methode der Landart als Grundidee für die pädagogische Praxis vorgestellt und definiert.
5. Didaktische und methodische Strukturen der Kulturarbeit: Dieser Abschnitt beschreibt die konkreten Rahmenbedingungen, die Zielgruppe und die methodische Planung des Projekts.
6. Implementierung der Kulturarbeit: Das Kapitel analysiert die praktische Umsetzung, wobei insbesondere auftretende Herausforderungen sowie kreativitätsfördernde Verhaltensweisen reflektiert werden.
7. Das Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, einer persönlichen Reflexion des Lernprozesses und einem Ausblick auf zukünftige pädagogische Vorhaben.
Schlüsselwörter
Landart, Ästhetische Bildung, Naturerfahrung, Kulturarbeit, Elementarpädagogik, Kreativität, Kindliche Entwicklung, Natur, Gestaltung, Prozessorientierung, Bildungsaspekte, Kunstrichtung, Pädagogische Praxis, Selbstbildung, Sozialkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verknüpfung von ästhetischer Bildung und Naturerfahrungen bei Kindern durch die künstlerische Methode der Landart.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Definition von Natur und Ästhetik, die didaktische Planung von Naturprojekten und die Analyse kindlicher Gestaltungsprozesse im Wald.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Landart als Bildungsmethode genutzt werden kann, um die Kreativität von Kindern zu fördern und ihnen einen achtsamen Zugang zur Natur zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung durch Fachliteratur sowie einer praxisorientierten Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns im Kindergartenkontext.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsarbeit, die Vorstellung der Methode Landart, die didaktische Planung und die Dokumentation der praktischen Umsetzung und deren Herausforderungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Landart, Ästhetische Bildung, Naturerfahrung und Elementarpädagogik zusammenfassen.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Kunst“ und „bildnerischem Gestalten“ eine so wichtige Rolle für die Autorin?
Die Autorin betont, dass eine Überforderung von Kindern durch den Begriff „Kunst“ vermieden werden sollte, um Hemmungen abzubauen und den Fokus auf den individuellen Prozess der Selbsterfahrung zu legen.
Wie geht die Autorin mit störendem Verhalten während der Landart-Einheiten um?
Sie reagiert auf störendes Verhalten, indem sie die Kinder durch gezielte, an ihre Interessen anknüpfende Fragen wieder zur eigentlichen Aufgabe und somit zum „Naturerleben“ zurückführt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Mit Landart die Natur entdecken. Ästhetische und künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten für Kinder im Wald, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031175