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Das Berufsbild der Hebammen im Mittelalter

Die Darstellung der Tätigkeit von Hebammen vor dem Hintergrund des Arzneibuches Ortolfs von Baierland und des Buches der Natur Konrads von Megenberg

Título: Das Berufsbild der Hebammen im Mittelalter

Trabajo , 2021 , 27 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Katharina Kogan (Autor)

Literatura - Literatura de la Edad Media
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Wie haben wir uns den Beruf der Hebamme im Kontext des Mittelalters vorzustellen? Wie steht es um unser Wissen über die Schwangerschaft und Geburt in der damaligen Zeit?
Da diese Epoche mehrere Jahrhunderte umfasst, stellt sich sicherlich auch die Frage nach den Veränderungen beziehungsweise der Entwicklung dieses Berufsstandes im Laufe der Zeit. Wie wird der Hebammenberuf im Vergleich zu anderen medizinischen Berufen eingeordnet? Wie steht es beispielsweise um solche thematischen Felder wie Kirche und Hexenverfolgung?

Die vorliegende Arbeit setzt sich aus zwei Schwerpunkten zusammen. Um den Beruf der Hebamme im Mittelalter aus literarischer Sicht darzustellen, bedarf es repräsentativer Texte, die direkt oder indirekt über die Geburt berichten. Dazu wurden das Arzneibuch Ortolfs von Baierland sowie das Buch der Natur Konrads von Megenberg ausgewählt.
Die Textstellen im Arzneibuch, die als Beispiele für die Analyse genommen wurden, sind die Kapitel 19-21 sowie das Kapitel 134. Aus dem Buch der Natur betrachten wir die Kapitel 45-48 des Buches I.

Die Hausarbeit ist in zwei Großkapitel unterteilt, die die beiden Schwerpunkte behandeln. Als erstes (Kap.2) werden die Kurzbiografien beider Autoren und danach ihre Bücher vorgestellt. Anschließend werden die entsprechenden Textstellen genauer betrachtet.
Im zweiten Themenkomplex (Kap. 3) geht es um die Rolle der Hebammen im Mittelalter, wobei der Abschnitt 3.1 eine Art Übergang von den vorgestellten Büchern zum Hebammenberuf darstellt. Zum Schluss werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und ein Fazit gezogen.
Als Fachliteratur werden hauptsächlich die Arbeiten von Ortrun Riha, Britta-Juliane Kruse und Wolfgang Reddig konsultiert. Unterschiedliche Lexika und Internetquellen geben zusätzlich aufschlussreiche Informationen zum Bearbeiten des Themas. Die verwendete Ausgabe des Buches der Natur ist die von Franz Pfeiffer aus dem Jahr 1861, das Arzneibuch ist von Ortrun Riha, erschienen im Jahr 2014.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung

1.2 Vorgehensweise

2. Ortolf von Baierland und Konrad von Megenberg

2.1 Kurzbiografien

2.2 Medizinische Bücher

2.3 Textstellenvergleich

3. Die Rolle der Hebammen im Mittelalter

3.1 Bezüge zu den Texten

3.2 Hebamme als Beruf

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Berufsbild der Hebammen im Mittelalter, indem sie die Darstellung von Geburt und Gynäkologie in den Werken von Ortolf von Baierland und Konrad von Megenberg analysiert und in den Kontext der zeitgenössischen Hebammenrolle sowie deren gesellschaftlicher Wahrnehmung stellt.

  • Analyse der medizinischen Schriften von Ortolf von Baierland und Konrad von Megenberg
  • Vergleichende Untersuchung der gynäkologischen Wissensvermittlung im Mittelalter
  • Erforschung der realen Rolle der Hebamme als Geburtshelferin
  • Einfluss von Kirche und Obrigkeiten auf den Hebammenberuf
  • Ambivalenz des Ansehens zwischen Heilkundigen und Hexenverfolgung

Auszug aus dem Buch

2.3 Textstellenvergleich

Was schreibt Ortolf in seinem Arzneibuch zur Gynäkologie und Schwangerschaft? Im Kapitel „Ob ein fraw ein kint trage“ gibt er Ratschläge, wie sich eine Frau zu verhalten hat und was sie vermeiden sollte, wenn sie schwanger ist. Meist ist hier jedoch von den Essgewohnheiten die Rede. Ortolf empfiehlt:

„[…] sie sol sich hütten vor pitter kost vnd das sÿ icht las, vnd vor vberigem springen vnd vor slegen an dem leib. Sie sol gut kost esen, die ir gut plut geb, als hüner vnd rephüner oder czickenfleisch.“ (Arzneibuch, 19)

Auch sollte die Frau „guten wein trincken“ (ebd.) und möglichst auf Arbeit verzichten bzw. diese reduzieren (Vgl. ebd.).

Die nachfolgenden zwei Kapitel gehen auf das neugeborene Kind sowie die Mutter ein. In dem für das Arzneibuch typischen anaphorischen Satzbau gibt Ortolf Anweisungen, was nach der Geburt zu tun sei. Den Schwerpunkt legt der Autor dabei auf die Ohren, die Nase und die Augen des Kindes:

„[…] so sol man im die oren offt zusammen drücken vnd sal im sein naszlocher vnd sein haubt dick mit warmen wasser twahen. Man sol im auch nit zu vil zu saugen geben, vnd allermeÿst so es vndewet vnd verlesset. Man sol im auch seÿne augen mit eÿnem tuch decken vnd vor dem licht hüten, daz es icht krancke augen gewÿnne vnd plint werde.“ (Arzneibuch, 20)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Geschichte des Hebammenberufs ein und stellt die leitenden Forschungsfragen zur Darstellung der Geburt im Mittelalter sowie zur Entwicklung des Hebammenberufs dar.

2. Ortolf von Baierland und Konrad von Megenberg: Dieses Kapitel widmet sich den Kurzbiografien der Autoren, ihren medizinischen Werken und vergleicht die darin enthaltenen Textstellen zur Geburtshilfe.

3. Die Rolle der Hebammen im Mittelalter: Hier werden die Bezüge zwischen den mittelalterlichen Fachtexten und der tatsächlichen Tätigkeit von Hebammen beleuchtet sowie der Hebammenberuf in seinem rechtlichen und gesellschaftlichen Kontext untersucht.

4. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und hebt die Ambivalenz des Hebammenberufs hervor, der einerseits für die medizinische Betreuung essenziell war, andererseits jedoch unter gesellschaftlichem und kirchlichem Druck stand.

Schlüsselwörter

Hebamme, Mittelalter, Geburtshilfe, Ortolf von Baierland, Konrad von Megenberg, Gynäkologie, Arzneibuch, Buch der Natur, Medizingeschichte, Vier-Säfte-Lehre, Hebammenordnungen, Hexenverfolgung, Frauenheilkunde, Geburtsmedizin, Medizintheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Berufsbild der Hebammen im Mittelalter und analysiert, wie diese in medizinischen Schriften der Zeit, insbesondere bei Ortolf von Baierland und Konrad von Megenberg, indirekt behandelt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die medizinische Gynäkologie des Mittelalters, die praktische Geburtshilfe, das gesellschaftliche Ansehen der Hebammen sowie die Einflüsse von Kirche und rechtlichen Regelungen auf ihren Berufsstand.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen literarischer Darstellung von Schwangerschaft und Geburt sowie der gelebten Realität von Hebammen im Mittelalter aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Quellenanalyse, den Vergleich von mittelalterlichen Textstellen mit aktueller Fachliteratur sowie die Untersuchung rechtlicher Dokumente wie Hebammenordnungen und Eide.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Autoren Ortolf von Baierland und Konrad von Megenberg, vergleicht deren medizinische Textpassagen zur Schwangerschaft und thematisiert im zweiten Teil die Rolle und Regulierung der Hebammen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hebamme, Mittelalter, Geburtshilfe, Medizingeschichte, Gynäkologie, Hexenverfolgung und das Spannungsfeld zwischen theoretischer Medizin und praktischer Erfahrung.

Warum spielt die Vier-Säfte-Lehre in dieser Analyse eine Rolle?

Die Vier-Säfte-Lehre war die vorherrschende Krankheits- und Medizinlehre im Mittelalter, die von den untersuchten Autoren als Wissensgrundlage für ihre medizinischen Diagnosen und Ratschläge genutzt wurde.

Welchen Stellenwert hatten Hebammen in der mittelalterlichen Gesellschaft?

Hebammen waren einerseits als heilkundige Praktikerinnen hochgefragt, litten jedoch andererseits unter dem Konkurrenzdenken männlicher Ärzte sowie dem Misstrauen der Kirche, was teilweise in Diffamierungen bis hin zur Hexenverfolgung mündete.

Was besagen die untersuchten Hebammenordnungen?

Diese Dokumente regeln das professionelle Verhalten, die moralische Pflicht zur Gleichbehandlung aller Frauen, Meldepflichten bei unehelichen Geburten sowie Strafen bei Fehlverhalten oder Nichteinhaltung der Vorschriften.

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Detalles

Título
Das Berufsbild der Hebammen im Mittelalter
Subtítulo
Die Darstellung der Tätigkeit von Hebammen vor dem Hintergrund des Arzneibuches Ortolfs von Baierland und des Buches der Natur Konrads von Megenberg
Universidad
RWTH Aachen University  (Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft der RWTH Aachen)
Curso
Hauptseminar: Ortolf von Baierland
Calificación
1,3
Autor
Katharina Kogan (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
27
No. de catálogo
V1031377
ISBN (Ebook)
9783346437563
ISBN (Libro)
9783346437570
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hebamme Mittelalter Beruf
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Kogan (Autor), 2021, Das Berufsbild der Hebammen im Mittelalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031377
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