In dieser Hausarbeit wird das Verhältnis von Macht und Widerstand betrachtet. Beide Begriffe orientieren sich hier an der Arbeit von Michel Foucault und zeigen auf, dass dessen Theorien und Erkenntnisse auch heute noch höchst aktuell sind.
Auf Basis der Corona- Pandemie und den damit einhergehenden Schutz-/ Hygienemaßnahmen wird die Bewegung der sogenannten "Querdenker" als klassischer Widerstand gegen Machtausübung identifiziert. Auf der Seite des Staates wird mit bestimmten Techniken, die sich auf gesetzliche Grundlagen stützen, Macht über die Menschen ausgeübt.
Die Arbeit bietet eine Einführung im Bereich des Begriffs der Macht und der spezifischen Beziehung zum Subjekt bei Foucault. Die Arbeit ist sehr praxisnah beschrieben und baut nicht allein auf den theoretischen Grundlagen von Foucault auf, sondern prüft diese auch auf Ihre Aktualität. Hierzu bietet die aktuelle Corona- Pandemie und die Corona-Schutzverordnungen eine Gelegenheit, die Machtbeziehung zwischen Staat und Bürger*innen näher zu betrachten und Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie innerhalb der Pandemie "regiert" wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Macht und Subjekt
- Die Verbindung von Subjekten und Machtausübung
- Machtbeziehungen bei Michel Foucault- Definition und Beispiel
- Regieren als Machtbeziehung
- Die Analyse von Machtbeziehungen anhand der „Querdenker-711\"-Bewegung
- Widerstand als Ausgangspunkt
- Die „Querdenker-711“- Bewegung als Widerstand
- Die Analyse der Machtbeziehung zwischen Bürger*innen und Staat während der Corona-Pandemie
- Punkt 1: Differenzierungen
- Punkt 2: Ziele der Verhaltensanforderungen
- Punkt 3 und 4: Die Modalitäten und Formen der Institutionalisierung
- Punkt 5: Grad der Rationalisierung
- Fazit der Analyse der Machtbeziehung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die Verbindung von Macht und Subjekt anhand der theoretischen Grundlagen Michel Foucaults. Dabei wird der Fokus auf die Anwendung eines von Foucault entwickelten Analyseschemas für Machtbeziehungen gelegt. Das zentrale Anwendungsbeispiel ist die staatliche Machtausübung im Kontext der Corona-Pandemie, insbesondere die Reaktionen von Bürger*innen und die daraus resultierenden Protestbewegungen wie die „Querdenker-711“-Bewegung.
- Subjektivierungsprozesse und deren Verbindung zu Machtbeziehungen
- Foucaults Analyseschema für Machtbeziehungen
- Analyse der Machtbeziehung zwischen Staat und Bürger*innen während der Corona-Pandemie
- Die Rolle von Widerstand in Machtbeziehungen
- Die Legitimität von staatlicher Machtausübung im Kontext der Pandemie
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik von Macht und Subjekt ein und stellt den Fokus der Arbeit dar. Sie beleuchtet die Bedeutung von Foucaults Werk für das Verständnis von Machtbeziehungen und erläutert die Wahl des Anwendungsbeispiels der Corona-Pandemie.
Das Kapitel „Macht und Subjekt“ definiert die zentralen Begriffe Macht und Subjekt, insbesondere im Hinblick auf Foucaults Theorie. Es zeigt die enge Verbindung zwischen Subjektivierungsprozessen und Machtbeziehungen auf, die sich gegenseitig bedingen.
Das Kapitel „Regieren als Machtbeziehung“ stellt Foucaults Konzept von Machtbeziehungen im Kontext von Regieren dar. Hierbei werden die Merkmale und Charakteristika von Machtbeziehungen beleuchtet.
Das Kapitel „Die Analyse von Machtbeziehungen anhand der „Querdenker-711“-Bewegung“ analysiert die Machtbeziehung zwischen Staat und Bürger*innen während der Corona-Pandemie. Der Widerstand, der sich in Form von Protestbewegungen wie der „Querdenker-711“-Bewegung zeigt, dient als Ausgangspunkt für die Analyse.
Die Analyse der Machtbeziehung gliedert sich in verschiedene Punkte, die die verschiedenen Aspekte der Machtbeziehung zwischen Staat und Bürger*innen beleuchten.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse von Machtbeziehungen im Kontext der Corona-Pandemie, wobei das Analyseschema von Michel Foucault im Vordergrund steht. Zentrale Schlüsselbegriffe sind Macht, Subjekt, Subjektivierung, Widerstand, „Querdenker-711“-Bewegung, Corona-Pandemie, staatliche Machtausübung, Regieren, und Legitimität.
Häufig gestellte Fragen
Wie definiert Michel Foucault das Verhältnis von Macht und Widerstand?
Nach Foucault gibt es keine Macht ohne Widerstand. Widerstand ist ein konstitutives Element von Machtbeziehungen und dient oft als Ausgangspunkt für deren Analyse.
Was versteht man unter "Regieren" als Machtbeziehung?
Regieren bedeutet bei Foucault die "Strukturierung des Handlungsfeldes anderer". Es ist eine Form der Machtausübung, die das Verhalten von Individuen oder Gruppen lenkt.
Warum wird die "Querdenker"-Bewegung als Beispiel für Widerstand herangezogen?
Die Bewegung zeigt einen klassischen Widerstand gegen staatliche Machtausübung in Form von Corona-Schutzverordnungen und hinterfragt die Legitimität dieser Maßnahmen.
Welche Rolle spielt die Rationalisierung bei Machtbeziehungen?
Macht wird oft durch rationale Begründungen (z.B. wissenschaftliche Erkenntnisse oder Gesetze) legitimiert, um das Handeln des Staates gegenüber den Bürgern zu rechtfertigen.
Was bedeutet "Subjektivierung" im Kontext der Macht?
Subjektivierung beschreibt den Prozess, wie Individuen durch Machtstrukturen geformt werden und sich gleichzeitig selbst als Subjekte innerhalb dieser Beziehungen begreifen.
- Arbeit zitieren
- Oliver Kuhnt (Autor:in), 2021, Macht und Widerstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031514