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Der Beginn des Albigenserkrieges 1208/1210. Ein Krieg oder ein Kreuzzug?

Titel: Der Beginn des Albigenserkrieges 1208/1210. Ein Krieg oder ein Kreuzzug?

Seminararbeit , 1997 , 22 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Hartmut Ellrich (Autor:in)

Weltgeschichte - Allgemeines und Vergleiche
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit untersucht den Beginn des Albigenserkrieges.

Die Ermordung des päpstlichen Legaten in Südfrankreich, Peter von Castelnau, am 14. Januar 1208, wurde zum Ausgangs- und Eckpunkt der folgenden Untersuchung zum Thema Der Beginn des Albigenserkrieges 1208/10.
Dabei diente der Mord nur als Auslöser einer sehr viel längeren Entwicklung, in deren Verlauf der katholischen Kirche früher oder später eine Spaltung gedroht hätte.

Spalter waren die zu den Katharern zählenden Albigenser, eine Glaubensgemeinschaft aus dem südfranzösischen Raum um Albi, Toulouse und Carcassonne. Sie machten insbesondere durch die Leugnung der Inkarnation Gottes der katholischen Kirche die Verbreitung ihrer Lehren schwer und erregten überdies ihren Zorn, da hierdurch ein Hauptaspekt katholischen Glaubens betroffen wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

II. Quellenlage

1. "Chanson de la croisade contre les Albigeois"

2. "Petri Vallium Sarnaii monachi Hystoria Albigensis"

3. "Guillelmus de Podio Laurensi, Chronica"

III. Die Anfänge des Albigenserkrieges 1208-1210

1. Ausgangslage

2. Krieg oder Kreuzzug? - Rechtfertigungsversuche

3. Die Eroberung von Béziers

4. Der Fall von Carcassonne

5. Die Synode von Avignon

6. Die Belagerung von Minerve

7. Ausblick

IV. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Beginn des Albigenserkreuzzuges in den Jahren 1208 bis 1210 und analysiert dabei den Wandel von einem initialen Ketzerkrieg zu einem Eroberungszug. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit politische Interessen und machtpolitische Ambitionen der am Konflikt beteiligten Akteure, insbesondere unter Führung von Simon von Montfort, das ursprüngliche Ziel der Kirche überlagerten.

  • Quellenkritische Analyse der historiographischen Überlieferung
  • Der Mord an Peter von Castelnau als Auslöser des Kreuzzugs
  • Rechtfertigungsstrategien und die Rolle des päpstlichen Legaten Arnald-Amalrich
  • Die Transformation des kirchlichen Engagements in einen Eroberungskrieg
  • Die politische Rolle Raimunds VI. von Toulouse im Konfliktverlauf

Auszug aus dem Buch

3. Die Eroberung von Béziers

Am 22. Juli 1209 erreichten die Kreuzfahrer die Stadtmauern von Béziers, wo sie mit den Truppen des Erzbischofs von Bordeaux und des Bischofs von Puy zusammentrafen.

Sie sandten den Bischof von Béziers, Reginald, zu Verhandlungen in die Stadt und stellten die Einwohner vor ein Ultimatum, indem man die in einer Liste benannten Häretiker auszuliefern verlangte. Dieses Ersuchen wurde von der Bevölkerung zurückgewiesen.

Die Einwohner hatten sich, im Vertrauen auf die Uneinnehmbarkeit der Stadt geweigert, die 'boni homines' auszuliefern.

Was die Anzahl der Häretiker anbetraf, so waren sich die Chronisten uneinig. Für Petrus von Vaux-de-Cernay war der Fall klar, alle Einwohner Beziérs waren Häretiker, Wilhelm von Tudela dagegen erwähnt davon nichts.

Die sich anschließende Einnahme der Stadt geschah daher völlig unerwartet. Das eigentliche Angriffsziel, der Vizegraf von Trencavel, konnte sich noch rechtzeitig mit der Elite seiner Reiterei in die Festungsstadt Carcassonne in Sicherheit bringen.

Die Kreuzfahrer richteten mit ihrer Eroberung ein enormes Blutbad an. Innerhalb von zwei bis drei Stunden hatten sie Béziers eingenommen.

Zusammenfassung der Kapitel

II. Quellenlage: Es werden die drei zentralen Chroniken des Albigenserkreuzzuges vorgestellt und deren jeweilige Entstehungsgeschichte sowie die politische Motivation der Verfasser kritisch beleuchtet.

III. Die Anfänge des Albigenserkrieges 1208-1210: Dieses Kapitel behandelt den Auslöser des Konflikts, die Entwicklung vom Ketzerkrieg zum Kreuzzug sowie die militärischen Ereignisse in Béziers, Carcassonne und Minerve unter Einbeziehung der Rolle Simon von Montforts.

IV. Zusammenfassung: Der Autor resümiert, dass der Kreuzzug zunehmend seine ursprüngliche religiöse Zielsetzung verlor und zu einem machtpolitischen Eroberungszug verkam, wobei Innozenz III. die Kontrolle über die Entwicklung an die Akteure vor Ort verlor.

Schlüsselwörter

Albigenserkreuzzug, Katharer, Innozenz III., Simon von Montfort, Raimund VI. von Toulouse, Béziers, Carcassonne, Minerve, Arnald-Amalrich, Kreuzzug, Ketzerkrieg, Mittelalter, Südfrankreich, Trencavel, Quellenlage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anfängen des Albigenserkreuzzuges im Zeitraum von 1208 bis 1210 und analysiert, wie sich die militärische Auseinandersetzung in Südfrankreich transformierte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Quellenanalyse zur Zeit der Albigenser, die politischen Dynamiken zwischen dem Papsttum, den südfranzösischen Grafenhäusern und den Kreuzrittern sowie die Rechtfertigung des Krieges.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie aus der ursprünglichen Intention der Kirche, das Häretikertum zu bekämpfen, ein Eroberungskrieg wurde, der primär materiellen Interessen diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die quellenkritische Methode, indem er zeitgenössische Chroniken (wie die von Wilhelm von Tudela und Petrus von Vaux-de-Cernay) analysiert und mit moderner Forschungsliteratur abgleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Auslöser durch den Mord an Peter von Castelnau, die Belagerung der Städte Béziers und Carcassonne sowie die zunehmende machtpolitische Dominanz von Simon von Montfort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Albigenserkreuzzug, Katharer, Innozenz III., Simon von Montfort und Quellenlage definieren.

Warum war der Mord an Peter von Castelnau entscheidend?

Der Mord diente der Kirche als idealer Aufhänger, um den Druck auf Raimund VI. von Toulouse zu erhöhen und den Kreuzzug als legitimes Mittel gegen eine vermeintliche Bedrohung durch Häretiker zu rechtfertigen.

Warum war der Ausgang der Belagerung von Béziers so prägend?

Béziers markiert den Punkt, an dem der Kreuzzug massiv in Gewalt umschlug und sich die "Pervertierung" des Krieges in einen reinen Eroberungszug abzeichnete, in dem auch zivile Opfer billigend in Kauf genommen wurden.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Beginn des Albigenserkrieges 1208/1210. Ein Krieg oder ein Kreuzzug?
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,5
Autor
Hartmut Ellrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1997
Seiten
22
Katalognummer
V1031993
ISBN (eBook)
9783346455161
ISBN (Buch)
9783346455178
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beginn albigenserkrieges krieg kreuzzug
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hartmut Ellrich (Autor:in), 1997, Der Beginn des Albigenserkrieges 1208/1210. Ein Krieg oder ein Kreuzzug?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031993
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Leseprobe aus  22  Seiten
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