Im Folgenden wird zunächst eine theoretische Einordnung des Themas vorgenommen, um davon ausgehend das Projektvorhaben zu generieren. Im Anschluss an die Vorstellung der Untersuchung und ihrer Ergebnisse wird ein Abgleich mit den Hypothesen vollzogen. Ziel ist es abschließend, Handlungsnotwendigkeiten für den Geschichtsunterricht zum Mittelalter abzuleiten, um existierenden „Fehlvorstellungen“ vorzubeugen, vorhandenes Geschichtsbewusstsein zu fördern, sowie bereits vorhandenes Wissen und das Interesse als Ressource nutzen zu können. Es sollen keine konkreten Vorschläge erbracht werden, sondern lediglich Perspektiven aufgezeigt werden, die bei einer Planung von Geschichtsunterricht zum Mittelalter beachtet werden sollten.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden Schülervorstellungen evaluiert und Konsequenzen für die weitere Planung des Geschichtsunterrichts zum Mittalter ausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
3. Theoretischer Hintergrund
4. Forschungsdesign
4.1 Datenerhebung
4.2 Datenauswertung
5. Ergebnisse
6. Ausblick: Perspektiven für die Unterrichtsplanung
7. Reflexion
8. Literatur- und Quellenverzeichnis
9. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die subjektiven Schülervorstellungen zum Mittelalter bei Lernenden der Jahrgangsstufe 6, um daraus Erkenntnisse für eine schülerorientierte und nachhaltige Unterrichtsplanung im Fach Geschichte abzuleiten.
- Analyse von Alltagsvorstellungen und Stereotypen über das Mittelalter
- Konzept des "Conceptual Change" zur Korrektur von Fehlvorstellungen
- Evaluation von Schülerzeichnungen als Erhebungsmethode
- Entwicklung didaktischer Perspektiven auf Basis des Vorwissens
- Förderung eines selbst-reflexiven Geschichtsbewusstseins
Auszug aus dem Buch
4. Forschungsdesign
27 Schülerinnen und Schüler einer Klasse 6 eines Gymnasiums in Herten wurden aufgefordert zu zeichnen, was sie mit der Zeit des Mittelalters verbinden, da dies der Gegenstand im kommenden Schuljahr sein wird. Dazu wurde ein leerer, weißer Zettel ausgeteilt. Sie hatten insgesamt eine halbe Stunde Zeit, ihre Vorstellungen vom Mittelalter auf Papier zu bringen und durften auch beschriften, was sie zeichnen. Zeichnen hat vor allem bei jüngeren Schülerinnen und Schülern einen durchaus motivierenden Effekt, an einer solchen Untersuchung teilzunehmen. Die eigene Fantasie individuell ausdrücken können ohne systematische Grundlagen, wie eine Mind-Map oder Verschriftlichungen nutzen zu müssen und ohne bewertet zu werden, ist ein wohl unumstreitbares, grundlegendes Bedürfnis des Menschen und lässt den Schülerinnen und Schülern viel Raum. Zudem ist das Zeichnen eine sehr einfache Sprache, die jede und jeder, der die motorischen Möglichkeiten hat, sprechen kann und die auch den DaZ-Lerner und Lernerinnen der Klasse zu Gute kommt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Projektvorhaben, die Untersuchungsschritte sowie die daraus abgeleiteten Handlungsnotwendigkeiten für den Geschichtsunterricht.
2. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ambivalenz der Mittelalterbilder zwischen Finsternis und Fantasie und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Relevanz dieser Schülervorstellungen für die Unterrichtsplanung.
3. Theoretischer Hintergrund: Hier wird das Konzept des "Conceptual Change" als konstruktivistischer Ansatz zur Weiterentwicklung des historischen Wissens und Geschichtsbewusstseins theoretisch verortet.
4. Forschungsdesign: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise, bestehend aus der Datenerhebung mittels Schülerzeichnungen und der anschließenden qualitativen Inhaltsanalyse.
5. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die kategorisierte Auswertung der Zeichnungen, die ein stark von Populärkultur geprägtes Bild des Mittelalters bei den Schülern offenbaren.
6. Ausblick: Perspektiven für die Unterrichtsplanung: Das Kapitel diskutiert, wie die vorhandenen Interessen und Vorstellungen aufgegriffen werden können, um durch Reflexion und Conceptual Change einen nachhaltigen Unterricht zu gestalten.
7. Reflexion: Der Autor reflektiert den Einsatz der gewählten Forschungsmethode und bewertet deren Eignung sowie mögliche Ergänzungen für zukünftige Projekte.
8. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Quellen.
9. Anhang: Detaillierte tabellarische Auflistung der inhaltlichen Analyseergebnisse der einzelnen Schülerzeichnungen.
Schlüsselwörter
Mittelalter, Schülervorstellungen, Geschichtsbewusstsein, Geschichtsunterricht, Populärkultur, Conceptual Change, Unterrichtsplanung, Schülerzeichnungen, Qualitative Inhaltsanalyse, Konstruktivismus, Historisches Lernen, Motivationsförderung, Reflexive Orientierungskompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der subjektiven Vorstellungen von Schülern der 6. Klasse über das Mittelalter und deren Bedeutung für die didaktische Planung von Geschichtsunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Beeinflussung des Geschichtsbewusstseins durch Populärkultur, die Diagnose von Vorwissen und die gezielte Förderung eines reflektierten historischen Verständnisses.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, auf Basis der erhobenen Schülervorstellungen Perspektiven aufzuzeigen, wie Lehrer Stereotypen begegnen und das vorhandene Interesse als Ressource für nachhaltiges historisches Lernen nutzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Zur Erhebung wurden freie Schülerzeichnungen genutzt, die anschließend einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring unterzogen wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, das Forschungsdesign, die detaillierte Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich verschiedener Kategorien (z.B. Habitus, Burgleben) sowie die didaktische Diskussion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mittelalter, Schülervorstellungen, Conceptual Change und Geschichtsbewusstsein charakterisiert.
Warum spielt die Populärkultur bei der Analyse eine so große Rolle?
Die Untersuchung zeigt, dass das Mittelalterbild der Lernenden stark von Filmen, Comics und Spielzeug geprägt ist, was sowohl Chancen für die Motivation bietet als auch didaktische Aufklärungsarbeit erfordert.
Wie gehen Schüler mit dem Begriff "Mittelalter" um?
Die Schüler assoziieren das Mittelalter primär mit populärhistorischen Versatzstücken wie Rittern, Burgen, Schlachten und Fabelwesen; teilweise treten dabei auch Missverständnisse bei Begriffsdefinitionen auf.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Subjektive Schülervorstellungen und historisches Lernen in der Klasse 6 Gymnasium. Wie sehen die Schülervorstellungen über das Mittelalter aus und welche Konsequenzen haben diese für die Unterrichtsplanung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1032992