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Die Naturzustandskonzeptionen von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich

Title: Die Naturzustandskonzeptionen von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich

Essay , 2018 , 6 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Hobbes und Rousseau begründen ihre Naturzustandskonzeptionen daher vertragstheoretisch. Es soll also tatsächlich zu einem gerechtfertigten Vertragsschluss im Naturzustand gekommen sein, worauf sich das geltende Herrschaftssystem gründet. Nehmen wir dies also an, so stellt sich die Frage, aus welcher Motivation heraus gesetzliche Vereinbarungen zwischen Menschen entstehen konnten und daher gerechtfertigt sind. Wir betrachten dazu die Beschreibung der Vorstaatlichkeit und der „Beschaffenheit“ des Menschen im Naturzustand bei Hobbes und Rousseau, die eine Gemeinschaft notwendig machte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thomas Hobbes Naturzustandskonzeption

3. Rousseaus Naturzustandskonzeption

4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht die Naturzustandskonzeptionen von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, um die anthropologischen Grundlagen ihrer jeweiligen Staatslegitimationen zu untersuchen und die Notwendigkeit einer regelnden Instanz für das menschliche Zusammenleben zu erörtern.

  • Vergleich der Naturzustandsmodelle von Hobbes und Rousseau
  • Analyse der menschlichen Beschaffenheit als anthropologische Basis
  • Untersuchung der Entstehung von Eigentum und gesellschaftlichen Konflikten
  • Legitimation des Gesellschaftsvertrags und des Souveräns
  • Herausarbeitung zentraler Gemeinsamkeiten und Differenzen in der Staatsphilosophie

Auszug aus dem Buch

3. Rousseaus Naturzustandskonzeption

Rousseau unterscheidet im Gegensatz zu Hobbes zwischen zwei Phasen des vorstaatlichen Menschen: Der „Beschaffenheit“ des Menschen im reinen Naturzustand und der „Beschaffenheit“ des bürgerlichen Menschen. Er kritisiert Hobbes genau an diesem Punkt. Dieser habe seiner Meinung nach nicht die Natur des Menschen, sondern einen Kulturzustand und damit die zweite Phase des Menschen beschrieben. Dieser habe sich zu einem selbstsüchtigen Wesen jedoch erst aus ökonomischen, militärischen und religiösen Konflikten entwickelt.

Im reinen Naturzustand gäbe es keinen Besitz und damit keine Interessenkonflikte. Alle Menschen seien gleich geschaffen. Jeder schaffe es, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Der Mensch wandere leidenschaftslos, allein und glücklich umher. Dazu brauche er keine Sprache oder Vernunft. Dennoch sei er nicht wie das Tier, denn er besäße einen freien Willen und die Fähigkeit zur Vervollkommnung. Es gäbe keine natürlichen Gesetze, nach denen Menschen im Naturzustand handeln müssten, da sie zu diesem Zeitpunkt kein Bewusstsein für Verpflichtungen gegenüber anderen hätten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der vergleichenden Untersuchung ab und grenzt die Fragestellung auf die Vorstaatlichkeit und die anthropologischen Annahmen bei Hobbes und Rousseau ein.

2. Thomas Hobbes Naturzustandskonzeption: Dieses Kapitel erläutert Hobbes' Sicht auf den Menschen als egoistisches Wesen, das in einem durch Ressourcenknappheit geprägten Kriegszustand lebt und diesen durch die Unterwerfung unter einen Souverän zu beenden sucht.

3. Rousseaus Naturzustandskonzeption: Hier wird Rousseaus Unterscheidung zwischen einem friedlichen reinen Naturzustand und der späteren, durch Eigentum und gesellschaftliche Missstände geprägten Phase des bürgerlichen Menschen dargelegt.

4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Dieser Abschnitt kontrastiert die Theorien und verdeutlicht, dass beide Philosophen zwar den Souverän als notwendig erachten, jedoch unterschiedliche anthropologische Ausgangspunkte für die Entstehung von gesellschaftlichen Konflikten annehmen.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Frage, inwieweit die staatliche Ordnung die anthropologische Beschaffenheit des Menschen widerspiegelt.

Schlüsselwörter

Naturzustand, Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Gesellschaftsvertrag, Anthropologie, Souverän, Leviathan, Eigentum, Ressourcenknappheit, politische Philosophie, Selbsterhaltung, Freiheit, Gesellschaft, Konflikttheorie, Staatslegitimation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die unterschiedlichen Naturzustandstheorien von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau und analysiert, wie diese Philosophen die Notwendigkeit einer staatlichen Ordnung begründen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die anthropologischen Voraussetzungen, die Konzepte des Naturzustands, die Entstehung von gesellschaftlichen Konflikten und die Legitimation staatlicher Macht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Naturzustandskonzeptionen herauszuarbeiten und zu verstehen, warum der Mensch laut dieser Philosophen eine politische Gemeinschaft benötigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende ideengeschichtliche Analyse, die auf der kritischen Auseinandersetzung mit den Originalschriften beider Philosophen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Theorien von Hobbes und Rousseau detailliert dargestellt, kritisch gegenübergestellt und ihre jeweiligen Auffassungen vom Menschen sowie die Konsequenzen für die Staatsstruktur analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Anthropologie, Souverän, Eigentum und die spezifischen Menschenbilder von Hobbes und Rousseau.

Wie bewertet Rousseau laut Text Hobbes' Naturzustandstheorie?

Rousseau kritisiert, dass Hobbes nicht den ursprünglichen Naturzustand, sondern bereits einen fortgeschrittenen Kulturzustand beschrieben habe, in dem der Mensch bereits durch gesellschaftliche Konflikte korrumpiert sei.

Warum ist laut Autor der Gesellschaftsvertrag bei Rousseau trotz des Naturzustands notwendig?

Da der ursprüngliche friedliche Naturzustand durch die Entwicklung von Eigentum und gesellschaftlichen Missständen unwiederbringlich verloren gegangen ist, bietet der Gesellschaftsvertrag die einzige Lösung, um Frieden und Freiheit unter neuen Bedingungen zu sichern.

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Details

Title
Die Naturzustandskonzeptionen von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich
College
University of Münster  (Philosophie)
Course
Anthropologie und Religionsphilosophie
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
6
Catalog Number
V1032997
ISBN (eBook)
9783346439796
Language
German
Tags
Rousseau Hobbes Naturzustand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Die Naturzustandskonzeptionen von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1032997
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