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Politische Propaganda und gesellschaftliche Verschwörungstheorien. Veränderungen seit dem Zweiten Weltkrieg

Title: Politische Propaganda und gesellschaftliche Verschwörungstheorien. Veränderungen seit dem Zweiten Weltkrieg

Term Paper , 2017 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Benjamin Hoffmann (Author)

Communications - Mass Media
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Diese Arbeit beschäftigt sich damit, wie sich politische Propaganda und gesellschaftliche Verschwörungstheorien seit dem Zweiten Weltkrieg verändert haben. Dies soll durch Beispiele aus dem Zweiten Weltkrieg und der Neuzeit erläutert werden. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges waren einige wenige Zeitungen für Qualitätsjournalismus verantwortlich. Diese wurden aber von der nationalsozialistischen Regierung überwacht. Dadurch existierte keine Pressefreiheit und den Menschen wurden nur solche Informationen mitgeteilt, die sie seitens der Regierung wissen durften. Es war somit ein leichtes, Propaganda und Falschinformationen im Volk zu verbreiten.

In der Nachkriegszeit wurden aus einer Diktatur eine Demokratie und ein Sozialstaat. Im Laufe der Sozialisierung gab es durch die gewonnene Pressefreiheit eine unabhängigere Berichterstattung im In- und Ausland. Neue Medien, wie Fernsehen oder Radio kamen hinzu und erreichten immer mehr Menschen. Es konnte sich unabhängig von der Regierung ein Bild über die Regierung gemacht werden. Heute ist man nur eine Website davon entfernt, Hintergrundwissen und Informationen ausfindig zu machen und mehr über Ereignisse auf der gesamten Welt zu erfahren.

Durch die fortschreitende Digitalisierung der letzten Jahre existiert eine regelrechte Informationsflut in den Medien und im Internet. Für Nutzer der Medien ist es heutzutage nicht mehr leicht zu erkennen, ob es sich um wahre Informationen, Falschinformationen, Satire, persönliche Meinungen oder um Verschwörungstheorien handelt. Durch eine Vielzahl an Informationsanbietern entsteht bei den Nutzern ein unbewusstes Unwissen gegenüber der Quelle. Es wird sich leicht und oft auch voreilig zu einem Thema geäußert, ohne genaue Recherche betrieben zu haben. Diese voreingenommene Haltung wird oft genutzt, um hetzerisch und falsch zu argumentieren oder zu berichten. Aber ist das wirklich ein Problem der Digitalisierung?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Propaganda

2.1 Geschichte der Propaganda

2.2 Begriffsfindung und Definition Propaganda

2.3 Strukturen von Propaganda

3. Propaganda vor und während des 2. Weltkrieges

4. Propaganda heute

5. Kriegspropaganda in Afghanistan

6. Vergleich der Propaganda damals und heute

7. Verschwörungstheorie

7.1 Geschichte und Entwicklung von Verschwörungstheorien

7.2 Definition von Verschwörungstheorien

7.3 Struktur von Verschwörungstheorien

7.4. Gründe von Verschwörungstheorien

8. Verschwörungstheorien im 2. Weltkrieg

9. Die Holocaust-Leugnung

10. Verschwörungstheorien heute

11. 11. September 2001

12. Vergleich Verschwörungstheorien und Propaganda

13. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen und funktionalen Zusammenhänge zwischen politischer Propaganda und gesellschaftlichen Verschwörungstheorien. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Wirkungsweise und Verbreitung aufzuzeigen, wobei insbesondere die Rolle medialer Vermittlung und politischer Kontrolle beleuchtet wird.

  • Historische Entwicklung von Propaganda und Verschwörungstheorien
  • Strukturelle Analyse und Definition der beiden Phänomene
  • Mediale Propaganda-Strategien im 2. Weltkrieg und im Afghanistankrieg
  • Die Rolle der Digitalisierung bei der Verbreitung von Verschwörungsideologien
  • Vergleich der Reaktionsweisen von Staat und Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3. Propaganda vor und während des 2. Weltkrieges

Im folgenden Kapitel soll anhand des Beispiels vom 2. Weltkrieg verdeutlicht werden, wie Propaganda damals funktioniert hat, welche Mittel Propaganda verwendet hat und wer die Drahtzieher der Propaganda aus dem 2. Weltkrieg waren.

Wie bereits erwähnt, wurde kurz nach der Machtübernahme Hitlers 1933 das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter der Leitung von Joseph Goebbels gegründet. Dessen Folge war, dass Rundfunk, Presse und Filmwirtschaft ihrer Freiheiten beraubt wurden und unter staatliche Kontrolle gerieten. Dies hatte zur Folge, dass die Bevölkerung in Deutschland keine unabhängige Berichterstattung mehr zur Verfügung hatte (vgl. bpb 2011).

Ein durch Hitler und seine Partei geschaffenes Feindbild, dem des bösen Juden, vereinte den Frust des Volkes zur gemeinsamen Stärke und verschaffte so Hitler das Alleinstellungsmerkmal eines Führers (vgl. Starkulla 2015: 210).

"Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß. Aus dieser Tatsache heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig solange zu verwerten, bis auch bestimmt der letzte unter einem solchem Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag." (Bussemer 2005, zit. n. Hitler 1938: 44)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen durch eine zunehmende Informationsflut und die Schwierigkeit, Propaganda von Verschwörungstheorien zu unterscheiden.

2. Propaganda: Dieses Kapitel erarbeitet eine wissenschaftliche Arbeitsdefinition und beleuchtet die geschichtlichen Hintergründe sowie die strukturellen Merkmale von Propaganda.

3. Propaganda vor und während des 2. Weltkrieges: Es wird die systematische Gleichschaltung der Medien unter der nationalsozialistischen Diktatur und der Einsatz von Feindbildern analysiert.

4. Propaganda heute: Dieses Kapitel führt in den Vergleich der historischen Propaganda mit modernen Ausprägungen unter Berücksichtigung digitaler Medien ein.

5. Kriegspropaganda in Afghanistan: Die Analyse konzentriert sich auf die einseitige Berichterstattung und die Instrumentalisierung von Medien zur Rechtfertigung moderner militärischer Interventionen.

6. Vergleich der Propaganda damals und heute: Hier werden die methodischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen totalitärer Zensur und moderner Informationssteuerung gegenübergestellt.

7. Verschwörungstheorie: Die theoretische Fundierung erfolgt durch eine Begriffsdefinition sowie die Untersuchung der soziologischen Hintergründe und Entstehungsweisen.

8. Verschwörungstheorien im 2. Weltkrieg: Dieses Kapitel dient als historische Einordnung anhand der Holocaust-Leugnung als zentralem Beispiel.

9. Die Holocaust-Leugnung: Es wird untersucht, wie durch gezielte Desinformation versucht wird, historische Fakten zu negieren.

10. Verschwörungstheorien heute: Die Untersuchung moderner Verschwörungstheorien fokussiert auf deren Verbreitung durch das Internet.

11. 11. September 2001: Das Beispiel der Anschläge vom 11. September verdeutlicht, wie durch digitale Netzwerke neue Verschwörungsmythen entstehen und verbreitet werden.

12. Vergleich Verschwörungstheorien und Propaganda: Abschließend werden die Schnittmengen zwischen machtorientierter Propaganda und gesellschaftlich motivierten Verschwörungsideologien zusammengeführt.

13. Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und die Schwierigkeit einer trennscharfen Unterscheidung der beiden untersuchten Konzepte.

Schlüsselwörter

Propaganda, Verschwörungstheorien, Massenmedien, Zensur, Zweiter Weltkrieg, Holocaust-Leugnung, 11. September, Informationskontrolle, Persuasion, Manipulation, digitale Medien, politische Kommunikation, Feindbild, Machtmissbrauch, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich von politischer Propaganda und Verschwörungstheorien im historischen Kontext des 20. Jahrhunderts sowie in der Gegenwart.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit verknüpft kommunikationswissenschaftliche Ansätze mit historischen Beispielen, wie dem Nationalsozialismus und dem Afghanistankrieg, sowie mit der Soziologie von Verschwörungstheorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Propaganda und Verschwörungstheorien funktionieren, worin ihre Gemeinsamkeiten bestehen und warum eine klare Trennung in der Praxis oft schwierig ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem historischen Vergleich ausgewählter Fallbeispiele basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsarbeit sowie die praktische Anwendung an den Beispielen des 2. Weltkriegs, des Afghanistankrieges und der Ereignisse vom 11. September 2001.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie mediale Manipulation, Informationshoheit, Feindbildkonstruktion und die Rolle digitaler Netzwerke geprägt.

Warum wird die Holocaust-Leugnung als Beispiel gewählt?

Sie dient als konkretes Beispiel, um zu verdeutlichen, wie durch die Leugnung historischer Fakten Verschwörungstheorien als propagandistisches Werkzeug instrumentalisiert werden können.

Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf Verschwörungstheorien?

Die Digitalisierung hat laut Arbeit die Verbreitungsgeschwindigkeit und die Reichweite von Verschwörungstheorien massiv erhöht, da Nutzer heute leicht eigene Analysen und "Gegendarstellungen" erstellen und teilen können.

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Details

Title
Politische Propaganda und gesellschaftliche Verschwörungstheorien. Veränderungen seit dem Zweiten Weltkrieg
College
University of Münster  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Grade
1,7
Author
Benjamin Hoffmann (Author)
Publication Year
2017
Pages
18
Catalog Number
V1033505
ISBN (eBook)
9783346442413
ISBN (Book)
9783346442420
Language
German
Tags
politische propaganda verschwörungstheorien veränderungen zweiten weltkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Hoffmann (Author), 2017, Politische Propaganda und gesellschaftliche Verschwörungstheorien. Veränderungen seit dem Zweiten Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1033505
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