In dieser Arbeit soll durch die Plattform Facebook aufgezeigt werden, wie sich die Kommunikation seit der Nutzung von sozialen Medien im Alltag entwickelt hat. Zudem soll anhand einer Fallstudie deren mögliche negative Entwicklung aufgezeigt und anhand von zwei Kommunikationsmodellen erläutert werden.
Zunächst werden grundlegende Begriffe definiert und der Unterschied zwischen den sozialen Medien und der Entwicklung des Web 2.0 dargestellt. Im Kapitel drei wird die Plattform Facebook und deren Funktionen kurz erläutert, um auf Vor- und Nachteile einzugehen, die bei der Beantwortung der Frage relevant sind. Anschließend werden die verschiedenen Motive zur Nutzung von sozialen Medien erläutert sowie die verschiedenen Beziehungsarten in den sozialen Medien analysiert. Im darauffolgenden Kapitel wird die Fallstudie kurz erzählt, um mithilfe der anschließenden Darstellung der Schweigespirale von Elisabeth Noelle-Neumann und der Theorie der kognitiven Dissonanz von Leon Festinger die Handlung der zwei Akteure zu analysieren.
Soziale Medien haben sich etabliert. Ihre Bedeutung hat durch das Internet ab Mitte der neunziger Jahre, gerade auch im kommunikationswissenschaftlichen Sektor, enorm zugenommen. Die individuelle Kommunikation wird geprägt und die zwischenmenschliche Kommunikation entwickelt sich immer mehr auf digitaler Ebene. Facebook, Instagram, WhatsApp und Snapchat sind nur ein paar Beispiele, wie vielfältig der Social Media Sektor ist, wie rasant er sich entwickeln kann und noch weiter entwickeln wird. Es existiert eine enorme Bandbreite an Angeboten hinsichtlich ihrer Verbreitung und Funktion. Übergeordnet ist es aber das Ziel jeder Social Media Plattform Informationen aller Nutzer für andere Nutzer leicht zugänglich zu machen sowie soziale Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Kommunikation
2.2 Neue Medien
2.3 Soziale Medien
2.4 Netzwerkplattformen
2.5 Web 2.0
3. Facebook
4. Motive zur Nutzung von sozialen Medien
5. Beziehungen in den sozialen Medien
6. Fallstudie
7. Vorliegende Modelle
7.1 Schweigespirale nach Noelle Neumann (ca. 1970)
7.2 Kognitive Dissonanz nach Leon Festinger (1957)
8. Übertragung der Theorien auf die Fallstudie
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Nutzung sozialer Medien, insbesondere der Plattform Facebook, die zwischenmenschliche Kommunikation im Alltag beeinflusst und ob sich daraus negative Konsequenzen ergeben. Anhand einer Fallstudie wird analysiert, wie digitale Interaktionen und die öffentliche Meinungsäußerung das Beziehungsverhalten und die Wahrnehmung von Meinungsführerschaft verändern.
- Entwicklung und Funktionen von sozialen Medien und dem Web 2.0.
- Motive für die Nutzung digitaler Netzwerkplattformen.
- Theoretische Analyse mittels Schweigespirale und kognitiver Dissonanz.
- Einfluss digitaler Kommunikation auf Offline-Beziehungen.
- Verschmelzung von virtueller und realer Interaktion im Alltag.
Auszug aus dem Buch
7.2 Kognitive Dissonanz nach Leon Festinger (1957)
Die von Leon Festinger entwickelte Theorie der kognitiven Dissonanz ist eine kognitive Konsistenztheorie. Darunter versteht man eine Theorie, die sich mit dem Streben der Menschen nach Widerspruchsfreiheit auseinandersetzt. Wiedersprüchen und die damit verbundenen Spannungen, empfinden Menschen als äußerst unangenehm und versuchen diese durch Handlungen zu vermeiden. Die Widersprüche zwischen verschiedenen Kognitionen soll so gering wie möglich gehalten werden und durch eine kognitive Konsistenz ersetzt werden. Kognitive Dissonanzen entstehen, wenn eine Person zwischen zwei Kognitionen einen Wiederspruch empfinden (vgl. Raab/ A. Unger/ F. Unger 2010: 42).
Eine Verbundenheit der Kognitionen besteht also, wenn man z.B. bei einer Diät nicht nur auf die Ernährung achtet, sondern auch gleichzeitig Sport betreibt. Keine Beziehung der Kognitionen besteht, wenn man sich gerade in den Urlaub nach Mallorca begibt und im Fernsehen der Wetterbericht für New York gesendet wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung digitaler Kommunikation und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen von Social Media auf den Alltag.
2. Konzeptionelle Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten wie Kommunikation, neue Medien, soziale Medien, Netzwerkplattformen und Web 2.0 definiert, um eine Basis für die Untersuchung zu schaffen.
3. Facebook: Das Kapitel erläutert die Entstehung, Funktionen und die Bedeutung von Facebook als größte soziale Plattform weltweit.
4. Motive zur Nutzung von sozialen Medien: Es werden psychologische und soziale Beweggründe für die Nutzung digitaler Medien und die Kontaktpflege auf Facebook dargelegt.
5. Beziehungen in den sozialen Medien: Der Fokus liegt auf der Art der Beziehungen, wie "strong ties" und "weak ties", und wie soziale Medien diese ergänzen.
6. Fallstudie: Anhand des Beispiels von Rebecca und Martin wird ein konkreter Konfliktfall infolge einer digitalen Interaktion skizziert.
7. Vorliegende Modelle: Es werden die Schweigespirale nach Noelle-Neumann und die Theorie der kognitiven Dissonanz nach Festinger als theoretischer Rahmen eingeführt.
8. Übertragung der Theorien auf die Fallstudie: Die Theorien werden angewendet, um das Kommunikationsverhalten der Akteure aus der Fallstudie zu interpretieren.
9. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass soziale Medien reale Kontakte erweitern, eine eindeutige negative Beeinflussung der Alltagskommunikation jedoch wissenschaftlich komplex bleibt.
Schlüsselwörter
Soziale Medien, Facebook, Kommunikation, Web 2.0, Schweigespirale, Kognitive Dissonanz, Digitale Interaktion, Netzwerkplattformen, Beziehungsarten, Online-Kommunikation, Medienwirkung, Identitätsentwurf, Meinungsklima, Internet, Alltagskommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie soziale Medien die Kommunikation im Alltag verändern und ob die Nutzung von Facebook negative Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen digitaler Kommunikation, den Nutzungsweisen von Facebook und der psychologischen Analyse von Interaktionen mittels bekannter Theorien.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: "Hat sich die Nutzung von Facebook negativ auf unsere Kommunikation im Alltag ausgewirkt?"
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine qualitative Fallstudie, um Kommunikationsphänomene anhand theoretischer Modelle zu erklären.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Nach einer theoretischen Einführung in Begriffe wie Web 2.0 und soziale Medien folgt die Analyse einer Fallstudie über zwei Personen, deren Interaktion durch die Theorien von Noelle-Neumann und Festinger beleuchtet wird.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Dokument?
Zentrale Begriffe sind soziale Netzwerke, Schweigespirale, kognitive Dissonanz und der Einfluss der Digitalisierung auf das zwischenmenschliche Miteinander.
Warum wird die Theorie der Schweigespirale auf die Fallstudie angewendet?
Die Theorie hilft zu verstehen, warum Rebecca dazu neigt, bei kontroversen Themen in sozialen Medien zu schweigen, um einem empfundenen Isolationsdruck durch Martin zu entgehen.
Inwiefern spielt das Konzept der "kognitiven Dissonanz" in der Fallstudie eine Rolle?
Es erklärt Rebeccas psychologischen Konflikt: Die Sympathie zu Martin kollidiert mit der Ablehnung seiner politischen Äußerungen, was zu einer Vermeidungshaltung führt.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Einflusses von Facebook?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass soziale Medien Kontakte eher erweitern als verdrängen, eine eindeutig negative Wirkung auf den Alltag jedoch nicht abschließend belegt werden kann.
- Citar trabajo
- Benjamin Hoffmann (Autor), 2017, Facebook und die Auswirkungen auf die Kommunikation im Alltag. Entwicklungen von und durch Social Media, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1033506