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Der Umgang mit Homosexualität in evangelischen Kirchen. Konsequenzen für homosexuelle Christen und die Soziale Arbeit

Titel: Der Umgang mit Homosexualität in evangelischen Kirchen. Konsequenzen für homosexuelle Christen und die Soziale Arbeit

Masterarbeit , 2021 , 251 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Franziska Hecker (Autor:in), Franziska Spittel (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Ausarbeitung liegt darin, einen Überblick über die in evangelischen Kirchen/Gemeinden bestehenden Einstellungen gegenüber Homosexualität sowie den Umgang mit Homosexualität und homosexuellen Christ*innen zu geben.

Um zielführende Ergebnisse zu erlangen, werden im zweiten Kapitel dieser Arbeit zunächst die begrifflichen Einordnungen von Homosexualität und der Evangelischen Kirche vorgenommen sowie die Haltungen der Evangelischen Kirche zur Homosexualität dargestellt.

Darauffolgend werden in Kapitel 3 die methodischen Vorgehensweisen erläutert. Nach der Einordnung des Forschungsgegenstandes und der vorgenommenen Fragestellungen wird die qualitative Methodenwahl begründet. Des Weiteren werden die Erhebungsmethode und der Feldzugang beschrieben sowie ein Überblick über die Untersuchungsgruppe gegeben. Schließlich werden die Auswertungsmethode erläutert und die Grenzen der Aussagefähigkeit dieser aufgezeigt.

Im vierten Kapitel erfolgt unter Einbeziehung aussagekräftiger Antworten der Umfrageteilnehmenden die Darstellung der Umfrageergebnisse. Diese beziehen sich zunächst auf die familiäre und persönliche Rolle des christlichen Glaubens, die in evangelischen Kirchen/Gemeinden vorherrschenden Einstellungen gegenüber Homosexualität sowie den Umgang mit dem Thema der Homosexualität und homosexuellen Christ*innen. Des Weiteren werden die verschiedenen Konsequenzen für homosexuelle Christ*innen, welche aus den Einstellungen und Formen des Umgangs resultieren, aufgezeigt. Abschließend wird auf die Wünsche der Befragten eingegangen, um darauf basierend die Konsequenzen für die Soziale Arbeit abzuleiten.

Im Anschluss an die Darstellung der Ergebnisse werden im fünften Kapitel die Aufgaben Sozialer Arbeit im Kontext von Homosexualität und Religion aufgezeigt sowie ein Ausblick für sozialarbeiterische Unterstützungsangebote gegeben.

Die Masterarbeit schließt letztendlich mit einem Fazit ab, in welchem die Fragestellungen zusammengefasst beantwortet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Einordnung und Haltung der Evangelischen Kirche zur Homosexualität

2.1 Begriffliche Einordnung von Homosexualität

2.2 Begriffliche Einordnung der Evangelischen Kirche

2.3 Haltung der Evangelischen Kirche zur Homosexualität

3 Methoden(diskussion)

3.1 Gegenstand und Fragestellung

3.2 Begründung der Methodenwahl

3.3 Erhebungsmethode und Feldzugang

3.4 Überblick über die Untersuchungsgruppe

3.5 Auswertungsmethode

3.6 Grenzen der Aussagefähigkeit

4 Ergebnisse

4.1 Familiäre und persönliche Rolle des christlichen Glaubens

4.2 Einstellungen gegenüber Homosexualität und Homosexuellen

4.2.1 Ablehnende Einstellung

4.2.2 Akzeptierende Einstellung

4.2.3 Ambivalente Einstellung

4.2.4 Homosexualität ist Sünde

4.2.5 Homosexualität entspricht nicht der Bibel/Gottes Willen

4.2.6 Veränderung von Einstellungen

4.2.7 Keine Veränderung von Einstellungen

4.3 Umgang mit Homosexualität und homosexuellen Christ*innen

4.3.1 Thematisierung der Homosexualität

4.3.2 Vermeidung der Thematisierung von Homosexualität

4.3.3 Unklarer Umgang

4.3.4 Ablehnender Umgang

4.3.5 Offener Umgang

4.3.6 „Helfender“ Umgang

4.3.7 Persönlicher Umgang von homosexuellen Christ*innen

4.4 Konsequenzen für homosexuelle Christ*innen

4.4.1 Zunehmende Rechte homosexueller Christ*innen

4.4.2 Konsequenzen für homosexuelle Christ*innen in Gemeinden

4.4.3 Persönliche Konsequenzen für homosexuelle Christ*innen

4.5 Konsequenzen für die Soziale Arbeit

4.5.1 Bekanntheit und Nutzung von bestehenden Angeboten

4.5.2 Wunsch nach Austausch

4.5.3 Wunsch nach Unterstützung

4.5.4 Wunsch nach Aufklärung

5 Soziale Arbeit im Kontext von Homosexualität und Religion

5.1 Soziale Arbeit im Kontext von Homosexualität

5.2 Soziale Arbeit im Kontext von Religion

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen umfassenden Überblick über die Einstellungen gegenüber Homosexualität in evangelischen Kirchen und Gemeinden sowie den daraus resultierenden Umgang mit homosexuellen Christ*innen zu gewinnen. Dabei wird untersucht, welche Konsequenzen sich für die Betroffenen ergeben und inwiefern ein Handlungsbedarf für die Soziale Arbeit besteht, um die Lebenssituation dieser Personengruppe zu verbessern und bestehende Unterstützungsmöglichkeiten auszubauen.

  • Einstellungen evangelischer Christ*innen zu Homosexualität
  • Umgangsformen mit Homosexualität in kirchlichen Kontexten
  • Konsequenzen für homosexuelle Christ*innen (Outing, Diskriminierung, persönliche Entwicklung)
  • Rolle von Religion und christlichem Glauben für die Identitätsbildung
  • Handlungsbedarfe und Unterstützungsmöglichkeiten durch Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

Coming-out

Als Coming-out wird die Entwicklung des Bewusstwerdens einer homosexuellen Orientierung sowie der Entscheidung eines solchen Lebensstils mit einer Partner*innenwahl des entsprechenden Geschlechtes bezeichnet (vgl. Kolanowski 2009: 112). Das Coming-out kann als Prozess verstanden werden. Dieser beinhaltet zum einen intrapsychische, zum anderen interpersonelle Transformationen. Der Beginn liegt zumeist im frühen Jugendalter und erstreckt sich oftmals bis ins Erwachsenenalter (vgl. Kolanowski 2009: 113). Zu diesem Prozess gehört also die Gewissheit darüber, homosexuell zu sein, die Dimension der Entdeckung eines persönlichen Lebensstils sowie das Präsentieren der sexuellen Orientierung im gesellschaftlichen Kontext (vgl. Rauchfleisch 1997: 60). Demnach vollzieht sich die Entwicklung einer homosexuellen Orientierung erst nach und nach. Dabei verläuft das homosexuelle Handeln und dessen Akzeptanz zeitverzögert und nicht direkt aufeinander folgend (vgl. Lautmann 1993: 27).

Unter Betrachtung dessen, dass gegen die Diskriminierung queerer Identitäten sowie Lebensentwürfe politisch vorgegangen werden muss, ist ein Outing von allen queeren Personen wünschenswert. Mit zunehmender Zahl von ressourcenstarken Mitgliedern einer sozialen Bewegung und daraus resultierender eigener Lobby nehmen auch deren Chancen der Durchsetzung bei persönlichen (politischen) Interessen zu (vgl. Schomers 2018: 162).

Diskriminierung bedeutet dabei, eine Gruppe von Individuen - ohne jegliche rationale Begründung - anders zu behandeln. Somit kann dies als ein von Ungleichheit geprägtes Interagieren von Menschen sozialer sowie struktureller Ebene verstanden werden (vgl. Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen 2004: 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Themas durch das Recht auf Schutz der persönlichen Integrität und skizziert das Ziel der Arbeit, Unterstützungsbedarfe durch die Soziale Arbeit zu identifizieren.

2 Begriffliche Einordnung und Haltung der Evangelischen Kirche zur Homosexualität: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Homosexualität und Heteronormativität definiert und die Haltung der evangelischen Kirche im historischen Wandel beleuchtet.

3 Methoden(diskussion): Das Kapitel begründet die Entscheidung für eine qualitative Forschungsweise und beschreibt das Design der Online-Befragung sowie die angewandte Inhaltsanalyse nach Mayring.

4 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Umfrage dargestellt, die sich auf familiäre Glaubensprägung, Einstellungen gegenüber Homosexualität, den konkreten Umgang damit und die Konsequenzen für Betroffene und Soziale Arbeit fokussieren.

5 Soziale Arbeit im Kontext von Homosexualität und Religion: Dieses Kapitel erörtert die Aufgaben der Sozialen Arbeit, um homosexuelle Personen religionssensibel in ihrer Identitätsentwicklung zu begleiten und Diskriminierung abzubauen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass zwar ein gesellschaftlicher Wandel stattfindet, homosexuelle Christ*innen aber weiterhin mit großen Herausforderungen in kirchlichen Strukturen konfrontiert sind.

Schlüsselwörter

Homosexualität, Evangelische Kirche, Soziale Arbeit, Coming-out, Heteronormativität, Diskriminierung, Seelsorge, Beratung, Identitätsbildung, Religion, Unterstützung, Glaube, Inhaltsanalyse, Lebenswelt, Queer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Umgang evangelischer Kirchen und Gemeinden mit Homosexualität und die daraus resultierenden Konsequenzen für homosexuelle Christ*innen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind Einstellungen zu Homosexualität, der Umgang in Gemeinden, die Diskriminierungserfahrungen Betroffener und der Unterstützungsbedarf durch die Soziale Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es, die Lebenssituation homosexueller Christ*innen zu verstehen und Handlungsempfehlungen für professionelle Unterstützungssysteme in der Sozialen Arbeit zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autoren nutzen einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf einer Online-Befragung und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Umfrageergebnisse zu Einstellungen, Umgangsformen, Konsequenzen für Betroffene sowie spezifische Wünsche nach Austausch, Unterstützung und Aufklärung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Homosexualität, Evangelische Kirche, Diskriminierung, Coming-out, Seelsorge und Identitätsbildung geprägt.

Welche Bedeutung spielt das "Coming-out" im Kontext der Gemeinden?

Das Outing stellt für viele betroffene Christ*innen eine erhebliche psychische Belastung dar, da es oft zu Spannungen zwischen persönlicher Identität und kirchlicher Erwartungshaltung führt.

Warum wird die Rolle der Sozialen Arbeit besonders hervorgehoben?

Da viele Betroffene innerhalb kirchlicher Strukturen auf Ablehnung oder Missverständnisse stoßen, sieht die Arbeit die Soziale Arbeit als notwendige Instanz, um professionelle, religionssensible Beratung anzubieten.

Ende der Leseprobe aus 251 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Umgang mit Homosexualität in evangelischen Kirchen. Konsequenzen für homosexuelle Christen und die Soziale Arbeit
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena  (Sozialwesen)
Note
1,0
Autoren
Franziska Hecker (Autor:in), Franziska Spittel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
251
Katalognummer
V1033772
ISBN (eBook)
9783346453617
ISBN (Buch)
9783346453624
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang homosexualität kirchen konsequenzen christen soziale arbeit evangelisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Hecker (Autor:in), Franziska Spittel (Autor:in), 2021, Der Umgang mit Homosexualität in evangelischen Kirchen. Konsequenzen für homosexuelle Christen und die Soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1033772
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