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Auswirkung eines hohen Kohärenzgefühls auf den Krisenverlauf nach Schuchardt bei Menschen mit chronischen Erkrankungen

Title: Auswirkung eines hohen Kohärenzgefühls auf den Krisenverlauf nach Schuchardt bei Menschen mit chronischen Erkrankungen

Seminar Paper , 2018 , 24 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Alexandra Brunet (Author)

Health - Health system
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Welche Auswirkungen hat ein hohes Kohärenzgefühl auf den Krisenverlauf nach Erika Schuchardt bei Menschen mit chronischen Erkrankungen?

Das Altern führt zu einem Anstieg von (chronischen) Krankheiten verknüpft mit einer Minderung der Regenerationsfähigkeit des Organismus, zu einer höheren Rate von Multimorbidität sowie einem allgemeinen Zerfall der physischen und psychischen Reserven des Individuums. Alle diese Faktoren tragen eine wichtige soziale Komponente in sich: Sie führen zu höheren Kosten für die Sozialversicherungsträger, zu sozialer Isolierung, Singularisierung und Feminisierung der Gesellschaft. Durch aktuelle gesundheitswissenschaftliche Erkenntnisse konnte außerdem ein Anstieg an chronischen Erkrankungen festgestellt werden, die im direkten Zusammenhang mit der modernen Gesellschaft und ihrer Lebensweise stehen und eine zusätzliche Belastung und Anforderung für die Gesellschaft darstellen.

Soziale Arbeit hat in diesem Kontext unter anderem die Aufgabe, die Menschen, die sich in diesem Zustand befinden, trotz chronischer Erkrankung, eine bestmögliche soziale Teilhabe und Wohlbefinden zu ermöglichen. Sie greift da, wo die Ressourcen einer Person nicht mehr ausreichen, um sich selbst zu helfen. Zwischen Gesundheit und Sozialer Arbeit besteht eine Wechselwirkung, da zum einen der Gesundheitszustand eines Menschen die Methoden und Möglichkeiten der Sozialen Arbeit stark beeinflussen und zum anderen die Gesundheitslage eines Menschen selbst zu sozialen Problemen führen kann. Schließlich hängen die soziale Lage und der Gesundheitszustand voneinander ab. Somit hat die Soziale Arbeit die Aufgabe, sich nicht nur mit Zusammenhängen zwischen sozialen und gesundheitlichen Problemen zu beschäftigen, sondern auch aktiv in der Prävention und Gesundheitsförderung zu agieren.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung

1.2 Abgrenzung und Aufbau der Arbeit

2 Krisenverarbeitungsmodell nach Schuchardt

2.1 Das Eingangsstadium

2.2 Das Durchgangsstadium

2.3 Das Zielstadium

3 Salutogenese und das Kohärenzgefühl

3.1 Das Gefühl von Verstehbarkeit

3.2 Das Gefühl von Handhabbarkeit

3.3 Das Gefühl von Sinnhaftigkeit

3.4 Kritik und Erweiterung des Modells

4 Empirischer Forschungsstand

5 Auswirkung des Kohärenzgefühls auf den Krisenverlauf nach Schuchardt

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen eines hohen Kohärenzgefühls (Sense of Coherence, SOC) auf den individuellen Krisenverlauf von Menschen mit chronischen Erkrankungen, basierend auf dem achtphasigen Krisenmodell von Erika Schuchardt, um Potenziale für die Soziale Arbeit im Gesundheitswesen aufzuzeigen.

  • Grundlagen des Krisenverarbeitungsmodells nach Schuchardt
  • Konzept der Salutogenese und das Kohärenzgefühl nach Antonovsky
  • Zusammenhang zwischen SOC und der Bewältigung chronischer Krankheiten
  • Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung von Ressourcen in Krisensituationen

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Eingangsstadium

Im Eingangsstadium erfahren die Betroffenen zunächst eine Auseinandersetzung mit der Krise und haben noch keinen Überblick über sie und kein Verständnis von ihr. Die Betroffenen befinden sich in einer kognitiven, fremdgesteuerten Dimension, die in zwei Phasen geteilt wird: Ungewissheit und Gewissheit (vgl. Schuchardt 1988, S. 31).

Eine chronische Erkrankung beginnt mit einem Schock, der Phase der Ungewissheit. Der Krisenauslöser, je nach Erkrankung unterschiedlich, führt dazu, dass die Betroffenen in einem halbbewussten Zustand ahnen, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Je nach Symptom pendeln sie zwischen Unwissenheit Was soll das schon bedeuten…?, Unsicherheit Hat das doch etwas zu bedeuten…? und die Unannehmbarkeit Das muss doch ein Irrtum sein…? (vgl. Schuchardt 2003, S. 144). Das Hauptmerkmal dieser Phase ist das Umkreisen der Krise, die Tendenz, die Krise zu leugnen, zu verdrängen, als Reaktionsmuster und Abwehrmechanismus zur panischen Angst vor dem Unbekannten. Die Zweifel mehren sich und Unsicherheit kommt auf (ebd., S. 143). Schuchardt erkannte, dass bereits ab diesem Zeitpunkt eine Prozessbegleitung sinnvoll ist, um eine ungünstige Verlängerung dieser Phase und vor allem einen „akuten Abbruch der Krisenverarbeitung mit Tendenz zu sozialer Isolation zu verhindern“ (ebd., S. 145). Dabei kann ein falsch verstandenes Verschonen den Prozess der Leugnung verstärken. Nur durch Offenheit und Gesprächsbereitschaft kann ein(e) Begleiter_in diesen Prozess in die richtige Richtung lenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Bedeutung chronischer Erkrankungen in einer alternden Gesellschaft sowie Darstellung der Relevanz der Sozialen Arbeit in diesem Kontext.

2 Krisenverarbeitungsmodell nach Schuchardt: Detaillierte Erläuterung der achtphasigen Krisenspirale als Lernprozess, unterteilt in Eingangs-, Durchgangs- und Zielstadium.

3 Salutogenese und das Kohärenzgefühl: Theoretische Einführung in Antonovskys salutogenetisches Modell und dessen Kernkomponenten (Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Sinnhaftigkeit).

4 Empirischer Forschungsstand: Übersicht der empirischen Belege für den Zusammenhang zwischen einem hohen Kohärenzgefühl und einer aktiven, positiven Krisenbewältigung.

5 Auswirkung des Kohärenzgefühls auf den Krisenverlauf nach Schuchardt: Synthese beider Ansätze und Analyse, wie ein starkes SOC den Prozess der Krisenbewältigung positiv beeinflussen kann.

6 Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Reflexion der Möglichkeiten für die Soziale Arbeit, gesundheitsfördernde Ressourcen zu stärken.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Krisenverarbeitung, Erika Schuchardt, chronische Erkrankung, Krisenspirale, Gesundheitsförderung, Coping, Resilienz, Bewältigungsstrategien, psychosoziale Ressourcen, Lebensqualität, Aaron Antonovsky, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem salutogenetischen Kohärenzgefühl und dem Krisenverarbeitungsmodell von Erika Schuchardt bei chronisch kranken Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Salutogenese, die Dynamik von Krisen bei chronischen Erkrankungen sowie die Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie ein hohes Kohärenzgefühl (SOC) den Prozess der Krisenbewältigung bei chronisch Kranken positiv beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer theoretischen Analyse der Modelle von Antonovsky und Schuchardt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Phasen der Krisenspirale nach Schuchardt, erläutert die drei Komponenten des Kohärenzgefühls nach Antonovsky und diskutiert den empirischen Forschungsstand zur Verbindung beider Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Krisenverarbeitung, Krisenspirale und chronische Erkrankung.

Wie definiert Schuchardt die Krise?

Schuchardt sieht die Krise nicht als Endzustand, sondern als einen emotional-kognitiven Lernprozess in einer achtphasigen Spirale, der zu einer neuen inneren Entwicklung führen kann.

Warum ist das "Gefühl von Sinnhaftigkeit" laut Antonovsky so bedeutsam?

Es stellt die motivationale Komponente des SOC dar und beschreibt das Ausmaß, in dem eine Person ihr Leben als bedeutungsvoll wahrnimmt, was für die Krisenbewältigung entscheidend ist.

Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit laut der Autorin?

Soziale Arbeit dient als wichtige Unterstützung, indem sie positive Rahmenbedingungen schafft, Ressourcen der Betroffenen aktiviert und bei der langfristigen Krisenbewältigung begleitet.

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Details

Title
Auswirkung eines hohen Kohärenzgefühls auf den Krisenverlauf nach Schuchardt bei Menschen mit chronischen Erkrankungen
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Grade
1,2
Author
Alexandra Brunet (Author)
Publication Year
2018
Pages
24
Catalog Number
V1033801
ISBN (eBook)
9783346441607
ISBN (Book)
9783346441614
Language
German
Tags
Salutogenese Antonovsky Modell Gesundheit Krankheit Krisenverlauf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Brunet (Author), 2018, Auswirkung eines hohen Kohärenzgefühls auf den Krisenverlauf nach Schuchardt bei Menschen mit chronischen Erkrankungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1033801
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