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James Harrington und Jean-Jacques Rousseau. Republikanische Staatskonstruktionen und das Verhältnis von Bürger und Staat

Título: James Harrington und Jean-Jacques Rousseau. Republikanische Staatskonstruktionen und das Verhältnis von Bürger und Staat

Trabajo Escrito , 2021 , 13 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Chantal Elisabeth Hohe Sehling (Autor)

Filosofía - Filosofía de los siglos XVII y XVIII
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In der folgenden Arbeit werden die Besonderheiten der von den beiden Autoren beschriebenen Staatskonstruktionen verglichen, sowie untersucht, in welcher Beziehung Staatsbürger und Staatsapparat zueinanderstehen.

Auf den ersten Blick ließe sich kaum vermuten, dass ein Vergleich der staatstheoretischen Konstrukte von James Harrington und Jean-Jacques Rousseau einen interessanten Analysegegenstand bietet. Zwar wirkten die beiden Staatstheoretiker in verschiedenen Epochen der Zeitgeschichte und argumentierten in einigen Punkten auf unterschiedliche Weise, jedoch lassen sich zahlreiche interessante Parallelen bilden. Eine geeignete Vergleichsbasis bietet die Betrachtung einerseits der Konstruktion des jeweiligen Staatsapparates – das "Commonwealth" bei Harrington und die "République" bei Rousseau –, und andererseits des Verhältnisses von Bürger und Individualinteresse zu Staatskörper und Gemeininteresse.

Während Rousseau die Subsummierung des Menschen in das Gemeinwohl mittels der Erziehung zum immer gleichen Staatsbürger betont, widmet sich Harrington der Herstellung einer mithilfe von Institutionen realisierbaren Pluralität, in der private Interessen eingegliedert sind. Den-noch ist den beiden Staatstheoretikern gemeinsam, die Unterordnung der Menschen unter Gesetze zu fordern und einen allumfassenden Gemeinwillen in das Zentrum des öffentlichen Interesses zu stellen. Zudem stehen beide für Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit, sowie Volkssouveränität und Partizipation – wenn auch in unterschiedlichem Maße gestaltet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Staat und Bürger bei James Harrington

Vom Empire of Men zum Empire of Laws

Das Commonwealth als Staatskörper

Verhältnis des Bürgers zur Staatskonstruktion

Staat und Bürger bei Rousseau

Vom ungerechten in den gerechten Rechtszustand

Die République als Staatskörper

Verhältnis des Bürgers zur Republik

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht vergleichend die staatstheoretischen Entwürfe von James Harrington und Jean-Jacques Rousseau, um die spezifischen Konstruktionen ihrer Staatsapparate sowie die jeweilige Beziehung zwischen den Bürgern und dem Staat zu beleuchten. Im Zentrum steht dabei die Analyse, wie beide Theoretiker durch Institutionen oder Erziehung das Spannungsfeld zwischen Individualinteressen und dem Gemeinwohl auflösen, um stabile, republikanische Ordnungen zu schaffen.

  • Vergleich von Harringtons Commonwealth und Rousseaus République
  • Analyse des Wandels von ungleichen Zuständen zu gerechten Staatsformen
  • Untersuchung der Rolle von Institutionen versus politischer Erziehung
  • Diskussion der Konzepte von Volkssouveränität und Rechtsstaatlichkeit
  • Gegenüberstellung des Umgangs mit Partikularinteressen und Gemeinwohl

Auszug aus dem Buch

Vom Empire of Men zum Empire of Laws

Harrington beschrieb die im 17. Jahrhundert nach wie vor omnipräsente feudale Herrschaftsorganisation als von Natur aus fragil. Für die Instabilität machte Harrington im Wesentlichen zwei Eigenschaften verantwortlich. Zum einen eine misslungene Ausbalancierung des Grundeigentums (balance of property) und zum anderen die mangelhafte Funktionsfähigkeit des politischen Systems (Hammersley 2012: 3). Dieses beruhe auf der modern prudence, einer neuzeitlichen Form der Verfassung, in der das private Eigeninteresse einer oder weniger Personen im Zentrum des Regierungsapparates steht und sich ein Empire of Men, and not Laws konstituiert (Dippel 1984: 534). Hierzu schreibt er: „Where the security is in the persons, the government maketh good men evil [...]” (Hammersley 2012: 10 f.)

Die Lösung für die Dysfunktionalitäten des Empire of Men fand Harrington in der ancient prudence, die etwa zur Zeit des antiken Griechenlands, Roms oder Israels vorherrschend war. Hier lag der Fokus auf der Etablierung einer Zivilgesellschaft, die sich in einem Empire of Laws, and not Men äußert. Diese Art der Herrschaftsorganisation betrachtete Harrington als vorbildlich für seinen Verfassungsentwurf des Commonwealth. Er suchte eine Regierungsform zu adaptieren, deren Kunst darin besteht, eine Zivilgesellschaft auf Basis des Gemeinwohls und -interesses zu instituieren und aufrechtzuerhalten (Harrington 1977: 8). Das Regierungskonzept der ancient prudence sollte wieder auferstehen und in die moderne Weltordnung eingeführt werden. Diese Gesetzesherrschaft beschreibt Harrington als “[...] where the security is in the form, the government maketh evil men good.“ (Hammersley 2012: 10 f.). Anders ausgedrückt, nur ein Staatswesen, das sich auf gemeinwohlorientierten Institutionen gründet, führt zur Etablierung einer Herrschaft des Gesetzes und nicht der Menschen (Dippel 1984: 541).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung etabliert die Vergleichsbasis zwischen Harrington und Rousseau hinsichtlich ihrer Staatskonstruktionen und der Beziehung zwischen Bürger und Gemeinwohl.

Staat und Bürger bei James Harrington: Dieses Kapitel erläutert Harringtons Rückgriff auf die antike republikanische Tradition und die Anpassung an moderne Gegebenheiten.

Vom Empire of Men zum Empire of Laws: Es wird analysiert, wie Harrington durch die Abkehr von Personenherrschaft hin zur Gesetzesherrschaft Instabilität überwinden will.

Das Commonwealth als Staatskörper: Dieses Kapitel beschreibt die organisatorische Struktur des Commonwealth und die Bedeutung der Agrargesetzgebung.

Verhältnis des Bürgers zur Staatskonstruktion: Hier wird untersucht, wie Harrington die Pluralität der Interessen in eine stabile Staatsordnung integriert.

Staat und Bürger bei Rousseau: Das Kapitel führt in Rousseaus Theorie des Gesellschaftsvertrags und das Ziel der Überführung in einen gerechten Rechtszustand ein.

Vom ungerechten in den gerechten Rechtszustand: Es wird die Entwicklung vom Naturzustand zur Vergesellschaftung und deren Auswirkungen auf das Individuum thematisiert.

Die République als Staatskörper: Der Fokus liegt hier auf dem Konzept der Volkssouveränität und der Etablierung eines kollektiven Gemeinwillens.

Verhältnis des Bürgers zur Republik: Dieses Kapitel analysiert die Rolle der Erziehung und der Liebe zum Vaterland als Instrument zur Bildung des Staatsbürgers.

Fazit: Das Fazit fasst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Autoren zusammen und bewertet deren Beitrag zur modernen Staatslehre.

Schlüsselwörter

Staatstheorie, James Harrington, Jean-Jacques Rousseau, Commonwealth, République, Gemeinwohl, Volkssouveränität, Gesetzesherrschaft, Bürger, Gesellschaftsvertrag, Tugend, Partikularinteresse, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Politikwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich der staatstheoretischen Konzepte von James Harrington und Jean-Jacques Rousseau, insbesondere im Hinblick auf deren Entwürfe einer gerechten republikanischen Staatsordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Konstruktion des Staatskörpers, das Verhältnis des Individuums zum Gemeinwohl sowie die Rolle von Gesetzen und Institutionen zur Sicherung politischer Stabilität.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie beide Denker trotz unterschiedlicher Epochen und Ansätze versuchen, das Spannungsfeld zwischen privaten Interessen und dem öffentlichen Interesse zu lösen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse politiktheoretischer Werke und Konzepte unter Einbeziehung von Fachliteratur zur historischen und theoretischen Einordnung.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Harringtons Commonwealth und Rousseaus République, wobei jeweils die Staatsstruktur und das Verhältnis des Bürgers zum Staat detailliert gegenübergestellt werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Begriffe wie Gemeinwohl, Gesellschaftsvertrag, Volkssouveränität, Gesetzesherrschaft und die Unterscheidung zwischen privatem und öffentlichem Interesse sind für das Verständnis essenziell.

Wie unterscheidet sich Harringtons Ansatz in Bezug auf Partikularinteressen von dem Rousseaus?

Harrington versucht, private Interessen durch institutionelle Mechanismen in den Staatskörper zu integrieren, während Rousseau eine Erziehung des Menschen zum Patrioten fordert, um Individualinteressen zugunsten des Gemeinwillens zu subsumieren.

Welche Rolle spielt der Begriff "ancient prudence" für Harrington?

Die "ancient prudence" dient als vorbildhaftes, antikes Regierungskonzept, das Harrington in Form eines Empire of Laws in die moderne Welt übertragen wollte, um die Instabilität feudaler Herrschaftsformen zu korrigieren.

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Detalles

Título
James Harrington und Jean-Jacques Rousseau. Republikanische Staatskonstruktionen und das Verhältnis von Bürger und Staat
Universidad
University of Würzburg  (Political and Social Studies)
Curso
Classical and Modern Democratic Theory
Calificación
1,3
Autor
Chantal Elisabeth Hohe Sehling (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
13
No. de catálogo
V1034323
ISBN (Ebook)
9783346441508
ISBN (Libro)
9783346441515
Idioma
Alemán
Etiqueta
james harrington jean-jacques rousseau republikanische staatskonstruktionen verhältnis bürger staat
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Chantal Elisabeth Hohe Sehling (Autor), 2021, James Harrington und Jean-Jacques Rousseau. Republikanische Staatskonstruktionen und das Verhältnis von Bürger und Staat, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1034323
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