Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Economy and Industry

Die Rolle der Waren bei Karl Marx und Eva Illouz

Title: Die Rolle der Waren bei Karl Marx und Eva Illouz

Term Paper , 2015 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Economy and Industry
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit handelt von der Rolle der Waren bei Karl Marx und Eva Illouz. Beide betrachten die Rolle der Waren im Kapitalismus, aber aus sehr verschiedenen Blickwinkeln. Karl Marx war ein deutscher Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker und -kritiker. Er befasste sich Ende des 19. Jahrhunderts im Rahmen seiner Gesellschaftskritik mit Waren. Die Soziologin Illouz beschäftigt sich sehr intensiv mit dem Zusammenhang von Emotionen und Kommunikation. Betrachtet wird hier das Kapitel „Als die Liebe auf den Markt traf“ aus ihrem Werk „Der Konsum der Romantik. Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus".

Zunächst wird die Rolle der Waren bei Karl Marx behandelt. Nach Marx besitzen Waren sowohl einen Gebrauchswert als auch einen Tauschwert und dienen als allgemeines Äquivalent. Im Anschluss wird ein besonderes Augenmerk auf den von Marx geprägten Fetischcharakter der Ware und sein Geheimnis gelegt.

Im zweiten Teil dieser Arbeit wird dargestellt, wie im Text von Eva Illouz Waren als Mittel für Klassenkämpfe zwischen der Arbeiterklasse und der Mittelschicht dienen. Anschließend werden zwei Prozesse erläutert, die sie als „Romantisierung der Waren“ und „Verdinglichung der Liebesromantik“ bezeichnet. Dieses Kapitel schließt mit dem Inklusions- und Exklusionscharakter der Waren. Abschließend folgt ein Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Waren bei Karl Marx

2.1 Waren besitzen einen Gebrauchswert und einen Tauschwert

2.2 Waren dienen als allgemeines Äquivalent

2.3 Der Fetischcharakter der Ware und sein Geheimnis

3. Waren bei Eva Illouz

3.1 Waren als Mittel für Klassenkämpfe

3.2 Verdinglichung der Liebesromantik

3.3 Romantisierung der Waren

3.4 Waren bewirken Inklusion und Exklusion

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Perspektiven von Karl Marx und Eva Illouz auf die Rolle von Waren im Kapitalismus, um aufzuzeigen, wie sich die Bedeutung des Konsums von einer ökonomischen Notwendigkeit hin zu einem sozialen und emotionalen Instrument entwickelt hat.

  • Warentheorie und Fetischcharakter bei Karl Marx
  • Die historische Transformation des Konsumverhaltens
  • Verbindung von romantischen Gefühlen und marktwirtschaftlichen Gütern
  • Soziale Differenzierung durch Inklusions- und Exklusionsmechanismen von Waren
  • Vergleich zwischen materiellen Waren und immateriellen Freizeitgütern

Auszug aus dem Buch

3.3 Romantisierung der Waren

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Waren in Filmen und Werbeanzeigen eine romantische Aura verliehen (vgl. ebd.: S. 28). Dies wird von Illouz als „Romantisierung der Waren“ (ebd.) bezeichnet. Mithilfe der Liebesromantik wurden zahlreiche Produkte beworben (vgl. ebd.: S. 42).

Die Romantik wurde mit zwei verschiedenen Typen des Konsums assoziiert, mit dem offenen Konsum und dem verborgenen Konsum (vgl. ebd.). Unter offenem Konsum wird der „Konsum des beworbenen Produkts“ (ebd.) verstanden. Der Begriff des verborgenen Konsums wird verwendet, da die Gegenstände dieses Konsumtyps niemals unmittelbar als Konsumobjekte bezeichnet werden. Sie sind in eine Szene integriert, um als natürlich romantisch zu erscheinen. Der verborgene Konsum beinhaltet die Aktivität, die ein Paar darbietet. Dies betrifft sehr häufig den Konsum von Freizeit.

Zu den Freizeitaktivitäten zählten das Tanzen, das Abendessen in einem eleganten Restaurant oder der Besuch einer exquisiten Bar oder Cocktaillounge, Autofahren, ein Picknick, der Kinobesuch, das Reisen und Urlaub machen (vgl. ebd.: S. 43). Als Beispiel für verborgenen Konsum kann eine Anzeige für Waschpulver aufgeführt werden, die in der Zeitschrift Photoplay im Jahr 1930 erschienen ist: „Warum glauben so viele Mädchen, dass man in der Liebe nur auf den richtigen Augenblick warten muss? Dass Mondschein, Musik, Atmosphäre dabei eine wichtige Rolle spielen? Romantik ist überall – Nachmittage am Strand, Wandern – ein einfaches Picknick – überall ist Gelegenheit dazu. Aber Sie müssen immer darauf achten, dass Sie so gut wie möglich aussehen!“ (ebd.: S. 44)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Warenanalyse ein und stellt die theoretischen Ansätze von Karl Marx und Eva Illouz gegenüber.

2. Waren bei Karl Marx: Dieses Kapitel erläutert die marxschen Konzepte des Gebrauchswerts, Tauschwerts und den zentralen Fetischcharakter der Ware.

2.1 Waren besitzen einen Gebrauchswert und einen Tauschwert: Die Unterscheidung zwischen der Nützlichkeit eines Gegenstands und seinem quantitativen Wertverhältnis im Austauschprozess wird hier detailliert analysiert.

2.2 Waren dienen als allgemeines Äquivalent: Es wird beschrieben, wie Waren im gesellschaftlichen Austauschprozess durch Geld als Referenzwert ihre spezifische Wertform erhalten.

2.3 Der Fetischcharakter der Ware und sein Geheimnis: Das Kapitel beleuchtet, wie menschliche Arbeit hinter den Warenformen verschleiert wird und Dinge als autonom existierende Werte erscheinen.

3. Waren bei Eva Illouz: Der Fokus liegt auf der soziologischen Betrachtung des Konsums bei Illouz, insbesondere im Kontext von Emotionen und Romantik.

3.1 Waren als Mittel für Klassenkämpfe: Es wird dargestellt, wie unterschiedliche Werbestrategien für die Mittelschicht und die Arbeiterklasse als Ausdruck konkurrierender Moralvorstellungen dienten.

3.2 Verdinglichung der Liebesromantik: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang des romantischen Treffens von der häuslichen Sphäre in den öffentlichen Konsumraum.

3.3 Romantisierung der Waren: Die Analyse zeigt auf, wie durch die Verknüpfung von Produkten mit romantischen Szenen Konsumhandlungen als Ausdruck natürlicher Emotionen erscheinen.

3.4 Waren bewirken Inklusion und Exklusion: Es wird untersucht, wie Konsumpraktiken zur sozialen Distinktion beitragen und gleichzeitig durch kulturelle Demokratisierung neue Teilhabemöglichkeiten schaffen.

4. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die unterschiedlichen Schwerpunkte der Autoren sowie die historische Entwicklung vom Notdurft- zum Konsumbegriff hervor.

Schlüsselwörter

Waren, Kapitalismus, Karl Marx, Eva Illouz, Gebrauchswert, Tauschwert, Warenfetisch, Konsum, Romantik, Klassenkampf, Inklusion, Exklusion, Distinktion, Freizeitaktivitäten, Verdinglichung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen theoretischen Perspektiven von Karl Marx und Eva Illouz auf die Rolle von Waren im Kapitalismus, wobei der Fokus insbesondere auf der Entwicklung vom materiellen Nutzen hin zur emotionalen Aufladung durch Konsum liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die ökonomische Werttheorie, der Fetischcharakter der Ware, die gesellschaftliche Differenzierung durch Konsum sowie die historische Transformation romantischer Ideale durch den Markt.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist der Vergleich zwischen der marxschen, primär ökonomischen Kritik an Waren und dem soziologischen Ansatz von Eva Illouz, um aufzuzeigen, wie Konsum als Mittel der sozialen Distinktion und Emotionssteuerung eingesetzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literatur- und theoriebasierte Analyse, bei der zentrale Werke und Konzepte der Autoren textnah interpretiert und miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der klassischen Warentheorie von Marx und einer Untersuchung von Illouz’ Forschung zum Konsum der Romantik, inklusive der Inklusions- und Exklusionsmechanismen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Warenfetisch, Gebrauchswert, Romantisierung, Klassenkampf und soziale Distinktion charakterisiert.

Warum spielt das "Rendezvous" eine so zentrale Rolle bei Eva Illouz?

Das Rendezvous wird als zentrale Praktik analysiert, da es den Wandel markiert, bei dem Freizeitaktivitäten und Konsum zur notwendigen Bedingung für moderne Liebesbeziehungen wurden.

Wie unterscheidet sich der Fetischbegriff bei Marx und Illouz?

Während Marx den Fetischcharakter auf alle Waren und deren Wertverschleierung bezieht, konzentriert sich Illouz auf die Fetischisierung von Freizeitaktivitäten durch eine romantische Aura, die ökonomische Voraussetzungen unsichtbar macht.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Die Rolle der Waren bei Karl Marx und Eva Illouz
College
LMU Munich
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
16
Catalog Number
V1034423
ISBN (eBook)
9783346453082
ISBN (Book)
9783346453099
Language
German
Tags
rolle waren karl marx illouz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Die Rolle der Waren bei Karl Marx und Eva Illouz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1034423
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint