Die Geschichte um den deutschen Marinecode in den Jahren 1926-1945


Skript, 2001
7 Seiten

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Die Geschichte um den deutschen Marinecode in den Jahren 1926 -1945

Der polnische Geheimdienst

Polen hatte sich als unmittelbarer Nachbar von Deutschland auch nach dem ersten Weltkrieg mit der Funküberwachung der deutschen Funknetze befasst. Am 19. Februar 1921 hat Polen mit Frankreich ein Bündnis geschlossen, das auch die Nachrichtendienstliche Koordination beinhaltete. Leider war aber die Mitarbeit im Bereich Funkaufklärung durch das Verhalten der Politiker wie der Generäle auf beiden Seiten nicht erfolgreich. Aber erst Ende 1931 ergriff der damalige Leiter des französischen Referates Funkaufklärung, Hptm. Gustav Bertrand („Bolek“) die Initiative, nahm Verbindung mit seinem Gegenspieler in Polen auf. Er war zum Schluss gekommen, dass eine Zusammenarbeit mit den Polen von allen Verbündeten die besten Resultate versprach. Wieso plötzlich diese Wende? Im Oktober 1931 bot ein Angestellter der Reichswehr- Chiffrierabteilung (Chi-Stelle) sein Wissen und seine Mitarbeit als Agenten zusammen mit über 300 Konstruktions- uns Verfahrensdokumente dem französischen Geheimdienst zum Verkauf an. Zuerst nur mit einem Zögern, doch nach Überprüfung der Person und seiner Arbeit, erhielt der nun aufgenommene Agent den Deckname „Asche“. Doch die französischen Dechiffrierstellen erkannten den Wert der gelieferten Dokumente für die maschinelle Chiffre von „Asche“ nicht. Mit dieser Erklärung der französischen Stellen war aber Major Bertrand nicht einverstanden. Deshalb die Verbindungsaufnahme am 7. bis 11. Dezember 1931 in Warschau. Die polnischen Stellen hatten in den Jahren 1928 - Ende 1932 auch am deutschen Maschinenschlüssel-System gearbeitet, der Erfolg war aber bisher ausgeblieben. Um so naheliegender war es, dass die polnischen Stellen die dargebotenen Papiere von „Asche“ mit offenen Armen in Empfang nahmen. Zwischen dem franz. und dem polnischen Geheimdienst, vertreten durch Major Gustav Betrand und seinem polnischen Kollegen Oberstltn. Gwido Langer „Luc“ kam es nun zu einer "guten" Verbindung. Im Sommer 1932 begannen drei junge polnische Kryptologen ihre Arbeit am deutschen Schlüsselsystemen. Sie waren Angestellte des Biuro Szyfrów im deutschen Referat B.S.-4 (Deckname „Wicher“) unter der Leitung von Major Maksymilian Ciezki. Chef des gesamten Chiffrierbüro war seit 1930 Oberstltn. i.G. Gwido Langer. Bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 1932 wurde es dem Dreierteam möglich den deutschen Marineschlüssel aus 4 Buchstabengruppen zu lösen. Die zweite Aufgabe bestand in der Auflösung des Maschinenschlüssels wie ihn beispielweise die Reichswehr gebrauchte. Marian Rejewski war nun derjenige, dem die Aufgabe zufiel. Schon kurze Zeit nach der Aufnahme der Arbeiten, erkannte er, dass die ersten drei gesendeten Buchstaben, den Schlüssel bildeten. Die ersten drei Buchstaben wurden doppelt gesendet und ergaben so die Grundeinstellung für die drei Schlüsselwalzen. Nachdem Marian Rejewski die ersten Resultate des Maschinencodes vorlegen konnte, erhielt er eine ENIGMA wie sie zur Zeit für jedermann käuflich war. Der Typ der Maschine entsprach dem Geschäftskor-respondenzen - Modell. Rasch wurde sich Rejewski bewusst, dass diese Maschine ihn nicht zum Ziel führen würde den militärischen Code zu brechen. Er musste seine Aufgabe von der rein mathematischen Seite her anpacken. Im Dezember 1932 erhielt Rejewski via Frankreich (vermutlich von „Asche“) vier Dokumente. Die Gebrauchsanweisung für die deutsche Schlüsselmaschine (H.Dv.g.13), die Schlüssel- anleitung (H.Dv.g.14) und die monatlichen Tafeln mit Tagesschlüsseln für September und Oktober 1932, dazu kamen noch ENIGMA - verschlüsselte Texte mit dem entsprechenden Klartext. Ende Dezember 32 erhielt die Firma AVA- Runfunkgerätebaugesellschaft in Warschau den Auftrag 15 militärische ENIGMA nachzubauen. Die Maschine entsprach in Funktion und Bedienung weitgehend dem deutschen Armeemodell „E-Eins“. Bis Mitte 1934 hatte die FirmaAVAbereits den Auftrag mit der Herstellung von 15 Maschinen erfüllt und bis 1939 wurden es sogar ca. 70 ENIGMA.

Die ENIGMA

Im Jahre 1919, einige Monate nach Ende des Ersten Weltkrieges wird durch den aus Delft stammenden Holländer Hugo Koch, unter der Nummer 10'700 ein Patent angemeldet für eine „Geheimschriftmaschine“. Doch diese Schlüsselmaschine erwies sich als nicht funktionsfähig. Der deutsche Ingenieur Dr. Arthur Scherbius aus Düsseldorf kauft 1923 das Patent und entwickelt daraus seine erste brauchbare Schlüsselmaschine. Bereits im Juli 1923 beginnt die Chiffriermaschinen AG (gegründet durch Dr. Scherbius) in Berlin W 35 an der Steglitzerstrasse 2 die Produktion. Noch im gleichen Jahr wird die ENIGMA (aus dem griechischen für Rätsel) am Kongress der Internationalen Postunion 1923 in Bern als Modell „A“ und 1924 auf dem Weltpostkongress in Stockholm als Modell „B“ in einer verbesserten Ausführung zum Verkauf angeboten. Die ENIGMA ähnelte einer Schreib-maschine, aber ohne Typenwalze, bzw. Papiereinzug. An drei unabhängigen Walzen-rädern waren 26 Buchstaben des Alphabetes angebracht. Jede dieser Walzen hatte eine innere elektrische Verdrahtung. Am Ende der Walzenkette waren im Gehäuse 26 Leuchtfelder mit aufgedruckten Buchstaben. Wurde via Tastatur ein Buchstabe gedrückt, floss nun ein elektrisches Signal durch diese Walzenräder, so dass je nach Kombination aus "A" ein "R" wurde und dieser auf dem Leuchtfeld entsprechend angezeigt wurde. Zahlen konnten nicht verschlüsselt werden. Immerhin konnten mit dem vorgezeigten Modell ca. 22 Milliarden Codekombinationen erzielt werden. 1926 führt die Reichsmarine das Modell „C“ versuchsweise in kleiner Stückzahl ein. Das Gerät ist kleiner als die Modelle „A“ und „B“ und wies ca. die Grösse einer Reiseschreibmaschine auf. Der geschäftliche Erfolg blieb aber noch aus. Erst für die kommerzielle, handelsübliche ENIGMA „D“ Interessierten sich

verschiedene Länder vor allem deren Chiffrierdienste. So kam es zu Käufen durch die Länder Niederland, Schweiz, Schweden, Polen der Tschechoslowakei, der U.S. Army und der britischen Admiralität in den Jahren 1926 bis 1928. Im Jahre 1928 rüstet sich die damalige deutsche Reichswehr mit der ENIGMA aus. Von dieser Zeit an versuchten vor allem die Polen den Code des Reichswehr-Funkverkehrs in den Jahren 1928 bis 1932 zu knacken. Die ENIGMAS von Heer und Luftwaffe basierte zu dieser Zeit auf drei Schlüsselwalzen. Die Marine hatte ihre „eigne“ ENIGMA und arbeitete mit fünf Schlüsselwalzen (später wurden es acht). Alle Geräte wiesen noch eine Steckverbindung auf. Mit dieser Steckverbindung erweiterte sich die Verschlüsselung noch einmal. Trotz den anfänglichen geschäftlichen Erfolge bedeutete die Firma für Dr. Scherbius nicht den Durchbruch. Es kam zum Verkauf der Firma, 1934 kauften Dr. Rudolf Heimsoeth und Elspeth Rinke die Chiffriermaschinen AG. Scherbius hatte zu früh die Geduld als Geschäftsmann verloren. Mit der Machtergreiffung der Nazi setzte in den darauffolgenden Jahren ein richtiger Boom an Maschinenverkäufen ein. Die Chiffriermaschinen-Gesellschaft Heimsoeth produzierte für die Wehrmacht, der SS, dem SD, Polizei, dem Auswärtigen Amt, der Reichsbahn und anderen Interessenten in den Jahren 1934 - 1945 mehr als 100'000 Maschinen in verschiedenen Modell- und Typenvarianten.

Die Zusammenarbeit polnischer und französischer Stellen

Durch Aussuch- und Ausschaltverfahren fanden die Kryptologen die Anfangsstellungen und die Schlüssel für die verschiedenen deutschen Funknetze heraus. Dies ging 1933 so lange gut bis im Laufe 1934 die Deutschen anfingen die Steckverbindungen von einmal vierteljährlich auf bis zu alle 8 Stunden zu wechseln. Aber wieder wusste Rejewski darauf eine Lösung. Mit der Erfindung eines „Zyklometr“. Weitere Hilfsmittel wurden entwickelt und so konnte der polnische Geheimdienst erfolgreich über eine lange Zeit die militärischen wie die deutschen Amtsstellen abhören. Ab 1. Februar 1936 galt für die deutschen Stellen die Chiffrierwalzen nicht mehr vierteljährlich, sondern monatlich und ab 1. Oktober sogar täglich zu wechseln. Ebenso änderten ab diesem Datum auch die Anzahl der Steckverbindungen zwischen 5 und 8, waren diese doch lange Zeit konstant auf 6 festgelegt. Am 2. November 1937 begann Deutschland die Umkehrwalze ihrer ENIGMAS auszutauschen. Hier wurde nun der Fehler begangen, dass nicht gleichzeitig auch die Verdrahtung der drei Schlüsselwalzen geändert wurde. Erleichterung für die Polen war, dass der SD erst 1. Juli 39 mit der Umrüstung der Umkehrwalze abgeschlossen hatte. Andere Netzbetreiber hatten die Umrüstung und Umstellungen bereits am 15. September 1938 abgeschlossen. Die Umstellung von September 38 erforderte von den Polen die Konstruktion eines besseren und schnelleren Hilfsmittels als es bisher der „Zyklometr“ war. Die bereits genannte Firma AVA fertigte ein elektromechanisches Gerät das sie „Bomba“ nannten. In den ersten Novembertagen 1938 wurde die Maschine durch das Personal des B.S.-4 zusammengebaut. Es bestand aus 6 polnischen ENIGMA und weiteren Gerätschaften. Innerhalb von 100 bis 120 Minuten konnten 17’576 Kombinationen durchgearbeitet werden. Total waren bis Ende November 6 solcher „Bomba“ in Betrieb genommen worden. Zur Lösung der doppelt verschlüsselten Funksprüche, war durch den Kryptologen Henryk Zygalski ein Verfahren von perforierten Papierbogen ausgearbeitet worden. Eine Serie bestand aus 26 Bogen mit 51x51 Löchern. So konnten über einige Zeit die Meldungen der Luftwaffe und des Heeres mitgelesen werden. Aber bereits am 15. Dezember 1938 wurde das bisherige 3 Walzen - System durch 2 zusätzliche Walzen abgelöst. Ein erstes Treffen unter französischen, polnischen und englischen Kryptologen bzw. Leiter deren Dienste fand am 9. und 10. Januar 1939 in Paris statt. Dabei ging es um allgemeine Belange der Kryptologie und dem Abhorch deutscher Funkstellen. Keinesfalls wurde durch Polen der Erfolg und der Nachbau der ENIGMA bekannt gegeben. Jede Delegation legte ihre Forschungsmethode und die daraus erzielten Resultate bis zum 15. September 1938 dar. Am 24. Juli 1939 kam es auf Einladung der Polen (der polnische Generalstab hatte angesichts der sich politisch zuspitzenden Lage die Arbeit von B.S.-4 für Frankreich und England freigegeben) in Warschau zum Treffen von Spitzenleute dieser drei Länder aus der Kryptologie. Die englische Gruppe bestand aus den beiden Kryptologen Alfred Dillwyn Knox, Commander Alaister Denniston und dem Leiter der brit. Marine Funkaufklärung Comdr. Sandwith als Spezialisten für Peil- und Horchdienstfragen.

Auf französischer Seite waren Mayor Gustav Betrand und Capitain Henri Braquenié, auf der polnischen Seite Marian Rejewski, Henryk Zygalski und Jerzy Rozycki sowie der ENIGMA - Ingenieur Antoni Palluth.

Am 27. Juli war das Treffen beendet und es erfolgte die Rückreise der Teilnehmer via Berlin mit dem Versprechen der Polen für die Lieferung je einer ENIGMA aus der polnischen Produktion an die Länder Frankreich und England. Die ENIGMA wurden dann auch mit einer diplomatischen Kuriersendung Anfangs August nach Paris geliefert. Major Gustav Bertrand, in Begleitung eines britischen diplomatischen Kurier übergab dann am 18. August 1939 in Victoria Station Col. Steward Menzies (dem späteren Chef des Secret Intelligence Service S.I.S.) das für England versprochene Gerät. Selten in der Weltgeschichte wurde ein Geschenk so intensiv untersucht wie es nun die Engländer taten und so gelang es ihnen auch, drei Monate nach Kriegsausbruch, Ende 39, den Wehrmachtscode zu knacken. Wohlaber stammten die dechiffrierten Meldungen vom 28. Oktober 39 und hatten somit keinen strategischen Wert mehr.

Der zweite Weltkrieg

Die Zentrale „Bruno“

Mit dem Überfall auf Polen hatte am 1. September 1939 Deutschland den 2. Weltkrieg begonnen. Die polnische Zentrale B.S.-4 im Wald von Pyry musste aufgegeben werden. Über mehrere Zwischenstationen verschob sich die gesamte Zentrale und am 17. September wurde der Fluss Czeremosz nach Rumänien überschritten. Die Weiterfahrt führte nach Bukarest. Die französische Botschaft organisierte für die Leute des Chiffrierbüros die weitere Flucht nach Frankreich. Bereits am 20. Oktober begann das Team der polnischen Kryptologen in Frankreich mit seiner Tätigkeit. Das Büro „Bruno“ war entstanden. Zusammen mit 10 Franzosen, 15 Polen und 5 Spanier aus der ehemaligen republikanischen spanischen Armee. Später kamen noch zwei ehemalige politische Kommissare der spanischen Republikaner hinzu. Bereits am 17. Januar 1940 gelang es mit drei ENIGMAS deutsche Meldungen vom 28. Oktober 1939 zu lösen. „Bruno“ war sehr erfolgreich im entschlüsseln von strategischen Meldungen der Luftwaffe und des Heeres. Die daraus resultierenden Bulletins wurden aber durch den französischen Generalstab unter General Gamelin nicht zum taktischen Vorteil genutzt und Frankreich verharrte im „drôle de guerre“ und vertraute auf die Maginot-Linie.

Auf der Suche nach dem „Schlüssel“

Nachdem nun England im Besitz einer ENIGMA war, wurden zielgerichtet Hunderte von Mathematiker, Physiker, Techniker, Sprachwissenschaftler und Chiffrierspezialisten sowie ausgesuchtes Auswertpersonal zusammengezogen um dem Geheimnis des EMIGMAS - Schlüsselsystems auf die Spur zu kommen. Vor allem galt es den Marineschlüssel „M“ zu knacken. Die deutsche Kriegsmarine konnte auf ihrem Dreiwalzengerät unter acht verschiedenen Walzen auswählen. Somit waren die Verdrahtungen der Walzen VI, VII und VIII eine Unbekannte. Dies wurde die Geburtsstunde einer Dienststelle unter dem Codewort "ULTRA", einer hochgeheimen Stelle in Bletchley Park zur Dechiffrierung und Weiterverarbeitung entschlüsselter deutscher Funksprüche. Nach dem polnischen Vorbild konstruierten die Engländer eigens eine Rechenmaschine zur mathematischen Kalkulation von Schlüssel-Möglichkeiten. Die "Bombe" entstand, benannt nach dem, durch polnische Chiffrierspezialisten vor dem Krieg erbauten elektromechanischen Rechner. Diese englische "Bombe" war aber nach anderen Gesichtpunkten als die polnische aufgebaut. Diese Entwicklung war vor allem möglich geworden durch den Wissenschaftler Alan Mathison Turing (1912- 1954). Seine hochgradige mathematische Begabung stellte für "ULTRA" eine tragende Säule dar. In der "Gouvernement Code and Ypher School" (GC & CS) in Bletchley Park, in der Nähe von London, wurde mit einem enormen personellen Aufwand an Kryptologen und Mathematiker an dieser Aufgabe gearbeitet. Im Verlaufe des Jahres 1940 war die Zahl der Mitarbeiter bei GC & CS auf über 10'000 Personen angewachsen. Ab Mai 40 wurden täglich ca. 1000 Funkmeldungen untersucht und mit Hilfe der Rechenmaschine auf Schlüsselmöglichkeiten Untersucht. Am 22. Mai 40 gelang es dann, einen Funkspruch zwischen einem Flugzeug und einer Bodenleitstelle aufzuschlüsseln.

Unter "ULTRA" entstand nun auch "OIC", das Operationel Intelligence Centre. Nur mit dem Entschlüsseln von Meldungen war es nicht getan. Der Inhalt dieser Meldungen musste in seinen operationellen Wert umgesetzt werden können. Dies war die Aufgabe von "OIC".

Ab Juni 1940 wurden auch das amerikanische und kanadische Oberkommando der Kriegmarine in die Mitarbeit mit einbezogen.

Dienststelle "ULTRA"

Mit der gewaltigen Hilfe von "ULTRA" konnte, trotz materieller Unterlegenheit der Engländer, die
Luftschlacht um das Inselreich durch England gewonnen werden.

In dieser Schlacht verblutete personell wie materiell die deutsche Luftwaffe.

Diese sollte sich auch niemehr von diesem Aderlass erholen. Dank der Koordinationsstelle "ULTRA" wusste die RAF in den meisten Fällen wo ein deutscher Fliegerangriff zu erwarten war und so konnten die wenigen englischen Kräfte gezielt an fast jedem Punkt des Inselreiches eingesetzt werden. Aber es wäre zu schön, wenn hier die Geschichte zu Ende wäre. Ein grosses Rätsel blieb bis dahin ungelöst.

Die Schlüsselexperten von der GC & CS mussten bald feststellen, dass der Marineschlüssel weit komplizierter und sicherer war, als dies die Schlüssel von Heer und Luftwaffe waren. Man benötigte eine ENIGMA und sämtliche Code- Unterlagen von einem Schiff oder noch besser von einem U-Boot.

Die Jagd nach einer Marine ENIGMA

Ein Zufall verhalf den Briten in Besitz der fehlenden Walzen VI und VII zu kommen. Bei einer Minenlege-Aktion in der Clyde-Mündung wurde am 12. Februar 1940 das deutsche U 33 durch seine Besatzung selbstversenkt. Englische Taucher konnten die auf dem Meeresgrund durch die Besatzung des Bootes verstreuten Walzen auffinden. Nun fehlte „nur“ noch die Walze VIII. Im August 1940 wurde diese auf einem deutschen Schiff erbeutet. Am 26. April 1940 gelang den Briten Schlüsselmaterial auf dem Vorpostenschiff VP 2623 zu erbeuten. Diese Unterlagen erbrachten aber nicht das ersehnte Resultat, weil im Juli 1940 bereits neue Kenngruppentafeln eingeführt wurden. Noch war es den Alliierten nicht gelungen in den deutschen Marinecode einzudringen. Und dies war nicht möglich, solange man nicht in Besitz von Schlüsselunterlagen war die über längere Zeit noch Gültigkeit aufwiesen. So entstand schon vor der Luftschlacht um England ein Unternehmen, das dann am 2. März 1941 mit dem Auslaufen eines britischen Schiffsverbandes auf östlichen Kurs Richtung Norwegen begann.

Fünf Zerstörer hüteten in ihrer Mitte zwei ehemaligen Fährschiffe, die sich für ein solches Unternehmen bestens eigneten. Das Kommandounternehmen bestand aus 550 Soldaten, Infanteristen wie Pionierspezialisten. Ziel waren die Lofoten-Inseln in der Nähe von Narvik. Nebst der Zerstörung einer der grössten Tranfabriken der Welt, der Zerstörung und Verwüstung der Hafenanlagen, war als oberstes Ziel gesteckt, Unterlagen und Standorte über deutsche Wetterschiffe und Codebücher der Marine sowie einer Schlüsselmaschine zu erbeuten. In den Besitz einer ENIGMA kamen die Engländer nicht, dafür erbeuteten sie auf dem deutschen Vorpostenschiff "Krebs" sämtliche gewünschten schriftliche Unterlagen die zum deutschen Marinefunkverkehr gehörten.

Und ein weiterer Erfolg für die Engländer liess nicht lange auf sich warten.

Am 7. Mai 41 wurde das deutsche Wetterschiff "München" durch einen englischen Zerstörer gestoppt, auch hier wurde die ENIGMA wie im vorangegangenen Kommandounternehmen rechtzeitig durch die Deutschen über Bord geworfen, aber alle anderen Dokumente blieben an Bord zurück und fielen der Entermannschaft in die Hände.

Die Geschichte um U 110

Zwei Tage später, am 9. Mai 41 gelang es dem deutschen U 110 sich in den alliierten Geleitzug (OB 318) "hineinsacken" zu lassen, schoss drei Torpedos ab und verzeichnete auch drei Treffer. Das Boot wurde von Kapitänleutnant Fritz-Julius Lemp kommandiert, jenem Mann, der am 3. Sept. 39 den ersten Torpedoschuss in der Schlacht im Atlantik auf den britischen Passagierdampfer "Athenia" abgefeuert hatte.

Bevor sich nun das Boot in der schützenden Tiefe davonschleichen konnte, wurde es durch die englische Korvette "Aubretia" entdeckt. Damit begann nun das Grosse Drama in der Geschichte um den Kampf im Atlantik und auf den übrigen Weltmeeren. Lemp erreichte die schützende Tiefe nicht mehr rechtzeitig als der WABO-Angriff begann. Gleichzeitig waren die beiden Zerstörer"Bulldog" und "Broadway" rasch an der Tauchstelle aufgekreuzt und deckten eine grössere Wasserfläche mit ihren Wasserbomben ein. Im Boot wurden durch die Druckwellen die Batteriegehäuse aufgerissen, Chlorgas entwich in die Stahlröhre, die Seitenruder- und Tiefenruder-Anlagen verklemmten sich. Als einzige Möglichkeit blieb dem Kdt der Befehl zum Anblasen der Tauchzellen. Das Boot "schoss" der Wasseroberfläche entgegen, wurde bei seinem auftauchen auch gleich aus mittelkalibrigen Bordwaffen beschossen, gleichzeitig liess der Kdt der"Bulldog", Commander A.J. Baker-Creswell sein Schiff mit Höchstgeschwindigkeit auf Kollisionskurs zum Rammen in Richtung von U 110 zulaufen. Lemp gab den Befehl zum verlassen des Bootes. Die Mannschaft von U 110 verliess ihr Boot, als letzter Kdt Lemp.

Das für die Mannschaft vermeintlich sinkende Boot verblieb aber beharrlich an der Wasseroberfläche.

Dies erkannte Commander Baker-Creswell auf der"Bulldog" und er sah darin eine einmalige Gelegenheit um zu begehrten Unterlagen der deutschen Marineübermittlung zu gelangen.

Der Commander liess sein Schiff hart beidrehen, gab einem Enterkommando an Bord seines Schiffes den Befehl zum Übersetzen auf das U-Boot. Das Aussetzen des Enterkommandos konnte die deutsche Mannschaft nicht mehr sehen, denn zu diesem Zeitpunkt war sie bereits aus dem Wasser geborgen und unter Deck gebracht worden. Nur der noch im Wasser schwimmende Lemp erkannte die Gefahr einer Enterung, schwamm wieder in Richtung seines Bootes wurde aber durch eine MP- Garbe aus einer Waffe des Enterkommandos tödlich verletzt und versank unweit des Bootes. Die Engländer wussten genau was sie als Erstes in Sicherheit zu bringen hatten, handelte es sich doch bei den Kommandoangehörige um Leute die auf ihre spezielle Aufgabe vorbereitet waren.

Innert kurzer Zeit gelang es ihnen sämtliche Unterlagen wie die Satz- und Kenngruppenbücher für den Funkverkehr, das Kurzsignalheft für U- Boote, Anweisungen zur Einstellung der Schlüsselmaschine, die Funkkladde und schliesslich die Schlüsselmaschine "M" in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig wurde von der "Bulldog"auf U 110 eine Schleppleine befestigt und mit Kurs Island die Fahrt wieder aufgenommen.

Am darauf folgenden Tag sackte das Boot schwer beschädigt weg, die Leinen mussten gekappt werden.

Nun konnte „ULTRA“ darangehen die „Bombes“ auf die 336 Rotorfolgen anstelle der bisherigen 60 bei 5 Walzen umzubauen. Ab diesem Ereignis funktionierte "ULTRA" ohne Einschränkungen bis zum 1. Februar 1942.

Die Mannschaft von U 110 erfuhr in der Gefangenschaft nie etwas über das Schicksal ihres Kommandanten und auch der deutsche Geheimdienst erfuhr nie etwas über die Erbeutung der Marinefunk-Unterlagen. Und so glaubte die deutsche Marineleitung das ENIGMA-Geheimnis bestehe immer noch. "Bletchly Park" konnte auch die wechselnden Codes immer anpassen, nachdem die Gültigkeit der erbeuteten Unterlagen abgelaufen waren.

Entsprechende Warnungen aus Wahrnehmungen des deutschen "B-Dienstes" über ein Mitlesen des Funkverkehrs durch die Briten, wurden durch die verantwortlichen Stellen, aber vor allem durch Dönitz als absolut unmöglich hingestellt. Ebenfalls die durch den Hilfskreuzer Kdt, Kptltn. Bernhard Rogge gemachten Wahrnehmungen und Äusserungen, wurden nicht für möglich gehalten.

Geheimpapiere der Seekriegsführung

Bereits am 04. Juni 1941 lachte das Kriegsglück den Briten wiederum zu. Westlich von Brest gelang es dem britischen Hilfskreuzer"Marsdale"(4890 BRT) den deutschen Versorgungstanker"Gedania" (8923 BRT) zu kapern. Dessen Kapitän zur See Paradeis, gelang es nicht mehr rechtzeitig die Geheimunterlagen zu vernichten. So erbeuten die Briten genaue Aufstellungen über Treffpunkte zur Versorgung von U-Booten, Kriegsschiffen und Hilfskreuzern, sowie der Aufstellung der Wetterschiffe, Marschrouten der Blockadebrecher und Prisen, dazu der kompletten Funkunterlagen mit Schlüssel.

Am 12. Juni 41 sichtet der britische Kreuzer "Sheffield" (Capt. Maund) im Nordatlantik den deutschen Versorgungstanker "Friedrich Breme" (10'397 BRT). Bevor es der Besatzung gelingt, ihr Schiff zu versenken, findet das britische Prisenkommando an Bord verschiedene Geheimunterlagen. Schon drei Tage später, am Sonntag dem, 15. Juni 1941, kapert der britische leichte Kreuzer"Dunedin"im mittleren Atlantik das deutsche U-Boot-Versorgungsschiff "Lothringen" (10'746 BRT). Die Besatzung kann wohl die Schlüsselmaschine ENIGMA M über Bord werfen, doch fallen dem Prisenkommando wiederum diverse Geheimunterlagen in die Hände. Bei einer letzten Aktion durch den brit. Zerstörer „Tartar“ wurden auf dem Wetterschiff „Lauenburg“ am 28. Juni 1941 die Schlüsselunterlagen für den Monat Juli erbeutet. Nun wurden weitere solche „Beschaffungsoperationen“ verboten. Das Risiko einer Aufdeckung der gezielten Raids wurde zu gross. Bletchley Park musste ab 1. August 1941 mit kryptoanalystischen Methoden die Tageseinstellungen entziffern, dies gelang auch ab 5. August 1941. Trotzdem konnten sich die Engländer im Dezember 41 noch einmal einer tollen Beute erfreuen. Beim Unternehmen „ARCHERY“ am 27.12.41 gegen die Insel Vaagsö in Norwegen fielen den Briten auf dem bei Maalöy während den Kämpfen gestrandeten Vorpostenboot „Föhn“ (V 5108) sämtliche Schlüsselmittel, darunter auch die Schlüssel-Maschine „M“ in die Hände, während der Kdt Lt. z. S. Lohr bei der Vernichtung der Geheimsachen gefallen war. So geschehen im Ulvesund. Wenig später , westlich der Insel Vaasgö, konnte das von der Artillerie des Zerstörers „Offa“ beschossene Vorpostenboot „Donner“ (V 5102) betreten werden, nachdem die restliche nicht gefallene Mannschaft das Boot verlassen hatte. Auch hier konnte die Schlüsselmaschine geborgen werden.

Die Schlüssel der deutschen Marine

Bei Kriegsbeginn gab es in der deutschen Kriegsmarine zwei Schlüsselbereiche: »Heimische Gewässer« und »Ausserheimische Gewässer«. Mehr als 90% des gesamten Funkverkehrs wurde in dem ersten Schlüsselbereich abgewickelt, der wie alle anderen Schlüsselbereiche auch am 1. Januar 1943 einen Code-Namen „Hydra“ erhielt. In diesem Schlüsselbereich wurde der gesamte operative - taktische Funkverkehr der Überwasserstreitkräfte in den europäischen Gewässern, und bis zum 5. Oktober 1941 auch der gesamte Verkehr der im Fronteinsatz im Atlantik befindlichen U-Boote abgewickelt. In Schlüsselbereich »Ausserheimische Gewässer« (ab 1. Januar 1943 als „Aegir“) fiel nur der von seinem Umfang her geringe Verkehr der in überseeischen Gewässern operierenden Kriegsschiffe an, darunter der Verkehr der Handelsstörer und Hilfskreuzer.

Noch im September 1939 wurde für die U- Bootausbildung in der Ostsee ein U-Boot- Übungsschlüssel „Thetis“ eingeführt.

Der Schlüssel „Bertock“ wurde 1940 als besonderer Schlüssel für die Verbindung des Oberkommandos der Kriegsmarine in Berlin mit dem Marine-Attache in Tokio eingeführt. Mit der Verlegung deutscher Streitkräfte ins Mittelmeer begann im April 1941 ein neuer Schlüsselbereich „Süd“, „Hermes“ umfasste zunächst alle Einheiten im Mittelmeer und Schwarzen Meer. Im Mai 1941 wurde für die Operationen der „Kernflotte“ ein besonderer Schlüssel „Neptun“ geschaffen. Bei Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion, kamen im Juni 1941 ein Schlüsselbereich für »Ostland- Unternehmen« „Potsdam“ und schliesslich im September 1941 mit „Tibet“ ein Sonderschlüssel für die Versorgungseinsätze in ausserheimischen Gewässern hinzu.

Ab 5. Oktober 1941 war von besonderer Bedeutung die Einführung des separaten Schlüsselbereiches „Triton“ für die Front-U-Boote, für den ab 1. Februar 1942 auch erstmalig die mit vier Schlüsselwalzen ausgerüstete ENIGMA M-4 verwendet wurde.

1943 wurden besondere Schlüsselbereiche für den deutschen Funkbeobachtungsdienst (B-Dienst) „Freya“ eingeführt. Im Februar für die Torpedo- Schießausbildung der U-Boote in der Ostsee „Sleipnir“, im April für die Front-U-Boote im Mittelmeer „Medusa“, im Juni und Oktober 1943 für die Operationen im Schwarzen Meer „Poseidon“ und für die Verbindung zwischen OKM und Mittelmeer „Uranus“.

“Eichendorff“ war der Schlüsselbereich ab März 1944 für den Verband der Kleinkampfmittel und im Juni 1944 ein besonderer Schlüssel „Niobe“ für die im Nordmeer eingesetzten U-Boote.

Alle diese Schlüsselbereiche hatten das Schlüsselverfahren »Allgemein«, die meisten von ihnen ein doppeltes Schlüsselverfahren »Offizier« und einige besonders für die höheren Stäbe das Verfahren »Stab«, so dass die Zahl der durch Bletchley Park zu beobachtenden Schlüssel- bereiche im Bereich ENIGMA auf mehr als 30 anstieg.

Die Einführung des separaten U-Bootschlüssels „Medusa“ im Mittelmeer, brachte keine grossen Unterbrechungen für „Ultra“, da der Einbruch noch im gleichen Monat gelang. Im August 1943 erfolgte der Einbruch in den Schlüssel „Tibet“, im September 1943 in den Schlüssel „Bertok“. Auch die geteilten Schlüssel “Poseidon“ und „Hermes“ (neu) wurden noch im gleichen Monat ihrer Einführung im Oktober 1943 gelöst. 1944 folgten dann im Januar der Schlüssel „Potsdam“, im April der Schlüssel „Uranus“, im Mai der Schlüssel “Eichendorff“, im Juni der Schlüssel „Freya“ und im September der Schlüssel „Niobe“. Nicht gelöst wurden während des ganzen Krieges jedoch die Schlüssel „Aegir“, „Thetis“ und „Neptun“ sowie „Sleipnir“.

Der neue Sonderschlüssel

Einen empfindlichen Unterbruch für "Ultra" gab es ab dem 1. Februar 1942, als die deutsche Marine begann, ihre ENIGMA von 3 auf 4 Walzen-Einheiten ("Alpha") und den Sonderschlüssel "TRITON" (englisch "Shark") umzurüsten.

Noch einmal sollten die Engländer das Jagdglück auf ihrer Seite haben. Am 30. Oktober 42 wurde U 559 durch fünf englische Zerstörer („Pakenham“, „Petard“, „Hero“, „Dulverton“ und „Hurworth“) im Mittelmeer verfolgt, zum Auftauchen gezwungen und durch eine kleine Mannschaft geentert. Die ENIGMA konnte nicht ausgebaut werden, das Boot versank, bevor sich die Letzten zwei Männer von Bord retten konnten.

Der Wettercode und einiges Schlüsselmaterial konnte geborgen werden. Mit den „gewonnenen“ Unterlagen war es wieder möglich geworden, ab 13. Dezember 1942 den „Triton“-Schlüssel zu knacken. So stand erst ab Dezember 1942 dem "Special Intelligence" der entsprechende Nachrichtenfluss zur Verfügung. Der entschlüsselte Meldefluss geriet erst wieder am 10. März 1943 ins Stocken, als ein neues Wetterkurzsignalbuch mit einem vorgegebenen Stichwort eingeführt wurde. In nur 10 Tagen gelang es den Leuten von Blechtley Park unter Beizug und Konzentration sämtlicher verfügbaren Mittel auch dieses Problem zu lösen.

Von nun war es "ULTRA" möglich jede Marine- operation mitzuverfolgen und die alliierten Abwehrkräfte taktisch gezielt aber trotzdem für die deutsche Seite nicht deutbar und somit unerklärlich, an allen Fronten einzusetzen.

Die englischen Beutezüge, das Einbringen des Kurzsignalbuches und die Planquadratkarte ermöglichten Alan Turing die "Bombe" weiter zu entwickeln. Das Resultat war ein mit elektronischen Röhren arbeitender Computer. Aber kurz vor dem Kriegsende gelingt es den Briten in der Irischen See U 1024 nach dessen Versenkungserfolgen vom 07. und 12.12.44 am HX-346 und SC-171 am 12. April 1945 zu stellen. Die britischen Fregatten „Loch Glendhu“ und „Loch Achray“ stellen das Boot mit Wasserbomben und anschliessendem Artilleriefeuer. Nach dem Verlassen des Bootes durch die Besatzung, nimmt ein Enterkommando von dem Boot Besitz. Auf dem Boot finden sie sämtliches Geheimmaterial und vermutlich auch die unzerstörten technischen Anlagen. Das Boot wird durch die Fregatte „Loch More“ in Schlepp genommen. Stürmisches Wetter verhindert aber das Einbringen des Bootes in einen englischen Hafen und nach dem Bruch der Schlepptrosse geht im starken Nebel das Boot am 13.04.45 verloren.

Die zweite "Griechenwalze"

Im Juli 1943 wurden bei sämtlichen ENIGMA M4 eine zweite „Griechenwalze“ eingebaut. Für die Alliierten bedeutete dies wiederum eine Zeitspanne ohne Dechiffriermöglichkeit, dies sollte bis September 1943 dauern.

Selbst nach Kriegsende wollten Führungsgrössen der ehemaligen deutschen Kriegsmarine es nicht glauben, dass es den Engländern gelungen sei, schon in den ersten Kriegsjahren in den ENIGMA- Schlüssel einzudringen. Es sollte aber bis 1974 dauern, bis England sein bestes gehütetes Geheimnis preisgab, nämlich wie sie es angestellt hatten in diesen deutschen Marinecode einzubrechen.

Mit der Buchveröffentlichung durch Frederick Winterbotham, „The Ultra Secret“ 1974 wird das Geheimnis von „Ultra“ auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Winterbotham stand als Nachrichtenoffizier im Dienste der britischen Royal Air Force. In der Erstausgabe des Buches, blieb aber der polnische Beitrag der zur ENIGMA führte und alle die Arbeiten an den deutschen Schlüsselsystemen sowie die französischen Beiträge, unerwähnt. Erst mit weiteren Veröffentlichungen, zeichnet sich die geleisteten Arbeiten der polnischen und französischen Geheimdienste und deren Mitarbeiter ab.

23. Juni 2001/U-Enigma-1/Sdt

Bibliographie

W. Kozaczuk:„Geheimoperation Wicher“

Janusz Piekalkiewicz:Rommel und die Geheimdienste in Nordafrika 1941 - 1943“

John F. White:U-Boot-Tanker 1941 - 1945”

Janusz Piekakiewicz:„Seekrieg 1939-1945“Günter Krause:„U-Boot Alarm“

Jochen Brenne> „ Die Wende im U-Boot-Krieg“

7 von 7 Seiten

Details

Titel
Die Geschichte um den deutschen Marinecode in den Jahren 1926-1945
Autor
Jahr
2001
Seiten
7
Katalognummer
V103444
Dateigröße
360 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte, Marinecode, Jahren
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Edgar Schmidt (Autor), 2001, Die Geschichte um den deutschen Marinecode in den Jahren 1926-1945, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103444

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