Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit der Bedeutung und Funktion eines Porträts. Dabei wird der Schwerpunkt auf dem Kaiserporträt liegen. Hier soll der Bezug auf einen bestimmten Kaiser genommen werden – in dieser Ausarbeitung auf den Kaiser Augustus.
Das Hauptziel dieser Ausarbeitung ist es zum einem, den Leserinnen und Lesern einen näheren Einblick in diese Thematik zu verschaffen, sowie das Anregen zu einer weiteren Auseinandersetzung zu gewährleisten. Der Schwerpunkt dieser Ausarbeitung soll allen voran auf den Funktionen von Porträts liegen. Somit ergibt sich folgende Fragestellung für die Ausarbeitung: Was ist unter einem Porträt zu verstehen und welche Funktionen erfüllt dieses?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition und Kriterien eines Porträts
3. Die Funktion eines Porträts
4. Das Kaiserbild von Augustus
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung, Definition und die vielfältigen Funktionen von Porträts in der Antike, mit einem speziellen Fokus auf die Darstellung des Kaisers Augustus. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die gesellschaftliche Relevanz und die Repräsentationsmechanismen antiker Bildniskunst zu vermitteln.
- Etymologische und kontextuelle Definition des Begriffs Porträt
- Kriterien für eine gelungene physiognomische und wesenhafte Darstellung
- Vielfältige Funktionen von Porträts in unterschiedlichen sozialen Kontexten
- Die politische und repräsentative Rolle des Kaiserbildes am Beispiel von Augustus
- Der Stellenwert von Porträts in der antiken Kommunikation und Selbstdarstellung
Auszug aus dem Buch
3. Die Funktion eines Porträts
In diesem Abschnitt soll es darum gehen, aufzuführen wozu Porträts dienten und welche Funktionen sie hatten. Dies wird im unter anderem anhand von verschiedenen Schauplätzen dargestellt. Zunächst muss erwähnt werden, dass die Funktionen sehr vielfältig sind.
Zunächst ist es wichtig zu wissen, wer porträtiert wurde, um dann im weiteren Verlauf die Funktionen abzuleiten. Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass in vorhellenistischer Zeit vor allem Männer der politischen und militärischen Führungsschicht sowie, Dichter, Philosophen und Redner als darstellungswürdig betrachtet wurden. Zudem hat der moderne Porträtbegriff nach Boschung und Queyrel eine eingeschränkte Sicht auf die Denkmäler. Das führt dazu, dass ein Großteil der als Bildnisse konkreter Personen geschaffenen Porträtsstatuen in der Tradition des 19. Jahrhunderts unter dem nur unscharf konturierten Obergriff der Idealstatuen verbucht wird. Erkenntlich wird dies vor allem auf Bildnisse siegreicher Athleten, welche seit dem 1. Jahrhundert vor Christus – in einer nach den Kriterien des römischen Klassizismus erfolgten Auswahl – in großer Zahl nach Italien und Rom gelangten. In ähnlicher Form gilt es für die Porträtstatuen von Frauen, welche bereits im 4. Jahrhundert vor Christus die griechischen Heiligtümer und Städte in großer Zahl bevölkerten. Es kann festgehalten werden, dass auch die Porträts von Frauen und Kindern als integraler Bestandteil der Selbstdarstellung gewesen sind.
Wichtig hierbei ist es, dass es sich definitiv nicht nur um herausragende Gestalten von Dichterinnen, Priesterinnen oder auch Hetären handelte. Es war nämlich so, dass alle freien Bürger einer Polis darstellungswürdig waren. Auch die Metöken und ihre Familien gehörten zu den Personen die dargestellt wurden. Es wurden abgesehen davon, Politiker, Sportler, Literaten, Ärzte, Hebammen, Kaufleute, Kampfrichter, Bildhauer, Maler und Töpfer dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Porträtkunst ein, umreißt die Zielsetzung der Arbeit und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich der Definition und Funktion von Porträts.
2. Definition und Kriterien eines Porträts: Hier werden der etymologische Ursprung und verschiedene Begriffsdefinitionen analysiert sowie Kriterien für die Beurteilung eines gelungenen Porträts erarbeitet.
3. Die Funktion eines Porträts: Dieses Kapitel beleuchtet die vielfältigen Verwendungszwecke von Porträts in der Antike, insbesondere in Hinblick auf soziale Repräsentation, politische Ehrung und die Vergegenwärtigung von Personen.
4. Das Kaiserbild von Augustus: Anhand einer detaillierten Beschreibung der körperlichen Merkmale und der ikonographischen Darstellung wird das Kaiserbild von Augustus als praktisches Beispiel analysiert.
5. Fazit: Das Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass die Funktionen von Porträts stark vom jeweiligen Kontext und Schauplatz abhängig sind.
Schlüsselwörter
Porträt, Kaiserbild, Augustus, Antike, Repräsentation, Bildniskunst, Physiognomie, Selbstdarstellung, Idealstatuen, Funktion, politische Ehrung, griechische Kunst, römischer Klassizismus, Individualität, Leitbilder.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung, Definition und den Funktionen von Porträts in der antiken Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Einordnung, den Kriterien gelungener Porträts sowie der praktischen Anwendung am Beispiel des römischen Kaisers Augustus.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: Was ist unter einem Porträt zu verstehen und welche Funktionen erfüllt dieses?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den Gegenstand aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und durch eine Fallstudie (Kaiser Augustus) veranschaulicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse der Funktionen von Porträts in verschiedenen Kontexten und die spezifische Betrachtung des Augustus-Porträts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Porträt, Kaiserbild, Augustus, Repräsentation, Antike und Selbstdarstellung.
Wie unterscheidet sich das moderne Augustus-Porträt von früheren Darstellungen?
Laut Text unterscheidet sich das neue Porträt deutlich von den knochigen und unregelmäßigen Formen des früheren Octavianbildnisses.
Welche Rolle spielten antike Porträts in Heiligtümern?
In Heiligtümern wurden Porträts vor allem als Fürbitte-Votive und Dankabgaben errichtet.
Warum war das Porträt von Augustus für den Autor Zanker ein Erfolg?
Zanker bewertet das Porträt als erfolgreich, da es den Kaiser mit erhabenen, idealisierten Eigenschaften wie alterslos und überlegen darstellt.
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- Anonym (Author), 2019, Was ist unter einem Porträt zu verstehen und welche Funktionen erfüllt dieses?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1034556