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Positive Diskriminierung als Mittel zur Bekämpfung von Diskriminierung?

Eine Untersuchung der moralischen Zulässigkeit positiver Maßnahmen am Beispiel von Frauenförderung im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen

Title: Positive Diskriminierung als Mittel zur Bekämpfung von Diskriminierung?

Term Paper , 2021 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lara Witt (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Es soll in dieser Arbeit untersucht werden, ob positive Diskriminierung im Allgemeinen und das Frauenförderungsgesetz des Landes NRW im Besonderen moralisch zulässige oder gegebenenfalls gebotene Mittel zur Bekämpfung von Diskriminierung sind.

Es ist von immenser Bedeutung, Missstände zu benennen und Strategien zu finden, um dagegen vorzugehen. Die Benennung der Benachteiligung des weiblichen Geschlechts ist der erste Schritt, systematische Unterdrückung von Frauen zu durchbrechen. Genauso wichtig ist es jedoch auch, diese Strategien und Maßnahmen wiederholt zu überprüfen. Wer aus ethischen Gründen nach Gleichberechtigung strebt, muss seine Maßnahmen auch auf ethische Zulässigkeit untersuchen.
Der erste Teil der Arbeit widmet sich der terminologischen Klärung. Darauffolgend wird die Frauenförderung im öffentlichen Dienst in NRW dargestellt und ihre Intention herausgearbeitet. Es soll ein grundlegendes Verständnis für die Notwendigkeit von Frauenförderung generiert werden, welches für die spätere moralische Beurteilung wichtig ist.

Zudem soll anhand eines Gerichtsurteils bezüglich des FFGs die Kontroverse der positiven Diskriminierung eingeleitet werden. Im Anschluss wird der philosophische Kern der Ausgangsfrage untersucht und Argumente für und gegen Maßnahmen der positiven Diskriminierung erörtert und gegeneinander aufgewogen. Der Bezug zu der Maßnahme des FFGs bleibt während der Argumentation bestehen. Schließlich wird die Arbeit resümiert, um beantworten zu können, ob positive Diskriminierung im Allgemeinen moralisch zulässig, unzulässig oder sogar notwendig ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. Thematische Einführung

2. Diskriminierung und Positive Diskriminierung

2.1 Definitionen

2.1.1 Diskriminierung

2.1.2 Positive Diskriminierung

2.2 Problem der Begrifflichkeit „Positive Diskriminierung“

3. Frauenförderung im öffentlichen Dienst in NRW

3.1 Diskriminierung von Frauen im Polizeivollzugsdienst

3.2 Das Frauenförderungsgesetz als positive Maßnahme

3.3 Die verfassungsrechtlichen Grundlagen des Frauenförderungsgesetzes

3.4 Der Gerichtsprozess um das Frauenförderungsgesetz in NRW

4. Ethische Abwägungen: Risiken und Chancen der Frauenförderung im öffentlichen Dienst

5. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die moralische Zulässigkeit positiver Diskriminierung am Beispiel des Frauenförderungsgesetzes (FFG) in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, zu klären, ob Maßnahmen zur Frauenförderung als Instrumente zur Bekämpfung struktureller Diskriminierung ethisch gerechtfertigt sind oder ob sie eine unzulässige Ungleichbehandlung darstellen.

  • Terminologische Klärung von Diskriminierung und positiver Diskriminierung
  • Analyse der strukturellen Benachteiligung von Frauen im Polizeivollzugsdienst
  • Rechtliche und ethische Bewertung von Frauenförderungsmaßnahmen
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen Bestenauslese und Chancengleichheit
  • Ethische Abwägung von Risiken (Stigmatisierung) gegenüber Chancen (Diversity)

Auszug aus dem Buch

4. Ethische Abwägungen: Risiken und Chancen der Frauenförderung im öffentlichen Dienst

Ist es moralisch zulässig, mit den Mitteln der positiven Diskriminierung der Unterrepräsentation von Frauen im öffentlichen Dienst entgegenzuwirken, oder findet durch Antidiskriminierungsmaßnahmen, wie dem FFG, eventuell eine bloße Umschichtung von Diskriminierung statt? Dem moralischen Dilemma des Kerns dieser Frage soll nun nachgegangen werden.

Wie der Terminus bereits vermuten lässt, besteht der Haupteinwand positiver Diskriminierung in der Annahme, dass Menschen einer Gruppe, die bisher nicht diskriminiert wurden, zugunsten Angehöriger der diskriminierten Gruppe, diskriminiert werden. Ungerechtigkeit bekämpfe man mit Ungerechtigkeit, so Kritiker*innen (vgl. Hermann 2011: 291).

In dem in dieser Arbeit diskutierten Fall besteht der Haupteinwand darin, das FFG diskriminiere Bewerber männlichen Geschlechts zugunsten weiblicher Bewerberinnen. Die Maßnahme des FFG korreliere mit den Kosten, welche man jenen Männern aufgebürdete, die mit den Frauen um bestimmte Posten konkurrieren (vgl. Boshammer 2003: 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thematische Einführung: Die Einleitung führt in die moralische Problematik der Frauenförderung ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die ethische Zulässigkeit solcher Maßnahmen zu bewerten.

2. Diskriminierung und Positive Diskriminierung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und legt die theoretische Basis für das Verständnis von Diskriminierung sowie des Konzepts der positiven Diskriminierung.

3. Frauenförderung im öffentlichen Dienst in NRW: Hier wird die praktische Ausgangslage im Polizeivollzugsdienst beleuchtet und die rechtliche sowie prozessuale Historie des Frauenförderungsgesetzes (FFG) dargestellt.

4. Ethische Abwägungen: Risiken und Chancen der Frauenförderung im öffentlichen Dienst: Dieses Kernkapitel diskutiert kritische Einwände wie die "Farbenblindheit" des Gesetzes und wägt die ethische Vertretbarkeit der Maßnahmen gegen potenzielle Nachteile ab.

5. Konklusion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bejaht die moralische Zulässigkeit der Frauenförderung als Mittel zur Erreichung substanzieller Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Positive Diskriminierung, Frauenförderung, öffentlicher Dienst, Diskriminierung, Chancengleichheit, Bestenauslese, Ethik, Geschlechtergerechtigkeit, Polizeivollzugsdienst, Affirmative Action, strukturelle Diskriminierung, NRW, Frauenförderungsgesetz, Diversität, Leistungsprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Bewertung von Maßnahmen der positiven Diskriminierung, konkret des Frauenförderungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die strukturelle Benachteiligung von Frauen im öffentlichen Dienst, die Bedeutung von Chancengleichheit und die ethische Rechtfertigung staatlicher Eingriffe in Einstellungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob es moralisch zulässig ist, die Unterrepräsentation von Frauen im öffentlichen Dienst durch positive Diskriminierung gezielt zu bekämpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-ethische Analyse, die juristische Fallbeispiele und politikwissenschaftliche Theorien kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Diskriminierung, die Situation bei der NRW-Polizei, rechtliche Grundlagen und führt eine ethische Abwägung zwischen verschiedenen Standpunkten durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind positive Diskriminierung, Frauenförderung, Chancengleichheit, strukturelle Diskriminierung und Bestenauslese.

Wie bewertet die Autorin den Konflikt zwischen Bestenauslese und Frauenförderung?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein partielles Abweichen von der strikten Bestenauslese ethisch zulässig ist, wenn dies notwendig ist, um tiefgreifende strukturelle Ungerechtigkeiten abzubauen.

Was bedeutet der Begriff "transinklusiv" in dieser Arbeit?

Die Arbeit definiert den Begriff "Frau" transinklusiv, was bedeutet, dass jede Person eingeschlossen ist, die sich als Frau präsentiert und definiert, unabhängig vom bei der Geburt zugewiesenen biologischen Geschlecht.

Gilt positive Diskriminierung laut der Arbeit als dauerhafte Lösung?

Nein, die Arbeit betont, dass solche Maßnahmen zeitlich begrenzt sein sollten und nur solange moralisch gerechtfertigt sind, wie die strukturelle Diskriminierung anhält.

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Details

Title
Positive Diskriminierung als Mittel zur Bekämpfung von Diskriminierung?
Subtitle
Eine Untersuchung der moralischen Zulässigkeit positiver Maßnahmen am Beispiel von Frauenförderung im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen
College
Bielefeld University
Grade
1,3
Author
Lara Witt (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1034595
ISBN (eBook)
9783346446343
ISBN (Book)
9783346446350
Language
German
Tags
positive diskriminierung mittel bekämpfung eine untersuchung zulässigkeit maßnahmen beispiel frauenförderung dienst nordrhein-westfalen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lara Witt (Author), 2021, Positive Diskriminierung als Mittel zur Bekämpfung von Diskriminierung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1034595
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