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Digitalisierung in Archiven. Am Beispiel des Archivs des Jüdischen Museums Berlin

Titel: Digitalisierung in Archiven. Am Beispiel des Archivs des Jüdischen Museums Berlin

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 30 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Felix Scheel (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden folgende Fragen angesprochen und von Seiten des Museums beantwortet: Seit wann wird digitalisiert? Wer genau sind die Akteure dabei? Wie genau wird digitalisiert? Nach welchen Kriterien wird welches Material digitalisiert? Wo und wie lange werden Digitalisate gespeichert?

Ferner soll das gewählte Beispiel eine allgemeine Abstraktion des Begriffes der Digitalisierung erlauben, um dann zu fragen, welche Prinzipien oder Narrative von Archiven auch nach beziehungsweise während der Digitalisierung erhalten bleiben. Hierbei soll der Fokus, wie schon im Eingangszitat erwähnt, auf die schon vor der technischen Digitalisierung in Archiven angewandten schriftlichen kontextualisierenden Funktionssysteme gelenkt werden; hierzu zählen zum Beispiel Indexierungen, Registraturen, Bildmetadaten und andere Klassifikationssysteme und Archivordnungen.

Letztendlich soll hierdurch auf der einen Seite aufgezeigt werden, inwiefern die Anlagen für eine Digitalisierung in Archiven schon lange vor ihrem Beginn etabliert wurden. Auf der anderen Seite soll auch verdeutlicht werden, welche Vorteile sich aus der Digitalisierung in Bezug auf Produktion, Ordnung, Haltbarkeit und Konsumption ergeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Das Archiv

3.Historische Einordnung

4.Das Archiv des Jüdischen Museums

4.1 Die Erschließung von Sammlungen und Beständen im Archiv des Jüdischen Museums

4.2 Die Verschlagwortung von erschlossenen Beständen

4.3 Umfang und Techniken der technischen Digitalisierung im Archiv des Jüdischen Museums

5.Vorteile der Digitalisierung in Archiven

6.Die narrative Struktur von Archiven

7.Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den technologischen und medienhistorischen Wandel durch die Digitalisierung in Archiven am praktischen Beispiel des Archivs des Jüdischen Museums Berlin. Ziel ist es, zu ergründen, ob die Digitalisierung einen substanziellen Bruch in der Archivpraxis darstellt oder ob etablierte analoge Ordnungs- und Kontextualisierungssysteme weiterhin als Fundament dienen.

  • Analytische Konturierung des Digitalisierungsbegriffs im Archivkontext.
  • Untersuchung von Erschließungs- und Verschlagwortungspraktiken als Voraussetzung für Digitalisierung.
  • Diskussion der Bedeutung von Provenienzprinzip und Thesauri für die digitale Infrastruktur.
  • Reflexion über die Rolle der physischen Archivierung im Zeitalter digitaler Reproduktion.
  • Herausarbeitung der narrativen Struktur von Archiven und deren Transformation durch technische Datenverarbeitung.

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Verschlagwortung von erschlossenen Beständen

Im letzten Zitat des vorigen Abschnittes wird erstmals das Wort Verschlagwortung formuliert. Dies ist insofern von elementarer Bedeutung, da die Word-Datei des Findbuchs verschlagwortet wird, um anschließend in die Datenbank eingespeist zu werden. Die Thesauri sind dabei die Schlagwortsysteme von Archiven.

Der Begriff Thesaurus geht etymologisch auf den Schatz, den altgriechischen thésauros, zurück. Es handelt sich hierbei laut Bogdanov „um ein hierarchisches Wortgebilde, was immer weiter in die Tiefe geht in der Struktur“. Auch wenn man sich nur auf einen verschlagworteten Begriff, dem sogenannten Deskriptor geeinigt hat, kombiniert der Thesaurus per elektronischer Textverarbeitung mittels Computer Begriffe und Kontexte miteinander „und das besondere, was der Thesaurus noch hat, ist eine Synonymsuche“. Er verwaltet also nicht nur Ober- und Unterbegriffe (Schlagwörter), sondern auch Synonyme und setzt diese durch Äquivalenz-, Assoziations- oder hierarchische Relationen miteinander in Beziehung. Dahinter steckt das Konzept relationaler Datenverwaltung, bei dem die komplexe Wissensordnung eines Thesaurus eine vielfach perspektivische Adressierbarkeit des Digitalisats erlauben soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die Thematik der Digitalisierung in Archiven und Formulierung der leitenden Forschungsfrage zum medien- und wissenshistorischen Wandel.

2.Das Archiv: Theoretische Bestimmung des Archivbegriffs sowie Reflexion über Machtstrukturen und Selektionsprozesse bei der Aufbewahrung von Dokumenten.

3.Historische Einordnung: Analyse der historischen Entwicklung der Informationsakkumulation, von antiken Depots hin zu frühneuzeitlichen staatlichen Archivstrukturen.

4.Das Archiv des Jüdischen Museums: Vorstellung der praktischen Arbeit, der Erschließungslogik und der technischen Digitalisierungsprozesse des Archivs des Jüdischen Museums Berlin.

5.Vorteile der Digitalisierung in Archiven: Darstellung der Vorzüge der Digitalisierung, insbesondere hinsichtlich der Bestandserhaltung und verbesserten universellen Zugänglichkeit.

6.Die narrative Struktur von Archiven: Untersuchung der Art und Weise, wie Archive durch Deutung und das gezielte Nicht-Erzählen von Geschichte zur Konstruktion von Identität beitragen.

7.Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Kontinuität analoger Archivprinzipien innerhalb der digitalen Infrastruktur und Einordnung der Bedeutung von Sicherheitskopien.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Archiv, Jüdisches Museum Berlin, Provenienzprinzip, Verschlagwortung, Thesaurus, Erschließung, Medientheorie, Wissensordnung, Langzeitarchivierung, Sicherheitskopie, Datenspeicherung, Schriftkultur, Recherche, Dokumentenverwaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert den Wandel, den Archive durch die technische Digitalisierung erfahren, und untersucht dabei insbesondere das Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt und bestehenden analogen Ordnungsprinzipien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Archivtheorie, die Bedeutung der Schriftlichkeit für Ordnungssysteme, die Praxis der Digitalisierung sowie die Rolle von Metadaten und Thesauri in der digitalen Wissensvermittlung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob durch die Digitalisierung ein tiefgreifender medien- und wissenshistorischer Bruch stattgefunden hat oder ob die grundlegenden archivischen Ordnungsprinzipien weiterhin Bestand haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer qualitativen Fallstudie, basierend auf einem Experteninterview mit den Verantwortlichen des Archivs des Jüdischen Museums Berlin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung von Archiven, die historische Entwicklung staatlicher Informationsverwaltung sowie eine detaillierte Analyse der Arbeitsweise (Erschließung, Verschlagwortung, Digitalisierung) des Archivs des Jüdischen Museums.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Provenienzprinzip, Thesaurus, Archiv-Heterotopie, digitale Sicherheitskopie sowie das Verhältnis von Schrift, Zahl und elektronischer Datenverarbeitung.

Warum ist das "Provenienzprinzip" für das Archiv des Jüdischen Museums so wichtig?

Es dient als oberstes Ordnungsprinzip, um Sammlungen und Nachlässe einzelner Familien strikt und permanent als Konvolut zusammenzuhalten, anstatt Bestände lediglich thematisch oder alphabetisch zu zerteilen.

Welche Rolle spielt die Mikrofilmtechnik bei der Langzeitarchivierung?

Obwohl digitalisiert wird, sieht das Archiv in der analogen Verfilmung (Mikrofilm) das sicherste Medium zur Langzeitarchivierung, da eine Beständigkeit von über 500 Jahren nachgewiesen ist.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Digitalisierung in Archiven. Am Beispiel des Archivs des Jüdischen Museums Berlin
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Fakultät für Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaften)
Veranstaltung
Theorie uund Praxis der Digitalisierung
Note
1,6
Autor
Felix Scheel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
30
Katalognummer
V1034767
ISBN (eBook)
9783346442628
ISBN (Buch)
9783346442635
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung Archiv Medien Museum Theorie Praxis Verschlagwortung Technik Bestände
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Scheel (Autor:in), 2020, Digitalisierung in Archiven. Am Beispiel des Archivs des Jüdischen Museums Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1034767
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Leseprobe aus  30  Seiten
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