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Auswirkungen gruppendynamischer Phänomene auf die Intergruppenkommunikation. Darstellung im Status-Modell

Titel: Auswirkungen gruppendynamischer Phänomene auf die Intergruppenkommunikation. Darstellung im Status-Modell

Hausarbeit , 2020 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Roman Pertl (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob vom Statusverhalten in der Intergruppenkommunikation auf gruppendynamische Kräfte geschlossen werden kann. Dazu wird im ersten Kapitel dieser Arbeit die Theorie der sozialen Identität von Henri Tajfel und John Turner betrachtet. Dies ist die grundlegende Voraussetzung für den in dieser Arbeit angestellten Rückschluss vom individuellen Verhalten auf Gruppendynamik. Anschließend werden im zweiten Kapitel die gruppendynamischen Phänomene Asch-Effekt, Gruppenpolarisation und groupthink vorgestellt. In Kapitel drei wird das Status-Modell nach Schmitt/Esser erläutert und auf diese gruppendynamischen Phänomene übertragen. Anschließend wird mit Hilfe des Statusmodells die Wirkung dieser Phänomene auf die Intergruppenkommunikation abgeleitet.

Wenn Menschen aufeinandertreffen, findet Kommunikation statt. Wechselseitige Kommunikation über einen längeren Zeitraum bildet ein soziales Gefüge. Innerhalb dessen finden sich Menschen bewusst und unbewusst in sozialen Gruppen zusammen und grenzen sich von Gruppen ab. Dabei wirkt die Gruppenzugehörigkeit auf das Verhalten der Gruppenmitglieder, wie sozialpsychologische Studien u.a. zum Gruppendruck, zur Gruppenpolarisation oder zu groupthink nahelegen. Auch das Verhalten zwischen Mitgliedern unterschiedlicher Gruppen (Intergruppenkommunikation) wird durch Gruppendynamik beeinflusst.

Im Arbeitsumfeld entstehen soziale Gruppen auch durch das Selbstverständnis der Gruppenmitglieder als Team, Abteilung oder Sparte. Ist dies einerseits in der Personalführung intendiert, um nötigen Teamgeist zur Umsetzung von Gruppenzielen zu entwickeln, kann es andererseits auch zu Konflikten führen. Öffentlich eskalierende Intergruppenkonflikte in Kulturunternehmen, in denen eine Beschäftigtengruppe einer anderen Gruppe in meist leitender Funktion Fehlkommunikation vorwirft, sind nicht selten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel 1

1.1 Die Theorie der sozialen Identität

1.2 Interpersonales und gruppales Verhalten

Kapitel 2

2.1 Gruppendruck (Asch-Effekt)

2.2 Gruppenpolarisation

2.3 Gruppendenken (groupthink)

Kapitel 3

3.1 Das Status-Modell

3.2 Hypothese und Aufbau des Beispiels

3.2.1 Asch-Effekt im Status-Modell

3.2.2 Auswirkung des Asch-Effekts auf die Intergruppenkommunikation

3.2.3 Gruppenpolarisation im Status-Modell

3.2.4 Auswirkung von Gruppenpolarisation auf die Intergruppenkommunikation

3.2.5 Groupthink im Statusmodell

3.2.6 Auswirkung von groupthink auf die Intergruppenkommunikation

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie gruppendynamische Phänomene die Intergruppenkommunikation beeinflussen, und ob diese Zusammenhänge mithilfe des Status-Modells nach Schmitt und Esser analysiert und abgebildet werden können.

  • Theorie der sozialen Identität und ihre Auswirkungen auf das Verhalten
  • Analyse gruppendynamischer Phänomene: Asch-Effekt, Gruppenpolarisation und Groupthink
  • Einführung und Erläuterung des Status-Modells
  • Anwendung des Status-Modells auf hypothetische Konfliktsituationen
  • Rückschluss von individuellem Statusverhalten auf gruppendynamische Prozesse

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Status-Modell

Das Status-Modell von Tom Schmitt und Michael Esser, das nach eigenen Angaben auf Schauspieltheorien zur Improvisation von Keith Johnstone basiert, ist ein Modell interpersoneller Individualkommunikation. Es folgt den Axiomen der Kommunikationstheorie Paul Watzlawicks, nach denen verbale und nonverbale Kommunikation überall und stetig stattfindet und neben der Sachebene immer auch eine Beziehungsebene übermittelt wird. Entsprechend formulieren Schmitt/Esser: „Ob hoher oder tiefer Status, darüber wird verhandelt. [...] Wir müssen es tun, denn Status ist immer – und überall.“

Status wird dabei von Schmitt/Esser relativ zur anderen Person durch zwei mögliche Werte definiert: Hoch oder tief. Des Weiteren differenziert das Status-Modell zwischen innerem und äußerem Status. Als innerer Status wird die individuelle Wahrnehmung des eigenen Status bezeichnet. Die Darstellung des Status nach außen bildet den äußeren Status einer Person. Innerer und äußerer Status können sich dabei in einer Person unterscheiden.

Status wird nach Schmitt/Esser in der Regel unbewusst verhandelt. Dabei folgen die Kommunizierenden ihrer persönlichen Präferenz, ob sie eher respektiert werden wollen oder ein Bedürfnis nach Sympathie hegen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Gruppendynamik, deren Einfluss auf die Intergruppenkommunikation im Arbeitsumfeld und die Zielsetzung der Arbeit unter Verwendung des Status-Modells.

Kapitel 1: Theoretische Fundierung durch die Theorie der sozialen Identität nach Tajfel und Turner sowie die Abgrenzung von interpersonalem zu gruppalem Verhalten.

Kapitel 2: Detaillierte Darstellung gruppendynamischer Phänomene, namentlich Gruppendruck (Asch-Effekt), Gruppenpolarisation und Gruppendenken (groupthink).

Kapitel 3: Vorstellung des Status-Modells nach Schmitt/Esser und dessen Anwendung auf die zuvor beschriebenen Phänomene mittels eines hypothetischen Fallbeispiels.

Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, Bestätigung der Hypothesen sowie Reflexion der Anwendbarkeit des Status-Modells in der Personalführung.

Schlüsselwörter

Gruppendynamik, Intergruppenkommunikation, Status-Modell, soziale Identität, Gruppendruck, Asch-Effekt, Gruppenpolarisation, Groupthink, Statusverhalten, Personalführung, Teamentwicklung, Konfliktlösung, Kommunikationstheorie, Gruppenkohäsion, Status-Typen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern gruppendynamische Prozesse das Verhalten von Personen beeinflussen und wie diese Auswirkungen mittels des Status-Modells nach Schmitt und Esser kommunikationstheoretisch beschrieben werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die Theorie der sozialen Identität, zentrale gruppendynamische Störfaktoren wie Asch-Effekt, Gruppenpolarisation und Groupthink sowie das Status-Modell als analytisches Werkzeug ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu zeigen, dass gruppendynamische Phänomene einen direkten Einfluss auf den Status und damit auf die Kommunikation zwischen Gruppen haben, und diesen Prozess modellhaft darstellbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine theoretische Herleitung vorgenommen, die durch die Konstruktion und Analyse eines hypothetischen Fallbeispiels (Ensemble und Leitung eines Stadttheaters) illustriert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis (Kapitel 1 & 2) und die praktische Anwendung auf das Status-Modell (Kapitel 3), in dem die Übertragung der Phänomene auf die Intergruppenkommunikation erfolgt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Gruppendynamik, Intergruppenkommunikation, Status-Modell, Gruppenpolarisation, Groupthink und Asch-Effekt.

Wie wirkt sich der Asch-Effekt laut dieser Arbeit auf den Status aus?

Der Asch-Effekt führt bei Teamplayern, die Konformität suchen, häufig zu einer Veränderung des gezeigten Status, da sie sich der Mehrheitsmeinung anpassen, um Konflikte zu vermeiden.

Welche Rolle spielt die Gruppenkohäsion beim Phänomen Groupthink?

Eine hohe Kohäsion ist eine notwendige Voraussetzung für Groupthink, da sie den Wunsch nach Einmütigkeit steigert und kritisches Hinterfragen von Entscheidungen unterdrückt.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auswirkungen gruppendynamischer Phänomene auf die Intergruppenkommunikation. Darstellung im Status-Modell
Hochschule
Hochschule für Musik und Theater Hamburg  (Institut für Kultur- und Medienmanagement)
Veranstaltung
Führungsqualität und Verhandlungsgeschick
Note
1,0
Autor
Roman Pertl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
28
Katalognummer
V1035290
ISBN (eBook)
9783346445551
ISBN (Buch)
9783346445568
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gruppen Personalführung Gruppendynamik Status Theater groupthink Asch-Effekt soziale Identität Gruppendruck Gruppenpolarisation Intergruppenkommunikation Tajfel Turner Esser Gruppenentscheidungen Janis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Roman Pertl (Autor:in), 2020, Auswirkungen gruppendynamischer Phänomene auf die Intergruppenkommunikation. Darstellung im Status-Modell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1035290
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Leseprobe aus  28  Seiten
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