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Exkursionsprotokoll: Vulkaneifel

Title: Exkursionsprotokoll: Vulkaneifel

Term Paper , 1999 , 6 Pages , Grade: angenommen

Autor:in: Gerd Johannes Peters (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

[...] Das „Pulvermaar“ war das zweite Ziel der Exkursion. Dieses Maar ist gekennzeichnet durch eine sehr tiefliegende W asserfläche (73m, deutlich unter der präeruptiven Oberfläche) und ist wiederum von einem sehr gleichmäßig gerundetem Ringwall mit teilweise steilen Wänden umgeben, dessen Bestandteile hauptsächlich fragmentierter Tonschiefer und Maartuffe sind. Auch dieses Maar ist eine abflußlose Hohlform, der Wasserspiegel wird wie beim „Dürres Maar“ durch Niederschlag, Verdunstung, etc. bestimmt. Aufgrund seines geringen Alters gilt das „Pulvermaar“ als Vorläuferform eines Maares und ist der tiefste Maarsee nördlich der Alpen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I ANFAHRT

1. ROUTE DER EXKURSION

2. DAS MOSELTAL VON TRIER BIS ZUM WITTLICHER GRABEN

II EXKURSIONSSTANDORTE

1. DÜRRES MAAR (R: 25 625, H: 55 550, HÖHE 455M Ü. NN)

2. PULVERMAAR (R: 25 660, H: 55 560, HÖHE 411M Ü. NN)

3. AUFSCHLUß MOSENBERG-1 -HORNGRABEN- (R: 25 560, H: 55 490, HÖHE 380M Ü. NN)

4. AUFSCHLUß MOSENBERG-2 AN DER SÜDWESTFLANKE DER MOSENBERGGRUPPE (R: 25 555, H: 55 495, HÖHE 400M Ü. NN)

5. DER WINDSBORN MIT SEINEM WASSERKRATER (R: 25 555, H: 55 505, HÖHE 498 Ü. NN)

6. DAS MEERFELDER MAAR (R: 25 540, H: 55 520, HÖHE 320M Ü.NN)

7. AUFSCHLUß BEI DEUDESFELD (R: 25 530, H: 55 518, HÖHE 438M Ü.NN)

8. NEROTHER KOPF BEI NEROTH - LAVASTEINWERK BETTENDORF (R: 25 540, H: 55 620, HÖHE 480M Ü.NN)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dokumentiert eine geowissenschaftliche Exkursion in die Vulkaneifel und analysiert verschiedene vulkanische Aufschlüsse sowie Maare unter geologischen und morphologischen Gesichtspunkten. Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte, Eruptionsphasen und die strukturelle Zusammensetzung der besuchten Standorte zu erläutern und in einen regionalgeologischen Kontext einzuordnen.

  • Genese und Klassifizierung von Maaren (endoräische Systeme)
  • Spaltenvulkanismus und seine Auswirkungen auf das Gelände
  • Eruptionsdynamik und Schichtungsabfolgen bei vulkanischen Aufschlüssen
  • Geologische Gesteinsbestimmung und Verwitterungsprozesse
  • Strukturelle Analyse von Stratovulkanen im Vergleich zu anderen vulkanischen Formen

Auszug aus dem Buch

3. AUFSCHLUß MOSENBERG-1 -HORNGRABEN- (R: 25 560, H: 55 490, HÖHE 380M Ü. NN)

Nach einer halbstündigen Pause in Meerfeld wurde der Horngraben, eines der fünf Ausbruchszentren des Mosenbergkomplexes (siehe Skizze) erreicht. Die fünf Ausbruchszentren liegen auf einer Störungslinie und sind entlang dieser in Nordwest- Südost Richtung angeordnet. An sogenannten Bruchstörungen der Störungslinie kam es zum Austritt von Magma. Da sie sich von Südosten aus nach Nordwesten nacheinander öffnete (also quasi entlang einer langgezogenen Spalte), kann man bei der Betrachtung der Mosenberggruppe heute von „Spaltenvulkanismus“ reden. Der präeruptive Untergrund ist Devonischer Schiefer (ca.395-345 Mio. Jahre).

Die Wände des Aufschlusses bestehen aus vulkanischer Schlacke und Tuff (quartäre Basanite bzw. Tuffe, die weniger als 54% Kieselsäure (SiO2) beinhalten). Auffallend ist die Sortierung der Korngrößen. So sind die feinkörnigen Pyroklastika (Asche/Lapilli) weiter vom Ausbruchszentrum entfernt, während Blöcke und Bomben dort liegen, wo sich die Schmelze befindet (siehe Skizze). Aufgrund des höheren Gewichts konnten diese nicht durch die bei der Eruption entstandenen Gasentladungen weggeschleudert werden. Bei näherer Betrachtung dieser Gesteinsfragmente oder Brocken fielen diverse Einschlüsse (Xenolithe; Beim Aufstieg der Magma mitgenommenes Fremdmaterial) auf. Darunter sind rötliche, dunkle und helle, welche im folgenden kurz erläutert werden. Die roten Einschlüsse sind hierbei der sogenannte „gefrittete Schiefer“, der bei der reduktiven Reaktion zwischen Lava und Schiefer bei sehr hohen Temperaturen in direkter Schlotnähe (ca. 1400°C-1200°C) entsteht. Die rote Färbung stammt von dem dabei entstandenen Hämatit, einer Eisenverbindung (Fex). Helle Einschlüsse sind Feldspatvertreter, dunkle hingegen Olivine. Olivine sind wichtige gesteinsbildende Minerale, die sehr schnell verwittern. Diese Mineralverwitterung wir „Verbraunung“ genannt. Da an diesem Ausbruchszentrum kein Wasser (wie bei den Maaren) vorhanden war, entwickelte sich ein Schlackenkegel. Etwas anders verhält sich das bei der nächsten Station.

Zusammenfassung der Kapitel

I ANFAHRT: Diese Einführung gibt einen Überblick über den zeitlichen und räumlichen Ablauf der Exkursion sowie die geologischen Grundlagen des Moseltals zwischen Trier und Wittlich.

II EXKURSIONSSTANDORTE: In diesem Hauptteil werden die besuchten Orte im Detail untersucht, wobei insbesondere die vulkanologische Genese der Maare und die Strukturen der Mosenberggruppe und des Nerother Kopfs beschrieben werden.

Schlüsselwörter

Vulkaneifel, Maar, Mosenberg, Schlackenkegel, Spaltenvulkanismus, Pyroklastika, phreatomagmatische Reaktion, Stratovulkan, Geologie, Devonischer Schiefer, Basanit, Xenolithe, Verbraunung, Eruptionsphase, Quartär.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Ziel dieser Exkursion?

Die Exkursion dient der geologischen Feldforschung in der Eifel, um verschiedene vulkanische Ausbruchsformen, Ablagerungsstrukturen und die regionale Gesteinsbeschaffenheit praxisnah zu untersuchen.

Welche zentralen Themenfelder werden in den Kapiteln behandelt?

Im Fokus stehen die Entstehungsbedingungen von Maaren als endoräische Systeme, die Morphologie des Mosenbergkomplexes und die spezifischen Gesteinsschichtungen an diversen vulkanischen Aufschlüssen.

Was unterscheidet das "Dürres Maar" vom "Pulvermaar"?

Während das Dürres Maar durch ein verlandetes Moor im Zentrum gekennzeichnet ist, zeichnet sich das Pulvermaar durch eine tiefliegende, wassergefüllte Senke aus und gilt als Vorläuferform eines Maares.

Welche Rolle spielt die phreatomagmatische Reaktion bei Maaren?

Sie ist eine entscheidende Voraussetzung für die Maarentstehung, da durch den Kontakt von aufsteigendem Magma mit unterirdischem Wasser eine massive Wasserdampfexplosion ausgelöst wird.

Warum wird der Mosenberg als Spaltenvulkanismus bezeichnet?

Die Anordnung der fünf Ausbruchszentren entlang einer markanten Störungslinie deutet darauf hin, dass die Lava entlang einer langgezogenen Spalte austrat, anstatt aus einem zentralen Schlot.

Was genau versteht man unter dem Begriff "Verbraunung"?

Dies ist ein spezifischer Prozess der Mineralverwitterung, bei dem olivinhaltige Gesteine unter atmosphärischen Bedingungen verfallen und dabei eine charakteristische braune Färbung annehmen.

Welche Besonderheit weist der Nerother Kopf im Vergleich zu den anderen besuchten Standorten auf?

Der Nerother Kopf ist der einzige während der Exkursion besichtigte Stratovulkan, der sich durch radial verlaufende Lavagänge (Dikes) vom klassischen Schlackenkegel oder Maar unterscheidet.

Was lässt sich aus den "gefritteten Schiefern" an den Aufschlüssen ableiten?

Die Existenz dieser rötlichen Einschlüsse belegt extrem hohe Temperaturen bei der Interaktion zwischen austretender Lava und dem umgebenden Gestein in unmittelbarer Schlotnähe.

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Details

Title
Exkursionsprotokoll: Vulkaneifel
College
University of Trier
Course
Exkursion der Abt. Physische Geographie
Grade
angenommen
Author
Gerd Johannes Peters (Author)
Publication Year
1999
Pages
6
Catalog Number
V103530
ISBN (eBook)
9783640019083
ISBN (Book)
9783656245544
Language
German
Tags
Exkursionsprotokoll Vulkaneifel Exkursion Physische Geographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gerd Johannes Peters (Author), 1999, Exkursionsprotokoll: Vulkaneifel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103530
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