Die wichtigsten Medien im Fremdsprachenunterricht


Seminararbeit, 2000
19 Seiten, Note: Proseminar

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Inhaltsverzeichnis:

1. Vorarbeiten

2. Dokumentation

3. Evaluation

4. Konsequenzen

5. Anhang
5.1. Literaturverzeichnis
5.2. Verzeichnis der im Unterricht verwendeten Medien
5.3. Andere Vorbereitungsunterlagen
5.3.1. Folie
5.3.2. Handout
5.3.3. Arbeitsaufträge
5.4. Kurzdesigns
5.5. Beobachtungsprotokolle

1. Vorarbeiten:

Ich habe das Thema “Medien” gewählt, “weil es für mich ein sehr interessantes und wichtiges Thema ist.1 Medien sind ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts und somit auch ein gewinnbringendes Thema sowohl für mich als Bearbeiterin als auch für meine Mitstudierenden.

Mit meinem Referat möchte ich auf die Vielzahl von existierenden Medien aufmerksam machen und Denkanstöße zu deren Verwendung geben. Ein weiteres Anliegen war es, meine Kolleginnen2 zu einem abwechslungsreichen und sinnvollen Gebrauch der Medien in ihrer späteren Praxis als Fremdsprachenlehrerinnen anzuregen.

Nach der Lektüre der Sekundärliteratur wurde mir bewußt, daß ich den Stoff meiner Unterrichtseinheit eingrenzen muß. Ich wollte auf die einzelnen Medien nicht im Detail eingehen, sondern einen groben Überblick der wichtigsten Unterrichtsmittel geben und diese dann vor allem durch praktische Anwendung näherbringen.

Aus dem eben genannten Grund, nämlich nicht zu viel an Theorie vermitteln zu wollen, haben ich die Unterrichtseinheit zweigeteilt: einen ersten Teil mit theoretischen Details und einen zweiten, praktisch orientierten Teil. Als Einstieg und als Einstimmung auf das Thema wollte ich die Medien, die im Fremdsprachenunterricht meiner Kolleginnen verwendet worden waren, auf der Tafel sammeln. Das Zusammenstellen der im eigenen Fremdsprachen-unterricht erlebten Medien war die Hausaufgabe auf diese Stunde, damit sich meine Kolleginnen schon daheim das Thema erstmals zu Gemüte führen mußten und auf meine Frage zu Beginn der Unterrichtseinheit eingestellt waren. Im Anschluß daran wollten ich die theoretischen Details vermitteln, wofür mir in Anbetracht des Zeitmangels der Frontalunterricht am geeignetsten erschien. Nach diesem theoretischen Einstieg planten ich, wie bereits erwähnt, einen praktischen zweiten Teil. In diesem Abschnitt sollte die Anwendung verschiedener Medien im Mittelpunkt stehen. Denn mir erschien das Thema Medien ohne praktischen Einsatz derselben nicht so sinnvoll. Das Hauptziel meines Referates war nicht zu theoretisch zu sein, sondern vielmehr die Anwendung von Medien zu praktizieren und uns in Gruppenarbeit und dann in einer Diskussionsrunde Gedanken zu deren richtigen Einsatz zu machen.

2. Dokumentation:

Den Ablauf der Stunde demonstrieren ich nun mit Hilfe der einzelnen Ausschnitte eines Stundenbildes. Jeweils nach einer inhaltlichen Einheit werde ich Originalzitate von den Tonbandaufnahmen anführen.

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min. Übersicht über den unterricht. wissen, was sie

Ablauf der Stunde. erwartet.

“Ich möchte euch zuerst einige theoretische Details über Medien vermitteln und dann einen praktischeren und wahrscheinlich für euch interessanteren Teil gestalten.”

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“Es würde mich nun interessieren, welche Medien in eurem FSU eingesetzt worden sind.

[...] Tafelbild, Kassetten, Zeitung, Overhead, Dias, Plattenspieler (Gelächter im

Hintergrund), Landkarten, Photos, Lehrbuch, Spiele, Handouts.”

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“Medieneinsatz intensiviert den Lehr- und Lernprozeß, aber im Endeffekt sollte man sich vor Augen halten, daß im FSU der Mensch nie wegzudenken ist, denn Sprache ist nur durch Kommunikation zu erlernen.”

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“Ich möchten nun kurz auf die wichtigsten Medien des FSU eingehen, von denen schon fast alle auf der Tafel stehen. [...] Es gibt zuerst Lehrwerke. [...] Weitere Medien des FSU sind die Wörterbücher. [...] Ich gehe nun über zu den visuellen Medien, auditiven und audiovisuellen Medien. [...]”

“Man sollte darauf Rücksicht nehmen, daß man fachspezifische Anliegen nicht dem Mediengebrauch unterordnet, daß man also seine Anliegen nicht danach orientiert, welche Medien vorhanden sind, sondern daß man sich zuerst überlegt, was man machen möchte und dann erst mit welchen Medien dies am besten zu erreichen ist.”

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“Bitte bildet nun drei Gruppen. [...] Ich haben hier verschiedene Medien, 2 Filme, Zeitungen und Zeitschriften und eine Kassette. [...] Die genauen Arbeitsaufträge stehen auf den Zetteln. Ihr habt 15-20 Minuten Zeit.”

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Zum Film: “Wir schauen den ganzen Film an, aber ich stoppe nach jeder Viertelstunde. Der Lehrer fragt dann immer, was sie verstanden und nicht verstanden haben, vielleicht die Charaktere erklären. [...] Oder daß man nur einen Ausschnitt anschaut, denn in diesem Ausschnitt sind z.B. viele Chargonwörter und daß man diese den Schülern erklärt. Oder man liest zuerst den Text, die wichtigsten Stellen, und schaut dann den ganzen Film an oder man zeigt nur eine Teil des Films und die Schüler sollen dann weiterschreiben. [...] Ich finde französische Filme mit französischen Untertitel gut, denn ich finde z.B. nicht sinnvoll im Französischunterricht Filme auf Deutsch anzusehen, weil sie auf Französisch zu schwer sind. [...] Das finde ich überhaupt nicht sinnvoll. Es ist wichtig, daß man die französische Sprache hört und wenn es schwer zu verstehen ist, dann kann man mitlesen.”

Zur Kassette: “Es wäre wegen den vielen Ortsangaben von Paris z.B. gut dieses Chanson als Einstieg in die Landes- und Kulturkunde zu verwenden, weil viele Denkmäler genannt werden. Wir finden es auch als Grammatikeinstieg nicht schlecht, denn es gibt viele Übereinstimmungen von Adjektiven und Hauptwörtern. [...] Sie könnten es übersetzten oder selber singen, damit sie sich die Strophen etwas merken. [...] Man lernt irrsinnig viel durch Lieder, wenn man auf den Geschmack kommt solche Lieder zu hören und zu singen.” [...]

Zu den Zeitungen und Zeitschriften: “Wir finden alle vier, daß Phosphore besser für den Unterricht geeignet ist. Les clès de l’actualité erscheint jede Woche. Und es beginnt schon beim Format, man kann nicht gut herauskopieren etc. [...] Durch das monatliche Erscheinen von Phosphore sind auch die Themen viel globaler gehalten. [...] Eine Überlegung von uns war, daß die Artikel von Les clés de l’actualité viel kürzer sind und dadurch vielleicht besser einsetzbar sind. [...] Gut finden wir, daß die Texte authentisch sind und nicht wie beim Ecoute zum Beispiel, wo man das Gefühl hat, das ist für deutschsprachige Schüler produziert. Und hier haben die Schüler auch das Gefühl, wenn sie den Text verstanden haben, ich kann das auch, was die Franzosen in meinem Alter können, ich verstehe es. [...] Das Ecoute wirkt so künstlich. [...]”

“Ich habe nicht gewußt, daß es solche Begleithefte zu Videos gibt und ich würde es nun eher im Unterricht verwenden. Denn sonst ist ein Film schon schwer zu verstehen, aber wenn man den Text vorher schon lesen kann, wird es doch leichter. [...] Ich finde es problematisch den ganzen Film zu zeigen, denn ich glaube schon, daß man beim Filme schauen ermüdet. [...] Ich finde es schade, wenn man nicht den ganzen Film zeigt, man muß ja nicht immer alles auseinanderreißen.”

“Ich wollte nur Anstöße geben, wie man die Medien einsetzen kann. Ich wollten ja keine einheitlich Lösung finden.”

3. Evaluation:

Im Nachhinein sehe ich mein Referat nun als gelungen an. Ich hielt mich während der Unterrichtseinheit an den Zeitplan und konnte somit alle geplanten inhaltlichen Punkte berücksichtigen. Die Zweiteilung des Referats stieß auf positive Resonanz. Die Diskussion zeigte, daß ich mein Ziel, Anregung zum Nachdenken und zur Anwendung von Medien, erreicht habe.

Ich erleichterte unseren Kolleginnen den Zugang zum Thema “Medien”, indem ich gezeigt habe, welche Hilfestellungen es für den Lehrer gibt (zum Beispiel Begleithefte mit Anregungen und konkreten Unterrichtsvorschlägen).

In der Vorbereitung auf die Unterrichtseinheit unterschätzten ich allerdings die Lärmbelästigung, die durch den Fernseher für die anderen Gruppen entstehen würde. Weiters war es meine Absicht, die Diskussion zu den einzelnen angewendeten Medien allgemein zu gestalten. Es wurde allerdings - laut Rückmeldungen - so verstanden, daß der Film und das Chanson zur Diskussion genauer bekannt hätten sein müssen. Folglich wäre es wichtig gewesen genauer zu erklären, daß es mir bei der Diskussion um den allgemeinen Einsatz von Film, Musik, und Zeitschriften im Unterricht ging.

Nach dem Durchlesen der Kurzdesigns3 war ich positiv überrascht, daß ich alle Vorstellungen der Kollegen zum Thema Medien kurz angeschnitten oder sogar genauer besprochen habe. Besonders gefreut haben mich die positiven Rückmeldungen am Ende des Referats, als ich von mehreren Seiten lobende Worte vernahm.

4. Konsequenzen:

Die Zweiteilung des Referates würde ich auf jeden Fall beibehalten, da es mir wichtig erschien die theoretischen Details vor der praktischen Anwendung zu erläutern und dies auch auf sehr positive Rückmeldungen stieß.

Es wäre allerdings besser gewesen, die Handouts vor dem theoretischen Teil zu verteilen, damit die Kolleginnen der Fülle an Information besser folgen hätten können. Meine als Übersicht und Orientierungshilfe gedachte Folie hat sich als nicht ausreichend erwiesen, vor allem, weil ich sie nicht zeitgerecht nachrückte. Vielleicht hätten bei mehr Verständnis die Gesichter auch nicht ganz so gelangweilt auf mich gewirkt.

Durch die intensive Beschäftigung mit diesem Thema, haben ich neue interessante Medien und deren Verwendungsmöglichkeiten kennengelernt, was mir selbst viel Freude bereitete. Denn Rückmeldungen zufolge, war dies auch bei den Kolleginnen der Fall. Ich hatte auch den Eindruck, daß durch den Umgang mit Medien die Vorbereitung auf den Unterricht abwechslungsreicher und interessanter wird. Und schließlich ist meine spätere Arbeit für die Schüler auch für mich abwechslungsreicher und spannender, wenn ich selbst Freude daran habe.

Mir wurde wieder einmal bewußt, daß eine gute Planung und Vorbereitung wichtig für den Unterrichts ist, daß jedoch Freiräume für Reaktionen von Schülern berücksichtigt werden müssen. So kann auf Interessen und Reaktionen der Schüler besser eingegangen werden. In meinem Fall, wäre es der Wunsch der Kolleginnen gewesen, einen Ausschnitt des Filmes und des Chansons kennenzulernen, was aber aufgrund der fehlenden Zeit nicht möglich war.

Durch die Abfertigung der Fallstudie war ich gezwungen, mich und meine Leistungen kritisch zu betrachten. Die Fähigkeit zur kritischen Selbstbetrachtung, sowie die

Offenheit gegenüber Feedbacks sollte bei jeder Lehrerin und jedem Lehrer vorhanden sein und (aus)geübt werden. Abschließend kann ich allerdings feststellen, daß ich im großen und ganzen das Konzept des Vortrags beibehalten würde und nur die eben erwähnten kleineren Details verändern würde.

5. Anhang:

5.1. Literaturverzeichnis:

Bausch, Karl-Richard u.a. (Hg.): Handbuch Fremdsprachenunterricht. Tübingen: Francke Verlag, 1991.

Heintel, Peter: Modellbildung in der Fachdidaktik. Eine philosophisch wissenschaftstheoretische Untersuchung (=Klagenfurter

Universitätsreden). Wien: Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., 1986.

5.2. Verzeichnis der in der Unterrichtseinheit verwendeten Medien:

Fast alle im Unterricht gezeigten Medien habe ich im SPEAK, Sprachen Europas, Animations- und Kommunikationszentrum des Pädagogisches Instituts des Bundes, in Feldkirch entliehen: Französisch:

Otto Michael Blume. Paris et ses chansons. (=Textes et méthodes). Düsseldorf: Cornelsen Verlag Schwann-Girardet, 1987.

Musikkassette und Buch.

Pauline à la plage. (=Vous comprenez le francais?). Lazzaretti editore, 1996. Videokassette und Begleitheft.

Normandie, Ile de France. (=Régions Gourmandes). Paris: Hachette, 1996. Videokassette und Begleitheft.

Phosphore. L’univers des années lycée. Paris: Bayard.

5 Ausgaben des Jahres 1997.

Les Clés de l’Actualité. L’hebdo des collèges et lycées. Toulouse: Milan Presse, 1998.

Spanisch:

Trini García, Juanjo Gutiérrez. Canciones para estudiantes de español, gente que canta. Musikkassette.

España Hoy. Ernst Klett Verlag für Wissen und Bildung. Stuttgart, Dresden 1995. Videokassette und Begleitheft.

Zeitschriften und Lesezirkel:

Distribuidores Eli. Tu revista en Español. Ernst Klett Verlag, Stuttgart:

Vamos! (nivel elemental); Chicos (nivel interm.-inferior); Muchachos (nivel intermedio); Todos Amigos (nivel interm.-superior).

El Rincón. Wiesbaden. 4. Ausgabe des Jahres 1998.

Lourdes Miquel : Eres tu, María? (Nivel 3); Poderoso caballero (Nivel 1); Lejos de casa (Nivel 2). Difusion, Madrid 1991.

5.3. Andere Vorbereitungsunterlagen:

5.3.1. Folie(das Original habe ich genauso gestaltet. Es wurden keine Farben verwendet)

Ziele des Medieneinsatzes:

- Optimierung des Unterrichtsprozesses
- Medien tragen bei, die Unterrichtsführung zu erleichtern und zu vervollkommnen
- Vergrößerung der Anschaulichkeit besonders im FSU:
- für landeskundliches Wissen
- für die Wiedergabe von Originalstimmen
- für eine reduzierte Verwendung der Muttersprache
- Motivation zum Lernen aufrecht erhalten (neue Lernanreize)

- Intensivierung der fremdsprachlichen Lehr- und Lernprozesse.

Die wichtigsten Medien des Fremdsprachenunterrichts:

Lehrwerke

Wörterbücher Grammatiken

Lesebücher, Anthologien, Textsammlungen Materialien zum Selbstlernen

Visuelle Medien

Auditive Medien

Audiovisuelle Medien Elektronische Medien

5.3.2. Handout

DIE WICHTIGSTEN MEDIEN IM UNTERRICHT

“Medien” ist ein umfassender Terminus.

In der Fachdidaktik wird heutzutage alles, was im Unterricht eine vermittelnde Funktion ausübt, Medium genannt.

“herkömmliche Medien” - Lehrbücher, Tafeltexte etc. “moderne Medien” - Fernsehen, Computer etc.

Kein Fremdsprachenunterricht ist medienfremd, denn jeder Lehrer verwendet ein Lehrbuch, eine Grammatik etc. Die technischen Medien werden allerdings nicht so häufig benutzt.

1. Ziele des Medieneinsatzes:

- Optimierung des Unterrichtsprozesses

Mittel zur Auflockerung oder Vermittlung von Inhalten

- Medien tragen bei, die Unterrichtsführung zu erleichtern und zu vervollkommnen

- Vergrößerung der Anschaulichkeit besonders im FSU:

- für landeskundliches Wissen

- für die Wiedergabe von Originalstimmen

- für eine reduzierte Verwendung der Muttersprache

- Motivation zum Lernen aufrecht erhalten (neue Lernanreize)

Die Medien bewirken insgesamt eine Intensivierung der fremdsprachlichen Lehrund Lernprozesse.

2. Die wichtigsten Medien des Fremdsprachenunterrichts:

a) Lehrwerke: bestehend aus Schülerbuch, Arbeitsheft, Glossar, Grammatisches Beiheft, Zusatzlesetexte, auditive Medien etc.

Gestaltung eines modernen Lehrwerkes:

- Ausgleich zwischen linguistischer und außerlinguistischer Information · großes Angebot an Übungen

- gute Aufmachung und gutes Layout

b) Wörterbücher: einsprachige, zweisprachige und Lernwörterbücher (Vokabeln nach

Sachgebieten geordnet)

Wörterbücher dienen verschiedenen Lernzielen:

- Übersetzen von fremdsprachigen Texten (Textverständnis) · Schreiben von Texten (Textproduktion)

- Vokabeln lernen (Erweiterung des Wortschatzes)

Die Arbeit mit Wörterbüchern erzieht zu genauem, (selbst-)kritischem Arbeiten.

c) Grammatiken: “Gebrauchsgrammatiken”: auf die praktischen Bedürfnisse des Sprachverwendung hin orientierte Resultatsgrammatiken

d) Lesebücher, Lektüren, Anthologien, Textsammlungen:

Textarbeit, Leseübungen, Literatur- oder Landeskundeunterricht.

e) Materialien zum Selbstlernen:

Medien, die an die Stelle des Lehrers treten können = didaktische Medien. · für die häusliche Arbeit des Schülers

- als lehrerunabhängige Nachlernmedien zur Aufarbeitung unverstandener und vergessener Lerninhalte.

- zum Ausgleich von Lerndefiziten

v.a. für die Einführung und Einübung neuer grammatischer und lexikalischer

Strukturen, sowie für den landeskundlichen Unterricht, weniger geeignet für Defizite im Bereich produktiver Fertigkeiten.

f) Visuelle Medien:

Aufgaben und Leistungen:

- sie begünstigen situatives und kontextbezogenes Lernen · sie illustrieren

- sie führen außerschulische Welten vor Augen und helfen sie zu erschließen · Sprech- und Handlungsimpulse

- sie erleichtern und veranschaulichen landeskundliche Informationen

Wandtafel, Overheadprojektor

Wandbild, Haftelemente Dias, Fotos

Zeitschriften, Zeitungen

Postkarten, Speisekarten, Collagen von Schülern etc.

g) Auditive Medien:

Funktionen:

- Vermittlung authentischer Sprache

- Möglichkeit zum beliebig häufigen Wiederholen

Sprachlabor, Kassetten

h) Audiovisuelle Medien:

Funktionen:

- Schulung des Hörverstehens mit der Unterstützung von Bildinformation · Möglichkeit zum beliebig häufigen Wiederholen

Video, Filme (Achtung: PAL, Secam !), Eigenaufnahmen der Schüler

i) Elektronische Medien:

- CALL (Computer Assisted Language Learning) · Selbstlernprogramme am Computer

- Gruppenarbeit mit Computern (aktive Arbeit am PC) · Arbeiten mit Internet

3. Probleme des Medieneinsatzes:

- Keine gezielte Medienerziehung für FS-Lehrer

- Tonbänder, Filme, Folien etc. sind oft kein integrierter Bestandteil des

Lehrwerkes. d.h. Lehrer meinen die Lernziele auch ohne diese erreichen zu können.

- Geräte meist vorhanden aber schwer zugänglich

- Fachspezifische Anliegen werden oft dem Diktat technischer Gegebenheiten untergeordnet.

4. Denkanstöße:

- “Die Entscheidung über die Verwendung eines Mediums soll getroffen werden,

nachdem überprüft ist, welche Möglichkeiten für Schüleraktivitäten und

Kommunikation bestehen, ob der Einsatz mit der Lernsituation vereinbar ist

und ob das Medienangebot weltanschaulich besonders geprägt ist.” (Handbuch FSU, S. 272)

- Durch eine kritische Auseinandersetzung mit Medien sollte man sich von einer naiven Übernahme sämtlicher möglichen Medien frei machen.

- Gezielter Gebrauch und Einsatz von Unterrichtsmitteln organisiert Zeit, Inhalt, Kommunikationsform der Lehr- und Lernprozesse.

- Sowohl der unkritisch-naive Gebrauch wie die völlige Ablehnung der modernen Medien ist falsch.

- Im Fremdsprachenunterricht dürfen Menschen nicht als

Kommunikationspartner ausgeschlossen werden. Sprache ist ein soziales

Ereignis, das zwar teilweise mit Medien simuliert, aber nicht durch Medien ersetzt werden kann.

Bibliographie:

Heintel, Peter: Modellbildung in der Fachdidaktik. Eine philosophisch-

wissenschaftstheoretische Untersuchung (=Klagenfurter Universitätsreden). Wien: Franz Deuticke Verlagsgesellschaft m.b.H., 1986.

Bausch, Karl-Richard u.a. (Hg.): Handbuch Fremdsprachenunterricht. Tübingen: Francke Verlag, 1991.

5.3.3. Arbeitsaufträge zu den Gruppenarbeiten

Video: NORMANDIE - ILE DE FRANCE + BEGLEITHEFTüIn welchem Kontext würdet ihr den Film verwenden?üWelches Ziel würdet ihr damit anstreben?

- Wie würdet ihr den Film in der Stunde verwenden? Wieviel? Wie lange?üWie würdet ihr überprüfen, ob die Schüler etwas gelernt haben?üAllgemeine Eindrücke

Video: PAULINE À LA PLAGE + BEGLEITHEFT

- Wie viele unterschiedliche Methoden/Möglichkeiten seht ihr, diesen Film + Begleitheft im Unterricht einzusetzen?

- Warum und in welchem Kontext könntet ihr euch vorstellen einen solchen Film einzusetzen?

- Wie würdet ihr überprüfen, ob die Schüler etwas gelernt haben?üAllgemeine Eindrücke

Zeitungen/Zeitschriften: LES CLÉS DE L’ACTUALITÉ und PHOSPHORE

- Welche der beiden Zeitungen/Zeitschriften gefällt euch besser?

- Wo seht ihr Vor- und Nachteile der beiden Zeitungen/Zeitschriften?

- Für welche Altersgruppe und in welchen Unterrichtssituationen würdet ihr sie verwenden?

- Wie würdet ihr überprüfen, ob die Schüler etwas gelernt haben?üAllgemeine Eindrücke

Kassette + Begleitbuch: PARIS ET SES CHANSONS

- Wie würdet ihr diesen Chanson in einer oder mehreren Stunden verwenden?üWelche zusätzlichen Ideen zu den vorgeschlagenen Aktivitäten habt ihr?

- Wie würdet ihr überprüfen, ob die Schüler etwas gelernt haben?

- Allgemeine Eindrücke

5.4. Kurzdesigns

[...]


1 Die unter Anführungszeichen gesetzten Sätze sind Zitate von der Tonbandaufnahme.

2 In Anbetracht des weitaus größeren Frauenanteils im PS haben ich mich entschlossen die weiblichen Formen zu verwenden.

3 Kurzdesigns werden vor jeder Stunden von jeder einzelnen Kollegin geschrieben. Darin beschreibt sie, was sie beim Thema des Vortragenden zu erfahren und zu lernen glaubt.

19 von 19 Seiten

Details

Titel
Die wichtigsten Medien im Fremdsprachenunterricht
Note
Proseminar
Autor
Jahr
2000
Seiten
19
Katalognummer
V103534
Dateigröße
382 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Proseminararbeit wurde mit der Note Gut (1) bewertet
Schlagworte
Medien, Fremdsprachenunterricht
Arbeit zitieren
Simone Battlogg (Autor), 2000, Die wichtigsten Medien im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103534

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