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Einwände zur Wiedererinnerungstheorie Platons. Wann wird die Theorie plausibel?

Titel: Einwände zur Wiedererinnerungstheorie Platons. Wann wird die Theorie plausibel?

Hausarbeit , 2018 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Mariam Hassan (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die von Platon beschriebene Wiedererinnerungslehre in dem Dialog des Menon befasst sich mit einem Thema, welches so gut wie jeden betrifft. Die Diskussion darüber wie Wissen und Lernen bei Menschen passiert, greift nicht nur in den Alltag der Schule, des Studiums und der Arbeit, sondern stellt auch eine der großen Grundfragen der Philosophie dar.
Platon beschreibt in dem Dialog zwischen Sokrates und Menon eine Theorie, die erklären soll wie der Mensch zu Wissen gelangt.
In den folgenden Abschnitten werde ich die grundlegenden Thesen der Theorie erklären, um die Herleitung der Grundfrage dieser Hausarbeit zu ermöglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konflikte

3. Bedingungen

3.1 Vorherrschendes Wissen

3.2 Unsterblichkeit der Seele

4. Definitionen

4.1 Erkenntnis und Wissen

4.2 Erinnerung

4.3 Lehrbarkeit

4.4 Seele

5. Rekonstruktion

6. Zusammenfassung:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Platons Wiedererinnerungslehre aus dem Dialog "Menon", um einen zentralen logischen Konflikt bezüglich des Wissenserwerbs durch Erinnerung versus Belehrung aufzulösen und die Theorie durch eine neue Definition der zentralen Begriffe plausibler zu gestalten.

  • Analyse der Wiedererinnerungslehre (Anamnesis)
  • Klärung der Begriffe Erkenntnis, Wissen, Erinnerung und Seele
  • Untersuchung der Rolle von Mentoren und kognitiven Fähigkeiten
  • Rekonstruktion der Theorie zur Auflösung von logischen Widersprüchen

Auszug aus dem Buch

3.1 Vorherrschendes Wissen

Eine relativ einfache Lösung wäre, dass bei Sokrates davon ausgegangen wird, einfache Vorstellungen würden schon im Menschen existieren, Vorstellungen von Materie, Form und ihre Zusammenstellungen, wären im Geist des Menschen schon vorhanden. Das „erste Mal“, bei dem Wissen erlangt wird könnte spezifischeres Wissen meinen, wie Zahlengrößen, Mengenbezeichnungen, Fachbegriffe der Geometrie, und so weiter.

Wenn der Mensch direkt nach der Geburt schon über einfache, zum Beispiel mathematische, Ideen verfügt, ist das Erlernen des spezifischen Wissens nur eine Kombination oder ein Vergleichen dieser schon vorhandenen Ideen. Durch Versuch und Irrtum erfährt der Lerner, was funktioniert und was nicht. Man könnte also sagen, dass anstatt ein „Erinnern“ ein „Erschließen“ passiert, dass auf schon vorhandenen Grundideen basiert. Somit hätte der Lerner ein stetiges Erinnern bzw. Erschließen des Wissens.

Im Prinzip könnte man annehmen, dass Sokrates genau dieses Erschließen auch im Suchen nach der Definition der Tugend macht. Durch Erproben verschiedener Definitionen auf mögliche Einwände, kommen Menon und sein Gesprächspartner auf eine Lösung, ganz ohne einen Mentor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in Platons Theorie der Wiedererinnerung ein und benennt die zentrale Problematik des Wissenserwerbs ohne direkte Belehrung.

2. Konflikte: Es wird der logische Widerspruch herausgearbeitet, wie Wissen einerseits "Erinnerung" sein kann, während Sokrates andererseits ein "erstmaliges Erlangen" von Wissen voraussetzt.

3. Bedingungen: Das Kapitel untersucht Ansätze wie angeborenes Vorwissen und die Unsterblichkeit der Seele als notwendige Voraussetzungen für die Plausibilität der Theorie.

4. Definitionen: Die zentralen Begriffe Erkenntnis, Wissen, Erinnerung, Lehrbarkeit und Seele werden neu interpretiert, um eine wissenschaftliche Basis für die Theorie zu schaffen.

5. Rekonstruktion: Auf Basis der neuen Begriffserklärungen wird die Wiedererinnerungstheorie logisch rekonstruiert, um die Widersprüche des Anfangs zu beseitigen.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass durch eine prozessuale Deutung des "Erinnerns" als aktiven Lern- und Suchvorgang die Theorie auch ohne metaphysische Voraussetzungen konsistent interpretierbar wird.

Schlüsselwörter

Platon, Menon, Wiedererinnerungslehre, Anamnesis, Sokrates, Erkenntnis, Wissen, Erinnerung, Seele, Lehrbarkeit, Philosophie, Wissenserwerb, Logik, Rekonstruktion, Philosophiegeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Platons Wiedererinnerungslehre im Dialog "Menon" und hinterfragt, wie Wissenserwerb nach dieser Theorie ohne klassische Belehrung funktionieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen zählen die Natur des Wissens, die Rolle der Seele, der Prozess des Lernens als Erinnerung und die kritische Auseinandersetzung mit Lehrprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den logischen Konflikt zwischen "Erinnerung" und "erstmaligem Lernen" bei Platon aufzulösen und die Theorie durch eine neue begriffliche Definition plausibler zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textanalytische und philosophische Methode angewandt, die Zitate aus dem Dialog interpretiert und durch eine logische Rekonstruktion sowie Neuinterpretation der Begriffe ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Konfliktstellen, die Untersuchung der theoretischen Bedingungen (Vorwissen, Seele) sowie eine detaillierte begriffliche Untersuchung und anschließende theoretische Neukonstruktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Platon, Menon, Wiedererinnerung, Erkenntnis, Wissen, Seele und Lehrbarkeit.

Wie definiert die Arbeit den Begriff der Seele in Platons Kontext?

Die Seele wird nicht nur als unsterbliches Wesen begriffen, sondern als das Potenzial des Menschen, durch Vernunft und aktive Suchprozesse zu Wissen zu gelangen.

Warum hält die Autorin die ursprüngliche Theorie für teilweise unplausibel?

Die Autorin weist darauf hin, dass ohne empirische Beweise für eine unsterbliche Seele und angesichts der Tatsache, dass viele Wissensbereiche (wie Sprachen oder Medizin) nicht rein durch Erinnerung zugänglich sind, die Theorie einer Anpassung bedarf.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einwände zur Wiedererinnerungstheorie Platons. Wann wird die Theorie plausibel?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Platons Menon
Note
1,3
Autor
Mariam Hassan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V1035627
ISBN (eBook)
9783346443342
ISBN (Buch)
9783346443359
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Platons Menon Wiedererinnerungstheorie Antike Philosophie Rekonstruktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mariam Hassan (Autor:in), 2018, Einwände zur Wiedererinnerungstheorie Platons. Wann wird die Theorie plausibel?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1035627
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Leseprobe aus  14  Seiten
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