Konsum und Ersparnisbildung im Lebenszyklus - Mikroökonomische Effekte


Seminararbeit, 1999
20 Seiten, Note: 2,3

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Inhaltsverzeichnis

A. EINLEITUNG

B. THEORETISCHE UND EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG DER ENTWICKLUNG VON KONSUM UND VERMÖGEN IM LEBENSABLAUF
B.1 Darstellung der Lebenszyklushypothese nach Modigliani/Brumberg
B.1.1 Lebensnutzenfunktion
B.1.2 Vermächtnismotiv
B.2 Qualitative Betrachtung des Konsums im Lebenszyklus
B.3 Empirische Untersuchung von Einkommen und Ersparnis im Lebenszyklus
B.3.1 Aspekte der Datenbasis
B.3.1.1 Längsschnittdaten
B.3.1.2 Querschnittsdaten
B.3.2 Empirische Ergebnisse
B.3.2.1 Einkommen
B.3.2.1.1 Ein spezieller Fall: Die Angestellten
B.3.2.2 Vermögen
B.3.2.2.1 Vermögensentwicklung bei Paaren und Einzelpersonen und mit oder ohne Wohneigentum
B.3.3 Sparquoten und Volkswirtschaftliche Effekte

C. ZUSAMMENFASSUNG

LITERATURVERZEICHNIS

A. Einleitung

In Deutschland und anderen Industrienationen entstand in den letzten Jahren eine rege Diskussion über die Überarbeitung der Sozialversicherungssysteme, insbesondere über das System der Rentenversicherung und seine Ausgestaltung.

Hintergrund für diese Diskussionen waren vor allem die gestiegene Lebenserwartung und die damit verbundene demographische Entwicklung, die einen Trend zum Anstieg des durchschnittlichen Lebensalters der originären Bevölkerung in den entwickelten Volkswirtschaften aufweist. Einen Eindruck von der Tragweite dieser Entwicklung geben die Daten der Volkszählung von 1987: Jedem Empfänger öffentlicher Transferzahlungen stehen weniger als zwei Erwerbstätige in der BRD gegenüber, was für die intergenerative Lastenverteilung entsprechende Effekte impliziert.

Struktur der Bevölkerung der BRD im Jahre 1987 nach Alter und Erwerbs- oder Unterhaltsquellen in % der Gesamtbevölkerung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Berechnung auf Basis der Volkszählung 1987, Fachserie 1 des stat. Bundesamtes, Heft 7, 1991

Auch in den USA sind ähnliche Tendenzen feststellbar. Während 1900 nur 4% der Bevölkerung 65 Jahre oder älter waren, verdreifachte sich dieser Anteil bis 1980 fast bis auf 11% und es gibt Prognosen, die für das Jahr 2050 einen Anteil von 24 % vorhersagen (Hurd 1990). Zudem ist in den USA eine Tendenz zu einem immer jüngeren Ruhestandsalter erkennbar. Vor dem Hintergrund derartiger Zahlen und Entwicklungen ist es verständlich, daß man sich Gedanken über eine Umstrukturierung der Rentenversicherung macht und die Vor- und Nachteile zwischen den verschiedenen Formen der Ausgestaltung wie Umlagefinanzierung oder Kapitaldeckungsverfahren gegeneinander abwägt.

Um nun beurteilen zu können, wie stark die älteren Bevölkerungsschichten z.B. durch eine leichte Reduzierung des Rentenniveaus betroffen wären bzw. inwiefern sie eine solche Reduzierung durch private Ersparnisse kompensieren könnten, ist eine Untersuchung des Sparverhaltens im Lebenszyklus als informative Grundlage entsprechender Politik aufschlußreich.

Auch im Zusammenhang mit Theorien über die vollkommene Substitution von privater Ersparnisbildung durch Zwangsersparnis im Rahmen eines Kapitaldeckungsverfahrens kann die Betrachtung der Sparentwicklung mit fortschreitendem Alter von Interesse sein. Zudem ergeben sich durch die Tatsache, daß der Konsum der älteren Bevölkerungsschichten zum größten Teil ausschließlich durch zwei Komponenten (soziale Versicherungssysteme und das während der Erwerbstätigkeit angehäufte Vermögen) gedeckt wird, auch Wirkungen auf den Kapitalmarkt.

Da es bei der Thematik vor allem um die Frage geht, wie das Sparverhalten der Wirtschaftssubjekte in der Realität aussieht, sind in dieser Arbeit relativ viele Statistiken enthalten. Diese sollen Aufschluß darüber geben, inwiefern sich die theoretische Spar- und Vermögensentwicklung in der empirischen Realität widerspiegelt.

B. Theoretische und empirische Untersuchung der Entwicklung von Konsum und Vermögen im Lebensablauf

B.1 Darstellung der Lebenszyklushypothese nach Modigliani/Brumberg

Zunächst soll kurz dargestellt werden, wie Konsum und Ersparnisbildung im Lebenszyklus theoretisch erklärt werden.

Eine weitverbreitete These zum Verlauf des Spar-/Konsumverhältnisses im Lebenszyklus findet sich in der von Modigliani/Brumberg 1954 begründeten „Life Cycle Hypothesis“, im folgenden LCH genannt.

Die theoretische Grundlage für die LCH besteht in der Annahme, daß die Wirtschaftssubjekte als planende Individuen betrachtet werden, welche rational handeln und ihren Lebensnutzen, d.h. den gesamten Nutzen über ihre Lebensdauer hinweg, maximieren.

Konsum in der Gegenwart wird solchem in der Zukunft präferiert, was durch eine individuelle Diskontierung des zukünftigen Konsums ausgedrückt wird.

B.1.1 Lebensnutzenfunktion

Die Lebensnutzenfunktion stellt sich dann folgendermaßen dar (Hurd 1990, p.608)1:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- U als Lebensnutzen eines einzelnen Individuums

- u(ct) als sofortigem Nutzen des Konsums ct in Periode t; u ist konkav steigend und der Grenznutzen wird größer, wenn der Konsum gering wird.

- at als die Wahrscheinlichkeit dafür, mindestens bis in Periode t zu leben · p als subjektiver Diskontfaktor und den Annahmen:

- Es ist ein Anfangsvermögen gegeben · Der Realzins ist konstant

- Die einzige Unsicherheit liegt im Todeszeitpunkt.

- Es existiert ein maximales Alter N, das niemand überschreiten wird (aN = 0).

- Die Wahrscheinlichkeit (bzw. Dichte) ht, die angibt, wie wahrscheinlich es ist, im Alter von t zu sterben, wird mit steigendem t größer.

Ein wichtiger Einflußfaktor auf die konkretere Ausgestaltung der Lebensnutzenfunktion besteht im Grad der Risikoaversion des Individuums. Je risikoaverser dieser ist, desto flacher wird die Konsumkurve bzw. die Abnahme des Vermögens verlaufen.

Das Maß der Abnahme ist durch die Lebenszyklushypothese nicht erklärt und hängt von unbekannten Parametern ab.

Unter den o.g. Annahmen ist es einfach zu zeigen, daß mit steigendem ht der persönliche Diskontfaktor größer wird, was wiederum den gegenwärtigen Konsum auf Kosten zukünftigen Konsums wachsen läßt.

Mit guten Schätzungen für r und p, und unter der Annahme, daß man mit Sterblichkeitsraten einen guten Schätzer für ht ermitteln kann, könnte man einen wichtigen Teil der Lebenszyklustheorie überprüfen: Das Vermögen sollte in Altersstufen über dem Alter T (wobei T folgende Bedingung erfüllt: hT + p = r) abnehmen.

Schätzungen für p durch entsprechende Untersuchungen oder psychologische Experimente liegen meistens relativ hoch bei ungefähr 0,2, die Annahme für r liegt meistens bei 0,03.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

U wiederum als Lebensnutzen, r als Zeitpräferenzrate und den restlichen Variablen t=1 mit den o.g. Bedeutungen. Die inhaltliche Aussage wird von dieser Schreibweise nur in Nuancen berührt, insofern wird bei den weitergehenden Schilderungen auf die vorher genannte Darstellungsweise Bezug genommen.

Wenn p mit 0,05 bzw. mit -0,01 geschätzt wird, ergibt dies eine Abnahme des Vermögens nach

Eintritt in den Ruhestand bzw. dann, wenn ht = 0,04 ist, was parallel mit den Sterblichkeitstafeln bei Frauen mit 75, bei Männern mit 68 Jahren gleichbedeutend ist (Hurd 1990). Einfacher formuliert: Spätestens im dem Alter, das der durchschnittlichen Lebenserwartung entspricht, sollte ein nach der LCH handelndes Individuum mit dem Abbau seines Vermögens beginnen.

Wie wir im folgenden sehen werden, besitzt diese Theorie nur eine sehr eingeschränkte empirische Evidenz. Als Erklärung für die mangelhafte Nachweisbarkeit dieser Theorie in der Realität wird oft ein Vermächtnismotiv angegeben, welches besagt, daß die Wirtschaftssubjekte der Vererbung zumindest eines Teils ihres Vermögens an ihre Nachkommen einen eigenen Nutzen anrechnen.

B.1.2 Vermächtnismotiv

Diese Argumentation schlägt sich in der angegeben Formel durch Addition eines weiteren Terms nieder:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dem Nutzen aus Konsum wird formal ein Nutzen aus Vererbung addiert, mit:

- V(wt) als Nutzen, der aus dem Vererben der Menge w im Zeitpunkt t entsteht. · mt als die Wahrscheinlichkeit des Sterbens in Zeitpunkt t.

Der optimale Verlauf des Konsums hängt ab von Anfangsvermögen, Sterblichkeitsraten, dem Verlauf der jährlichen Einkünfte und einem Indikator für die Stärke der individuellen Ausprägung des Vermächtnismotivs.

Wenn nun ein Vermächtnis-Motiv besteht, wird das entsprechende Individuum mehr Vermögen halten als jemand ohne dieses Motiv, wobei bei beiden die selben Unsicherheiten bezüglich des Lebensendes gelten.

Allerdings ist der empirische Nachweis für das Vorhandensein eines Vermächtnismotives schwierig, weil dieses Motiv sehr stark von individuellen Präferenzen abhängt. Insofern wären entsprechende Längsschnittsdaten erforderlich, deren Verfügbarkeit aber relativ begrenzt ist. NachHurd 1990 (p.621)läßt sich aus den bisherigen empirischen Quellen kein Beleg für die Existenz eines solchen Vererbungsmotives konstruieren, da bei vergleichenden Untersuchungen zwischen dem vererbbaren Vermögen ohne Wohneigentum von Haushalten mit und ohne Nachfahren kein ausreichender Unterschied besteht.

Problematisch bei dieser Untersuchung ist aber, daß das Ausgangsvermögen dieser beiden Gruppen nicht berücksichtigt wurde. Dies spielt insbesondere deswegen eine Rolle, weil die Haushalte mit Nachfahren vermutlich ein geringeres Ausgangsvermögen vorzuweisen hatten, da sich während der Erwerbsphase höhere Ausgaben durch die Finanzierung des Nachwuchses ergeben.

B.2 Qualitative Betrachtung des Konsums im Lebenszyklus

Bevor näher auf die empirische Überprüfung der theoretischen Erklärung von Konsum und Ersparnis im Lebenszyklus eingegangen wird, soll eine qualitative Perspektive aus betriebswirtschaftlicher Sicht dargestellt werden: Der Lebenszyklus in der Betrachtung des Marketings (Williams 1982). Williams unterteilt den Lebenszyklus eines Wirtschaftssubjektes bzw. eines Haushaltes in sechs Abschnitte: Single, Frisch verheiratet, Volles Nest I, Volles Nest II, Leeres Nest und Ruhestand:

-Single:

Die Person verläßt die Familie, um seinen Lebensunterhalt alleine zu bestreiten. Typischerweise lebt sie in einem einfachen, evtl. möblierten Appartement, der Bedarf an Möbeln ist gering, dafür besteht ein gewisser Bedarf an kleinerem Haushaltszubehör. Der größte Teil des (relativ hoch bemessenen) verfügbaren Einkommens wird für Kleidung, Erholung, Unterhaltungselektronik und ein Auto verwendet.

-Frisch verheiratet:

Unter typischen amerikanischen oder westeuropäischen Umständen lebt das junge Paar zusammen in einem eigenen Haushalt (nicht, wie in anderen Kulturkreisen, unter einem Dach mit den Eltern). Dementsprechend besteht ein größerer Bedarf an Haushaltsgütern.

Mann und Frau arbeiten, somit ist das verfügbare Einkommen noch höher als beim Single-Haushalt. Ein Großteil dieses Einkommens wird auf haltbare Güter wie Möbel verwendet. Weiterhin nehmen Autos, Kleidung und Reisen den größten Anteil des Konsums in Anspruch.

-Volles Nest I:

Mit der Erweiterung des Haushalts um Nachwuchs treten einige Änderungen in Menge und Verwendung des verfügbaren Haushaltseinkommens auf: Einerseits wird ein Teil des Einkommens auf die Versorgung und den Unterhalt der Kinder verwendet, andererseits schränkt der Haushalt sein Arbeitsangebot ein, d.h. ein Teil der Eltern arbeitet weniger oder gar nicht mehr, um sich um den Nachwuchs zu kümmern.

Außerdem entsteht das Bedürfnis nach einer größeren Wohnung, ggfs. wird ein Haus gebaut. Trotz der eingeschränkten Einkommenssituation wird ein großer Teil des Einkommens auf Konsum verwendet, das Kaufverhalten wird zwangsweise preisbewußter, Ersparnisbildung wird nur sehr geringfügig bis überhaupt nicht betrieben.

-Volles Nest II:

Die Familie besteht aus den Eltern, älteren und jüngeren Kindern. Der Bedarf an Unterhaltungselektronik, Kleidung und Autos steigt, ältere Konsumgegenstände werden innerhalb der Familie weitergegeben.

Es besteht ein großer Bedarf an Einkommen, wobei sich die Einkommenssituation wieder verbessert hat.

Beide Elternteile arbeiten wieder und beziehen vergleichsweise hohe Einkommen, auch die älteren Kinder sind mittlerweile mit eigenen Einkünften ausgestattet.

Der Konsum des Haushaltes wird hochwertiger, verschlissene langlebige Güter wie Möbel oder Automobile werden durch wertvollere ersetzt.

Weitere hohe Ausgaben entstehen durch die Ausbildung des Nachwuchses.

-Leeres Nest:

Die Kinder sind in dieser Phase aus dem Haus und leben in einem eigenen Haushalt. Der betrachtete Haushalt befindet sich an der Spitze seines Einkommens. Dieses Einkommen fließt nun in Luxusgüter, Reisen und Erholung, wiederum werden langlebige Güter ersetzt und es wird in Reparatur und Renovierung der vorhandenen Immobilien investiert.

Teilweise werden auch Ausgaben für Konsumgüter der ersten Phasen getätigt, die als Geschenke an Kinder oder Enkel weitergegeben werden.

-Ruhestand:

Einkommen und Bedürfnisse gehen zurück, Ausgaben für die Pflege der Gesundheit nehmen hingegen zu. Wenn ein Haushaltsmitglied auch nach dem Ruhestand arbeitet oder eine entsprechende finanzielle Sicherheit gegeben ist, kann das Einkommen weiterhin hoch bleiben. Andererseits befinden sich viele Paare in dieser Situation in finanziellen Schwierigkeiten. Während dieser Phase stirbt ein Mitglied des Haushaltes und der überlebende Teil kommt mit geringeren finanziellen Mitteln aus.

Im allgemeinen ist in dieser Phase ein Rückgang von Konsum und Einkommen zu beobachten.

Die marketingtheoretische Sicht des Konsum- und Einkommensverlaufes ist insofern interessant, als daß man aus dieser Modellierung gewisse Argumentationen für Widersprüche in den empirischen Befunden über die Lebenszyklushypothese ableiten kann:

In der Phase „Leeres Nest“ werden z.B. private Investitionen in den Haushalt getätigt, die sich im späteren Alter positiv auf das Gesamtvermögen auswirken können. Durch diese Investitionen während der Erwerbstätigkeit sinkt zum einen der entsprechende Bedarf im Ruhestand, zum anderen wird durch Renovierung des vorhandenen Immobilienbesitzes ein Wertzuwachs für diese Position der Vermögenskomponenten erreicht.

B.3 Empirische Untersuchung von Einkommen und Ersparnis imLebenszyklus

B.3.1 Aspekte der Datenbasis

Besondere Aufmerksamkeit bei der Untersuchung von Daten über den Verlauf von Konsum und Ersparnisbildung im Lebenszyklus sollte der Datenbasis zuteil werden.

Wie bereits angesprochen, wird die Lebenszyklushypothese von diversen subjektiven Einflüssen determiniert, wie z.B. die individuelle Risikoaversion bezüglich der Unsicherheit des Eintritts des Todeszeitpunktes oder, bei Einbeziehung des Vermächtnismotives, individuelle Präferenzen für das Hinterlassen einer Erbschaft an die eigenen Nachkommen.

Auch Nachweise für die Theorien über Verdrängungsmechanismen zwischen freiwilliger Ersparnis, Zwangsersparnis und Beiträgen zu umlagefinanzierten Sozialversicherungen sind grundsätzlich Fragen individueller Neigungen und Einstellungen.

B.3.1.1 Längsschnittdaten

Aus diesen Gründen sollte auf eine mikroökonomische Erhebung, also Längsschnittdaten, zurückgegriffen werden. Längsschnitt- oder Paneldaten sind aber nur sehr begrenzt und im allgemeinen nur über relativ kurze Zeiträume verfügbar. So ist das Sozio-ökonomische Panel zwar ein entsprechend konstruierter Datensatz, beinhaltet aber einerseits zu wenig detaillierte Informationen für eine genauere Untersuchung der betrachteten Theorien (Börsch-Supan et al. 1999) andererseits wird dieses Panel erst seit 1984 erhoben.

Stehen die Paneldaten nur über einen kurzen Zeitraum zur Verfügung, besteht die Gefahr, daß die dadurch gewonnenen Ergebnisse durch kurzfristige makroökonomische Schocks beeinflußt sind. So wird man in Zeiten von sehr niedrigen Zinsen aller Wahrscheinlichkeit nach eine relativ geringere Sparneigung beobachten, als dies durchschnittlich über einen längeren Zeitraum der Fall wäre. Selbst, wenn man über ausreichend lange und detaillierte Längsschnitt-Zeitreihen verfügt, gilt es, eine andere Einschränkung zu beachten: Die Repräsentativität solcher Daten ist nicht gewährleistet, da Paneldaten auf freiwilliger Basis erhoben werden. Hieraus ergibt sich, daß vor allem Personen aus dem Bereich der Angestellten und Beamten mit überdurchschnittlichem Bildungsniveau und leicht überdurchschnittlichem Einkommen an derartigen Befragungen teilnehmen, andere Gruppen wie Arbeiter oder Selbstständige hingegen weit unterrepräsentiert sind.

B.3.1.2 Querschnittsdaten

Werden wegen der Probleme bei den Längsschnittdaten alternativ Querschnittdaten verwendet, stößt man wiederum auf andere Schwierigkeiten:

Angenommen, Individuen aller Altersklassen sparen im Lebensverlauf und häufen so ein Vermögen an. Jetzt ist aber das Vermögen, welches die im aktuellen Zeitpunkt 30-jährigen bereits angespart haben, sicher nicht mit dem vergleichbar, was die heute 80-jährigen vor fünfzig Jahren an Eigentum angesammelt hatten (besonders unter Berücksichtigung historischer Ereignisse wie Krieg, Währungsreform etc. und unterschiedlicher Erwartungen bezüglich späterer periodischer Zahlungen, die sich aus den generationenspezifischen Erfahrungen gebildet haben).

Unter diesen Voraussetzungen würde bei einer Betrachtung der verschiedenen Altersgruppen zu einem Zeitpunkt der Eindruck entstehen, daß das Vermögen im Alter abnimmt, obwohl sich die Individuen entgegen der Lebenszyklushypothese verhalten - dieses Phänomen nennt man „Kohorteneffekt“.

Weiterhin kommt hinzu, daß reichere Individuen tendenziell länger leben als ärmere, und somit ein weiterer Faktor die Aussagekraft der entsprechenden Statistiken für das individuelle Verhalten in Frage stellt (das kumulierte Vermögen würde im Alter wachsen, obwohl sich das individuelle Verhalten entgegengesetzt verhält).

Eine Zwischenlösung zwischen Querschnittdaten und Längsschnittdaten findet sich in der Konstruktion eines simulierten Panels aus einer Querschnittserhebung, wie sie z.B. vonFachinger/Faik 1994vorgeschlagen wird:

Es werden jeweils nur bestimmte Altersgruppen in den jeweiligen Erhebungen der verschiedenen Jahre untersucht, so daß sich eine Art konstruierte Zeitreihe mit Mitgliedern ein und derselben Kohorte ergibt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Entsprechend sind bei den hieraus entwickelten Tabellen die EVS-Stichproben mit der Klasse 40-45

Jahre (EVS 1962/63), 45-50 Jahre (1969), 50-55 Jahre (EVS1973), 55-60 Jahre (1978) und 60 65 Jahre (EVS 1983) gleichzusetzen.

B.3.2 Empirische Ergebnisse

B.3.2.1 Einkommen

Da im folgenden besonders die Entwicklung des Vermögens und der Ersparnisse im Lebensablauf untersucht werden, ist auch ein Blick auf den Verlauf des Einkommens in Abhängigkeit vom Alter von Interesse, da sich die Vermögensbildung natürlich in direkter Abhängigkeit von Einkommen und individueller Sparquote befindet. Die Sparquote selbst steht ihrerseits wiederum in Verbindung zum Einkommen.

Das Einkommen im Lebensverlauf entspricht ungefähr dem, was bereits ansatzweise in der qualitativen Betrachtung erwähnt wurde (Kap. B.2): Mit Eintritt in das Arbeitsleben steigt das Einkommen an, um in einem bestimmten Alter sein Maximum zu erreichen. Dieses Alter liegt nach deutschen Daten für alle Haushalte durchschnittlich bei 43 Jahren, wobei sich zwischen Beamten, Angestellten und Selbstständigen relativ große Unterschiede ergeben: Das Einkommensmaximum bei Selbstständigen wird mit 45 Jahren erreicht, Beamte sind erst mit 52 Jahren am Höhepunkt ihrer Einkommensentwicklung angekommen. (Rodepeter/Winter 1998, p.3)

Die folgende Grafik zeigt den Verlauf des verfügbaren Einkommens ohne Einkünfte aus Kapital für Selbstständige und Beamte bis zum 60. Lebensjahr und für alle Haushalte im Alter von 20 bis 80 Jahren:

Quelle: Rodepeter/Winter 1998, p. 19

B.3.2.1.1 Ein spezieller Fall: Die Angestellten

Untersucht man deutsche Querschnittserhebungen nur für Angestellte, finden sich Daten, die nicht die erwarteten Einkommensverläufe widerspiegeln:

Jahresverdienste2der vollbeschäftigten Angestellten im Oktober 1995 nach Alter im früheren Bundesgebiet

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von „Löhne und Gehälter, Gehalts- und Lohnstrukturerhebung“ Statistisches Bundesamt, Fachserie 16, Heft 3, 1995

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Alter

Quelle: eigene Grafik

Interessant bei dieser Betrachtung ist zum einen, daß sich der Einkommensverlauf in der Zeit von 1990 bis 1995 offensichtlich geglättet hat, zum anderen zeigt sich eine verblüffende Entwicklung für die Personengruppen über 60 Jahre Alter:

Mit Eintritt in den Ruhestand findet bei den Angestellten unter Einbeziehung der Einkünfte aus Kapital eine erstaunliche Einkommensentwicklung statt. Statt eines abnehmenden Verlaufs nach Erreichen eines Maximums im Erwerbsleben erhöht sich der Nettojahresverdienst nach Erreichen des Ruhestandsalters deutlich.(vgl. Fachinger/Faik 1994) Als hypothetische Begründung für diesen Sachverhalt läßt sich vermuten, daß die betrachteten Angestellten über Lebensversicherungsverträge verfügten, die in Summe mit den Zahlungen aus der Rentenversicherung einen höheren Nettobetrag erzielten, als das vorherige Arbeitseinkommen. Allerdings fehlt dieser Hypothese eine empirische Untermauerung.

Andererseits ergeben sich bei der Betrachtung von Querschnittsdaten zu einem Zeitpunkt Probleme, die in Abschnitt B.4 näher erläutert werden.

B.3.2.2 Vermögen

Da die Lebenszyklushypothese einen Abbau des Vermögens eines Wirtschaftssubjektes impliziert, soll jetzt anhand verschiedener Erhebungen untersucht werden, inwieweit diese These der Wirklichkeit entspricht.

Zunächst eine US-amerikanische Studie, die den Vermögensverlauf anhand verschiedener Querschnittsdaten ab dem Alter des Eintritts in den Ruhestand wiedergibt (Hurd 1990):

Relatives vererbbares Vermögen nach Alter

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

SFCC: Survey of financial Characteristics of Consumers, SCF: Survey of Consumer Finances, ISDP: Income Survey Development Program, SIPP: Survey of Income and Program Participation

Auch, wenn sich die Vermögensmaxima offensichtlich nicht immer im selben Altersbereich ergeben, so zeigen diese Daten doch grundsätzlich eine Bestätigung der Lebenszyklushypothese: Mit Eintritt in den Ruhestand beginnt der Prozeß des Vermögensabbaus.

Solche Übersichten reagieren allerdings sensibel auf die Wahl der Klassengröße - bei Zusammenfassung der Altersklassen für das Jahr 1983 in die Klassen 55-64 Jahre und 65 Jahre und älter würde das Ergebnis konträr zum oben dargestellten sein, d.h. es ergäbe sich eine positive Korrelation zwischen Alter und Vermögen (Hurd 1990).

In einer deutschen Untersuchung (Grimm 1998) mittels Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) ergibt sich ein ähniches Ergebnis. Ein weiteres mal zeigt sich auch hier (vgl. B.3.1.1) eine Besonderheit für eine spezielle Einkommensgruppe, die man so nicht erwarten würde:

Nettogeldvermögensbestände in DM und Nettogeldvermögen-

Haushaltsnettoeinkommen-Relation nach Alter der Bezugspersonen im Jahre 1988

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auffällig ist, daß der Durchschnitt der Haushalte bis zum 65. Lebensjahr Vermögen anspart und dieses ab dann rückläufig ist, aber ausgerechnet die Selbstständigen, die ja im allgemeinen über keine gesetzliche Altersversorgung verfügen, auch nach Vollendung des 65 Lebensjahres ihr Vermögen steigern - vielleicht wie schon im Falle des Einkommens der Angestellten eine Auswirkung von privater Altersvorsorge. Vorstellbar wäre aber auch, daß mit dem Eintritt in den Ruhestand bei den Selbstständigen die Erlöse einiger Geschäftsliquidationen die Querschnittsdaten beeinflussen.

Die Geldvermögen-Einkommen-Relationen zeigen, daß während der Erwerbstätigkeit die Geldvermögensbestände der Haushalte mit dem Einkommen überproportional zunehmen - dies relativiert übrigens auch die absoluten Vermögenszunahmen bei den Selbstständigen.

B.3.2.2.1 Vermögensentwicklung bei Paaren und Einzelpersonen und mit oder ohne Wohneigentum

Neben der Differenzierung der Vermögensentwicklung im Lebensverlauf nach Einkommensgruppen sind auch andere Unterscheidungen interessant, zum Beispiel die Unterschiede der Verlaufs des Vermögens bei Paaren und Einzelpersonen.

Dies soll am Beispiel eines amerikanischen Panels für die siebziger Jahre, der „Retirement History Survey“ illustriert werden (Hurd 1990)

Durchschnittlicher jährlicher Vermögensabbau für Ruheständler, mittleres Alter 65 Jahre

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wenn man 4,5 % jährlichen Vermögensrückgang annimmt, entspricht dies einer Zeitspanne von ca.

15 Jahren, bis das Vermögen des Anfangszeitpunktes bis zur Hälfte aufgebraucht ist. Anders gesagt: Die Mehrheit der betrachteten Singles, 65-jährige Frauen mit einer Lebenserwartung von 83 Jahren, hätten zum Zeitpunkt ihres erwarteten Lebensendes noch ca. 44% ihres Anfangsvermögens zur Verfügung (Hurd 1990, p. 613).

Offensichtlich ist der Vermögensrückgang bei den Paaren deutlich geringer als bei den Singles. Der Grund dafür dürfte darin liegen, daß es für den Haushalt mit zwei Personen unwahrscheinlicher ist, daß plötzlich beide Haushaltsmitglieder sterben, als dies für eine Einzelperson der Fall ist. Sozusagen ist die Lebenserwartung des Zweipersonen-Haushaltes größer.

Die Differenzierung nach Wohneigentum zeigt ebenso markante Unterschiede: Bezieht man das Wohneigentum mit ein, ist der Rückgang des Vermögens deutlich geringer als wenn es aus der Betrachtung herausgenommen wird. Im extremen Fall des durchschnittlichen Rückgangs des Vermögens bei den Paaren, unter Berücksichtigung des Wohneigentums, von jährlich 2% würde das Vermögen erst 34 Jahre nach Erreichen des 65. Lebensjahres, d.h. im Alter von 99 Jahren, auf 50% des Anfangsvermögens zurückgehen.

Dennoch muß aus diesen Daten kein Widerspruch zur Lebenszyklushypothese abgeleitet werden. Wohneigentum erfüllt neben der reinen Anlagefunktion für den Besitzer vor allem einen konsumptiven Zweck, nämlich Konsum in Form von Wohnen.

Zwar ist auch der konsumptive Aufwand für Wohnen nach der Lebenszyklushypothese im Alter rückläufig, doch wird das Individuum so lange nicht sein Wohneigentum verlassen, so ange die Transaktionskosten für einen Umzug durch körperlichen Aufwand, Verlust der gewohnten Umgebung und pagatorische Kosten höher sind, als die Differenz zwischen geplantem Wohnkonsum und tatsächlichem Wohnkonsum.

Zum anderen ergeben sich aus Immobilieneigentum im allgemeinen Wertzuwächse, die auch durch die Renovierungsmassnahmen im Erwerbsalter (wie in Kap. B.2 dargestellt) induziert wurden.

Es ist also klar, daß bei der Untersuchung des Vermögensverlaufes im Alter das Eigentum in Form von Immobilien gesondert betrachtet werden sollte.

B.3.3 Sparquoten und Volkswirtschaftliche Effekte

Wir haben gesehen, daß nach neueren empirischen Untersuchungen von Einkommens- und Vermögensentwicklungen die Lebenszyklushypothese unter bestimmten Annahmen wenigstens annähernd bestätigt wird: Bis auf Ausnahmen (siehe Abschnitt 3.2.1.1) weist das Vermögen bei allen Untersuchungen ab einem bestimmten Alter eine rückläufige Tendenz auf.

Wie sieht die Kapitalanhäufung aber aus der Perspektive einer ganzen Volkswirtschaft aus?

Die Sparquote hat sich in der BRD seit den fünfziger Jahren deutlich erhöht: Ende der Fünfziger lag sie bei 9%, in den siebzigern bei 14%, ist aber mittlerweile auch unter Einfluß der Wiedervereinigung wieder zurückgegangen und bewegte sich zwischen 1991-1995 zwischen 12,75 und 11,5 %3- ein im internationalen Vergleich relativ hohes Niveau (Grimm 1998).

Differenziert nach Altersklassen ergibt sich nach Daten der EVS4folgendes Bild:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle:Grimm 1998

Auffallend ist, daß auch für die Personengruppe über 64 Jahre eine positive Sparquote festgestellt wird, was den obigen Erhebungen grundsätzlich widerspricht - bei einer positiven Sparquote kann kein Vermögensrückgang stattfinden.

Möglicherweise ist für dieses Ergebnis die Wahl der Klassengröße verantwortlich, die bis ins höhere Alter weiter unterteilt werden müßte, außerdem spielen hier eventuell konjunkturelle Effekte eine Rolle.

Ebenso interessant unter Bezugnahme auf makroökonomische Fragestellungen (wie z.B. die Entwicklung des Zinssatzes) ist die Kapitalansammlung in Geldvermögen innerhalb einer ganzen Volkswirtschaft:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis von: Fachserie 1 des statistischen Bundesamtes, Reihe 1, Gebiet und Bevölkerung 1993, Fachserie 17 des statistischen Bundesamtes, Reihe 7, Preise und Preisindizes für die Lebenshaltung, November 1994 undGrimm 1998

Erstaunlich ist das Ausmaß des Wachstums des realen Bruttogeldvermögens pro Kopf von 1970 bis 1993: 1993 war diese Größe siebenmal so hoch wie 1970.

Die Antwort auf die Frage, warum dies so ist, kann nur eine detaillierte Untersuchung von weiteren determinierenden Daten sein, was den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Es kann aber spekuliert werden, ob zumindest ein Teil dieser Entwicklung auf demographische Faktoren zurückzuführen ist. Wie wir gesehen haben, wird das Vermögensmaximum im späten Erwerbsleben bzw. frühen Ruhestandsalter erreicht. Wenn nun also die gesamte Bevölkerungsstruktur in diesem Bereich einen Zuwachs verzeichnet, hat dies entsprechende Auswirkung auf das Bruttogeldvermögen in der Volkswirtschaft insgesamt.

C. Zusammenfassung

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die aktuelleren Erhebungen auf Basis von echten oder simulierten Paneldaten die Lebenszyklushypothese von Modigliani/Brumberg zumindest im Grundsatz zu unterstützen scheinen, d.h. in der Mehrzahl der entsprechenden Daten sind Vermögensrückgänge ab einem gewissen Alter zu beobachten.

Andererseits ist festzustellen, daß der Umgang mit Daten zur Vermögensentwicklung im Alter recht diffizil ist, da die Ersparnis der Wirtschaftssubjekte von vielerlei persönlichen und umweltbedingten Voraussetzungen abhängt - zum Beispiel von konjunkturellen und historischen Einflüssen ebenso wie von individuellen Präferenzen. Insofern weisen die bestehenden Arbeiten noch einige Lücken auf, weil es an der entsprechenden Datenbasis fehlt.

Da die Entwicklung des Vermögens innerhalb der verschiedenen Arten von Einkommen (Arbeiter, Angestellte, Selbstständige) recht heterogen sein kann, wäre eine diesbezüglich detailliertere Analyse als Grundlage für zukünftige Wirtschaftspolitik im Bereich der Alterssicherung vonnöten.

Zudem lassen sich aus den reinen Verläufen von Vermögen und Ersparnis mit zunehmenden Alter nicht ohne weiteres makroökonomische Effekte ableiten - hierfür ist die weitergehende Berücksichtigung anderer Kenngrößen in Verbindung mit entsprechenden theoretischen Überlegungen notwendig.

Literaturverzeichnis

Börsch-Supan et al. 1999: Axel Börsch-Supan, Anette Reil-Held, Ralf Rodepeter, Reinhold Schnabel, Joachim Winter, Ersparnisbildung in Deutschland: Meßkonzepte und Ergebnisse auf Basis der EVS, Januar 1999, Fakultät für Volkswirtschaftslehre und Sonderforschungsbereich 504, Universität Mannheim, http://www.sfb504.uni-mannheim.de/publications

Fachinger/Faik 1994: Uwe Fachinger und Jürgen Faik, Die Veränderung der personellen Einkommensstruktur in der Bundesrepublik Deutschland, Arbeitspapier Nr. 4, November 1994, EVS-Projekt Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Grimm 1998: Michael Grimm, Die Verteilung von Geld- und Grundvermögen auf sozio- ökonomische Gruppen im Jahr 1988 und Vergleich mit früheren Ergebnissen - eine empirische Analyse für die Bundesrepublik Deutschland, Arbeitspapier Nr. 14, EVS-Projekt Universität Frankfurt, 1998, auch Diplomarbeit am Institut für Konjunktur, Wachstum und Verteilung

Hurd 1990: Michael D. Hurd, Research on the Elderly: Economic Status, Retirement, and Consumption and SavinginJournal of Economic Literature, Vol. XXVIII, June 1990

Modigliani/Brumberg 1954: Modigliani, F. und R. Brumberg (1954): Utility Analysis and the consumption function: an interpretation of cross-section data. In: J.H. Flavell und L. Ross (Hrsg.): Social Cognitive Development Frontiers and Possible Futures. Cambridge, NY: University Press

Rodepeter 1998: Ralf Rodepeter, Identifikation von Sparprofilen im Lebenszyklus, Universität Mannheim, Arbeitspapiere des Sonderforschungsbereiches 504, http://www.sfb504.uni- mannheim.de/publications

Rodepeter/Winter 1998: Ralf Rodepeter, Joachim Winter, Savings decisions under life-time and earnings uncertainity: Empirical evidence from West German hosehold data,

Sonderforschungsbereich 504, Universität Mannheim, http://www.sfb504.uni-

mannheim.de/publications

Williams 1982: Terrell G. Williams, Consumer Behahvior, fundamentals & strategies, St. Paul

1982, p. 203-210

[...]


1Diese Darstellung ist nur eine mögliche, es sei erwähnt, daß leicht abgewandelte Formulierungen ebenso geläufig sind, wie man sie z.B. inRodepeter 1998findet:

2Nettojahresverdienste beziehen auch Einkommen aus Kapital mit ein

3Diese Zahlen beziehen sich auf die Definition des DIW: Ersparnisvariable = Einkommen - privater Verbrauch

4Hier liegt die Definition der EVS zugrunde: Ersparnisvariable = Bildung von Geldvermögen - Auflösg. v. Geldvermögen plus Kreditrückzahlungen - Kreditaufnahme. Die Sparquote ist jeweils = Ersparnis / Haushaltsnettoeinkommen.

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Details

Titel
Konsum und Ersparnisbildung im Lebenszyklus - Mikroökonomische Effekte
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
AVWL-Seminar "Können wir es uns leisten, älter zu werden?"
Note
2,3
Autor
Jahr
1999
Seiten
20
Katalognummer
V103615
Dateigröße
476 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zwangsweise relativ mathematisch-theoretisch
Schlagworte
Konsum, Ersparnisbildung, Lebenszyklus, Mikroökonomische, Effekte, AVWL-Seminar, Können
Arbeit zitieren
Steffen Hoffmeister (Autor), 1999, Konsum und Ersparnisbildung im Lebenszyklus - Mikroökonomische Effekte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103615

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Titel: Konsum und Ersparnisbildung im Lebenszyklus - Mikroökonomische Effekte


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