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Kompetenzfeststellung bei Menschen mit Migrationshintergrund

Eine Analyse auf methodisch-didaktischer Ebene

Title: Kompetenzfeststellung bei Menschen mit Migrationshintergrund

Bachelor Thesis , 2021 , 36 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ina Luger (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Summary Excerpt Details

Welchen Nutzen hat eine Kompetenzfeststellung sowohl für Menschen mit Migrationshintergrund als auch für den Arbeitsmarkt? Inwiefern erfüllen die ausgewählten Instrumente zur Kompetenzfeststellung die Qualitätskriterien auf methodisch-didaktischer Ebene?

Bestimmte Qualifikationen nachzuweisen, gelingt sehr oft mit Hilfe von Zeugnissen oder auch über erworbene Zertifikate. Wenn es aber um Erfahrungen oder Kompetenzen geht, die nicht in der Schule oder über eine Berufsausbildung erworben wurden, wird klar, dass nicht alles auf einem so einfachen Weg belegt werden kann. Sogenannte Kompetenzfeststellungen gewinnen aus diesem Grund immer mehr an Bedeutung. Der zu Beginn genannte ProfilPASS zählt dabei zu jenen Tools, die es in einer komprimierten und strukturierten Form ermöglichen sollen, genau solche Kompetenzen darzustellen und damit den eigenen Standort zu bestimmen.

In der Bachelorarbeit liegt der Schwerpunkt auf der Zielgruppe der Menschen mit Migrationshintergrund, da für diese – vor allem mit Blick auf Arbeitsmarktchancen – eine solche persönliche Standortbestimmung ganz besonders wertvoll sein kann. Persönliche Kompetenzen werden prinzipiell wenig erkannt und anerkannt und umso schwieriger wird es, wenn schließlich oftmals nicht einmal formal erworbene Qualifikationen aus den jeweiligen Herkunftsländern vorhanden sind. Aber nicht nur für die Betroffenen selbst ist diese fehlende Anerkennung und Wertschätzung eine große Schwierigkeit, sondern auch für eine Wirtschafts- und Arbeitswelt, die von Wettbewerb und Globalisierung geprägt ist. Kompetenzen wie Flexibilität, Mobilität, Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und interkulturelle Kompetenz würden dort dringend gebraucht werden. Umso wichtiger ist es, Möglichkeiten zur Verfügung zu haben, um Kompetenzen fördern zu können, diese sichtbar und schließlich auch nachweisbar zu machen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodische Vorgehensweise und Analysekriterien

2.1. Hermeneutische Textanalyse

2.2. Dokumentenanalyse nach Mayring

2.3. Analysekriterien auf methodisch-didaktischer Ebene

3. Eingrenzung des Begriffs ‚Migration‘

4. Die Situation von Menschen mit Migrationshintergrund am österreichischen Arbeitsmarkt – Rückblick auf die Migrationsgeschichte Österreichs seit 1960

5. Barrieren für Menschen mit Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt

6. Formen und Möglichkeiten des Lernens

6.1. Formelles Lernen

6.2. Nicht-formelles Lernen

6.3. Informelles Lernen

7. Der Kompetenzbegriff

8. Die Kompetenzfeststellung – Zwei ‚Grundtypen‘

8.1. Formative / Subjektorientierte Verfahren

8.2. Summative Verfahren

9. Die Rolle der Sprache in der Kompetenzfeststellung

9.1. Einfache und leichte Sprache

10. Bildkarten als Tool zur Kompetenzerfassung

10.1. Aufbau der Kompetenzkarten

10.2. Einsatzmöglichkeiten der Kompetenzkarten

11. Der ProfilPASS in einfacher Sprache

11.1. Sie können mehr, als Sie wissen

11.2. Mein Leben im Überblick

11.3. Meine Erfahrungsstationen

11.4. Jetzt weiß ich, was ich kann

11.5. Meine Ziele

11.6. So zeige ich, was ich kann

12. Analyse auf methodisch-didaktischer Ebene

12.1. Sprache und Unterstützungsformen

12.2. Kultur- und Gendersensibilität

12.3. Methodenvielfalt

13. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Nutzen von Kompetenzfeststellungsverfahren für Menschen mit Migrationshintergrund zu analysieren und zu untersuchen, inwieweit spezifische Instrumente die Qualitätskriterien auf methodisch-didaktischer Ebene erfüllen.

  • Nutzen der Kompetenzfeststellung für Migranten und den Arbeitsmarkt
  • Qualitätsstandards in der Kompetenzfeststellung
  • Analyse von Instrumenten (ProfilPASS in einfacher Sprache, Kompetenzkarten)
  • Bedeutung von Sprache, Kultur und Gender in Beratungsprozessen
  • Unterscheidung formaler, nicht-formaler und informeller Lernformen

Auszug aus dem Buch

10.1. Aufbau der Kompetenzkarten

Die Karten wurden vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH im Rahmen des Projekts ‚Weiterbildung für alle‘ (2013-2016) der Bertelsmann Stiftung vor allem für die Verwendung in der Migrationsberatung entwickelt, mit dem Ziel die Kompetenzerfassung von eingewanderten Menschen zu unterstützen. Da die entwickelten Karten eine Kombination aus Bildern und Texten in vereinfachter Sprache auszeichnet, sollen dadurch vor allem sprachliche Barrieren von Klienten und Klientinnen überwunden werden können. Mit geringem Zeitaufwand soll es durch diese Karten ermöglicht werden, Kompetenzen herauszufiltern und zu benennen. In der Handreichung zu den Kompetenzkarten, werden diese als selbsterklärend und einfach in der Handhabung beschrieben und ein direkter Zugang zur Zielgruppe soll unabhängig von deren Deutschkenntnissen möglich sein.

Insgesamt handelt es sich um 49 Kompetenzkarten, welche in die Bereiche der sozialen, personalen sowie der Fach- und Methodenkompetenz gegliedert sind. Mit den ganz individuellen Interessen einer Person befasst sich der Interessensbereich. Beratende werden außerdem durch Informationen zu weiterführenden Materialien sowie Dokumentationsvorlagen unterstützt. Den einzelnen Kompetenzbereichen sind wiederum weitere Kompetenzen zugeordnet – So zum Beispiel im Bereich der sozialen Kompetenz die Begeisterungsfähigkeit, das Einfühlungsvermögen, die Führungsfähigkeit oder etwa die Hilfsbereitschaft. Den personalen Kompetenzen werden unter anderem die Anpassungsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Lernbereitschaft oder die Ausdauerfähigkeit zugeordnet, während man unter der Fach- und Methodenkompetenz beispielsweise die Analyse- und Problemlösefähigkeit, das Selbstständige Arbeiten, die Arbeitsplanung oder etwa Sprachkenntnisse findet. Jede Kompetenz wird einerseits durch ein Bild illustriert und um einen Satz in einfacher Sprache ergänzt, welcher außerdem in acht Sprachen übersetzt wird: Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Russisch, Tugrinya, Arabisch und Farsi.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Kompetenzfeststellung, insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund, und Vorstellung der Forschungsfragen.

2. Methodische Vorgehensweise und Analysekriterien: Erläuterung der hermeneutischen Textanalyse nach Klafki und der Dokumentenanalyse nach Mayring als methodische Basis.

3. Eingrenzung des Begriffs ‚Migration‘: Definition des Migrationsbegriffs aus sozialwissenschaftlicher Sicht.

4. Die Situation von Menschen mit Migrationshintergrund am österreichischen Arbeitsmarkt – Rückblick auf die Migrationsgeschichte Österreichs seit 1960: Historischer Rückblick und Analyse der aktuellen Arbeitsmarktsituation für die Zielgruppe.

5. Barrieren für Menschen mit Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt: Darstellung rechtlicher und struktureller Hürden sowie Problematiken bei der Anerkennung von Qualifikationen.

6. Formen und Möglichkeiten des Lernens: Definition und Abgrenzung von formalem, nicht-formellem und informellem Lernen.

7. Der Kompetenzbegriff: Erläuterung des Kompetenzbegriffs, insbesondere unter Bezugnahme auf John Erpenbeck.

8. Die Kompetenzfeststellung – Zwei ‚Grundtypen‘: Differenzierung zwischen formativen (subjektorientierten) und summativen Verfahren der Kompetenzbilanzierung.

9. Die Rolle der Sprache in der Kompetenzfeststellung: Untersuchung der Bedeutung verständlicher Sprache und Abgrenzung von einfacher zu leichter Sprache.

10. Bildkarten als Tool zur Kompetenzerfassung: Vorstellung der Kompetenzkarten der Bertelsmann-Stiftung und ihrer Einsatzmöglichkeiten.

11. Der ProfilPASS in einfacher Sprache: Detaillierte Beschreibung des ProfilPASS-Verfahrens und seiner einzelnen Stationen.

12. Analyse auf methodisch-didaktischer Ebene: Evaluierung der ausgewählten Instrumente hinsichtlich Sprache, Kultur-, Gendersensibilität und Methodenvielfalt.

13. Zusammenfassung und Ausblick: Beantwortung der Forschungsfragen und Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Kompetenzfeststellung.

Schlüsselwörter

Kompetenzfeststellung, Migrationshintergrund, Arbeitsmarkt, ProfilPASS, Kompetenzkarten, Einfache Sprache, Anerkennung, Bildungsbiografie, Selbstreflexion, Methodenvielfalt, Qualitätssicherung, Kultursensibilität, Empowerment, Standortbestimmung, Berufsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, welchen Nutzen Kompetenzfeststellungsverfahren für Menschen mit Migrationshintergrund bieten und inwiefern existierende Instrumente methodisch-didaktische Qualitätskriterien erfüllen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt, die verschiedenen Lernformen, der Kompetenzbegriff sowie die Bedeutung von sprachlicher und kultureller Sensibilität in Beratungstools.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welchen Nutzen eine Kompetenzfeststellung für die Zielgruppe und den Arbeitsmarkt hat und wie gut die ausgewählten Instrumente die Anforderungen an methodische Qualität erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die hermeneutische Textanalyse nach Klafki für den theoretischen Teil sowie die Dokumentenanalyse nach Mayring zur empirischen Untersuchung der Instrumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zur Migration und zum Lernen, die Darstellung der Kompetenzfeststellungstypen, die Bedeutung der Sprache sowie die detaillierte Analyse der Instrumente ProfilPASS und Kompetenzkarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kompetenzfeststellung, Migrationshintergrund, Arbeitsmarktintegration, ProfilPASS und einfache Sprache.

Worin liegt der spezifische Nutzen der Kompetenzkarten?

Die Kompetenzkarten nutzen Visualisierungen und Sätze in einfacher Sprache, um sprachliche Barrieren bei der Identifizierung von Stärken und Fähigkeiten niedrigschwellig zu überwinden.

Welche Kritik übt die Autorin am ProfilPASS?

Die Autorin stellt fest, dass der ProfilPASS zwar methodisch überzeugt, aber aufgrund der sprachlichen Anforderungen ein fortgeschrittenes Deutschniveau voraussetzt, was ihn für Anfänger ohne Unterstützung weniger geeignet macht.

Welche Rolle spielt die Kultursensibilität bei den Instrumenten?

Die Autorin weist darauf hin, dass Bilder und Symbole kulturspezifisch unterschiedlich interpretiert werden können, was zu Missverständnissen führt, weshalb eine kritische Auseinandersetzung mit der visuellen Gestaltung essenziell ist.

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Details

Title
Kompetenzfeststellung bei Menschen mit Migrationshintergrund
Subtitle
Eine Analyse auf methodisch-didaktischer Ebene
College
University of Vienna
Grade
2,0
Author
Ina Luger (Author)
Publication Year
2021
Pages
36
Catalog Number
V1036159
ISBN (eBook)
9783346448965
ISBN (Book)
9783346448972
Language
German
Tags
kompetenzfeststellung menschen migrationshintergrund eine analyse ebene
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Luger (Author), 2021, Kompetenzfeststellung bei Menschen mit Migrationshintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1036159
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