Die Bestimmung der horizontalen Grenzen der Unternehmung


Seminararbeit, 2001

20 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was bedeutet Sortimentsbreite, horizontale Diversifikation und wo sind die Grenzen

3. Theoretische Ansätze
3.1 Der Produktionsfunktionsansatz
3.2 Der Transaktionskostentheoretische Ansatz
3.2.1 Die Theorie von Ronald Harry Coase
3.2.2 Die Theorie von Oliver E. Williamson
3.2.2.1 Human Factors
3.2.2.2 Environmental Factors
3.3 Der Wissensansatz
3.3.1 Der Wachstumstheoretische Ansatz nach Edith Penrose
3.3.2 Die Entwicklungstheorie nach Alfred Chandler jr.
3.4 Die Verbindung der Ansätze von Williamson und Penrose durch Teece

4. Zusammenfassung und Resümee

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Aufgrund der geringeren Komplexität dominiert in der ökonomischen Theorie zwar der „Grenzfall“ der Einproduktfirma, doch ist ein zunehmendes Interesse an Problemstellungen der Mehrproduktfirma zu erkennen. Damit ist eine Annäherung der ökonomischen Theorie an die Realität festzustellen.1

Die Sortimentsbreite der Mehrproduktunternehmung wird üblicherweise über die am Markt angebotenen unterschiedlichen Güter definiert. Der in der Literatur übliche Begriff der Mehrproduktfirma bezieht sich im Regelfall auf die Sortimentsbreite. Die Mehrproduktunternehmungen zeichnen sich folglich dadurch aus, dass sie mehrere Endprodukte produzieren und am Markt anbieten. Dabei führt der Verwandtschaftsgrad der Produkte zu der Differenzierung in horizontal und konglomerat integrierten Unternehmungen.2 Während bei horizontaler Integration Interdependenzen (technologisch und / oder nachfragebedingt) zwischen den Gütern des Absatzprogramms bestehen, weisen konglomerat integrierte Güter keine erkennbaren Abhängigkeiten auf.3

Wie HOLMSTROM und TIROLE hervorheben, „ stellt die Theorie des Unternehmens seit langem ein Problem für Volkswirte dar. Warum existieren Unternehmenüberhaupt, und wo sind ihre Grenzen? “ 4 Gäbe es keine Unternehmen so würde die gesamte Wirtschaft aus einer Anhäufung individueller Wirtschaftssubjekte bestehen. Erst durch den Zusammenschluss dieser entsteht eine strukturell industrielle Organisation.5 Die Grenzen der Unternehmung kennzeichnen jenen Bereich, auf den sich der autonome Wirtschaftsplan einer selbstständigen Unternehmung bezieht.6 Dabei wird zwischen vertikalen und horizontalen Grenzen der Unternehmung unterschieden. Letztere ist Inhalt dieser Arbeit.

2. Was bedeutet Sortimentsbreite, horizontale Diversifikation und wo sind die Grenzen?

Der Umfang eines Sortiments wird durch die Sortimentsbreite und -tiefe bestimmt. Unter Sortimentsbreite versteht man die Anzahl der Warengruppen und Dienstleistungen innerhalb eines Sortiments. Werden innerhalb einer Planungsperiode viele unterschiedliche Produkte gefertigt spricht man von einer großen Sortimentsbreite . Im Gegensatz dazu stellt die Produktion eines einzelnen Gutes die geringste Sortimentsbreite dar.

Kennzeichnend für die Strategie der horizontalen Diversifikation ist die Verbreiterung des Sortiments durch Hinzunahme von Produkten bzw. Produktgruppen auf der gleichen oder einer nah verwandten Wirtschaftsstufe.7 Ein Herrenausstatter z. B., der zu seinem bisherigen Sortiment eine Schuhabteilung eröffnet, verbreitert sein Sortiment auf horizontaler Ebene. Bei der Diversifikation wird versucht, Unternehmensrisiken möglichst gering zu halten. Mono- strukturierte Unternehmen kämpfen derweil mit stagnierenden oder gar degressiven Preisniveaus, da sie vorherrschend „im Umsatz denken“ (Beim Diversifikateur steht dagegen das Ertragsdenken im Vordergrund) und folglich ihre Kapazitäten zwecks Erhöhung des Marktanteils erweitern.8 Zweck der Diversifikation kann aber auch sein, die Auswirkungen einer vorhanden Nachfragemacht zu reduzieren.

Der Diversifikationserfolg hängt dabei entscheidend von der Optimalität der Unternehmensgröße ab. Die Devise „Je größer das Unternehmen, desto besser für das Diversifikationsprinzip“ nach der ein Unternehmen ab einer bestimmten Größe von selbst läuft, stimmt nicht immer. Größe kann nach dem Gesetz der Massenträgheit einen bestimmten Grad an Unflexibilität zur Folge haben, welche auch eine vollkommen gestaltete Divisionalisierung völlig aufhebt.9 Der Diversifikateur sollte folglich nicht ausschließlich „Größe“ an sich anstreben, da sein Vorteil im Vergleich zu Großunternehmen darin liegt, dass er grundsätzliche Änderungen in der bestehenden Struktur schneller und kostengünstiger vollziehen kann. Hierbei sind folgende Einschränkungen zu beachten, denn:

a) Je kapitalintensiver die Fertigung,
b) je kapitalintensiver Vertrieb und Vertriebsapparat,
c) je größer die Bedeutung und die Abhängigkeit von Forschung und Entwicklung,
d) je schneller der Wandel ist,

desto größer kann und muss das Unternehmen sein.10 Demzufolge ist Größe nicht gleich Leistungsfähigkeit, aber auf jeden Fall eine unerlässliche Voraussetzung. „ Je gr ößer und diversifizierter ein Unternehmen ist, desto mehr kann es zunächst im diversifiziertem Teilbereich eine optimale Betriebsgr öße realisieren. “ 11

Gemessen werden die horizontalen Grenzen der Unternehmung durch die Breite des Leistungssortiments oder die Zahl der in einer Unternehmung erzeugten Leistung für Dritte. Dabei wird differenziert, in welchem Maße Beziehungen zwischen den Produktlinien bestehen, wobei zwischen zusammenhängenden oder verwandten und unzusammenhängenden oder konglomeraten Relationen unterschieden wird.12 Dabei ist die Breite des Leistungssortiments nicht nur von internen sondern auch von externen Faktoren abhängig (z. B. Produktionskapazitäten und Absatzmöglichkeiten).

Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung der Größenstrukturen von Unternehmen so lässt sich erkennen, dass diese gerade in den letzten beiden Jahrhunderten progressiv zunahmen. Vor 1850 bestand ein Unternehmen in der Regel aus einem Einzelnen bzw. einer kleinen Gruppe, und der Markt war meist auf ein sehr kleines Gebiet fokussiert. Erst technologische Innovationen ermöglichten größere Firmen und einen nationalen oder internationalen Absatzmarkt.

„ Three crucial technological developments changed all this. The steamship permitted scheduled, predictable ocean shipping. The railroad allowed speedy transportation of people, goods and information over continental distances. The telegraph initiated near-instanttaneous communication. Together, these developments made it possible to conceive of doing buisiness on a scale never before possible. By the end of the nineteenth century, larger enterprises had emerged to sell their products on a nationwide scale and even in international markets. No longer limited by the size of their local markets, firms began to use new methods of production, designing specialized tools an introducing mass-production methods ” 13

Die Frage der horizontalen Grenzen der Unternehmung bzw. der optimalen Unternehmensgröße ist demzufolge eine Zeitpunktanalyse ausgeklammert aus der Gesamtsicht des Unternehmenswachstums (Zeitraum) und kann daher stets nur ein „Einperiodenmodell“ sein bedingt durch zahlreiche Restriktionen.

3. Theoretische Ansätze

Im wirtschaftwissenschaftlichen Diskurs über die Theorie des Unternehmens sind eine Reihe von Denkschulen entstanden. Im Zusammenhang mit der Bestimmung der Unternehmensgrenzen sind drei Denkschulen bzw. Ansätze von besonderer Relevanz. Der Erste, neoklassische Ansatz charakterisiert das Unternehmen durch die Produktionsfunktion, d. h. die jeweils zur Erzeugung bestimmter Outputs gewählte Input - Kombination. Im zweite Ansatz liegt der Schwerpunkt auf den Informationen und Transaktionen, die das Unternehmen produziert und produzieren kann. Der dritte Ansatz betrachtet den Wissensschatz des Unternehmens als das bedeutendste Charakteristikum und ist somit ein evolutionärer Ansatz.14 Die ersten beiden Ansätze sind statisch, der letzte dagegen dynamisch.

3.1 Der Produktionsfunktionsansatz

Aus der neoklassischen Perspektive wird die horizontale Ausdehnung zum einen durch den Aufbau von Marktmacht, zum anderen durch technologisch bedingte Größenvorteile erklärt.15 Größenvorteile der Produktion unterscheidet man in Economies of Scale (Größenvorteile der Eingüterproduktion -„Gesetz der Massenproduktion“) und Economies of Scope (Größenvorteile durch Diversifikation des Produktionsprogramms).

Der produktionstheoretische Ansatz schreibt dem Unternehmen die Fähigkeit zur Umwandlung von Input in Output zu. Üblicherweise geschieht dies mithilfe „ eines durch eine Produktionsfunktion charakterisierten Prozesses. “ 16 Dabei wird, wie oben schon aufgeführt, die Vorteilhaftigkeit der Mehrproduktunternehmung mittels der Subadditivität begründet.17Subadditivität der Kostenfunktion K(x) liegt vor, wenn entweder K(x?)+K(x 2 ) > K(x?+x 2 ) (economies of scale) oder K(x+y) < K(x) +K(y) (economies of scope) gilt; d. h., die Produktion der Mengen x? und x 2 bzw. x und y in demselben Betrieb führt zu geringeren Kosten als die Produktion in jeweils getrennten Betrieben. “ 18 Das Kostenkonzept der Mehrgüterproduktion basiert also auf dem Verlauf der Durchschnittskostenfunktion. Somit ist die Ausdehnung der Unternehmung in den technologischen Größenvorteilen der Produktion begründet. Eine wichtige Determinante der Economies of Scope ist die Unteilbarkeit der Faktoren, welche die Mehrproduktunternehmung technologisch begründet und nur unter bestimmten Bedingungen zu Economies of Scope führen. Beispiele für unteilbare Faktoren, die in unterschiedlichen Produktionen eingesetzt werden können, sind gemeinsam nutzbare Produktionsanlagen, das innerbetriebliche Transportsystem, das Vertriebssystem, das Kommunikationssystem sowie weite Teile des Managements.

Eine Erklärung auf technologischer Basis stellt aber höchstens notwendige Bedingungen der Mehrproduktfirma dar.19 Genau hier setzt die Kritik an, denn im allgemeinen bestimmen Größenvorteile der Produktion zwar die Grenzen einer Betriebseinheit nicht aber die Grenzen der Unternehmung. Die (horizontalen) Grenzen der Unternehmung werden allein mit economies of scale und scope nicht ausreichend erklärt. Des weiteren verursacht die Benutzung des Marktmechanismus Kosten und diese wiederum wirken sich auf die Allokation aus.

3.2 Der Transaktionskostentheoretische Ansatz

3.2.1 Die Theorie von Ronald Harry Coase

RONALD HARRY COASE wurde 1910 in England geboren und erhielt 1991 für seine wissenschaftlich Untersuchungen den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.20 Sein bedeutendes Werk ist „The Nature of the Firm“, welches 1937 erschienen ist.

Mit seiner Analyse von Unternehmen gab COASE den Anlass für die Ökonomen, sich systematisch mit einer Organisation zu beschäftigen und zu überlegen worin die Vorteile einer Koordination in der Firma gegenüber einer Koordination über das Preissystem liegen - das Ganze also mit Inhalt zu füllen. Dazu stellte COASE zwei Grundfragen:21

1) Warum gibt es Unternehmen? Warum werden Organisationen geschaffen, innerhalb derer wirtschaftliche Leistungen gemeinsam erstellt werden? Ebenso könnten doch die Wirtschaftssubjekte einzeln ihrer Tätigkeit nachgehen und das Produkt ihrer Arbeit selbst auf dem Markt anbieten.
2) Wodurch ist die Größe des Unternehmens begrenzt? Gibt es einen Punkt an dem die Aufnahme eines weiteren Kontrakts, bedingt durch die Unternehmensgröße, nicht sinnvoll ist?

Die Antworten von COASE sind ebenso einfach wie aufschlussreich. Nach COASE erfolgt die Koordination am Markt über Preise, in der Unternehmung über Anweisung. Konstituierendes Merkmal der Unternehmung ist die Substitution des Preismechanismus durch Anweisung. Da die Firma eine hierarchische Organisation ist bezeichnet COASE sie auch als Hierarchie. Kernpunkt seiner These ist, dass die Benutzung des Preissystems Kosten mit sich bringt.22 Unternehmen entstehen, weil es kostengünstig ist, wenn die Zahl der Verträge, die zwischen Parteien abzuschließen sind, möglichst gering ist. Demzufolge vergrößern sich die Kosten zur Koordination wirtschaftlicher Aktivitäten über das Preissystem mit zunehmender Zahl der Wirtschaftssubjekte überproportional gegenüber der Koordination der gleichen Aktivitäten über eine zentrale Stelle (bei ceteris paribus).23 Unter dieser Annahme ist zu erwarten, dass Unternehmen aus Gründen der Effizienz sehr großsein sollten bzw. Größe anstreben. Der Vertrag zwischen Faktoreigner und der zentralen Stelle ist allgemein gehalten, da die Zukunft nicht vollkommen vorhersehbar ist und, ein Spielraum für eine gewisse Flexibilität in den Vertragsbedingungen günstig für die Produktivität des Unternehmens ist. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass die einzige Vertragsart, die COASE zum entstehen von Unternehmen aufführt, der Arbeitsvertrag („Master and Servant“ - Beziehung) ist.24

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. aus: Blattner, Niklaus, Volkswirtschaftliche Theorie der Firma, Heidelberg, 1977, S. 27

Dur sacht aber gleichzeitig Organisationskosten, die mit steigender Zahl von Transaktionen zunehmen. Diese Organisationskosten unterteilen sich in „ex ante“ und „ex post“, womit die Kosten vor und nach Vertragsabschluss (Williamson geht darauf genauer ein) gemeint sind. Coase geht nicht von einer konstanten Effizienz aus, sondern beschreibt das Größenoptimum folgendermaßen: „ ...a firm will tend to expand until the costs of organizing an extra transaction within the firm become equal to the costs of carrying out the same transaction by means of an exchange on the open market or the costs of organizing in another firm.”25 Marktransaktionen werden also so lange in das Unternehmen integriert, bis sich die Grenzkosten der Transaktion am Markt und in der Firma ausgleichen. Neben dem Effizienzverlust begründet COASE die abnehmenden Erträge des Unternehmers damit, dass mit zunehmender Größe und gleichzeitig steigender Faktornachfrage ebenso die Faktorpreise steigen können.26 Diese Theorie wandte COASE zunächst auf die Einproduktfirma an und übertrug sie später auch auf die Mehrproduktunternehmung, um die Unternehmensgröße zu definieren.27 Wie schon unter 2. aufgeführt macht auch COASE die Unternehmensgröße abhängig von technischen Innovationen, welche sich auf die Organisationskosten und die Kosten der Marktbenutzung auswirken. Bei sinkenden Organisationskosten ist also ein weiteres Unternehmenswachstum denkbar und umgekehrt.28 Auch die „Sales Tax“ (Umsatzsteuer) hat Einfluss auf die Unternehmensgröße. Nur wenn ein Unternehmen über den Markt Transaktionen abwickelt, sind dafür Steuern zu entrichten, nicht aber wenn es selbst produziert (Make or Buy).29

Der Transaktionskostenansatz ist zwar ein Fortschritt gegenüber dem neoklassischen Ansatz, da hier der Schwerpunkt von der Produktion auf die Koordination verlagert wurde. Jedoch wurde durch eine Verabsolutierung dieser Perspektive die Produktionsfunktion vernachlässigt.30 Des weiteren versäumt COASE, detaillierte Gründe für das Vorhandensein von Unternehmen aufzuzeigen, geht allerdings davon aus, dass erst eine besondere Art von Verträgen, nämlich der Arbeitsvertrag, ein Unternehmen entstehen lässt (Kontroll- und Durchsetzungskosten werden nicht als Argument für oder gegen die Gründung eines Unternehmens angeführt).31 Auf Probleme die nach Vertragsabschlußentstehen geht er kaum ein. Ein weiter Kritikpunkt ist die getrennte Betrachtungsweise von Markt und Unternehmen. Statt auf Zusammenhänge hinzuweisen und diese zu erläutern, wird nur erklärt ab welchem Punkt es für eine Unternehmung günstiger ist, Güter über den Markt zu beziehen statt diese selber zu produzieren. Weitere Interdependenzen bleiben unberücksichtig.

3.2.2 Die Theorie von Oliver E. Williamson

OLIVER E. WILLIAMSON wurde 1932 in den USA geboren, war unter anderem ein Schüler von COASE und beschäftigte sich intensiv mit dem Transaktionskostenproblem, welches er zur Governance-Structure-Theorie der Unternehmung weiterentwickelte.32

Der Ansatz von WILLIAMSON basiert auf spezifischen Annahmen über das Verhalten an Transaktionen beteiligter Individuen (human factors) und auf den Eigenschaften der transaktionsrelevanten Umwelt (environmental factors).

3.2.2.1 Human Factors

WILLIAMSON definiert zwei wesentliche Eigenschaften von Individuen die an Transaktionen beteiligt sind. Die beschränkte Rationalität („bounded rationality“) und den Opportunismus (opportunism“).33 Diese beiden Begriffe schließen aus, dass Verträge ex ante vollständig spezifiziert werden können. Verträge welche ex ante vollständig spezifiziert worden sind, würden sehr hohe Transaktionskosten und eine entsprechend hohe Rationalität erfordern. Wie hoch die ex post entstehenden Transaktionskosten sind, hängt also davon ab wie vollständig der Vertrag ex ante spezifiziert worden ist.34

Beschränkte Rationalität bezeichnet ein vorwiegend rationales Verhalten, welches aber Restriktionen unterliegt. Die Restriktionen des nutzenmaximierenden Verhaltens („homo oeconomicus“) sind in der begrenzten Informationsverarbeitungskapazität des Menschen begründet.35 Folglich sind rationale Entscheidungen nur im Rahmen der erreichbaren und zu verarbeitenden Information möglich. Ein weiteres Merkmal begrenzter Rationalität ist, dass durch Übung erlerntes Wissen zwar existiert, aber nur eingeschränkt transferierbar ist36

Der Begriff des Opportunismus taucht bereits in der Neoklassischen Theorie auf und bezeichnet ein teilweise extrem eigennütziges Verhalten, in dem auch hinterlistiges Verhalten zur Durchsetzung eigener Interessen zugelassen wird. Bei dem von WILLIAMSON hier unterstelltem Verhalten erhoffen sich die Individuen, durch bewusstes Einbehalten von Informationen, einen größeren Nutzen.37 Opportunismus ist nur dann möglich wenn die Individuen nur unvollständige Informationen besitzen. Somit ist der Opportunismus keine zusätzliche Verhaltensannahme, sondern entspricht dem nutzenmaximierendem Verhalten der Individuen bei begrenzter Informationsverarbeitungskapazität38

3.2.2.2 Environmental Factors

Relevante Eigenschaften der transaktionsrelevanten Umwelt sind insbesondere Unsicherheit, Häufigkeit einer Transaktion, Informationsverteilung und Faktorspezifität.

Die Transaktionsumgebung ist insofern durch Unsicherheit gekennzeichnet, als dass der Eintritt der möglichen Ergebnisse nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden kann. Neben der Unsicherheit über das eintretende Ereignis bei bekannter Menge der möglichen Ereignisse, ist davon auszugehen, dass die Individuen nicht alle möglichen Ereignisse kennen.39 Unsicherheit heißt also, dass Verträge notgedrungen unvollständig sind und an nicht berücksichtigte Ereignisse nachträglich angepasst werden können und sollten.

Die Häufigkeit von Transaktionen zeichnet sich durch Auftreten von Fixkostenersparnissen, Lerneffekten und Economies of Scale zwischen den Beteiligten aus. Somit bildet sich eine auf Vertrauen basierende Transaktionskostenatmosphäre, welche opportunistisches Verhalten unbedeutender werden lässt.

Meist liegen den Beteiligten Informationen in unterschiedlichem Umfang vor. Diese Informationsasymmetrie, gekennzeichnet durch Unsicherheit und Komplexität, kann ein Vertragspartner opportunistisch nutzten.

Der Begriff der Faktorspezifität bezieht sich auf die Spezialisierung der Faktoren. Zwar bewirkt die Faktorspeziftät höhere Faktorerträge infolge erhöhter Faktorproduktivität doch ist die Wirkung auf die Faktormobilität eher hemmender Natur (Transaktionen erfordern häufig erhebliche Investitionen in das, für den Leistungsaustausch, benötigte Sach- und Humankapital).

Nachdem bisher die Einflussgrößen auf Transaktionen beschrieben worden sind, wird im Folgenden auf die Problematik des optimalen Integrationsgrades einer Firma eingegangen.

Die vertikale Integration bezeichnet WILLIAMSON als das „Paradigma-Problem“ der Transaktionskostentheorie.40 Die Entscheidung über den Integrationsgrad formuliert Williamson als Gewinnkalkül.41 Dabei ist das Hauptkriterium die Minimierung der Produktions- und Transaktionskosten. Folglich wird eine Transaktion in das Unternehmen integriert, wenn sich durch diese Integration die Gesamtkosten senken lassen (Vertikale Integration als Folge von zu hoher Transaktionskosten des Marktes - Make or Buy Entscheidung). Die transaktionskostentheoretische Untersuchung der horizontalen Integration lässt sich weitgehend auf die gerade aufgeführten (kurzen) Begründungen der vertikalen Integration zurückführen. Wie bereits unter 3.2 aufgeführt reicht die Begründung der Economies of Scope sowie den damit verbundenen Unteilbaren Faktoren nicht aus, um die Mehrproduktunternehmung zu erklären. Da die Technik (Unteilbarkeit) nicht unmittelbar an die Organisationsform gekoppelt ist, führt diese in den seltensten Fällen zu einer Integration.42 Technologische Erklärungen der vertikalen und horizontalen Integration greifen demzufolge zu kurz, und so entscheiden letztlich transaktionskostentheoretische Argumente über die Integration bzw. Nichtintegration.

Auf COASE aufbauend gelangt WILLIAMSON zu dem Schluss, dass die Motivation der Transaktionskostenminimierung ausschlaggebend für die entstehenden organisatorischen Strukturen ist, welche auch als Durchführungs- bzw. Kontrollstrukturen bekannt sind und letztendlich die Transaktionskosten bestimmen.43

WILLIAMSON erweitert die Definition von COASE über das Größenoptimum einer Firma um die Human und Environmental Factors. Die transaktionskostentheoretische Argumente sind zwar wichtige neue Aspekte in der Transaktionskostenökonomik, doch sind diese nicht näher mess- oder bestimmbar und haben daher wenig Aussagekraft bei der Bestimmung der horizontalen Grenzen von Unternehmen. Aufgrund der fehlenden dynamischen Transaktionskosten, insbesondere Informationsübertragungskosten zur Erklärung der Unternehmensgrenzen, wird gegen den Ansatz von WILLIAMSON zunehmend Kritik geäußert.44 Die Technik wird als gegeben angesehen, und eine Weiterentwicklung oder gar Innovation gar nicht erst in Betracht gezogen. Als Erklärung zur Entwicklung von Organisationsstrukturen reicht diese Begründung nicht aus. Der Charakter eines Universalparadigmas, den dieser Ansatz aufgrund seines großen Anwendungsbereichs (fehlen einer operationalen Definition) hatte, gerät spätestens seit den evolutorisch geprägten Theorien immer stärker in die Kritik.45

3.3 Der Wissensansatz

3.3.1 Der Wachstumstheoretische Ansatz nach Edith Penrose

Die Wachstums-Theorie der Unternehmung von PENROSE kann als Vorläufer dynamisch - evolutorischer Theorien der Unternehmung gesehen werden. Edith Penrose hat das in einem Unternehmen eingebettete Wissen als Hauptcharakteristikum der Firma gesehen. Die Unternehmung wird als Bündel von Ressourcen definiert in deren Mittelpunkt die Entwicklung des Unternehmenswissens steht46.

„ The productive activities of such a firm are governed by what we shall call its “ productive opportunity (Produktivchance) ” , which comprises all of the productive possibilities that its entrepreneurs see and can take advantage of … It is clear that this opportunity will be restricted to the extent to which a firm does not see opportunities for expansion, is unwilling to act upon them, or is unable to respond them. ” 47

Das Wissen legt fest, welche Leistungen in welchem Umfang aus den vorhandenen Ressourcen genutzt werden können. Es sind nicht die herkömmlichen Produktionsfaktoren wodurch die Größe einer Unternehmung bestimmt wird, sondern die Möglichkeit der effizienten Allokation.48 Eine Unternehmung ist nicht nur ein Produktionsapparat, sondern sie ist in der Lage im Laufe der Zeit zu lernen, wobei das akkumulierte unternehmensinterne Wissen durch Teamwork von besonderem Wert ist.49

Elementarer Grundstock der Wachstumstheorie ist, dass diese Ressourcen im Überschuss vorhanden sind, deren bestmöglichste Ausnutzung Aufgabe des Managements ist.50 Dabei ist zu beachten, dass der Faktor Management nur begrenzt verfügbar ist, da jeder Manager eine individuelle Leistungsgrenze (max. Anzahl von Dingen, die er tun kann) aufweist.51 Da der Integrationsprozess neuer Manager in das vorhandene Team selbst Managerressourcen verbraucht, ist dieser Faktor auch nicht beliebig vermehrbar.52 Umgekehrt kann Routine zu einer teilweisen Freisetzung von Managerkapazitäten führen. Wie weit das Unternehmen wächst und ob es jemals eine optimale Größe erreicht, hängt davon ab, wie erfolgreich das Management in der Lage ist, zu planen bzw. zu koordinieren. Werden Managementkapazitäten frei in Verbindung mit immer wiederkehrenden Unteilbarkeiten der Ressourcen, die einen permanenten Anreiz für Wachstum bzw. Diversifikation stiften, vollzieht sich ein Wachstumsprozess.53. In der Literatur hat sich hierfür der Begriff „Penrose- Prozess“ manifestiert.

Der stetige Drang eines Unternehmens zu expandieren vor dem Hintergrund der Nichtexistens einer Größenbeschränkung, steht im Widerspruch mit der optimalen Größe eines Unternehmens.54 Allerdings muss berücksichtigt werden, dass Wachstum ein Prozess und Größe ein Zustand ist.55 Unternehmen sind bestrebt, die bestehenden produktiven Faktoren effizienter zu nutzen, um ein Wachstum zu gewährleisten. Dieses Bestreben führt zu einem Wachstumsprozess, der die Unternehmen größer und größer werden lässt und die Frage aufwirft, ob große Unternehmen, eben weil sie großsind, effizienter sind als kleine.56 Penrose zufolge können große Firmen, aufgrund der economies of size, nicht nur effizienter Güter produzieren und vertreiben, sie haben auch die Möglichkeit neue Produkte effizienter in den Markt einzuführen.57 Ob und wie viel effizienter dies geschieht, hängt wiederum von „managerial“ und „financial“ economies ab (Manager- und Finanzstruktur).58 Dennoch müssen große Firmen, die mittels economies of expansion im Besitz von Wachstumsvorteilen sind, nicht unbedingt kleineren Unternehmen überlegen sein, wenn diese ebenfalls in der Lage sind, economies of scale und scope zu realisieren.59 Selbst wenn dies nicht der Fall ist, besteht für kleinere Unternehmen die Aussicht auf eine erfolgreiche Etablierung am Markt, da (große) Unternehmen Restriktionen unterliegen, so dass nicht alle Möglichkeiten, die sich bieten auch genutzt werden können. Wie schon COASE, so hält auch PENROSE fest, dass in Verbindung mit dem Konzept der optimalen Größe, Unternehmungen eine Größe anstreben bei der sie gerade noch die economies of size voll ausnutzen können, bevor es in diseconomies umschlägt.60 Es wird also stets Nischen geben, in denen kleinere und mittlere Firmen erfolgreich Fußfassen können.

Der Ansatz von PENROSE geht zwar wesentlich mehr ins Detail doch im Endeffekt bleiben die Grenzen der Unternehmung unbestimmt, da diese von endogenen Faktoren abhängig sind.61 Auch bleibt offen, warum ungenutzte Überschussressourcen nicht vermietet oder in irgend einer anderen Weise nicht ausgegliedert werden können.62

3.3.2 Die Entwicklungstheorie nach Alfred Chandler jr.

Der Ansatz von CHANDLER bezieht sich auf die Co-Evolution von technologischen und organisatorischen Innovationen. Die Grenzen der Unternehmung bestimmt er dabei unter anderem durch die Nachfrageentwicklung (Massenmärkte) und Kapitalintensität.63 Bei der Organisationsform liegt das Hauptaugenmerk auf den hierarchischen Strukturen, die wir schon von COASE und WILLIAMSON kennen.

“ Hierarchy is often seen as the only way to deal with large size. Indeed, the beauty of hierarchical organization is that, through the power of exponential progression, a huge organisation can be divided into rather limited number of levels given a certain control span ” . 64

In CHANDLERS Theorie geht es schwerpunktmäßig um die Entwicklung einer modernen Unternehmung, welche viele arbeitsteilige Prozesse durchführt, eine ausgeprägte Diversifikationsstruktur aufweist sowie international tätig ist. Ursprung dieses Ansatzes sind die Theorien von PENROSE, SCHUMPETER und KNIGHT, die zwar die Bedeutung der Koordinationskosten erkannten aber seiner Meinung nach zu wenig auf die Koordinationsrolle des Unternehmers eingingen.65 Der stetige technische Wandel, die sich ändernde Nachfrage und der Wettbewerb im Oligopol sind für ihn ausschlaggebend zur Bestimmung der Grenzen der Unternehmung.66 Da es um die Unternehmung im Innovationsprozess geht, stehen bei CHANDLER die Unternehmensfähigkeiten, die Kompetenzen, das Wissen sowie das Lernen des Unternehmens im Vordergrund. Damit Innovationen auch wirkungsvoll in den Produktionsprozess eingegliedert werden können, ist es nötig, dass die Investitionen in neue Anlagen großgenug sind, damit die economies of scale und scope auch im vollen Umfang greifen.67 Somit sind economies of scale und scope besonders in kapitalintensiven Branchen spürbar. Dabei unterscheidet CHANDLER bei den economies of scale und scope die potentiellen von den tatsächlichen.68 Bei den tatsächlichen führt der technische Fortschritt auch zu Unternehmenswachstum.

Bei den economies of scale und scope betrachtet CHANDLER nicht nur den Produktionsbereich sondern auch das Management und schlägt vor, dort verschiedene Bereiche zusammenzufassen.69 Mit dieser Strategie lässt sich auch die Möglichkeit der Produktdiversifikation viel besser kontrollieren, da nun das Wissen, welches in den unterschiedlichsten Bereichen des Unternehmens erworben wurde, konzentriert ist und auch wesentlich besser koordiniert werden kann. Wichtigster Herkunftsbereich für diese economies of scope sind die Produktion und der Vertrieb.70 Die fortschreitende Diversifikation sorgte für eine Verbindung der technischen und organisatorischen Innovationen.71 Während dieses strukturellen Wandels von der Einprodukt- zur Mehrproduktunternehmung realisierten die Manager, dass sie nicht mehr alles allein koordinieren konnten, sondern einzelne Divisionen einrichten mussten. Dabei waren die Divisionen exakte Nachbildungen der Gesamtunternehmungshierarchie.72

Durch die Verknüpfung der vorangegangen Theorien entsteht bei CHANDLER ein komplexes und anspruchsvolles Modell zur Theorie der Unternehmensentstehung. Dabei erkennt CHANDLER ebenfalls, dass Unternehmensgröße, eine aus dem Wachstumsprozess herausgegriffene Momentaufnahme ist und dass das Wachstum einer Mehrproduktunternehmung in direkter Beziehung mit den marktbezogenen Transaktions- und Koordinationskosten steht. Die Gründe hierfür bleiben jedoch unklar.73

3.4 Die Verbindung der Ansätze von Williamson und Penrose durch Teece

Zur Definition der Mehrproduktunternehmung, verknüpft TEECE den wachstumstheoretischen Ansatz von PENROSE mit der Governance-Structure Theorie von WILLIAMSON. Der „Penrose Prozess“ ist kennzeichnend für das permanente Entstehen von Überschussressourcen und gleichzeitig freiwerdenden Managementkapazitäten.74 Economies of scope entstehen, wenn das vorhandene Wissen auf mehrere Aktivitäten (Produkte) übertragen werden kann.

Damit aus einer Einprodukt- eine Mehrproduktunternehmung entstehen kann, ist es notwendig, dass Überschussressourcen nicht verkauft oder vermietet sondern selbst genutzt werden.75 Ob die Ressourcen für neue Produkte (Diversifikation) oder für die Erweiterung des bisherigen Produktionsprogramms aufgewendet werden, ist nebensächlich. Wichtig ist nur das Güterspektrum so zu erweitern, dass die Ressourcen in ihrer neuen Anwendung einen höheren Gewinn abwerfen.76 Mit diesem Ansatz bringt TEECE wenig spektakuläre Neuerungen. Indem er die Möglichkeit aufführt Überschussressourcen zu verkaufen, führt er lediglich die Überlegungen von PENROSE zu Ende.77 Im weiteren Verlauf verdeutlicht er, warum es für die Unternehmung sicherer ist die Überschussressourcen selbst zu nutzen. Diversifikation findet statt, wenn ein Aktiva nicht spezifisch genutzt wird (fi Mehrzweckaktiva). Durch die von WILLIAMSON bekannte Annahme der Small-number- Bedingung (die auf der Annahme des spezialisiertem Aktiva beruht) und der damit einhergehenden Gefahr des opportunistischen Verhaltens (somit ein Transaktionskostenproblem) treten Vertragsprobleme auf, die den Marktzutritt unterbinden.78 Da opportunistisches Verhalten erst nach Vertragsabschluss und als Reaktion auf geänderte Umweltbedingungen auftritt, ist es fraglich inwiefern diese Überlegung gültig ist.

Der Ansatz von TEECE ist somit recht vollständig, nur lässt er neben den bereits oben erwähnten Missständen unberücksichtigt, dass Gewinnmaximierung zwar nach der Wahl der geeignetsten Koordinationsform verlangt, dies aber nicht notwendig zur diversifizierten Integration führen muss.79 Auch bleibt offen wie die Grenzen der Unternehmung bestimmt werden. Durch seine Verknüpfung der Ansätze von PENROSE und WILLIAMSON bleibt anzunehmen, dass er sich deren Ausführungen hierzu ebenfalls anschließt.

4. Zusammenfassung und Resümee

Im Verlauf der Untersuchung wurde zunächst der Produktionsfunktionsansatz dargestellt, welcher den Ausgangspunkt technologischer Erklärungen der Mehrproduktproduktion bildet. Des weiteren wurde die Bedeutung der Transaktionskosten für die Institutionenstruktur hervorgehoben und damit auch die Existenz von Unternehmen begründet. Zum Schluss wurde auf den Wissensansatz eingegangen, der das Unternehmen als Verwahrungsort von Wissen betrachtet.

In bezug auf die Bestimmung der horizontalen Unternehmensgrenzen liefert keiner der genannten Ansätze eine überzeugende Erklärung. Der Transaktionskostenansatz, der fast 30 Jahre lang kaum Beachtung fand enthält im Vergleich zu dem Produktionskostenansatz annähernd revolutionäres Gedankengut. Doch bleiben immer noch zu viele Faktoren unberücksichtigt bzw. oftmals unzureichend erläutert. Durch die Betrachtung des Wissensschatzes als herausragendstes Charakteristikum sind die Überlegungen von PENROSE jedoch wesentlich fortschrittlicher. Doch lässt sie die Frage offen, wo das Wissen lokalisiert ist und wie es auf dem Markt gehandelt werden kann. Es bleibt nur die Vermutung, dass der zunehmende Routinecharakter organisatorischer Handlungsabläufe die wichtigste Speicherform ist, und das der Markt bei der Übertragung von Wissen versagt. Es entsteht der Eindruck, dass mit steigender Komplexität der Ansätze die Erklärungen zur Bestimmung der horizontalen Grenzen von Unternehmen immer ungenauer werden. Allen Ansätzen gemein ist, dass sie Faktoren benennen mittels derer die horizontalen Grenzen einer Unternehmung determiniert werden können. Aber keiner der Autoren legt sich explizit auf die Formulierung genau dieser fest. Man hat die Erwartung, dass der nächste Ansatz diese nun konkret benennt, aber genau das passiert nicht. Abschließend ist festzuhalten, dass die horizontalen Grenzen der Unternehmung durch keine Schemata ermittelt werden können. Es werden jedoch wichtige Einflussgrößen und Restriktionen definiert mit Hilfe derer eine Annäherung an die Grenzen möglich ist.

Literaturverzeichnis

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Gabler-Wirtschaftslexikon, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997, CD-ROM - Version

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Krauth, Christian, Die Mehrproduktfirma, Karlsruhe, 1996, Dissertationsschrift vorgelegt an der Wilhelms - Universität Münster

Milgrom, Paul und Roberts, John, Economics, Organisation and Management, Eaglewood Cliffs., New York 1992

Richter, Rudolf und Furubotn, Eirik G., Die Neue Institutionenökonomik des Unternehmens, 2. Auflage, übersetzt von Monika Streissler, Mohr Siebeck, Tübingen 1999

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Schreiter, Carsten, Evolution und Wettbewerb von Organisationsstrukturen, Marburg, 1993, Dissertationsschrift vorgelegt an der Phillips - Universität Marburg

Sölter, Arno und Zimmerer, Carl, Handbuch der Unternehmenszusammenschlüsse, Verlag moderne Industrie, München 1972

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Williamson, Oliver E., Dieökonomischen Institutionen des Kapitalismus, übersetzt von Monika Streissler, Mohr, Tübingen, 1990,

[...]


1 Vgl. Krauth, Christian, Die Mehrproduktfirma, Karlsruhe, 1996, S.1

2 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Theorie der Mehrproduktunternehmung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

3 Vgl. Krauth, Christian, Die Mehrproduktfirma, Karlsruhe, 1996, S.2

4 Holmstom B. R., und Tirole Jean, The theory of the Firm, in Schmalensee, Richard und Willig, Handbook of Industrial Organisation, Band 1, Amsterdam, 1988, S. 63

5 Audretsch, David B., Industrieökonomik, in: von Hagen, Jürgen, Springers Handbuch der VWL, Grundlagen 1, Berlin 1996, S. 199

6 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Grenzen der Unternehmung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997, S. 1

7 Vgl. Rüsche, Thomas, Strategisches Sortiment im Handel, Münster, 1991, S. 192

8 Vgl. Sölter, Arno und Zimmerer, Carl, Handbuch der Unternehmenszusammenschlüsse, München 1972, S. 84

9 Vgl. Ebenda, S. 117

10 Vgl. Ebenda S. 119

11 Ebenda S. 119

12 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Grenzen der Unternehmung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997, S. 1

13 Milgrom, Paul und Roberts, John, Economics, Organisation and Management, New York 1992, S. 539

14 Vgl. Audretsch, David B., Industrieökonomik, in: von Hagen, Jürgen, Springers Handbuch der VWL, Grundlagen 1, Berlin 1996, S. 200

15 Vgl. Krauth, Christian, Die Mehrproduktfirma, Karlsruhe, 1996, S.8

16 Audretsch, David B., Industrieökonomik, in: von Hagen, Jürgen, Springers Handbuch der VWL, Grundlagen 1, Berlin 1996, S.. 201

17 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Theorie der Mehrproduktunternehmung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

18. Gabler-Wirtschaftslexikon, Subadditivität, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

19 Vgl. Krauth, Christian, Die Mehrproduktfirma, Karlsruhe, 1996, S.33

20 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Coase, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

21 Vgl. Coase, Ronald H., The Nature of the Firm, Chicago, 1937, S. 36

22 Vgl. Coase, Ronald H., The Nature of the Firm, Chicago, 1937, S. 38

23 Vgl. Blattner, Niklaus, Volkswirtschaftliche Theorie der Firma, Heidelberg, 1977, S. 28

24 Vgl. Coase, Ronald H., The Nature of the Firm, Chicago, 1937, S. 38

25 Coase, Ronald H., The Nature of the Firm, Chicago, 1937, S. 44

26 Vgl. Coase, Ronald H., The Nature of the Firm, Chicago, 1937, S. 45-46

27 Vgl. Ebenda S. 46-47

28 Vgl. Ebenda S. 46

29 Vgl. Ebenda S. 41

30 Vgl. Schreiter, Carsten, Evolution und Wettbewerb von Organisationsstrukturen, Marburg, 1993, S. 285

31 Vgl. Richter, Rudolf und Furubotn, Eirik G., Die Neue Institutionenökonomik des Unternehmens, Tübingen, 1999, S. 359

32 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Williamson, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

33 Vgl. Williamson, Oliver E., Die ökonomischen Institutionen des Kapitalismus, Tübingen, 1990, S. 21

34 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Governance-Structure-Theorie der Unternehmung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

35 Vgl. Krauth, Christian, Die Mehrproduktfirma, Karlsruhe, 1996, S.40

36 Vgl. Ebenda, S. 40

37 Vgl. Williamson, Oliver E., The Economic Institutions of Capitalis, New York, 1985, S. 44

38 Vgl. Krauth, Christian, Die Mehrproduktfirma, Karlsruhe, 1996, S.40

39 Vgl. Krauth, Christian, Die Mehrproduktfirma, Karlsruhe, 1996, S.40

40 Vgl. Williamson, Oliver E., Markets and Hierarchies, New York, 1975, S. 20ff

41 Vgl. Williamson, Oliver E., Die ökonomischen Institutionen des Kapitalismus, Tübingen, 1990, S. 96ff

42 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Governance-Structure-Theorie der Unternehmung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

43 Vgl. Audretsch, David B., Industrieökonomik, in: von Hagen, Jürgen, Springers Handbuch der VWL, Grundlagen 1, Berlin 1996, S. 201

44 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Governance-Structure-Theorie der Unternehmung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

45 Vgl. Schreiter, Carsten, Evolution und Wettbewerb von Organisationsstrukturen, Marburg, 1993, S. 158

46 Vgl. Penrose, Edith, The Growth of the Firm, Oxford, 1995, S. 31-32

47 Ebenda, S. 31-32

48 Vgl. Ebenda, S. 12-13

49 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Wachstums-Theorie der Unternehmung von Penrose, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

50 Vgl. Penrose, Edith, The Growth of the Firm, Oxford, 1995, S. 24

51 Vgl. Ebenda, S.45

52 Vgl. Schreiter, Carsten, Evolution und Wettbewerb von Organisationsstrukturen, Marburg, 1993, S. 192

53 Vgl. Penrose, Edith, The Growth of the Firm, Oxford, 1995, S. 49 und S. 68

54 Vgl. Ebenda, S. 88

55 Vgl. Ebenda, und Kapitel 2, S. 3

56 Vgl. Ebenda, S. 88

57 Vgl. Ebenda, S. 89

58 Vgl. Ebenda, S. 89-92

59 Vgl. Ebenda, S. 95 ff

60 Vgl. Ebenda, S. 98

61 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Wachstums-Theorie der Unternehmung von Penrose, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

62 Vgl. Schreiter, Carsten, Evolution und Wettbewerb von Organisationsstrukturen, Marburg, 1993, S. 193

63 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Grenzen der Unternehmung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

64 Hagström, Peter und Hedlund, Gunnar, in Chandler, Alfred D. jr., The Dynamic Firm, Oxford, 1988, S. 170

65 Vgl. Dunning, John, in Chandler, Alfred D. jr., The Dynamic Firm, Oxford, 1988, S. 297

66 Vgl. Chandler, Alfred D. jr., Scale and Scope, Cambridge, 1990, S. 27

67 Vgl. Ebenda, 1990, S. 26

68 Vgl. Ebenda, 1990, S. 24

69 Vgl. Ebenda, 1990, S. 32-33

70 Vgl. Ebenda, 1990, S. 41

71 Vgl. Ebenda, 1990, S. 43 und Schreiter, Carsten, Evolution und Wettbewerb von Organisationsstrukturen, Marburg, 1993, S. 60

72 Vgl. Ebenda, 1990, S. 43

73 Vgl. Dunning, John, in Chandler, Alfred D. jr., The Dynamic Firm, Oxford, S. 297

74 Vgl. Kapitel 3.3.1, S. 11

75 Vgl. Kapitel 3.3.1, S. 12 und Teece, David J., Economic Performance and the Theory of the Firm, Massachusetts 1998, S., 169

76 Vgl Teece, David J., Economic Performance and the Theory of the Firm, Massachusetts 1998, S., 169ff

77 Vgl. Schreiter, Carsten, Evolution und Wettbewerb von Organisationsstrukturen, Marburg, 1993, S. 197

78 Vgl. Teece, David J., Economic Performance and the Theory of the Firm, Massachusetts 1998, S., 171ff

79 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Theorie der Mehrproduktunternehmung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997

20 von 20 Seiten

Details

Titel
Die Bestimmung der horizontalen Grenzen der Unternehmung
Autor
Jahr
2001
Seiten
20
Katalognummer
V103703
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bestimmung, Grenzen, Unternehmung
Arbeit zitieren
Edmund Merl (Autor), 2001, Die Bestimmung der horizontalen Grenzen der Unternehmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103703

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