Freizeitverkehr mit der DB AG und der S-Bahn AG in Berlin und Brandenburg


Hausarbeit, 1999

36 Seiten, Note: 1,7


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Inhaltsverzeichnis

1. Freizeitverkehr im Schienenpersonennahverkehr
1.1 Was ist Freizeitverkehr?
1.2 Welchen Freizeitverkehr kann die Schiene aufnehmen?

2. SPNV – Angebot in Berlin und Brandenburg

3. Angebote der DB AG und der S-Bahn Berlin GmbH
3.1 Tarifliche Angebot der Deutschen Bahn AG
3.1.1 Guten Abend Ticket
3.1.2 ICE Sonntag Morgen Ticket
3.1.3 InterRegio Sommer Spezial
3.1.4 Jwd – Menü Ticket
3.1.5 Ferienticket
3.1.6 Ermäßigungen
3.2 Veranstaltungen der DB AG
3.2.1 Tagesreisen
3.2.2 Berlin macht Dampf
3.3 Tarifliche Angebote der Berliner S-Bahn
3.3.1 Einzelfahrausweise
3.3.2 Tageskarte
3.3.3 Kleingruppenfahrkarte
3.3.4 Familienticket
3.3.5 Mitnahme von Fahrrädern
3.3.6 Besondere Event – Tickets
3.4 Veranstaltungen der S-Bahn Berlin GmbH
3.4.1 Panorama – S-Bahn
3.4.2 Traditionszug / Museumszug
3.5 Gemeinsame Angebote der DB AG und der S-Bahn Berlin GmbH
3.5.1 Schönes Wochenend Ticket
3.5.2 Welcome Card 1999

4. Anlagen und Fahrzeuge
4.1 Ausstattung der Bahnhöfe
4.2 Ausstattung der S-Bahn Fahrzeuge
4.3 Ausstattung der Fahrzeuge der DB AG
4.3.1 InterRegio
4.3.2 Regional Express / Regional Bahn

5. Bahn und Bike
5.1 Angebote der Deutschen Bahn AG
5.1.1 Tarife
5.1.2 Infrastruktur und Fahrzeuge
5.2 Ausstattung und Einsatzgebiete der Gepäckwagen
5.3 Angebote der S-Bahn Berlin GmbH
5.3.1 Tarife
5.3.2 Infrastruktur und Fahrzeuge
5.4 „Bike and Ride“ – Programm
5.5 Fahrradparkplätze

6. Anbindung bedeutender Freizeitziel
6.1 Wie sind die Freizeitziele mit dem SPNV angebunden?
6.2 Ausflugsverkehr mit der S-Bahn
6.3 Akzeptanz der Kunden

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Literaturangaben

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

[1] Freizeit- und Urlaubswege in Deutschland 1994, Quelle: DIW 1986

[2] Freizeitwege mit der Berliner S-Bahn, Quelle: IVU 1996

[3] Liniennetz des Regionalverkehrs, Quelle: VBB

[4] Standorte der Jwd – Gaststätten, Quelle: Kursbuch B/BB 1999

[5] Dampflok 52 8177, Quelle: Punkt 3 3/99, DB AG

[6] Panorama S-Bahn, Quelle: S-Bahn Berlin GmbH

[7] Traditionszug der Berliner S-Bahn, Quelle: S-Bahn Berlin GmbH

[8] S-Bahn Infrastruktur 1999, eigene Auswertung

[9] Snackautomaten auf dem Bhf. Tiergarten Berlin, eigene Darstellung

[10] Berliner S-Bahn Zug Baureihe 481, eigene Darstellung

[11] Regionalzug, modernisierter Doppelstockwagen, eigene Darstellung

[12] vorhandener Doppelstockwagenpark 1996, Quelle: IVU

[13] Fahrradverkehrszwecke in Deutschland 1998, BMVBW

[14] Fahrradmitnahmezwecke im SPNV werktags, IVU

[15] Fahrradmitnahmezwecke im SPNV sonntags, IVU

[16] Vorhandener Gepäckwagenpark DB Regio, DB Regio

[17] Querschnitt kombinierte Gepäckwagen, DB Regio

[18] Querschnitt reine Gepäckwagen, DB Regio

[19] Mehrzweckabteil Berliner S-Bahn 1999, eigene Darstellung

[20] Fahrradbügel am Bf. Warschauer Straße Berlin, eigene Darstellung

[21] topographische Streckenübersichtskarte B/BB, Kursbuch B/BB 1999

[22] Ausschnitt Informationsbroschüre Babelsberger Filmstudio, S-Bahn Berlin GmbH

Literaturverzeichnis

Freizeitverkehr mit SPNV und Fahrrad, IVU 11/1996 Gemeinsamer Tarif des VBB, VBB 04/1999

Datenmaterial von DB Regio, Frau Schwedler, Stand: 10.06.99 Kursbuch Berlin – Brandenburg, DB AG 05/99

Fahrrad und ÖPNV aus der Sicht der Nutzer, Verkehr und Technik 1994, Heft 1 Planung und Vertrieb von Fahrradboxen im VRR, Gyutkits, Albers, Kohlhaas, 1986 Erster Bericht der Bundesregierung über die Situation des Fahrradverkehres in der BRD 1998, BMVBW 1999

Maßnahmen zur Integration von ÖPNV und Fahrradverkehr, Verkehr und Technik 1992, Heft 5

Broschüre: Bahn & Bike – Radreiseplaner 1999, DB AG, ADFC Flyer: InterRegio, DB AG 1999

Flyer „Wie preiswert darfs denn sein?“, Deutsche Bahn Reise und Touristik Flyer: „IR-Sommerspezial“, Deutsche Bahn AG

Flyer „Mit dem jwd-Menü-Ticket Brandenburg genießen“, Deutsche Bahn AG Flyer „FerienTicket“ der DB Reise und Touristik

Flyer „BahnTours“, DB Reise und Touristik

Flyer: Welcome Card 1999, Berlin Tourismus Marketing GmbH

Internet: www.dbag.de Internet: www.sbahngmbh.de

Auswertung Informationen am Fahrkartenautomaten S-Bahn Berlin

Aussage S-Bahn-Informationsbüro Alexanderplatz Auswertung Streckennetzplan 04/99 VBB

Radzeit, ADFC 3/99 Radzeit, ADFC 6/99

1. Freizeitverkehr im Schienenpersonennahverkehr

1.1 Was ist Freizeitverkehr?

Unter Verkehr versteht man im Allgemeinen die Beförderung von Personen, Gütern und Informationen zwischen einem Start- und Zielpunkt. In der Verkehrsstatistik werden sechs Fahrt- bzw. Wegezwecke unterschieden: Beruf, Ausbildung, Geschäft, Einkauf, Freizeit und Urlaub. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung definiert Urlaubs- bzw. Freizeitverkehr folgendermaßen: „ Der Urlaubsverkehr ist die Summe aller Freizeitfahrten mit fünf und mehr Tagen Dauer. Im Freizeitverkehr sind alle übrigen Fahrten und Wege erfaßt, die nicht den anderen definierten fünf Fahrt- bzw. Wegezwecken zuzuordnen sind, also z.B. Wochenend - Erholungsfahrten, Verwandten- und Bekanntenbesuche, Besuch kultureller Veranstaltungen, Fahrten oder Wege in Ausübung eines Hobbys.“1

Unterteilen kann man den Freizeitverkehr nach intrinsischen und extrinsischen Motiven. Beim ersteren wird die Freizeit absichtlich mit der Induzierung von Verkehr verbracht. Beispiele hierfür sind Wanderungen, Fahrradtouren und Stadtrundfahrten. Beim zweiten dient der Freizeitverkehr primär als Transportmittel zum Freizeitverkehrsziel, wie z.B. zu Vergnügungsparks, Naherholungszentren und Kinos.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Quelle: DIW 1996

Die meisten Wege im Freizeitverkehr werden mit dem motorisierten Individualverkehr zurückgelegt. Während mit dem MIV als Fahrer oder Beifahrer ca. 51% aller Urlaubs- bzw. Freizeitwege zurückgelegt werden, wird das Fahrrad bei etwa 10% aller Freizeitwege und die Eisenbahn für 1% genutzt [1]. Trotz der geringeren Wegeanzahl

der Eisenbahnfahrten, werden mit der Bahn mehr als doppelt so viele Kilometer im Freizeit- und Urlaubsverkehr zurückgelegt wie mit dem Fahrrad.2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Quelle: IVU 1987

1986 wurde eine umfassende Erhebung in Westberlin durchgeführt. Als SPNV gab es zu dieser Zeit nur die S-Bahn in Westberlin. Die Verteilung der Freizeitwege die mit der S-Bahn zurückgelegt wurden macht Abbildung 2 deutlich. Auffällig ist der hohe Anteil der Freizeitwege für Besuchs- und Vergnügungszwecke. Unter Tagesfreizeit wird der Spaziergang im Grünen, das Spielen oder der Besuch des Kindergartens verstanden.

1.1 Welchen Freizeitverkehr kann die Schiene aufnehmen?

Für den Schienenverkehr ist der Transport von Familien, Gruppen, Fahrrädern und Hunden speziell an den Wochenenden als primärer Freizeitverkehr anzusehen. Nur in Ausnahmefällen stellt die Fahrt mit dem Schienenfahrzeug an sich das Freizeitziel dar. In der überwiegenden Zahl wird die Bahn als notwendiges Transportmittel vom Wohnort zum Freizeitziel und zurück angesehen.

Die Berliner S-Bahn ist damit für die Abwicklung des alltäglichen Freizeitverkehres verantwortlich, während die Deutsche Bahn AG (DB AG) überwiegend für den Tagesausflugsverkehr und teilweise für den Pendelverkehr verantwortlich ist.

Quellen

2. SPNV- Angebot in Berlin und Brandenburg

In der Stadt Berlin leben ca. 3,4 Millionen Einwohner. Das gesamte innere Stadtgebiet ist durch die U-Bahn, große Teile auch im äußeren Stadtbereich durch die S-Bahn erschlossen. Aufgrund der hohen Einwohnerzahl stellt die Stadt ein wesentliches Quellgebiet für den Freizeitverkehr dar. Im Verflechtungsraum Berlin - Brandenburg liegen die meisten S-Bahn Endhaltestellen. In diesem Gebiet kommen überwiegend Regionalbahnlinien zum Einsatz. Aufgrund des Taktverkehres ist auch die Umgebung Berlins zeitlich wie tariflich gut erreichbar.

Das Angebot des Schienenpersonennahverkehres (SPNV) in der Berliner Umgebung und in Brandenburg wird gegenwärtig von der Deutschen Bahn AG in Form des Regionalverkehres bestimmt. Die S-Bahn Berlin GmbH betreibt als Tochtergesellschaft der DB AG die Berliner S-Bahn. Des Weiteren wird SPNV von der Prignitzer Eisenbahn GmbH und der Strausberger Eisenbahn GmbH angeboten.3

U-Bahn, Straßenbahn und Bus sind nicht Bestandteil des SPNV, sind aber tariflich und verkehrlich mit den SPNV-Angeboten verknüpft4.

Das Berliner S-Bahn-Netz umfaßt gegenwärtig 161 Bahnhöfe und eine Streckenlänge von 321 km in Berlin und Umland.5 Diese Stationen werden von 14 S - Bahnlinien bedient. Die Deutsche Bahn Gruppe DB Regio bedient mit 6 Regionalzügen und 14 RB - Züge 78 Bahnhöfe im Berliner Umland. Gemeinsam von der S-Bahn GmbH und dem DB Regio werden im Berliner Raum 22 Bahnhöfe genutzt. Dies ermöglicht für den Kunden das Umsteigen zwischen den beiden Verkehrsträgern ohne größere zusätzliche Wege.6

Abbildung 3 stellt das gesamte Angebot des Regionalverkehrs im Berliner Umland 1999 dar.

Quellen

3. Angebote der DB AG und der S-Bahn Berlin GmbH

3.1 Tarifliche Angebote der Deutschen Bahn AG

Durch die Privatisierung der Deutschen Bahn AG (DB AG) ist für die Abwicklung des Freizeitverkehrs primär die Deutsche Bahn Gruppen „DB Regio" und "Reise und Touristik“ verantwortlich. Der Geschäftsbereich „DB Station und Service“ muß für die sichere und ansprechende Ausstattung der Bahnhöfe Sorge tragen.

Diese bieten eine Vielzahl spezieller Tickets und Tarife, welche unter anderem dem Freizeitverkehr förderlich sind. So sind hier vor allem zu nennen:

- Das Guten – Abend –Ticket
- Das ICE – SonntagMorgenTicket
- Das InterRegio Sommerspezial
- Das jwd – Menü – Ticket
- Das Ferienticket
- Schönes Wochenend - Ticket

Des weiteren gibt es für das Zusammenspiel von Bahn und Fahrrad ein spezielles

„Bahn und Bike“ Programm. Dieses wird in einem gesonderten Kapitel näher erläutert.

Zusätzlich bieten die DB Bereiche sogenannte „BahnTours“ - Tagesreisen und Erlebnisfahrten beispielsweise mit „Berlin macht Dampf“ an.

3.1.1 Guten - Abend - Ticket

Das Guten - Abend - Ticket gilt täglich ab 19:00 Uhr (samstags bereits ab 14:00 Uhr) bis 02:00 Uhr.

In diesem Zeitraum darf der Kunde fast alle Züge zum Einheitspreis in der 2.Klasse von 59,- DM nutzen. Am Wochenende, d.h. von Freitag bis Sonntag beträgt der Einheitspreis 74,- DM.7

3.1.2 ICE – Sonntag Morgen Ticket

Innerhalb der Sommermonate, vom 11.04.99 bis zum 26.09.99 können die Kunden jeden Sonntag ab 05:00 Uhr bis 14:00 Uhr im ICE und in fast allen anderen Fernverkehrszügen in der 2.Klasse von überall her nach überall hin – und zurück fahren. Für dieses Ticket liegt der Kostensatz bei 69,- DM pro Person.8

3.1.3 Das InterRegio Sommerspezial

Dieses Ticket richtet sich vor allen an Familien ist jedoch nicht am Freitag und Sonntag gültig. Mit dem InterRegio Sommerspezial fahren für 109,- DM ein oder zwei Erwachsene mit allen eigenen und bis zu drei anderen Kindern quer durch Deutschland im InterRegio in der 2.

Klasse, sowie in fast allen D-Zügen.

Dieser Preis gilt von 9:00 Uhr morgens bis 3:00 Uhr der folgenden Nacht und beinhaltet die Hin- und Rückfahrt am selben Tag. [1]9

3.1.4 Jwd – Menü - Ticket

Mit dem „jwd Menü Ticket“ erhält der Kunde die Möglichkeit, von Montag bis Freitag zwischen Berlin und einer ausgewählten Gaststätte an einem Tag hin- und zurückzufahren für 29,- DM bzw. 34,- DM. Dieser Preis umfaßt die Fahrt in RegionalExpress- und RegionalBahn – Zügen in der 2. Klasse, jedoch nicht in der S- Bahn. Des weiteren beinhaltet dieses Ticket einen Gutschein im Wert von 14,- DM, welcher in ausgewählten jwd – Gaststätten vorgelegt werden kann. Eine Verteilung dieser Gaststätten in Berlin und Brandenburg ist in Abbildung 4 dargestellt.10

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 Quelle: Kursbuch Berlin Brandenburg 1999

3.1.5 Ferienticket

Mit dem Ferienticket wurde das Netz der DB AG in 53 Urlaubsregionen eingeteilt, welche jeweils ca. 400 km Schiene erschließen. Ein Ferienticket gilt jeweils für eine Woche, in der der Kunde beliebig viele Fahrten im angegebenen Netz unternehmen kann. Hierbei gibt es die zeitliche Beschränkung, welche die Gültigkeit dieses Tickets werktags ab 9:00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen ganztägig beinhaltet. In Berlin und Brandenburg sind vier Urlaubsregionen zu finden:

- Netz 13: Prignitz / Ruppin
- Netz 14: Uckermark / Barnim
- Netz 15: Spreewald / Niederlausitz
- Netz 16: Potsdam / Havelland / Fläming

Die Tickets berechtigen unter anderem zur Nutzung aller RB-, SE-, RE- und IR-Züge. Dieses Ticket gilt nur in Verbindung mit einem Fernverkehrsfahrschein für Hin- und

Rückfahrt zum Ferienort mit einem Mindestwert von 199,- DM oder 100,- DM mit Bahn Card sowie in Verbindung mit bestimmten Pauschalangeboten.

Dies bedeutet, daß dieses Angebot nur für Urlauber aus anderen Bundesländern interessant ist. [1]11

3.1.6 Ermäßigungen

Ermäßigungen bei der Deutschen Bahn erhalten Kinder, Mitfahrer, Behinderte und Hunde und Katzen.

Für Familienfahrten bedeutet dies, daß Kinder bis zum Alter von fünf Jahren kostenfrei reisen dürfen und 6 bis 11jährige zum halben Fahrpreis mitfahren.

Bei Gruppenfahrten sollte man die Ermäßigung für Mitfahrer beachten: Wenn bis zu 5 Erwachsene und 1 Kind gemeinsam hin- und zurückfahren, muß nur die 1. Person (ein Erwachsener) den vollen Preis zahlen. Bis zu 4½ Mitfahrer reisen zum ermäßigten Preis, und zwar Erwachsene zu 50 %, Kinder von 4 bis 11 Jahren zu 25 % des normalen Fahrpreises. 2 Kinder von 4 bis 11 Jahren werden wie ein Erwachsener gerechnet. Voraussetzung: Der normale Fahrpreis beträgt für die 2. Klasse mindestens 54,- DM und für die 1. Klasse mindestens 82,-DM. Somit ist diese Ermäßigung für halbtägige Ausflugsfahrten ungeeignet da größere (kostenintensivere) Entfernungen zurückgelegt werden müssen.

Gruppen ab sechs Erwachsenen gewährt die Bahn Ermäßigungen von 40 bis 65 % (für Schüler und Jugendgruppen bis zu 70 %). Zusätzlich reisen bei Gruppen von 16 - 32 Erwachsenen eine Person, von 33 - 63 Erwachsenen zwei Personen und für größere Gruppen bis zu fünf Personen unentgeltlich mit.

Behinderte und deren Begleitpersonen reisen bei der Bahn unter bestimmten Voraussetzungen kostenfrei oder ermäßigt.

Wichtig für Tierliebhaber sind die Ermäßigungen für Hunde und Katzen. Hunde oder Katzen, die sich in einer Tasche transportieren lassen, werden unentgeltlich transportiert. Für Hunde, die an der Leine laufen, muß der halbe Fahrpreis entrichtet werden. [1]12

3.2 Veranstaltungen der DB AG

3.2.1 Tagesreisen

Mit der Durchführung von Tagesreisen möchte die Bahn dem Kunden zeigen, daß es möglich ist, auch ohne MIV zu Freizeitzielen zu gelangen.

Innerhalb Berlins und Brandenburgs bietet „BahnTours“, der DBinterne Reiseveranstalter, drei Tagesreisen an. Die erste umfaßt eine Besichtigung der Stadt Berlin mit dem Fahrrad, wobei die Ausleihe des Rades im Preis inbegriffen ist. Die beiden anderen Angebote bieten die Möglichkeit, Berliner Messen auf dem Messegelände zu besuchen oder im Tierpark bzw. Zoo der Stadt vorbeizuschauen. Für diese Angebote betreibt die DB in allen Verkaufsstellen Werbung durch Flyer und Plakate.

Die Preise beinhalten die An- und Abreise mit ausgewählten Regelzügen des Fernverkehrs sowie die jeweiligen Eintrittskarten zum Messegelände bzw. in die Zoologischen Gärten.

Die Preise dieser Tageskarten schwanken zwischen 42,- DM und 53,- DM.13

3.2.2 Berlin macht Dampf

Die Deutsche Bahn versucht nicht nur als Zubringer zu den Freizeitzielen für den Fahrgast interessant zu sein, sie möchte auch selbst ein Ziel für den Interessierten bilden. Dies versucht die Bahn mit dem Projekt „Berlin macht Dampf“ zu erreichen.

Im Rahmen dieses Projektes werden Bahninteressierten die Möglichkeiten gegeben, mit der Dampflok BR 52 8177-9 (Abbildung 5) und dem Traditionszug Berlin Fahrten zu unternehmen. Unter anderem bietet die Bahn eine Fahrt auf den Gleisen der Osthavelländischen Eisenbahn bis Johannisstift, Besichtigungen des Bahnbetriebswerkes Schöneweide und Fahrten auf Güterzuggleisen nach Berlin- Moabit an. Diese Veranstaltungen finden meist an Sonntagen statt. Die Preise für solche Fahrten liegen zwischen 65,- DM und 128- DM. pro Person.1415

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5 Dampflok 52 8177, Quelle: Punkt 3, DB AG

3.3 Tarifliche Angebote der Berliner S-Bahn GmbH

Die S-Bahn Berlin GmbH bietet mit dem Verkehrsverbund Berlin Brandenburg ein umfassendes Streckennetz in und um Berlin an.

Die S-Bahn Berlin hat zusammen mit dem VBB das gesamte Tarifgebiet in verschiedene Zonen unterteilt. Wie die Abbildung 6 zeigt, stellt das Berliner Stadtzentrum innerhalb des inneren S-Bahn – Ringes die Zone A dar, der äußere S- Bahn Ring die Zone B und die Randgebiete die Zone C.

In Berlin hat der Fahrgast beim Kauf von zonenabhängigen Fahrkarten die Wahl zwischen der Zonenkombination AB, BC und ABC.

Die Berliner S-Bahn unterscheidet in ihrer Tarifstruktur Einzelfahrausweise, Tageskarten, Kleingruppenkarten und Großgruppenkarten.

Für den Freizeitverkehr relevant sind hierbei die Einzelfahrausweise, die Tageskarten und die Kleingruppenkarten.

3.3.1 Einzelfahrausweise

Bei den Einzelfahrausweisen werden 2 – Stunden –Tickets und Kurzstrecken – Tickets unterschieden. Mit einem 2- Stunden – Ticket kann ein Fahrgast nach der Entwertung 2 Stunden lang beliebig oft innerhalb der gewählten Zonen reisen. Beim Kauf eines Kurzstreckentickets gilt der Beförderungsanspruch in Berlin für nur drei S- Bahnstationen.

Der Preis für einen Einzelfahrausweis beträgt für die Zonen AB 3,90 DM und für die Zonen ABC 4,20 DM.16

3.3.2 Tageskarten

Tageskarten gelten ab Entwertung bis 03:00 Uhr des Folgetages für eine beliebige Anzahl an Fahrten innerhalb der gewählten Zonen. Diese Karten kosten für zwei Berliner Zonen 7,80 DM und für die Zonen ABC 8,50 DM. Die Tageskarte ist beispielsweise geeignet für Stadtbesichtigungen.17

3.3.3 Kleingruppenkarten

Kleingruppenkarten gelten analog zu den Tageskarten ab Entwertung bis 03:00 Uhr des Folgetages für eine beliebige Anzahl an Fahrten innerhalb der gewählten Zonen. Diese Karten sind jedoch für gemeinsame Fahrten von bis zu 5 Personen gültig. Die Kosten für eine solche Karte liegen für zwei Zonen bei 20,- DM und für drei Zonen bei 22,50 DM. [11]

3.3.4 Familienticket

Die ehemaligen Familientickets die es zwei Erwachsenen und einer beliebigen Anzahl eigenen Kinder ermöglichte preisgünstig den ÖPNV zu nutzen, sind seit der Einführung des VBB nicht mehr zu finden.

Alle Fahrausweise, außer die Kurzstreckenkarte gelten auch auf den Zügen von DB Regio sofern sich die Linien innerhalb der gelösten Teilbereiche befinden. Die Tickets gelten nicht auf Ausflugs- oder Sonderlinien, berechtigen jedoch zur Mitnahme eines Hundes.

3.3.5 Besondere Event-Tickets

Zu besonderen Berliner Veranstaltungen wie zum Beispiel der Love Parade oder großen sportlichen Ereignissen versucht die Berliner S-Bahn durch tarifliche Vergünstigungen die Besucher dieser Events zu veranlassen, mit dem ÖPNV und nicht mit dem MIV an zu reisen.

Beispielsweise werden anläßlich der Love Parade „No Limit“ – Tickets verkauft. Dieses Ticket berechtigt zur vollständigen Nutzung der am VBB beteiligten Verkehrsunternehmen ab Freitag, 18:00 Uhr bis Sonntag, 24:00 Uhr. Während zwei Tageskarten ca. 17,- DM kosten würden, bezahlt der Kunde für das „No Limit“ – Ticket nur 10,- DM.

3.4 Veranstaltungen der S – Bahn Berlin GmbH

Die S-Bahn GmbH hat in den letzten Jahren entdeckt, daß man die S-Bahn nicht nur als Transportmittel zu bestimmten Zielen nutzen kann, sondern daß die S-Bahn selbst als ein Stück Geschichte viele Interessenten hat. Diese Nachfrage versucht man durch unregelmäßige Sonderfahrten mir S-Bahnzügen älteren Baujahres oder Besichtigungsmöglichkeiten von Stellwerken usw. zu befriedigen.

Des weiteren erkannte man, daß man mit Sonderfahrten auf den Berliner S-Bahn- Bögen und anderen Güter - Gleisstrecken eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Bus – Stadtrundfahrt bietet. Diesen Umstand hat man durch unregelmäßige Sonderzüge anläßlich großer Events, wie beispielsweise der Reichstagsverhüllung, bereits genutzt. Um dieses Potential weiter zu nutzen, will man im Sommer 1999 mit der Panorama – S- Bahn neue Interessenten heranziehen.

[...]


1 Freizeitverkehr mit SPNV und Fahrrad

2 Gemeinsamer Tarif der VBB, 04/99, VBB

3 Freizeitverkehr mit SPNV und Schiene

4 Auswertung Streckennetzplan 04/99 VBB

5 Internet: www.sbahngmbh.de

6 Kursbuch Sommerfahrplan Berlin / Brandenburg 1999

7 Flyer „Wie preiswert darfs denn sein?“, Deutsche Bahn Reise und Touristik

8 Flyer: „IR-Sommerspezial“, Deutsche Bahn AG

9 Flyer „Mit dem jwd-Menü-Ticket Brandenburg genießen“, Deutsche Bahn AG

10 Flyer „FerienTicket“ der DB Reise und Touristik

11 Internet: www.bahn.de/pverkehr/ermaessigung

12 Flyer „BahnTours“, DB Reise und Touristik

13 Radzeit Ausgabe 96/99

14 Internet: www.dbag.de

15 Fahrkartenautomaten S-Bahn Berlin

16 Gemeinsamer Tarif des Verkehrsverbundes Berlin – Brandenburg, 01.04.99, VBB

17 www.sbahngmbh.de/panorama

36 von 36 Seiten

Details

Titel
Freizeitverkehr mit der DB AG und der S-Bahn AG in Berlin und Brandenburg
Note
1,7
Autor
Jahr
1999
Seiten
36
Katalognummer
V103717
Dateigröße
869 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freizeitverkehr, S-Bahn, Berlin, Brandenburg
Arbeit zitieren
Jenny Zower (Autor), 1999, Freizeitverkehr mit der DB AG und der S-Bahn AG in Berlin und Brandenburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103717

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