Die deutsch-russische Zusammenarbeit in der Chemieindustrie. Kooperationstheoretische Analyse und aktuelle Herausforderungen


Bachelorarbeit, 2020

38 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Politische und wirtschaftliche Aspekte der Zusammenarbeit von deutschen und russischen Unternehmen
2.1 Deutschlands Interesse an der Zusammenarbeit mit Russland
2.2 Interessen Russlands an einer Kooperation mit Deutschland

3 Potenziale und Schwierigkeiten einer Kooperation

3.1 Vorteile einer Kooperation
3.2 Risiken und Probleme einer Kooperation

4 Kooperationen in der Chemieindustrie

4.1 Zusammenarbeit von BASF und Sibur - als nationale Chemie-Champions
4.2 STEP-Analyse und SWOT-Analyse - theoretische Grundlagen
4.3 Praktische Anwendung der Instrumente für die Kooperationsanalyse
4.4 Änderungen in der Arbeit zwischen BASF und SIBUR aufgrund aktueller Herausforderungen und Sanktionen

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Art der Auswirkungen von Faktoren auf die Tätigkeit des Unternehmens: STEP-Analyse von SIBUR

Tabelle 2: Wettbewerber von SIBUR

Tabelle 3: SWOT-Analyse von SIBUR HOLDING

Tabelle 4: Art der Auswirkungen von Faktoren auf die Tätigkeit des Unternehmens: STEP-Analyse von BASF

Tabelle 5: SWOT-Analyse von BASF

Abkürzungsverzeichnis

OHSAS Occupational Health and Safety Assessment Series

OAO Offene Aktiengesellschaft

OOO Gesellschaft mit beschränkter Haftung

PAO Öffentliche Aktiengesellschaft

1 Einleitung

Die deutsch-russischen Beziehungen haben eine jahrhundertealte Geschichte. Diese lange Zusammenarbeit kann mit den historischen Relationen der beiden Länder, der geografischen Lage und mit der Vernetzung der Volkswirtschaften verbunden werden. Im Jahr 1913 war die Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) der wichtigste Handelspartner der Russische Föderation (Russland) : 29,8 % des russischen Exports und 47,5 % des Imports sind entfallen.1 In der heutigen Zeit bleibt Deutschland ein bedeutsamer Wirtschaftspartner von Russland. Die Ausfuhr aus Russland nach Deutschland für den Zeitraum 2013-2018 belief sich auf 180,5 Mrd. USD.2

Deutschland ist für Russland Geschäftspartner Nummer 3 mit einem Anteil von 7,4%.3 Die Einfuhr nach Russland aus Deutschland für den Zeitraum 2013-2018 betrug 160,3 Mrd. USD.4 Bezogen auf den Import steht Deutschland an zweiter Stelle mit einem Importvolumen von 11%.5

Darüber hinaus fungiert Deutschland als ein wichtiger Investor für Russland. Im Jahr 2018 sind die Investitionen der deutschen Unternehmen in Russland um 26% auf ein Rekordniveau von 2,4 Mrd. USD gestiegen und das Volumen des gegenseitigen Handels hat sich um 19% auf 59,6 Mrd. USD erhöht.6 Gegenwärtig sind 4.700 Unternehmen in Russland wirtschaftlich tätig, in diesen sind ca. 270.000 Arbeitnehmer beschäftigt.7

Deutschland hat das größte Investitionsvolumen bezogen auf den Gesamtmarkt.8 Diese Investitionen werden in russische Industrieparks und industrielle Sonderwirtschaftszonen getätigt.9

Von 1998 bis 2017 beliefen sich die deutschen Investitionen für russische Projekte auf 186 Mrd. USD.10 Der überwiegende Anteil der Investitionen (112 Mrd. USD) entfällt auf die Automobilindustrie, mehr als 17 Mrd. USD werden in die Energie- sowie Schwermaschinenindustrie und 14,6 Mrd. USD in die Chemieindustrie investiert.11 15 russische Industriezweige haben sich für deutsche Investitionen als gewinnbringend erwiesen.12

Da die Russische Föderation seit vielen Jahren die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Vereinten Europa zu bilden versucht, ist die Partnerschaft mit der Bundesrepublik Deutschland sehr vorteilhaft, weil das Land eine wichtige Rolle in Europa spielt. Das hilft Russland, durch Deutschland neue wirtschaftliche Beziehungen mit anderen Mitgliedern der Europäischen Union aufzubauen und die bestehenden wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren vielfältige Kooperationen zwischen den Unternehmen der beiden Länder aufgebaut.

Die gemeinsame Zusammenarbeit des weltgrößten Chemiekonzerns BASF SE (BASF) mit Sitz in Deutschland und des größten russischen petrochemischen Konzerns SIBUR Holding (SIBUR) ist eine bedeutende Kooperation der letzten Jahre, auf deren Grundlage sich die folgenden Forschungsfragen befassen:

- Welche Ziele wollen die Unternehmen durch die Kooperation erreichen?
- Welche Probleme können durch die Zusammenarbeit entstehen?
- Wie können diese Probleme gelöst werden?

Diese wirtschaftliche Ausarbeitung stellt zunächst die wichtigsten Aspekte der Zusammenarbeit deutscher und russischer Unternehmen sowie die Potenziale und Schwierigkeiten der Kooperation dar. Nachfolgend werden die Instrumente für die Kooperationsanalyse erläutert und in der Zusammenarbeit zwischen BASF und SIBUR eingesetzt. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit den Methoden der Verbesserungen der Kooperation zwischen BASF und SIBUR .

2 Politische und wirtschaftliche Aspekte der Zusammenarbeit der deutschen und russischen Unternehmen

2.1 Deutschlands Interesse an der Zusammenarbeit mit Russland

Deutschland, als führende Handelsmacht, ist stark an der Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland interessiert. Die Attraktivität Russlands für die deutsche Wirtschaft besteht in einer Kombination der folgenden Faktoren:

- verfügbare Rohstoffbasis,
- schwacher Rubel bei vergleichsweise niedrigem Lohnniveau,
- relativ hoher Anteil der staatlichen Aufträge,
- schnelle und hohe Kapitalrendite,
- vergleichsweise niedrige Steuern und Gebühren,
- Möglichkeit der gemeinsamen Ausbeutung der nutzbaren Bodenschätze.

In letzter Zeit versuchen deutsche Unternehmen, Geschäftsbeziehungen mit russischen Unternehmen aufzubauen bzw. zu vertiefen. Deutsche Unternehmen sind aktiv für die Aufhebung der Sanktionen und die Wiederaufnahme der gegenseitig vorteilhaften Beziehungen, weil während der Sanktionen ein großer Teil der Wirtschaftsbeziehungen unterbrochen wurde. Auch Projekte, die zur Expansion der deutschen Wirtschaft in Russland beitragen, werden aktiv entwickelt.

2.2 Interessen Russlands an einer Kooperation mit Deutschland

Was die Russische Föderation betrifft, spielen die Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland eine wichtige Rolle, da Russland die Freundschaftsbeziehungen mit der Europäischen Union (EU) auszubauen versucht. Deutschland hat zusammen mit entwickelten Staaten Europas eine starke Position in der modernen Weltwirtschaft und nimmt fest den ersten Platz in EU bezogen auf das Außenhandelsvolumen nach dem Umfang des Außenhandels ein.13 Außerdem gehört Deutschland zu den führenden Industrieländern der Welt. Die deutsche Wirtschaft hat viele Vorteile für russische Geschäftsaktivitäten. Die wesentlichen Vorzüge dafür sind:

- politische Stabilität
- sicheres administratives und rechtliches Umfeld
- hoch qualifizierte Arbeitskräfte
- Innovations- und Forschungskraft
- gute Logistik und Infrastruktur
- große produktive Kraft
- Nähe zu westeuropäischen und osteuropäischen Märkten
- Vielfalt der Geschäftsbereiche für Kooperation.14

In den letzten fünf Jahren haben die russisch-deutschen Beziehungen, nachdem sie die Phase der Stagnation im Jahr 2014 bestanden hatten, die wichtigen Anreize für ihre weitere Entwicklung erhalten.

3 Potenziale und Schwierigkeiten einer Kooperation

3.1 Vorteile einer Kooperation

Die Kooperation zwischen den Unternehmen eröffnet viele Perspektiven und Chancen für eine weitere ergiebige Entwicklung des Geschäfts. Viele Unternehmen streben die Kooperationen an, um Probleme gemeinsam in einer schwierigen Umgebung zu lösen.15

Durch die Zusammenarbeit können Spezialisierungs- und Kostenvorteile erreichet werden16 Den Unternehmen ergibt sich die Möglichkeit, die internen Kosten durch Skaleneffekten und durch gemeinsame Einkäufe oder größere Einkaufsvolumina zu senken.17

Ein weiterer Vorteil der Kooperationen besteht darin, dass die Unternehmen Know-How des Kooperationspartners nutzen können, um Innovationsvorteile für die Produkte zu erzielen oder gemeinsam zu erarbeiten.18

Durch die Risikoverteilung auf mehrere Kooperationspartner besteht die Möglichkeit, das Risiko zu minimieren.19 Es ist besonders für finanzschwache Unternehmen empfehlenswert, um die Aufwendungen gemeinsam zu tragen.20

Der Zugang zu komplementären Kernkompetenzen ist auch einer der wichtigsten Gründe für eine Kooperation.21 Durch die Verbindung der Kernkompetenzen können die Unternehmen auf dem Markt zusammenwachsen und ihr strategisches Potenzial verwirklichen, indem sie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.22

Diese Vorteile können zu einer Gewinnsteigerung im Vergleich zu den Vorteilen, die im Rahmen einer autonomen Entwicklungsstrategie bestehen, führen.

Ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Unternehmen aus Deutschaland und Russland ist die Kooperation zwischen dem Technologiezentrum MST. Factory Dortmund1 GmbH (MST. Factory Dortmund1), welches sich mit der Entwicklung im Bereich der Mikro- und Nanoelektronik beschäftigt mit den russischen Unternehmen Optogan OOO (Optogan), welches Leuchtdioden herstellt, und Innolume OOO (Innolume) , welches Laserdioden produziert.23 Durch die Zusammenlegung des jeweiligen Know-Hows ist es den Unternehmen gelungen, eine High-Tech-Produktion zu organisieren. Mithilfe dieser Kooperation können Waren produziert werden, welche auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähig sind.

Im Jahr 2019 haben die Russischen Eisenbahnen OAO (die Russischen Eisenbahnen) einen Kooperationsvertrag mit Siemens AG (Siemens) für den Kauf von Hochgeschwindigkeitszügen Sapsan bei Deutschland mit der Nutzung der russischen Komponenten geschlossen.24 Siemens hat die Instandhaltung und Reparatur der Eisenbahnfahrzeuge übernommen.25 Die Russische Eisenbahnen hat eigenentwickelte Komponenten wie bspw. Sicherheitssysteme sowie Funksysteme bereitgestellt.26

Durch die Kombination der Technologien können Kostensenkungen erzielt werden. Da die Prüfung und Einstellung der Komponenten durch russische Spezialisten in Deutschland organisiert wird, erfolgt ein Austausch von Wissen und Technologie. Dies führte wiederum zur technischen Verbesserung der Züge.

Zudem hat Siemens einen Kooperationsvertrag mit einem anderen russischen Unternehmen, Silovie Maschine AG, abgeschlossen.

Dank der Nähe zu den staatlichen Aufträgen und dem im Vergleich günstigen Arbeitskräften hat Silovie Maschine AG selbst und dem Unternehmen Siemens die Verträge für die Modernisierung von Kraftwerken in Russland und den Absatzmarkt zu erhalten erlaubt. Siemens hat seine Technologie geteilt, um den Betrieb der Kraftwerke zu verbessern.

3.2 Risiken und Probleme einer Kooperation

Trotz der Vielzahl positiver Effekte, die sich durch eine Kooperation ergeben, sollten auch die Probleme einer Kooperation berücksichtigt werden, welche eine sofortige Entscheidungsfindung erfordern oder zu einer Kündigung der Kooperationsbeziehung führen können. Folgende Probleme können als Beispiel aufgeführt werden:

- Die Notwendigkeit einer Kooperation, die Kooperationsverhandlungen und der anschließende Verwaltungsaufwand der Kooperation stellen einige wesentliche Entscheidungsfaktoren dar, ob Unternehmen miteinander kooperieren oder nicht, da durch diese Entscheidungsfaktoren zusätzliche Transaktionskosten anfallen. Eine beachtliche Zahl von Kooperationen scheitert häufig daran, dass die Unternehmen nicht darauf achten, ihr Management gut und vor allem rechtzeitig zu organisieren.27
- In einer Kooperation kann eine Vielzahl von Entscheidungen nicht eigenständig getroffen werden, sondern müssen mit dem Kooperationspartner abgestimmt und vereinbart werden. Eine Kooperation führt zu einer verminderten Autonomie des Kooperationsunternehmens,28 die zu einer erschwerten Kontrolle der Leistungsprozesse führen kann.
- Für die Kooperationsunternehmen besteht eine hohe Gefahr opportunistischen Verhaltens,29 welches sich aus dem gegenseitigen Misstrauen der Kooperationspartner ergibt, wenn diese mehr darauf konzentriert sind, ihre eigenen Ziele zu verfolgen, oder wenn Unklarheiten bei der Aufgabenverteilung bestehen.
- Eine enge Zusammenarbeit kann einige Konflikte verursachen.30 Bei häufiger Zusammenarbeit und einem starken Ressourcenfluss ist die Konfliktwahrscheinlichkeit größer als bei geringen Interaktionen.31

Im Jahr 2007 hat Continental AG (Continental) die Aktien der Matador GmbH gekauft. Infolgedessen ist Continental Miteigentümer des Joint Ventures auf dem Territorium der Omsk Fabrik mit Sibur: russische Reifen OOO (Sibur: russische Reifen) geworden. Trotz aller externen günstigen Voraussetzungen für die Lokalisierung der Produktion bzw. zur Verringerung der Kosten zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der gemeinsamen Produkte, ist die Kooperation gescheitert.

Die Partner konnten sich nicht über die Modernisierung der Produktion einigen. Continental war mit der Qualität und der Menge der Produkte, die in Produktionsausschuss gegangen sind, nicht zufrieden. Zugleich wollte Sibur: russische Reifen keine zusätzlichen finanziellen Kosten für die Modernisierung der Produktion ausgeben. Am Ende hat Sibur: russische Reifen den Partneranteil von Continental an dem Joint Venture gekauft.

Die Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken einer Kooperation werden an der Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Chemiekonzern BASF und dem führenden russischen petrochemischen Unternehmen SIBUR beispielhaft untersucht.

4 Kooperationen in der Chemieindustrie

4.1 Zusammenarbeit von BASF und Sibur - als nationale Chemie-Champions

Zuerst wird der Konzern BASF analysiert. Dieser wurde im Jahre 1865 als die Badische Anilin- und Sodafabrik mit dem offiziellen Hauptsitz in Mannheim von Friedrich Engelhorn gegründet.32 Zwischen 1925 und 1945 war BASF Mitglied in der I.G. Farben AG. Im Jahr 1952 hat einer der größten Chemiekonzerne weltweit seinen Hauptsitz nach Ludwigshafen am Rhein gewechselt.33 Das Unternehmen hat zwölf Unternehmensbereiche mit sechs Segmenten: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition&Care, Agricultural Solutions und betreibt sechs Verbundstandorte sowie 361 weitere Produktionsstandorte in mehr als 90 Ländern.34 Die Unternehmensbereiche steuern 54 globale und regionale Geschäftseinheiten und entwickeln Strategien für die 76 Produktbereiche. Der Konzern ist weltweit unternehmerisch tätig.35

Die Unternehmensphilosophie / -leitpolitik ist darauf ausgerichtet, durch innovative Entwicklungen und unternehmerische Entscheidungen chemische Stoffe für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.36 Der Kern der Leitpolitik zielt auf die Zufriedenheit der Kunden ab.37 Das Management-System basiert auf dem System der internationalen Standards ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001, ISO 45001.38 Das Management-System beinhaltet einen kontrollierten Prozess für Qualitätskontrolle, Produktionstechnoligie, Energiemangent sowie Umweltmanagement.39 Dem System liegen verschiedener internationaler Standards zugrunde. Dadurch ist die Unternehmensorganisation für jede Branchenspezialisierung und Unternehmensgröße geeignet. Dies ist bei einer Zusammenarbeit auf dem internationalen Markt nützlich.

Das Öl-Gaschemische Unternehmen SIBUR ist im sibirischen Ural Gebiet sesshaft und im Jahr 1995 aufgrund der Initiative der russischen Regierung gegründet.40 Zu Beginn hat Sibur mehrere Erdgasverarbeitungswerke in Westsibirien, das Gasverarbeitungs-Werk in Krasnodar und Perm verbunden.41 Im Laufe der Zeit wurde das Unternehmen privatisiert und befindet sich im Eigentum mehrerer Gesellschafter.42

Mit der Zeit ist es SIBUR gelungen, die neuen Organisationen zu vereinigen.43 Die Holdinggesellschaft SIBUR sammelt und verarbeitet Erdölprodukte, produziert Kautschuke, Kunststoff, Polyethylen und liefert sowohl innerhalb Russlands als auch ins Ausland.44 Die Fabriken der Holding befinden sich in ganz Russland: Blagoweschtschensk, Nizhnevartovsk, Perm, Toljatti, Tomsk und in anderen Städten.45 Die Produkte werden an mehr als 20 Produktionsstandorten hergestellt, in Russland verwendet und in mehr als 90 Ländern der Welt an circa 1.400 große Verbraucher exportiert.46

Das qualitative Wachstum sowie das Bewusstsein der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und der Gesellschaft sind Bestandteil der Strategieentwicklung von SIBUR.47 Das Management-System basiert auf internationalen Standards wie beispielsweise dem professionellen Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem, dem Qualitätsmanagementsystem, dem Umweltmanagementsystem sowie dem Energiemanagementsystem.48

Die Verwendung dieser Standards weist auf eine internationale Ausrichtung des Kontrollsystems aus, welche für die Entwicklung von Produktionsbeziehungen genutzt werden können.

Die Entwicklungsstrategie beider Unternehmen zielt darauf ab, eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Darüber hinaus überwachen sowohl SIBUR als auch BASF sorgfältig die Einhaltung der Standards des Managementsystems. SIBUR arbeitet stets daran, die Qualität seiner Produkte zu verbessern. BASF ist weltweit in der Herstellung von Polymeradditiven führend.

Beide Unternehmen sind daran interessiert, mit zuverlässigen Partnern zusammenzuarbeiten. Im Mai 2019 haben BASF und SIBUR eine Vereinbarung über die Entwicklung innovativer Lösungen im Bereich der Polymerproduktion auf der Grundlage des Forschungszentrums Polylab unterzeichnet. Die Investitionen für die Schaffung des Zentrums beliefen sich auf 2,2 Mrd. Rbl. Der synergetische Effekt und seine Ergebnisse werden nach der Durchführung der SWOT-Analyse betrachtet.

4.2 STEP-Analyse und SWOT-Analyse - theoretische Grundlagen

Die SWOT-Analyse (Strengths-Stärken, Weaknesses-Schwächen, Opportunities-Chancen und Threats-Risiken) ist ein Hilfsinstrument, welches die internen und externen Faktoren des Umfeldes eines Unternehmens berücksichtigt.49 Von diesen Faktoren hängt die weitere Entwicklung des Unternehmens auf dem Markt ab. Anhand der Analyse ist es möglich, zu beurteilen, ob das Unternehmen über die internen Kräfte und Ressourcen verfügt, um die vorhandenen Möglichkeiten zu realisieren und Bedrohungen zu begegnen.

Bei der Durchführung dieser Analyse werden im ersten Schritt die Stärken und Schwächen eines Unternehmens (interne Faktoren) sowie die Chancen und Risiken (externe Faktoren) bestimmt.50 In einem weiteren Schritt werden alle rangierten Daten nach dem Ausmaß des Einflusses auf das Unternehmen in eine Key-Issue Matrix zusammengefasst, die aus vier Hauptfeldern besteht.51

[...]


1 Vgl. Die russische Akademie der Wissenschaften das Institut der russischen Geschichte (1995).

2 Vgl. Die Datenbank Ru-Stat der Exporte und Importe der Russischen Föderation (2020).

3 Vgl. Die Datenbank Ru-Stat der Exporte und Importe der Russischen Föderation (2020).

4 Vgl. Die Datenbank Ru-Stat der Exporte und Importe der Russischen Föderation (2020).

5 Vgl. Die Datenbank Ru-Stat der Exporte und Importe der Russischen Föderation (2020).

6 Vgl. EurAsia Daily (2019).

7 Vgl. EurAsia Daily (2019).

8 Vgl. EurAsia Daily (2019).

9 Vgl. EurAsia Daily (2019).

10 Vgl. EurAsia Daily (2019).

11 Vgl. EurAsia Daily (2019).

12 Vgl. EurAsia Daily (2019).

13 Vgl. Statista (2020).

14 Vgl. Wissenschaftliche elektronische Bibliothek CyberLeninka (2014), S.36.

15 Vgl. Theurl/Schweinsberg (2004), S.18.

16 Vgl. Zentes/Swoboda/Morschett (2005), S.336.

17 Vgl. Zentes/Swoboda/Morschett (2005), S.336.

18 Vgl. Balling (1998), S.76.

19 Vgl. Zentes /Swoboda/Morschett (2005), S.337.

20 Vgl. Zentes /Swoboda/Morschett (2005), S.337.

21 Vgl. Theurl/Schweinsberg (2004), S.12.

22 Vgl. Theurl/Schweinsberg (2004), S.12.

23 Vgl. Wissenschaftliche elektronische Bibliothek CyberLeninka (2014), S.42.

24 Vgl. Staatliche russische Nachrichtenagentur TASS (2019).

25. Vgl. Staatliche russische Nachrichtenagentur TASS (2019).

26 Vgl. Staatliche russische Nachrichtenagentur TASS (2019).

27 Vgl. Theurl/Schweinsberg (2004), S.34.

28 Vgl. Balling (1998), S.142.

29 Vgl. Zentes/Swoboda/Morschett (2005), S.338.

30 Vgl. Balling (1998), S.133.

31 Vgl. Balling (1998), S.133.

32 Vgl. Homepage der BASF SE (2020).

33 Vgl. Homepage der BASF SE (2020).

34 Vgl. Homepage der BASF SE (2020).

35 Vgl. Homepage der BASF SE (2020).

36 Vgl. Homepage der BASF SE (2020).

37 Vgl. Homepage der BASF SE (2020).

38 Vgl. Homepage der BASF SE (2020).

39 Vgl. Homepage der BASF SE (2020).

40 Vgl. Homepage der SIBUR Holding (2020).

41 Vgl. Homepage der SIBUR Holding (2020).

42 Vgl. Homepage der SIBUR Holding (2020).

43 Vgl. Homepage der SIBUR Holding (2020).

44 Vgl. Homepage der SIBUR Holding (2020).

45 Vgl. Homepage der SIBUR Holding (2020).

46 Vgl. Homepage der SIBUR Holding (2020).

47 Vgl. Homepage der SIBUR Holding (2020).

48 Vgl. Homepage der SIBUR Holding (2020).

49 Vgl. Kotler/Keller/Opresnik (2017), S.55.

50 Vgl. Satz Schneider (2013), S.41.

51 Vgl. Satz Schneider (2013), S.41.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Die deutsch-russische Zusammenarbeit in der Chemieindustrie. Kooperationstheoretische Analyse und aktuelle Herausforderungen
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
2,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
38
Katalognummer
V1037242
ISBN (eBook)
9783346430908
ISBN (Buch)
9783346430915
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zusammenarbeit, chemieindustrie, kooperationstheoretische, analyse, herausforderungen
Arbeit zitieren
Polina Mishutina (Autor), 2020, Die deutsch-russische Zusammenarbeit in der Chemieindustrie. Kooperationstheoretische Analyse und aktuelle Herausforderungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037242

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