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"Les bonnes à tout faire". Die Dienstmädchenwanderung im 19. Jahrhundert

Título: "Les bonnes à tout faire". Die Dienstmädchenwanderung im 19. Jahrhundert

Trabajo , 2021 , 26 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia - Otros
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Absicht dieser Hausarbeit ist es, die Geschichte der Migration der Dienstmädchen im 19. Jahrhundert in Hinblick auf die "Les bonnes à tout faire" in Paris zu untersuchen. Für die Frauengeschichte ist dieses Thema von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Einleitend wurde bereits deutlich, dass der Anteil der Frauen innerhalb weniger Jahre signifikant zugenommen hat. Daher soll der Fragestellung nachgegangen werden, warum so viele junge Frauen nach Paris migriert sind und warum sie trotz der widrigen Umstände dortgeblieben sind.

Zu Beginn wird die methodische Vorgehensweise genauer erläutert. Im theoretischen Teil werden verschiedene Begrifflichkeiten näher betrachtet und definiert. Ferner erfolgt ein Einblick in die verschiedenen Migrationsformen. Hierbei bildet die Eingrenzung auf die Arbeitswanderung, sowie die Dienstmädchen- und Hausarbeiterinnenwanderung die theoretische Grundlage. Ferner soll ein Einblick auf Frauen in der Migrationsgeschichte eine grundsätzliche Einordnung ermöglichen. Anschließend wird die Migration vom Land in die Stadt betrachtet. Hierbei wird besonders auf die Ankunft in Paris eingegangen.

Unmittelbar damit zusammenhängend erfolgt eine Untersuchung der Migration mit und ohne Netzwerk. Ferner werden der Pariser Arbeitsmarkt und der soziale Status der Dienstmädchen untersucht. Im Fokus des nächsten Teils stehen die verschiedenen Probleme und Schwierigkeiten Hier erfolgt eine Untergliederung in die Vermittler, Werber und Agenturen, die Qualifikationen und den Arbeitsschutz, sowie die Prostitution. Zum Schluss werden die zusammengetragenen Ergebnisse im Fazit analysiert und die Fragestellung beantwortet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Methodik

III. Theorie

1. Was ist Migration?

2. Migrationsformen

3. Frauen in der Migrationsgeschichte

IV. Vom Land in die Stadt

1. Ankunft in Paris

1.1 Migration mit Netzwerk

1.2. Migration ohne Netzwerk

2. Pariser Arbeitsmarkt und sozialer Status

V. Probleme und Schwierigkeiten

1. Vermittler, Werber und Agenturen

2. Herkunft, Qualifikation und Arbeitsschutz

3. Prostitution: Die Mädchen der Nacht

VI. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Migrationsgeschichte deutscher Dienstmädchen im 19. Jahrhundert mit einem Fokus auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen in Paris als sogenannte „bonnes à tout faire“. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Beweggründen für die Migration dieser Frauen in die französische Hauptstadt sowie den Faktoren, die sie trotz oft prekärer und ausbeuterischer Lebensumstände dazu bewegten, in Paris zu bleiben.

  • Migration und Arbeitswanderung im 19. Jahrhundert
  • Die Rolle von sozialen Netzwerken bei der Auswanderung
  • Strukturen des Pariser Arbeitsmarktes für weibliche Dienstboten
  • Problematiken wie Ausbeutung durch Vermittler und Prostitution
  • Soziale Isolation und prekäre Arbeitsschutzbedingungen

Auszug aus dem Buch

1. Ankunft in Paris

Bei dem Großteil der Dienstmädchen handelte es sich um junge und ledige Frauen ländlicher Herkunft, die ohne männlichen Schutz nach Paris reisten. Die Altersstruktur lag ungefähr zwischen 15 und 35 Jahren. Die Mädchen verfügten im Allgemeinen nur über eine geringe Schulbildung und keinerlei finanzielle Rücklagen. Hinzu kam, dass die meisten von ihnen nicht über die nötigen Sprachkenntnisse verfügten. Somit war der Großteil vollkommen ungelernt und unerfahren. Im Idealfall hatten die jungen Mädchen sich von zu Hause aus bereits eine Stelle ausgewählt oder traten die Nachfolge einer Schwester oder Bekannten an. Häufig war dies nicht der Fall, sodass ihre Ahnungslosigkeit von privaten Gesindevermittlern und anderen ausnutzt wurde. Um diese Form der Ausbeutung zu verhindern, wurden verschiedene Initiativen und kirchlich orientierte Organisationen gegründet.

Zeitungen, sowie die deutschen kirchlichen Einrichtungen warnten eindringlich davor, nicht ohne feste Stelle und genügend Geldmittel nach Paris zu reisen.

„Eltern! Glaubet nicht, da[ss] es einerlei ist, durch welche Vermittlung Eure Tochter eine Stellung findet. Folget nicht den Lockungen der Büros, die in gewissen Zeitungen Eure Kinder durch hohe Löhne anziehen wollen. Wenn die Kinder ankommen, heißt es: „Sie können nicht genügend [F]ranzösisch, oder sie verstehen die Arbeit nicht. Sie können nicht so viel bekommen.“ Die Büros schicken die Mädchen auf egal welche Stellen und sagen ihnen: „Sie passen besser in ein Atelier oder in eine Fabrik.“ Und dann sind die Kinder sich selbst überlassen, mieten ein Zimmer und gehen zu Grunde.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung skizziert die massive Migration deutscher Frauen nach Paris im Zuge der Industrialisierung und definiert das Ziel der Arbeit, die Lebensrealität der „bonnes à tout faire“ zu beleuchten.

II. Methodik: Dieses Kapitel erläutert den qualitativen Charakter der Literaturarbeit und die Anwendung der Schneeballmethode bei der Recherche.

III. Theorie: Hier werden zentrale Begriffe der Migrationsforschung definiert und auf die spezifische Gruppe der Dienstmädchen und Hausarbeiterinnen angewandt.

IV. Vom Land in die Stadt: Das Kapitel analysiert die Gründe für die Landflucht, die Ankunft in Paris und die Bedeutung von Migrationsnetzwerken sowie den Arbeitsmarktstatus der Dienstmädchen.

V. Probleme und Schwierigkeiten: Dieses Kapitel beleuchtet die Gefahren der Stellensuche, die Rolle zwielichtiger Vermittlungsagenturen, den fehlenden Arbeitsschutz und den sozialen Absturz in die Prostitution.

VI. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage, indem es wirtschaftliche Motive, den Wunsch nach Unabhängigkeit und soziale Zwänge als Haupttreiber für die Migration und das Verbleiben in Paris identifiziert.

Schlüsselwörter

Migration, Dienstmädchen, Paris, 19. Jahrhundert, Arbeitswanderung, Frauenmigration, Industriegesellschaft, Dienstbotensystem, Ausbeutung, Vermittlungsagenturen, Prostitution, Arbeitsmarkt, soziale Netzwerke, Landflucht, Deutschland-Frankreich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Migration junger deutscher Frauen nach Paris im 19. Jahrhundert, die dort als Dienstmädchen, sogenannte „bonnes à tout faire“, tätig waren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Migrationsgründe, der Ablauf der Ankunft in der Großstadt, die Arbeitsbedingungen, soziale Netzwerke und die vielfältigen Gefahren und sozialen Problematiken dieser Berufsgruppe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für die massive Auswanderung dieser jungen Frauen zu klären und zu analysieren, warum sie trotz der häufig schwierigen und ausbeuterischen Lebensumstände vor Ort blieben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine qualitative Literaturarbeit, bei der Fachliteratur mittels Schneeballmethode sowie ergänzende Jahresberichte ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert dargelegt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung der Ankunft und Netzwerkarbeit, die Arbeitsmarktsituation sowie eine tiefgehende Analyse der Risiken wie Vermittlungsbetrug und Prostitution.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Dienstmädchenmigration, Arbeitswanderung, soziale Netzwerke, prekäre Arbeitsverhältnisse und die sozioökonomische Situation in Paris zur damaligen Zeit.

Welche Rolle spielten „Vermittlungsagenturen“ für die Dienstmädchen?

Sie fungierten als zweischneidiges Schwert: Einerseits waren sie eine notwendige Instanz für die Jobsuche, andererseits beuteten sie die unerfahrenen Frauen oft durch überhöhte Gebühren oder betrügerische Praktiken aus, was manche Frauen in die Prostitution trieb.

Was erfahren wir über das Schicksal der Dienstmädchen in Paris?

Viele der jungen Frauen lebten in kontinuierlicher Isolation, waren bei Krankheit schutzlos und sahen sich aufgrund der Scham über das Scheitern und fehlender finanzieller Mittel oft gezwungen, unter widrigen Bedingungen in Paris zu verharren.

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Detalles

Título
"Les bonnes à tout faire". Die Dienstmädchenwanderung im 19. Jahrhundert
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Historisches Seminar)
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
26
No. de catálogo
V1037267
ISBN (Ebook)
9783346452795
ISBN (Libro)
9783346452801
Idioma
Alemán
Etiqueta
dienstmädchenwanderung jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2021, "Les bonnes à tout faire". Die Dienstmädchenwanderung im 19. Jahrhundert, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037267
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