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Carl Peters. Eine Symbolfigur der deutschen Koloniallobby

Title: Carl Peters. Eine Symbolfigur der deutschen Koloniallobby

Term Paper , 2020 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Cristian Georgescu (Author)

History of Europe - Colonialism
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit einer der meistdiskutierten Personen der Zeit des Kolonialismus in Deutschland: Carl Peters. Statt eine akademische Laufbahn einzuschlagen, entschloss sich der promovierte Historiker Carl Peters, seinen Traum eines deutschen Kolonialreiches in Afrika in die Tat umzusetzen.

Es wird versucht, die Person Carl Peters näher zu betrachten. Seine Zeit vor der Kolonisation wird beleuchtet, da einige seiner späteren Motive begründet werden. Zudem wird auf seine Expeditionen, seine Gründe, die ihn dazu führten, eigenständig koloniale Erwerbungen für das Deutsche Reich durchzuführen, sowie seine Zeit als Reichskommissar und seine Taten eingegangen. Auch wenn Peters nicht mehr amtierender Reichskommissar in Deutsch-Ostafrika gewesen ist, so hat seine Kolonialpolitik dem Anschein nach Spuren hinterlassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ostafrika bis zum Auftreten Carl Peter‘ im Jahre 1884

3. Carl Peters – Kindheit, Schulausbildung und Studium

4. Gründung der ,,Gesellschaft für deutsche Kolonisation‘‘

5. Expeditionen nach Afrika

6. Die Emin-Pascha-Expedition

7. Carl Peters als Reichskommissar

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die historische Rolle von Carl Peters als eine der kontroversesten Figuren des deutschen Kolonialismus. Das Ziel ist es, seine persönliche Entwicklung und seine koloniale Tätigkeit vor dem Hintergrund der zeitgenössischen politischen Bestrebungen des Deutschen Reiches kritisch zu beleuchten und die Auswirkungen seines Wirkens in Ostafrika zu bewerten.

  • Biografische Einflüsse und Ausbildung von Carl Peters
  • Die Entstehung und Zielsetzung der "Gesellschaft für deutsche Kolonisation"
  • Die Analyse der Expeditionen und kolonialen Erwerbungen
  • Die Rolle von Peters als Reichskommissar und die Konflikte vor Ort
  • Die Bedeutung der kolonialen Expansionspolitik für das Deutsche Kaiserreich

Auszug aus dem Buch

3. Carl Peters – Kindheit, Schulausbildung und Studium

Carl Peters wurde am 27. September 1865 als achtes von elf Kindern in Neuhaus an der Elbe geboren. Der Vater, auch Carl Peters, war Pfarrer in dem Ort, die Mutter, Elise Peters, geborene Engel, führte den großen Haushalt und versorgte die Kinder.

Neuhaus gehörte seit 1814 zum Königreich Hannover und ab 1866 zur preußischen Provinz Hannover, war Amtssitz in einer wechselvollen Geschichte. Herzog Franz II. ließ hier um 1600 ein Residenzschloss errichten, das jedoch 1719 bereits abgerissen wurde und das anfallende Material wurde zum Bau des Jagdschlosses Göhrde verwendet. Zu Peters‘ Zeit waren nur noch das Pforthaus, die Münze und die Brennerei erhalten.

Vater Peters war eine äußerst befähigte, vielseitige, energische und selbstbewusste Persönlichkeit und spielte in der Region eine wichtige Rolle. Er engagierte sich im Deutschen Nationalverein, der 1859 durch Rudolf von Bennigsen gegründet wurde und auch im Neuhaus aktiv war, trat öffentlich auf und setzte sich für die Elbregion ein.

Der Vater dominierte in der Familie und prägte auch den Sohn Carl nachhaltig. Erzählungen und Reiseberichte von Afrika gehörten zu den frühen geistigen Einflüssen des jungen Carl. Im Neuhaus besuchte Carl die Vorschule und wurde von Lehrer Bonatz und Pastor Kreipe unterrichtet. 1870 trat in Untertertia des 464 Jahre alten Johanneums in Lüneburg ein. Ein Jahr später kam er jedoch in die Klosterschule Ilfeld im Harz. 1876 legte er die Reifeprüfung ab und wurde aus der Schule entlassen. Er hat sich dann an der Universität Göttingen in der Juristischen Fakultät immatrikulieren lassen, belegte aber ausschließlich Veranstaltungen der Fächer Geschichte, Geografie und Philosophie. Später verbrachte er auch Zeit an der Philosophischen Fakultät der Berliner Universität und in Berlin gründete er den sogenannten ,,Proppenbund‘‘.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historischen Hintergründe der europäischen Beziehungen zu Afrika und führt in die Person Carl Peters als zentrale Figur des deutschen Kolonialismus ein.

2. Ostafrika bis zum Auftreten Carl Peter‘ im Jahre 1884: Dieses Kapitel beschreibt die frühe Erforschung Ostafrikas durch Missionare und Reisende sowie das wachsende Interesse deutscher Firmen und Akteure an der Region.

3. Carl Peters – Kindheit, Schulausbildung und Studium: Hier werden die biografischen Grundlagen, die familiäre Prägung und der akademische Werdegang von Carl Peters beleuchtet.

4. Gründung der ,,Gesellschaft für deutsche Kolonisation‘‘: Das Kapitel behandelt die Initiative von Peters zur Gründung der Gesellschaft und die ersten Schritte zur Gewinnung von Kolonisationskapital.

5. Expeditionen nach Afrika: Es wird die Durchführung der ersten Expeditionen unter Leitung von Peters sowie der Erwerb von Gebieten durch Verträge mit lokalen Häuptlingen dargestellt.

6. Die Emin-Pascha-Expedition: Dieser Abschnitt erläutert die Rettungsexpedition für den Gouverneur Emin Pascha und die damit verbundenen machtpolitischen Interessen.

7. Carl Peters als Reichskommissar: Das Kapitel analysiert Peters' Zeit als Reichskommissar, sein hartes Militärregime im Kilimandjarogebiet und die Umstände seiner späteren Ablösung.

8. Fazit: Das Fazit fasst das Wirken von Peters zusammen und ordnet ihn als radikalen Vertreter des deutschen Kolonialismus ein, dessen ungestümes Vorgehen letztlich zum Scheitern führte.

Schlüsselwörter

Carl Peters, deutscher Kolonialismus, Ostafrika, Gesellschaft für deutsche Kolonisation, Reichskommissar, Expedition, Imperialismus, Kaiserreich, Kolonialpolitik, Kilimandscharo, Emin Pascha, Schutzgebiet, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Leben und Wirken von Carl Peters im Kontext des deutschen Kolonialismus Ende des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der kolonialen Expansionspolitik des Deutschen Reiches, der Rolle von Forschungs- und Handelsreisen sowie den politischen Konsequenzen für die afrikanischen Gebiete.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Motive und Methoden von Carl Peters kritisch zu hinterfragen und sein Scheitern als Kolonialakteur historisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung zeitgenössischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich von der biografischen Einleitung über die Gründung der Kolonisationsgesellschaft und die durchgeführten Expeditionen bis hin zu Peters' Tätigkeit als Reichskommissar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Carl Peters, Kolonialismus, Ostafrika, Imperialismus und deutsche Kolonialpolitik.

Warum lehnte Bismarck zunächst das Ersuchen von Peters ab?

Bismarck war anfangs skeptisch, da die Gebiete südlich des Sambesi als britisches Interessengebiet galten und er einen diplomatischen Konflikt mit Großbritannien vermeiden wollte.

Was führte schließlich zum Sturz von Peters als Reichskommissar?

Sein hartes Vorgehen gegen Einheimische sowie die eigenmächtige Hinrichtung seines Dieners und seiner Partnerin unter dem Vorwurf von Spionage und Desertion führten zu seiner Ablösung.

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Details

Title
Carl Peters. Eine Symbolfigur der deutschen Koloniallobby
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
1,3
Author
Cristian Georgescu (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V1037272
ISBN (eBook)
9783346452757
ISBN (Book)
9783346452764
Language
German
Tags
carl peters eine symbolfigur koloniallobby
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cristian Georgescu (Author), 2020, Carl Peters. Eine Symbolfigur der deutschen Koloniallobby, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037272
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