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Ursachen für die juristische Vorgehensweise der Weimarer Regierung nach dem Kapp-Lüttwitz-Putsch

Titel: Ursachen für die juristische Vorgehensweise der Weimarer Regierung nach dem Kapp-Lüttwitz-Putsch

Hausarbeit , 2021 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Matti Holst (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Hausarbeit soll es sein, die folgende Fragestellung zu beantworten: Wieso kamen die Putschisten des Kapp-Lüttwitz-Putsches mit einer weitgehenden Straffreiheit davon?

Und um dies zu erreichen, ist die Vorgehensweise dieser Hausarbeit methodisch aufgebaut. Im Hauptteil wird zunächst die Behandlung der Putschisten untersucht, sprich der Umfang der Amnestie, mit besonderem Fokus auf die ungleiche Behandlung der Linken und Rechten. Im Zuge dessen wird auf Literaturwerke, wie auch Quellen zurückgegriffen, was für die folgenden Abschnitte genauso gilt. Im Anschluss werden die Ursachen der (ungleichen) Behandlung einzeln aufgegriffen und ausführlich untersucht. Zum Ende wird noch ein Blick auf den restlichen Verlauf der Weimarer Republik in Bezug auf das Thema dieser Arbeit geworfen, bevor ein Fazit geschlossen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Historischer Kontext

2.2 Die ungleiche Behandlung der Putschisten

2.3 Die Ursachen der juristischen Vorgehensweise

2.4 Diskussion verschiedener Forschungsansätze

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Gründe für die weitgehende Straffreiheit der Putschisten nach dem Kapp-Lüttwitz-Putsch im Jahr 1920. Im Zentrum der Analyse steht die Frage, warum die Weimarer Republik trotz der Bedrohung ihrer demokratischen Ordnung keine konsequente juristische Aufarbeitung gegen die antidemokratischen Akteure durchsetzte.

  • Die Rolle der Reichswehr und der konservativen Machteliten
  • Der Einfluss der Angst vor dem Bolschewismus auf staatliches Handeln
  • Die ungleiche juristische Behandlung von rechten Putschisten und linken Arbeitern
  • Die Analyse der Amnestiepolitik im historischen Kontext der Weimarer Republik
  • Vergleich und Einordnung wissenschaftlicher Forschungsansätze zum Thema

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Ursachen der juristischen Vorgehensweise

Beschäftigt man sich mit dem Kapp-Lüttwitz-Putsch, so wird schnell deutlich, dass die Reichswehr einen großen Schwachpunkt der Weimarer Republik darstellte. Angriffe von links hätte sie ohne Zweifel mit entschiedener Härte und ohne Rücksicht auf Verluste abgewehrt, aber bei einem Angriff von rechts, wie es eben dieser Putsch war, sieht das anders aus. „Reichwehr schießt nicht auf Reichswehr“ hieß es ja während des Putsches, als die Regierung Unterstützung bei den nicht putschenden Teilen der eigenen Streitmacht suchte. Nach einem Beweis derartiger Illoyalität liegt der Gedanke nahe, das System der alten Offizierselite grundlegend zu säubern und umzukrempeln, um die Reichswehr republikfreundlich und somit loyal zu machen. Das entsprach auch den Forderungen der Arbeiterklasse, welche von der Regierung ja auch eigentlich zugesichert worden waren. Dass es zu einer Säuberung solchen Ausmaßes nicht kam, hat mehrere Gründe.

Zunächst befürchtete man, es bilde sich bei den Arbeitern im Ruhrgebiet nach den großen Erfolgen Hoffnungen einer bolschewistischen Revolution. Im Angesicht der Truppenstärke und den bereits kontrollierten Gebieten lag der Gedanke nun nicht mehr so fern, dass die Arbeiterklasse die Gelegenheit beim Schopfe packen könnte. Die Regierung erhielt nun vermehrt Briefe und Schreiben, die dazu aufriefen, den „roten Terror“ (die rote Ruhrarmee) zu stoppen, vor den „Bolschewisten“ warnten und die Forderung der Bevölkerung mitteilten, man solle den Aufstand so schnell wie möglich stoppen. In einem Brief vom Bürgerausschuss Wesel an den Reichsbürgerrat Berlin, geschrieben am 2. April 1920, wird neben generellen Warnungen vor den Bolschewisten auch energisch auf die ethnische Zusammensetzung der roten Ruhrarmee hingewiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Scheitern der Weimarer Republik an der Aufarbeitung des Kapp-Lüttwitz-Putsches dar und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Straffreiheit der Putschisten.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert den historischen Hintergrund, die systembedingte ungleiche Justizpraxis sowie die machtpolitischen Gründe, insbesondere die Abhängigkeit von Reichswehr und alten Eliten sowie die Furcht vor dem Bolschewismus.

2.1 Historischer Kontext: Dieses Kapitel skizziert den Versailler Vertrag als Ausgangspunkt der Unzufriedenheit und beschreibt den Verlauf des Putsches sowie die anfängliche Ankündigung der Regierung, hart durchzugreifen.

2.2 Die ungleiche Behandlung der Putschisten: Hier wird der Kontrast zwischen der Amnestierung der rechten Akteure und der rigorosen Verfolgung linker Aktivisten durch die Justiz aufgezeigt.

2.3 Die Ursachen der juristischen Vorgehensweise: Das Kapitel erläutert die Machtverhältnisse im Staatsapparat, die Rolle der Reichswehr und die prägende Angst vor einer bolschewistischen Revolution als Hauptursachen für die Milde gegenüber den Putschisten.

2.4 Diskussion verschiedener Forschungsansätze: Ein Vergleich der Autoren Hannover und Craig verdeutlicht, dass trotz unterschiedlicher Schwerpunkte Konsens über die Rolle der Eliten und die verpasste demokratische Chance besteht.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Demokratie in der Frühphase der Republik durch alte Machtstrukturen und Ängste in ihrer Handlungsfähigkeit massiv gehemmt war.

Schlüsselwörter

Kapp-Lüttwitz-Putsch, Weimarer Republik, Amnestie, Politische Justiz, Reichswehr, Bolschewismus, Rechtsradikalismus, Arbeiterbewegung, Rote Ruhrarmee, Machteliten, Hochverrat, Straffreiheit, Weimarer Koalition, Geschichte, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die juristische Aufarbeitung des Kapp-Lüttwitz-Putsches von 1920 und analysiert, warum die verantwortlichen Akteure weitgehend straffrei blieben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Reichswehr, die politische Justiz der Weimarer Republik, den gesellschaftlichen Umgang mit dem Bolschewismus und die Kontinuität konservativer Eliten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erklären, wieso trotz anfänglicher Ankündigungen einer harten Bestrafung durch die Regierung die Putschisten des rechten Lagers durch Amnestien und milde Urteile begünstigt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse historischer Dokumente sowie einem komparativen Vergleich maßgeblicher Literatur zu den politischen Justizverhältnissen in der Weimarer Zeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine Untersuchung der ungleichen Rechtsprechung zwischen linken und rechten Aktivisten, eine Analyse der Machtabhängigkeiten der Regierung sowie einen wissenschaftlichen Forschungsdiskurs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Kapp-Lüttwitz-Putsch, Politische Justiz, Reichswehr, Amnestie und Bolschewismusangst.

Warum war die Reichswehr für die Regierung ein solches Problem?

Die Reichswehr war als Teil der alten Elite nicht loyal gegenüber der jungen Demokratie, und die Regierung war militärisch von ihr abhängig, um linke Aufstände im Ruhrgebiet niederzuschlagen.

Welche Rolle spielte die Angst vor dem Bolschewismus konkret?

Die Regierung fürchtete, dass eine zu harte Bestrafung rechter Kräfte zu einer Destabilisierung führen könnte, die den Kommunisten den Weg zur Macht ebnen würde, weshalb sie sich in eine Abhängigkeit begab.

Warum wurden die Urteile der Justiz als ungleich bezeichnet?

Während rechte Akteure oft amnestiert oder sehr mild bestraft wurden, wurden Arbeiter für geringere oder gar keine Vergehen mit maximaler Härte verfolgt, was eine klare politische Schlagseite der damaligen Richter offenbart.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ursachen für die juristische Vorgehensweise der Weimarer Regierung nach dem Kapp-Lüttwitz-Putsch
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,3
Autor
Matti Holst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1037377
ISBN (eBook)
9783346448125
ISBN (Buch)
9783346448132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kapp-Lüttwitz-Putsch Kapp Putsch Juristische Konsequenzen Kapp Putsch Weimarer Republik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matti Holst (Autor:in), 2021, Ursachen für die juristische Vorgehensweise der Weimarer Regierung nach dem Kapp-Lüttwitz-Putsch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037377
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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