Lenz - Rezeption im 19. Jahrhundert und der Einfluß von Goethes „Dichtung und Wahrheit“


Seminararbeit, 1996

15 Seiten, Note: 1,0


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Lenz-Bild in „Dichtung und Wahrheit“ und die nachfolgende Lenz-Rezeption
2.1. Goethes Lenz-Bild: Dichtung und Wahrheit
2.2. Goethes Lenz-Bild und die Folgen
2.3. Die „Gesammelten Schriften“ - Wende in der Lenz-Rezeption?
2.4. Die Rezeption der dichterischen Leistungen Lenzens

3. Zusammenfassung

4. Literaturverzeichnis und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Der Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz gab seinen Zeitgenossen und den späteren Rezipienten seiner Werke viele Rätsel auf.

Sein Bild bestehe aus einem „Mosaik von Widersprüchen“1, schreibt Erich Unglaub in seiner Dissertation zur Lenz-Rezeption zwischen 1770 und 1814 durchaus nicht zu unrecht. So ist denn auch das Urteil des Publikums schon zu seinen Lebzeiten sehr gespalten gewesen. Aber wie anders sollte dieses Publikum reagieren auf einen derart radikalen Angriff auf überkommene gesellschaftliche und literarische Normen wie er sich beispielsweise manifestiert in der Verheiratung von Lise mit einem Kastraten im Hofmeister.

Aber nicht nur der Künstler Lenz war umstritten, auch der Mensch Lenz weckte den Widerspruch seiner Zeitgenossen. Dies gilt insbesondere für Lenz so plötzlich beendeten Aufenthalt in Weimar beim kunstfreudigen Herzog Karl August, bei dem auch die „Genies“2 Goethe und Klopstock Unterstützung fanden

Im folgenden soll nun untersucht werden, wie und warum sich das Lenz-Bild im 19. Jahrhundert, also nach Lenz’ Tod, in der literarischen Öffentlichkeit veränderte und wodurch diese Veränderung gekennzeichnet war.3

Dabei sollen insbesondere drei Bereiche der Lenz-Rezeption näher untersucht werden:

1. Die Darstellung von Lenz durch Goethe in Dichtung und Wahrheit als bestimmender Einflußfaktor der Bewertung von Lenz.
2. Motivation und Rezeption der Tieckschen Lenz-Gesamtausgabe aus dem Jahr 1828.
3. Die Rezeption des Dichters Lenz in Bezug auf Goethes „Dichtung und Wahrheit“ und den literaturhistorischen Kontext der Rezipienten.

2. Goethes Lenz-Bild in „Dichtung und Wahrheit“ und die nachfolgende Lenz- Rezeption

2.1. Goethes Lenz-Bild: Dichtung und Wahrheit

1814 erschien Goethes umfangreiche Autobiographie „Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit.“4, die den Versuch darstellte, „die Einheit seines [Goethes; d. Verf.] Werks und von Werk und Person“5 zu bekräftigen.

In der Schilderung von Goethes Straßburger Jahren, dem Leben in „unserer Straßburger Societät“6 spielt im Zusammenhang mit dem von der „Societät“ verehrten Shakespeare und dessen Rezeption auch Lenz eine Rolle. So erwähnt Goethe neben einem Aufsatz von Herder über Shakespeare auch Lenz’ „Anmerkungen übers Theater“ und dessen Shakespeare- Übersetzungen. Während aber Herder „in das Tiefere von Shakespeare’s Wesen“ dringe und es „herrlich“7 darstelle, betrage sich Lenz „mehr bilderstürmerisch gegen die Herkömmlichkeit des Theaters, und will denn eben all und überall nach Shakespeare’scher Weise gehandelt haben“.8 Weiter charakterisiert Goethe Lenz als einen „so talentvollen als seltsamen Menschen“9.

Lenz’ Gestalt und Auftreten beschreibt Goethe wie folgt:

„Klein, aber nett von Gestalt, ein allerliebstes Köpfchen, dessen zierlicher Form niedliche etwas abgestumpfte Züge vollkommen entsprachen; blaue Augen, blonde Haare, kurz ein Persönchen, wie mir unter nordischen Jünglingen von Zeit zu Zeit ein begegnet ist; einen sanften, gleichsam vorsichtigen Schritt, eine angenehme, nicht ganz fließende Sprache, und ein Betragen, das zwischen Zurückhaltung und Schüchternheit sich bewegend, einem jungen Manne gar wohl anstand. (...)

Für seine Sinnesart wüßte ich nur das englische Wort whimsical, welches, wie das Wörterbruch ausweis’t, gar manche Seltsamkeiten in Einem Begriff zusammenfaßt.10

Hier zeigt sich sehr deutlich, welches Lenz-Bild Goethe für die Nachwelt vorsah: das des ungestümen, seltsamen Sonderlings, von Goethe zusammengefaßt in dem Wort whimsical, welches laut Wörterbuch für seltsam und wunderlich steht. Einen zwiespältigen Eindruck hinterläßt in dieser Darstellung nicht nur Lenz, sondern auch die Darstellung durch Goethe, die

Goethe selbst als „versuchsweise“11 charakterisiert. Offenbar war sich Goethe selbst nicht sicher, wie er Lenz darstellen sollte, zumindest aber versuchte er diesen Eindruck zu erwecken. An einer anderen Stelle seiner Autobiographie kommt Goethe noch einmal sehr ausführlich auf Lenz zurück. Er beschreibt ihn als einen „merkwürdigen Menschen“12, der sich lebhaft „und gar sonderbar“13 unter jenen hervortat, die „selbst eine productive [literarische; d.Verf.] Kraft in sich spürten“14. Detailliert stellt Goethe seine Sicht von Lenzens Charakter dar:

„Nun aber gesellten sich die strengsten sittlichen Forderungen an sich und an andere zu der größten Fahrlässigkeit im Thun, und ein aus dieser halben Selbstkenntniß entspringender Dünkel verführte zu den seltsamsten Angewohnheiten.“15

Goethe hielt den Sturm und Drang nach seinem Werther für beendet, Lenz hingegen hielt weiter an der Empfindsamkeit des Sturm und Drang fest:

„...und so war ein ewiger nie beizulegender Streit erregt. Diesen zu führen und zu unterhalten übertraf nun Lenz alle übrigen Un- und Halbbeschäftigten, welche ihr Inneres untergruben, und so litt er im Allgemeinen von der Zeitgesinnung, welche durch die Schilderung Werthers abgeschlossen sein sollte...“16.

Lenzens Talent, schreibt Goethe, käme aus „wahrhafter Tiefe, aus unerschöpflicher Productivität“. „Zartheit, Beweglichkeit und Spitzfindigkeit“ wetteiferten in ihm miteinander. Bei aller Schönheit „kränkelte“17 sein Talent aber.

Goethe beschreibt sich als Mäzen, als Förderer Lenzens, dessen Gaben er „wirklich sehr hoch schätzte und immer nur darauf drang, daß er [Lenz; d. Verf.] aus dem formlosen Schweifen sich zusammenziehen, und die Bildungsgabe, die ihm angeboren war, mit kunstgemäßer Fassung benutzen möchte.“18

Doch Lenz habe ihn, Goethe, „zum vorzüglichsten Gegenstande seines imaginären Hasses, und zum Ziel einer abenteuerlichen und grillenhaften Verfolgung ausersehn“19. Und so kann Goethes Gesamturteil kein gutes mehr sein. Er zeichnet das Bild eines talentierten aber unstetigen Menschen, dessen Wirken zwar ehrenhaft aber ohne Belang für die Nachwelt war: „ein vorübergehendes Meteor“, der „nur augenblicklich über den Horizont der deutschen Literatur“ zog. Lenz „verschwand plötzlich, ohne im Leben eine Spur zurückzulassen“20.

2.2. Goethes Lenz-Bild und die Folgen

Es ist unerheblich für die Beurteilung der Lenz-Rezeption, ob Goethes Behauptungen und seine Lenz-Charakterisierung der Wahrheit entsprechen, entscheidend ist vielmehr, daß eben jene Charakterisierungen, die zwar von Goethe eher bedauernd aber gewiß nicht ohne Absicht vorgetragen werden, für lange Zeit einen erheblichen Einfluß auf die Lenz-Rezeption hatte. An einigen Beispielen soll dies verdeutlicht werden.

Acht Jahre nach Goethes Tod schrieb Georg Gottfried Gervinus im ersten Teil der Neueren Geschichte der poetischen National-Literatur der Deutschen21:

„Das traurigste Opfer der Überspannungen dieser Periode ist J.M.Reinhold Lenz (aus Livland 1750-1792).- Er war nach seinen Versuchen aus der Zeit vor seiner Bekanntschaft mit Göthe schon auf dem Wege, sich und andere zu quälen; (...). Die Freundschaft mit Goethe riß ihn in den größten Dünkel und in einen blinden Wetteifer, um so mehr, je anerkannter in Göthes Kreise sein Genie war; und je geringer später seine Leistungen, je größer Göthes Ruhm ward, desto mehr mußte sich seine Rivalität zu Neid und Bosheit steigern, da auch keine Spur von eigentlicher Sittlichkeit in ihm gewesen zu sein scheint, die dem hätte Einhalt thun können.“22

Gervinus Darstellung läßt ganz deutlich den Einfluß von Goethes Betrachtungen zu Lenz erkennen. Zum einen wird das von Goethe entworfene Bild des von Lenz bedrängten und verfolgten Goethe aufgegriffen, zum anderen aber wird Lenzens sittliche Reife in Zweifel gezogen. Eine Behauptung, die sich zwar zunächst nicht in irgendeiner Äußerung Goethes oder der Enthüllung eines pikanten Details über Lenz findet, die jedoch trotzdem auf der Grundlage des von Goethe gezeichneten Lenz-Bildes steht, denn sie entsprach durchaus Goethes grundsätzlicher Aussage.

Und auch die Betrachtungen des Gervinus fanden Gehör und wurden Bestandteil der nachfolgenden Lenz-Rezeption:

„Es steht dieses Urtheil in schroffstem Gegensatze zu der innigen und warmen Theilnahme, mit welcher Tieck in der Einleitung zu seinen gesammelten Schriften zwölf Jahre früher über ihn gesprochen hat. (...) Gewiß ist Gervinus in vollem Rechte, wenn er hervorhebt, daß Lenz aus Mangel an eigentlicher Sittlichkeit und aus Dünkel verkommen sei. Ebenso kann man beistimmen, wenn er vieles Widrige und Ungeheuerliche in seinen Productionen findet.“23

Das von Goethe beeinflußte Lenz-Bild eines talentierten Dichters, dem jedoch die sittliche Reife gefehlt habe, findet sich auch noch 35 Jahre nach Goethes Tod in einer Darstellung von HERMANN HETTNER:

„Lenz war, was Goethe ein forcirtes Talent nannte. Im gewaltsamen Wetteifer mit Goethe suchte er sich über seine natürliche Begabung hinaufzuschrauben; so ging er unter in ungezügelter Großmannssucht.“24

August Sauer beschreibt 1883 Lenz als eine „zerstörte, kranke Natur, schwach am Körper, siech an der Seele“25, wenn auch sein Gesamturteil wesentlich milder ausfällt als das von GERVINUS und HETTNER. Darüber hinaus bietet SAUER einen wesentlich umfangreicheren Blick auf Lenz. Während GERVINUS Lenz auf den letzten Seiten seiner Abhandlung über die Periode von Gottscheds Zeiten bis zu Goethes Jugend mit ein paar abwertenden Zeilen bedenkt, neben solchen vergleichsweise unbekannten Dichtern wie Klinger, Wagner und Hahn, widmet SAUER Lenz immerhin einen halben Band neben Wieland mit einem umfangreichen Anhang seiner Werke. Zumindest ist ein Unterschied in der Lenz-Rezeption zwischen 1840 (GERVINUS) und 1883 (SAUER) zu erkennen, dahingehend, daß der Versuch Sauers spürbar ist, Lenz und seine dichterischen Leistungen wenigstens zu interpretieren.

Doch immer wieder finden sich auch Anspielungen auf Lenz’ angeblichen Wahnsinn, den sowohl GERVINUS, HETTNER, SAUER und auch August Friedrich Christian VILMAR erwähnten: „Reinhold Lenz, der in Roheit, Elend und Wahnsinn (...) unterging - er war einer von Goethes Freunden in Straßburg und eine fast in jeder Beziehung unedle Natur.“26

So ist noch 1890 Goethes Einfluß auf die Lenz-Rezeption zu spüren. Nicht, daß Goethe in jedem Fall die Absicht hatte, Lenz für die Nachwelt endgültig zu diskreditieren und es war auch nicht nur Goethe, der ein schlechtes Bild von Lenz zeichnete. Auch Zeitgenosse Wieland hatte Anteil am Zustandekommen der teilweise recht einseitigen Rezeption:

„Er hat viel Imagination und keinen Verstand (...) möchte immer was beginnen und wirken und weiß nicht was und richtet wie die Kinder manchmal Unheil an ohne Bosheit, bloß weil er nichts anders zu thun weiß.“27

Und es war auch nicht so, daß sich die Lenz-Rezeption allein auf das von Goethe entworfene Lenz-Bild stützte - mit den Jahren kam die Differenzierung.

Jedoch entwarf Goethe das für die Nachwelt einflußreichste Lenz-Bild. Fast ein dreiviertel Jahrhundert lang beeinflußte diese Darstellung die Rezeption des Lenz, wenn auch durchaus differenzierte Rezeptionen aus jener Zeit vorliegen, so daß HERMANN GRIMM sicher zu Recht zu folgendem Schluß kam:

„Ich habe Lenz gegenüber immer ein unbestimmtes Gefühl von Unrecht. Als sei er ein Verstoßener, an dem wieder gut zu machen sei.“28

Und GRUPPE kommt zu dem Schluß, daß der Dichter Lenz in der Kritik schlecht davon kam und in Bezug auf Goethes Lenz-Bild und dessen Rezeption fügte er an:

„Ist einmal von einer Autorität eine Richtung gegeben, so sucht die Masse der Schreiber in der Uebertreibung ihre Aufgabe; leider hat diesmal in der Herabsetzung des Dichters ein ordentlicher Wettkampf stattgefunden und zum Theil gerade unter den gelesensten und geachtetsten Literaturhistorikern. Es war leicht ihn zu tadeln, da man ihn nicht verstand.“29

2.3. Die „Gesammelten Schriften“ (Ludwig Tieck) - Wende in der Lenz-Rezeption?

„Wäre es nicht ein recht schönes Beginnen, die Werke des guten Lenz jetzt zu sammeln und herauszugeben, jetzt da er eher ein Publikum haben möchte, um ihm nach dem Tode doch eine Liebe anzutun?“30

Im Februar 1806 formulierte der Romantiker CLEMENS BRENTANO diesen Wunsch in einem Brief an ACHIM VON ARNIM.

Dieser Wunsch sollte jedoch erst 1828 mit der Herausgabe der Gesammelten Schriften durch Ludwig Tieck in Erfüllung gehen. Dem gingen fast zehn Jahre der Suche nach den teilweise verschollenen Texten des Lenz voraus; etwa um 1819 muß Ludwig Tieck den Entschluß gefaßt haben, eine Gesamtdarstellung von Lenz und seinen Werke herauszugeben, wie aus einem Brief von Tieck an seinen Vater hervorgeht, in welchem er ihn an einige Bücher mit Texten von Lenz erinnert, die er „in Zukunft brauchen werde“31.

Über eine Motivation für eine solche Gesamtdarstellung gibt bereits Georg Friedrich Dumpf in einem Brief an Tieck Auskunft:

„Wird also dieser biographische Versuch kein Kunstwerk (...) so wird er doch, wenigstens das Verdienst der Wahrheit haben und mehr bedarfs nicht, um Lenz den Menschen, von allem Vorwurfe zu befreien.“32

Doch die Arbeit an dieser Gesamtdarstellung Lenzscher Werke verlief nicht ohne Schwierigkeiten, Goethe beobachtete Tiecks Bemühungen nicht ohne Argwohn. Auf diese Schwierigkeiten weist Dumpf bereits 1820 in seinem Brief an Tieck hin - interessant ist der dezente Hinweis auf Goethe:

„Ueberdieß ist, in Lenzens Biographie, Umsicht nöthig, weil bedeutende, noch lebende Männer, ihm unversöhnt zürnen und alle Materialien, auch die, welche mir, durch mündliche Ueberlieferung wurden, Ihnen mitzutheilen, unmöglich wird.“33

So war es ein wichtiges Ziel dieser Gesamtdarstellung, den „vernachlässigten“34 Dichter Lenz, den „großen Genius“35, dem Vergessen zu entreißen und ihn vor einigen Vorwürfen durch eine differenzierte biographische Darstellung in Schutz zu nehmen.

Wenn auch Tiecks Gesamtdarstellung an manchen Schwächen leidet, wie etwa dem falschen Geburtsjahr 1750 und dem ebenso falschen Todesjahr 1780, so spürt man jedoch den Versuch Tiecks, Lenz’ Werk aus dem Schatten des großen Goethe zu befreien und ihn als eigenständigen Dichter darzustellen: „Er hat aber manches Treffliche, was wir so sonderbar gestaltet und grell hervortretend auch bei Göthe nicht finden.“36

Es war jedoch nicht nur Tiecks Ziel, Lenz von Goethe dichterisch zu emanzipieren, es ging ihm auch, wie oben bereits genannt, um eine Emanzipation von Goethes Lenz-Bild wie eine ausgesprochen interessante Passage im oben bereits zitierten Epilog zur Gesamtdarstellung enthüllt:

„Was es auch gewesen sein mag, das Göthen in der Bewegung mißfiel, die er selbst erregt hatte, so würde sein Werk den Angriffen Andrer, wenigstens kräftigern Widerstand geleistet haben, wenn er nicht selbst den von ihm angeführten Haufen irre gemacht hätte.“37

Die Gesamtdarstellung enthielt nach Tieck im einzelnen im ersten Band den Hofmeister, den neuen Menoza, Das leidende Weib, Die Freunde machen den Philosophen, Die Soldaten und Der Engländer. Im zweiten Band findet sich die Lustspiele nach Plautus, die Übersetzung von Shakespeares Loves Labour’s lost (dt. als: Amor vincit omnia) und einige Aufsätze, darunter Anmerkungen übers Theater. Im dritten Band sind einige Fragmente, Gedichte und Jugendversuche abgedruckt.

Ein zwiespältiges Echo fand die Gesamtdarstellung beim Publikum. So wunderte sich Tieck bereits im Mai des Erscheinungsjahres, warum in den literarischen Blättern „keine ordentlichen Recensionen“38 seiner Gesamtdarstellung zu finden waren. Darauf antwortet ihm Johann Wilhelm LOEBELL: „Kennen Sie denn die Tactik der Blätter nicht, was man nicht aufkommen sehn möchte, gar nicht zu besprechen, auch nicht einmal tadelnd?“39

Das geteilte Echo auf das Tiecksche Werk mag sicherlich mit den von Loebell, übrigens einem Landsmann Lenzens, angedeuteten Gründen zusammenhängen, nach denen eine Veränderung in der Lenz-Rezeption nicht erwünscht war.

Ein wesentlich anderes Urteil, aus dem die Geistesverwandtschaft mit Tieck abzulesen ist, fällt August STÖBER im Morgenblatt für gebildete Stände:

„Den unglücklichen, fast bis auf den Namen verschollenen Dichter LENZ hat (...) LUDWIG TIECK wieder zuerst unter die Auferstandenen gebracht. Er hat das Zerstreute gesammelt und die in psychologischer und poetischer Hinsicht gleich wichtigen Blätter, in welchen der Dornen so viele sind als der Rosen, zu einem Strauße gewunden. Es ist ein merkwürdiges Denkmal jener Sprüh- und Glühperiode der deutschen Literatur, welche durch Goethes Erscheinen hereinbrach.“40

2.4. Die Rezeption der dichterischen Leistungen Lenz’

Eine besondere Beachtung soll die Beurteilung der dichterischen Leistungen Lenzens durch Goethe finden, zumal auch diese nicht ohne Einfluß auf die nachfolgende Lenz-Rezeption bleiben sollte. Wenn Goethe Lenzens Charakter als sehr zwiespältig charakterisiert, so beschreibt er Lenzens Leistungen und sein Talent in eben solcher Zwiespältigkeit:

„Aus wahrhafter Tiefe, aus unerschöpflicher Productivität ging sein Talent hervor, in welchem Zartheit, Beweglichkeit und Spitzfindigkeit mit einander wetteiferten, das aber bei aller Schönheit durchaus kränkelte (...) Man konnte in seinen Werken große Züge nicht verkennen; eine liebliche Zärtlichkeit schleicht sich durch zwischen den albernsten und barockesten Fratzen. (...) Lenz, als ein vorübergehendes Meteor, zog nur augenblicklich über den Horizont der deutschen Literatur hin und verschwand plötzlich, ohne im Leben eine Spur zurückzulassen;“41

Dieses Urteil ist sicherlich geprägt durch die Tatsache, daß Goethe sich schon vom Sturm und Drang verabschiedet hatte, als Lenz sich in seinen Werke noch immer nach den ästhetischen Kriterien dieser Periode richtete und davon auch Zeit seines Lebens nicht lassen wollte42. Während Goethe in seiner Darstellung auf die teilweise Geistesverwandtschaft mit Lenz besonders in Bezug auf die Shakespeare-Rezeption in den Straßburger Jahren hinweist und ihn hier als „begünstigten Menschen“ bezeichnet, behauptet der bereits zitierte GERVINUS, Lenz’ Ansinnen, sich an Shakespeare zu messen und „sich mit ihm zu versuchen“, sei bei Goethe abgeschaut. Lenzens literarische Leistungen beurteilt er wie folgt:

„Da seine Leistungen unter die traurigsten Beispiele der unsinnigen Verirrungen gehören, die den Deutschen eigenthümlich sind, da sie das Gepräge seines wirren Wesens an sich tragen, und dieses wieder fremde und eigne Schuld nicht Erbsünde war, so müssen wir vor dieser Milde [mit der Lenz angeblich beurteilt wird; d. Verf.] warnen.“43

Die Frage ist, ob GERVINUS hier mehr den Dichter Lenz angreift oder mehr die Sturm und Drang-Periode als solches, motiviert durch eine allzu unkritische Beurteilung der Weimarer Klassik - ganz im Sinne des Zeitgeistes. Der wachsende Nationalstolz der Deutschen hat dazu sicherlich seinen Teil beigetragen, schon weil sich die Klassik und ihre Vertreter, die wenig später in einer wahren Klassikeuphorie münden sollte, in diesem Sinne verwenden und später auch mißbrauchen ließ. Der Sturm und Drang war in dieser Hinsicht jedoch ganz und gar unverdächtig.

Insofern muß diese Bewertung von Gervinus immer auch im Kontext der Zeit gesehen werden, was sich sowohl in der differenzierten Beurteilung von Lenz durch die Romantiker zu Beginn des Jahrhunderts wie auch durch die Verehrung von Lenz durch die Naturalisten am Ende des Jahrhunderts zeigt. Doch zurück zu Gervinus und dessen Betrachtung über Lenzens dichterisches Werk:

„Blickt man in seine Werke hinein, so entdeckt man kaum in seinen prosaischen Erzählungen (...) die Gabe der geordneten Darstellung und treuen Auffassung der Dinge. In seinen dramatischen Versuchen ist er ganz zügellos und wild, und moralisch und ästhetisch gleich ungenießbar.“44

Wie sehr der Blick auf das dichterische Werk des Lenz durch die oben kurz skizzierten Gründe gerichtet wurde, zeigt ein Auszug aus dem Aufsatz von HELBIG „Einige Bemerkungen zur Charakteristik des Dichters Reinhold Lenz“ aus dem Jahre 1847:

„Wie haben jetzt unsre politische Sturm- und Drangperiode. Viele tüchtige Jünglinge sind in ihr bereits zu Grunde gegangen und viele andere werden darin noch zu Grunde gehen; (...) Ist es da Recht, den Blick von der Gegenwart und ihren Opfern wegzuwenden und auf ein wohl genug gefeiertes Opfer der vergangenen, längst vergangenen Sturm- und Drangperiode unserer Literatur zu werfen?“45

Auch Joseph von EICHENDORFF verweist 1857 auf die Bedeutung Lenzens im Kontext des Sturm und Drang:

„So sehen wir gleich in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts plötzlich eine übermüthige Prometheusjugend über die fein abgezirkelten Felder der Literatur hervorbrechen, alle Schranken der Cultur und Convenienz tumultarisch vor sich niederwerfend. (...) Wir erinnern hier nur an den Livländer Reinhold Lenz (1750-92), der im ‘neuen Menoza’ die Geschwisterehe zweideutig verschönert, in seinem ‘England’ Freigeisterei und Wollust ...“46.

Doch die Literaturwissenschaft ist gespalten. In einer Darstellung der Sturm und Drang-Periode von HETTNER werden Lenzens dichterische Leistungen wieder in Abrede gestellt: „Dieser hochgespannten Meinung, welche Lenz von sich hegte, entsprachen jedoch seine dichterischen Leistungen keineswegs. Neuerdings ist es wieder Mode geworden, Lenz als einen großen Dichter zu preisen; nichtsdestoweniger wird es wohl bei dem alten Worte Wielands sein Bewenden haben ...[s.o.; d. Verf.].“47

Ein Hauptvorwurf jener Zeit war immer wieder die angeblich sittlich verwerfliche Darstellung der Geschwisterehe im „Neuen Menoza“ und der sittlich angeblich ebenso abwegige Vorschlag der stattlich finanzierten Hurerei in „Die Soldaten“. Dieser Vorwurf rührte wohl daher, daß sowohl die Zeitgesinnung als auch der Dichter Lenz von jenen, die derartige Vorwürfe erhoben, nicht verstanden wurde.

Am Ende des Jahrhunderts scheint Lenz wenigstens bei den Naturalisten zu seinem Recht gekommen zu sein. Jedenfalls hat man ihn stellenweise fast begeistert rezipiert und als einen der ihrigen bezeichnet, was auf jeden Fall zu einem grundlegenden Wandel in der Lenz- Rezption führte. Ursache dieser Bewertung durch die Naturalisten ist, wie SABINA BECKER richtig anmerkt, „die Absage [der Naturalisten; d. Verf.] an die ideologischen und ästhetische Orientierung der Gründerzeit an de Weimarer Klassik“, die eine „angemessene Ausgangsbasis für die Lenz-Rezeption der Naturalisten“48 bot. Lenz wird somit von den Naturalisten als Antiklassiker und somit als Gegner der literarischen Tradition der Weimarer Klassik, gegen die auch die Naturalisten opponierten, bewertet. Auf die notwendige Neubewertung Lenzens macht 1884 WILHELM ARENT in seinem Vorwort für die fingierten Lenz-Gedichte aufmerksam, die ein erstaunliches Echo fanden:

„Bornirte Litterar-Historiker - Leute, denen jedes Verständnis für die zartbesaitete Dichterpsyche und für das Wesen der Poesie überhaupt abging - zerrten in wahnwitziger Verblendung den Namen des Dichters in den Koth, indem sie ihn u.A. ihrem gläubigen Philisterpublikum als roh und unsittlich denuncirten, als ob der Poet nach dem sittenkodex der Kinderstuben und Töchterpensionate sein Schaffen zu regeln hätte.“49

Darüber hinaus gibt es weitere ästhetisch motivierte Gründe, die zu einer grundsätzlichen Veränderung der Lenz-Rezeption durch die Naturalisten führten - auf diese soll hier allerdings nicht weiter eingegangen werden.

Das Ende des 19. Jahrhunderts brachte also einen grundlegenden Wandel in der Rezeption des Dichters Lenz. Der Naturalist MAX HALBE deutet zum hundertsten Todestag des Dichters Lenz 1892 an, welche Ausprägung diese gewandelte Lenz-Rezeption haben sollte:

„Mehr noch oder doch eben so sehr wie der ‘Hofmeister’ verdienten die ‘Soldaten’ eine Auferstehung vor uns Modernen. Aber es müßte eine Wiedergabe sein, die all die wirbelnde Schönheit, all dies wechselnde Leben (...) zu Ausdruck und Gestalt brächte,“50

3. Zusammenfassung

Absicht der vorangegangenen Betrachtung war es, den Einfluß von Goethe und dessen Beschreibungen Lenzens in „Dichtung und Wahrheit“ auf die Lenz-Rezeption nach 1814 darzustellen. Dabei wurde deutlich, daß sich die Rezeption lange Zeit nicht von den Einschränkungen befreien konnte, die in Goethes Darstellung ihre Ursache hat. Hinsichtlich der ästhetischen Beurteilung Lenzens hat Goethes Darstellung mildernd gewirkt, trotzdem wurden Lenzens literarische Leistungen lange Zeit in Abrede gestellt, was aus einem Mißverständnis von Person, Werk und Zeitgesinnung herrührt.

Mit den Bemühungen von Ludwig Tieck und Georg Friedrich Dumpf, dessen wahrer Anteil an der Lenz-Gesamtausgabe von Tieck etwas vernebelt wurde, um eine neue Bewertung von Lenzens Werk und zunächst einmal um eine Erinnerung an den Dichter Lenz im Rahmen der dreibändigen Gesamtausgabe Lenzscher Werke, wurde ein lange währender literaturwissenschaftlicher Disput um Person und Werk von Lenz angeregt. Dabei gab es zahlreiche Hinweise auf eine Emanzipation von Goethes Lenz-Bild und des weiteren auf eine Sicht auf Lenz, die diesen mehr im Kontext der Sturm und Drang-Periode betrachtete. Erschwert wurde aber eine solche Sicht durch den politischen und literaturhistorischen Kontext der Rezipienten des 19. Jahrhunderts und daraus folgernd eine übersteigerte Klassikerverehrung mit einem Mißverständnis des Sturm und Drang. Der Naturalismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts führte zum Durchbruch der differenzierten Sicht auf Lenz und sein Werk, dies mag auch an den ähnlichen ästhetischen Ansichten des Sturm und Drang und seines Genius Lenz und der Naturalisten, auf jeden Fall aber an der gemeinsamen Ablehnung der Weimarer Klassik gelegen haben. So haben die Naturalisten den Grundstein gelegt für die grundlegend veränderte Lenz-Rezeption am Ende des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert, das einen wahren Boom seiner Werke auf den Bühnen bringen sollte.

4. Literaturverzeichnis

1. Quellenliteratur:

GOETHE, JOHANN WOLFGANG: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit.

In: Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Hg. v. Erich Trunz. 11. Auflage. München 1989.

GERVINUS, GEORG GOTTFRIED: Neuere Geschichte der poetischen National-Literatur der

Deutschen. 4. Bd. Von Gottsched’s Zeiten bis zu Goethes Jugend. Leipzig 1840.

GRIMM, HERMANN: Lenz. In: Deutsche Rundschau. Bd. 66. Berlin 1891.

MÜLLER, PETER (Hg.): Jakob Michael Reinhold Lenz im Urteil dreier Jahrhunderte. Texte der Rezeption von Werk und Persönlichkeit 18.-20. Jahrhundert. Teil II. 19. Jahrhundert. Bern 1995.

SAUER, AUGUST: Lenz. In: Deutsche Nationalliteratur. Historisch-kritische Ausgabe. Bd. 80. Berlin und Stuttgart 1883.

VOIT, FRIEDRICH (Hg.): Jakob Michael Reinhold Lenz - Werke. Stuttgart 1992.

2. Sekundärliteratur:

BECKER, SABINA: Lenz Rezeption im Naturalismus. In: Lenz-Jahrbuch 1993. Sturm und DrangStudien. St. Ingbert 1993 (3). S. 34 ff.

UNGLAUB, ERICH: „Das mit den Fingern deutende Publicum“. Das Bild des Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz in der literarischen Öffentlichkeit 1770-1814. Europäische Hochschulschriften. Reihe 1, Bd. 600. Frankfurt am Main, Bern 1983.

[...]


1 Unglaub, S. 10.

2 Unglaub, S. 107.

3 Als literarische Öffentlichkeit ist hier sowohl das allgemeine Publikum als auch die Literaturkritik gemeint.

4 JOHANN WOLFGANG GOETHE: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. In: Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Hg. v. Erich Trunz. 11. Auflage. München 1989.

5 Unglaub, S. 259.

6 Goethes Werk, Bd. 9. S.494.

7 Ebenda. S. 495.

8 Ebenda.

9 Ebenda.

10 Ebenda.

11 Ebenda.

12 Goethes Werke, Bd. 10. S. 7.

13 Ebenda.

14 Ebenda. S. 8.

15 Ebenda. S. 7.

16 Ebenda. S. 8.

17 Ebenda.

18 Ebenda. S. 10.

19 Ebenda. S. 11.

20 Ebenda. S. 12.

21 GERVINUS. S. 580-581.

22 Ebenda. S. 580.

23 K.G. HELBIG: Einige Bemerkungen zur Charakteristik des Dichters Reinhold Lenz. In: Literarhistorisches Taschenbuch. Hrsg. von R.E. Prutz. Hannover 1847. 5. Jg.. Zitiert nach: MÜLLER, S. 130.

24 HERMANN HETTNER: Bilder aus der deutschen Sturm- und Drang-Periode. In: Westermanns Jahrbuch der illustrierten deutschen Monatshefte. 21. Band. Berlin Januar 1867. Zitiert nach: MÜLLER, S. 190.

25 SAUER. S. 3f.

26 AUGUST FRIEDRICH CHRISTIAN VILMAR: Geschichte der deutschen National-Literatur. 23. vermehrte Auflage. Marburg/Leipzig 1890. Zitiert nach: MÜLLER, S. 275.

27 Zitiert nach: MÜLLER, S. 218.

28 HERMANN GRIMM: Lenz. In: Deutsche Rundschau. Bd. 66. S. 144. Berlin 1891.

29 OTTO FRIEDRICH GRUPPE: Reinhold Lenz., Leben und Werk. Berlin 1861. Zitiert nach: MÜLLER, S. 158. O.F. GRUPPE: Reinhold Lenz., Leben und Werk. Berlin 1861.

30 Clemens Brentano an Achim von Arnim. Heidelberg, Februar 1806. Zitiert nach: MÜLLER, S. 11.

31 Ludwig Tieck an Friedrich Tieck. Dresden, 22.November 1819. Zitiert nach: MÜLLER, S. 45.

32 Georg Friedrich Dumpf an Ludwig Tieck. Euseküll, 26. Mai/7. Juni 1820. Zitiert nach: MÜLLER, S. 48.

33 Ebenda.

34 LUDWIG TIECK: Gesammelte Schriften von Jakob Michael Reinhold Lenz. 3. Bände. Berlin 1828. Zitiert nach MÜLLER, S. 63.

35 Ebenda.

36 Ebenda, S. 77.

37 Ebenda, S. 95.

38 Johann Wilhelm Loebell an Tieck. Berlin, 9. Mai 1828. Ebenda, S. 97.

39 Ebenda.

40 AUGUST STÖBER: Mitteilungen: Der Dichter Lenz. In: Morgenblatt für gebildete Stände. Stuttgart und Tübingen. Nr. 250. 19. Und 20. Oktober 1831. Zitiert nach: MÜLLER, S. 99.

41 Goethes Werk, Bd. 10, S. 8.

42 Siehe auch Seite 5 dieser Arbeit.

43 GERVINUS, S. 581.

44 Ebenda, S. 581.

45 Zitiert nach: MÜLLER, S. 130.

46 JOSEPH VON EICHENDORFF: Geschichte der poetischen Literatur Deutschlands. 1857. Zitiert nach: MÜLLER, S. 140.

47 Zitiert nach: MÜLLER, S. 192.

48 BECKER, S. 37.

49 [WILHELM ARENT:] Reinhold Lenz. Lyrisches aus dem Nachlaß, aufgefunden von Karl Ludwig. Berlin 1884. Zitiert nach: MÜLLER, S. 236.

50 MAX HALBE: Der Dramatiker Reinhold Lenz. Zu seinem hundertjährigen Todestage. In: Die Gesellschaft. Monatsschrift für Literatur, Kunst und Sozialpolitik. München. 8. Jahrgang. 1892. Zitiert nach: Müller, S. 312.

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Details

Titel
Lenz - Rezeption im 19. Jahrhundert und der Einfluß von Goethes „Dichtung und Wahrheit“
Hochschule
Universität Rostock
Veranstaltung
Die jammervollste aller Literaturleichen. Jakob Michael Reinhold Lenz: Aufklärer - Gegenaufklärer - Gescheiterter
Note
1,0
Autor
Jahr
1996
Seiten
15
Katalognummer
V103749
ISBN (eBook)
9783640021260
ISBN (Buch)
9783640128099
Dateigröße
411 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lenz, Rezeption, Jahrhundert, Einfluß, Goethes, Wahrheit“, Literaturleichen, Jakob, Michael, Reinhold, Lenz, Aufklärer, Gegenaufklärer, Gescheiterter
Arbeit zitieren
Jörg Sauskat (Autor:in), 1996, Lenz - Rezeption im 19. Jahrhundert und der Einfluß von Goethes „Dichtung und Wahrheit“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103749

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Titel: Lenz - Rezeption im 19. Jahrhundert und der Einfluß von Goethes „Dichtung und Wahrheit“



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