Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des aktuellen Klimawandels auf das Leben auf der Erde. In der Erdgeschichte gab es bereits 5 Ereignisse, bei denen eine globale Temperaturveränderungen in einem solchen Tempo geschah, dass ein Massenaussterben verursacht wurde, weil das Leben auf der Erde sich nicht schnell genug an die neuen Temperaturen anpassen konnte. Die schnellste Temperaturveränderung, bei der gerade eben kein Massenaussterben verursacht wurde, war bisher das Paläozän-Eozän-Thermale-Maximum. In dieser Hausarbeit wird der aktuelle Klimawandel mit seinen Ursachen und Temperaturveränderungen mit dem Paläozän-Eozän-Thermale-Maximum verglichen und analysiert, ob ein Massenaussterben eintreffen wird oder nicht. Dabei werden auch erste Anzeichen von Artensterben betrachtet und mit einbezogen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Paläozän-Eozän-Thermale Maximus (PETM)
1.1. Einordnung in die Erdgeschichte
1.2. Ursachen für den Temperaturanstieg
1.2.1. Treibhausgase
1.2.2. Vulkanismus im Meer
1.2.3. Aufheizphase in mehreren Phasen
1.3. Folgen für das Leben auf der Erde
2. Aktuelle Ursachen/Anzeichen für klimatische Veränderungen
2.1. Die Rolle des Menschen
2.2. CO2-Entwicklung
2.3. Temperaturverlauf
2.4. Wasserkreisläufe/Eisvorkommen an den Polen
3. Das 6. Massenaussterben?
3.1. Vergleich des PETM zu heutigen Entwicklungen
3.2. Anzeichen für ein Massenaussterben
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial eines durch den Menschen beschleunigten Klimawandels, ein sechstes Massenaussterben auf der Erde auszulösen, indem sie die aktuellen Veränderungen mit dem historischen Paläozän-Eozän-Temperaturmaximum (PETM) vergleicht.
- Analyse der Ursachen und Folgen des Paläozän-Eozän-Temperaturmaximums.
- Untersuchung des menschlichen Einflusses auf den modernen Klimawandel.
- Vergleich der zeitlichen Dynamik zwischen historischer Erwärmung und heutigem Anstieg.
- Bewertung des aktuellen Populations- und Artensterbens als Indikator.
- Abschätzung der langfristigen ökologischen Auswirkungen.
Auszug aus dem Buch
1.2.2. Vulkanismus im Meer
Zur Zeit des PETM wurden die Treibhausgase Methan und Kohlendioxid durch Vulkanismus in den Meeren freigesetzt. Mit dem Auseinanderbrechen der Erdkruste stieg eine hohe Menge an glutheißer Gesteinsschmelze (Magma) aus dem Erdinneren hoch (vgl. Kump 2019: 85 f.). Dabei bildete sich eine Bruchzone mit neuem Meeresboden, die die alte Schicht zur Seite drückte (vgl. Projektgruppe Wissenschaftsjahr 2016*17). Das aufgestiegene Magma gelangte dabei zu den bestehenden umliegenden Sedimentschichten und zersetzte diese, sowie Kohle und Erdöle. Dabei wurde in den Sedimenten gespeicherter Kohlenstoff und Methan freigesetzt. (vgl. Kump 2019: 85 f.)
Zwei große vulkanische Hotspots entlang der Bruchzone im heutigen Atlantik könnten dabei stark genug gewesen sein, um das freigesetzte Methan und Kohlenstoff in mehreren hundert Meter hohen Wassersäulen bis zur Meeresoberfläche und in die Atmosphäre zu transportieren (vgl. Projektgruppe Wissenschaftsjahr 2016*17). Durch die einigen hundert Gigatonnen an Kohlenstoff, die somit in kurzer Zeit in die Atmosphäre freigesetzt wurden, stieg die durchschnittliche globale Erdtemperatur deutlich an. Allein der Vulkanismus reicht jedoch nicht als Erklärung für das volle Ausmaß des PETMs aus. (vgl. Kump 2019: 85 f.)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung definiert das Phänomen des Massenaussterbens und stellt das Paläozän-Eozän-Temperaturmaximum als historischen Referenzpunkt vor, um die Geschwindigkeit des heutigen Klimawandels einzuordnen.
1. Paläozän-Eozän-Thermale Maximus (PETM): Dieses Kapitel beleuchtet die geologischen Ursachen für die rasche Erwärmung vor 56 Millionen Jahren, insbesondere durch vulkanische Aktivitäten und die Freisetzung von Treibhausgasen, sowie deren Auswirkungen auf die damalige Biosphäre.
2. Aktuelle Ursachen/Anzeichen für klimatische Veränderungen: Es wird die moderne Rolle des Menschen bei der Emission von Treibhausgasen analysiert und die kritische Entwicklung von CO2-Konzentration, Temperaturverläufen sowie Veränderungen bei Eisvorkommen und Wasserkreisläufen beschrieben.
3. Das 6. Massenaussterben?: Hier findet ein direkter Vergleich zwischen dem PETM und der heutigen Entwicklung statt, wobei die drastische Beschleunigung und das bereits messbare Populationssterben als Warnsignale für ein drohendes Massenaussterben bewertet werden.
Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die anthropogene Beschleunigung des Klimawandels im Vergleich zum PETM ein höheres Risiko für die globale Biodiversität darstellt, da die Anpassungsfähigkeit der Lebewesen durch das extrem hohe Tempo überfordert ist.
Schlüsselwörter
Massenaussterben, Klimawandel, Paläozän-Eozän-Temperaturmaximum, PETM, Treibhausgase, Kohlenstoffkreislauf, Erderwärmung, anthropogene Emissionen, Artensterben, Populationsrückgang, Ökosysteme, Biodiversität, Klimazonen, Meeresspiegelanstieg, Permafrostböden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht, ob die derzeitige, durch den Menschen verursachte Erwärmung des Erdklimas ein sechstes Massenaussterben einleiten könnte, indem sie aktuelle Klimadaten mit dem historischen Paläozän-Eozän-Temperaturmaximum vergleicht.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich historischer Erwärmungsphasen mit dem heutigen Klimawandel, der Rolle des Menschen als Emissionsbeschleuniger sowie der quantitativen Analyse von Arten- und Populationsverlusten.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, ob die Lebewesen der Erde genug Zeit für eine Anpassung an den rasanten Klimawandel haben oder ob die Geschwindigkeit der Veränderungen unweigerlich zu einem sechsten Massenaussterben führt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Es wird eine vergleichende Literaturanalyse durchgeführt, die paläoklimatologische Daten des PETM mit aktuellen Berichten zu globalen Temperaturverläufen, CO2-Emissionen und ökologischen Bestandsaufnahmen (z.B. Populationsstudien an Wirbeltieren) in Beziehung setzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ursachen und Folgen des PETM, die Analyse moderner klimatischer Veränderungen durch den Menschen und den Vergleich der Dynamik beider Erwärmungsphasen im Hinblick auf ein drohendes Massensterben.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie anthropogener Klimawandel, Artensterben, CO2-Bilanz, ökologische Resilienz und geologische Zeitskalen beschreiben.
Welche Rolle spielt die Geschwindigkeit des Klimawandels im Vergleich zum PETM?
Die Geschwindigkeit ist der entscheidende Faktor. Während sich das PETM über Jahrtausende vollzog, erfolgt die heutige Erwärmung innerhalb weniger Jahrhunderte, was den Arten wesentlich weniger Zeit zur evolutiven Anpassung lässt.
Was bedeutet der „Bevölkerungsaussterbeimpuls“?
Dieser Begriff beschreibt die quantitative Verringerung der Populationsgröße und der geographischen Reichweite von Tierarten. Er dient als Indikator dafür, dass das Aussterben einer Art oft lange vor ihrem vollständigen Verschwinden durch den Verlust von Teilpopulationen eingeleitet wird.
- Arbeit zitieren
- Zoe de Moll (Autor:in), 2021, Könnte durch den menschlich-beschleunigten Klimawandel ein sechstes Massenaussterben verursacht werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037535