Kultur- und Geistesgeschichte Brbg- Preußens im Zeitalter Friedrich (III.) I..- G.W: Leibniz und die Gründung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin


Seminararbeit, 2000
14 Seiten, Note: 2,0

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I. Einleitung

1 Diese Arbeit behandelt die Kultur- und Geistesgeschichte Brandenburg- Preußens im Zeitalter Friedrich III. (I.). Genauer gehe ich dabei auf Leibniz und die Gründung der Akademie der Wissenschaften in Berlin ein, die im letzten Jahr ihr 300-jähriges Bestehen feierte. Die Bundesländer Berlin und Brandenburg haben 1992 in einem Staatsvertrag beschlossen: „Die im Jahre 1700 als Kurfürstlich- Brandenburgische Sozietät gegründete Akademie der Wissenschaften wird neu konstituiert und als gemeinsame Einrichtung der Länder Berlin und Brandenburg errichtet [...]. Die Akademie ist eine rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts und trägt den Namen’ Berlin- Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (vormals Preußische Akademie der Wissenschaften)’.“2

Friedrich III. lebte von 1657 bis 1713. Er war Kurfürst von Brandenburg und im Januar 1701 ernannte er sich selbst zum König in Preußen.3

Das 17. Jahrhundert war ein Jahrhundert der wissenschaftlichen Revolution, der Übergang von der Renaissance zur Aufklärung. Diese Zeit steckte voll wissenschaftlicher Veränderungen, die sich vor allem auf den Gebieten der Mathematik und Naturwissenschaften widerspiegelte. Als Beispiel sei hier die Entdeckung des Makro- und Mikrokosmos genannt und die Errungenschaften in der klassischen Physik. Dieser Fortschritt beruhte zum einem auf dem Gerätebau wie z.B. dem Mikroskop und zum anderen auf die methodischen Möglichkeiten, die die Mathematik mitbrachte (Beobachtungen, Erfahrungen, Messen). Auch setzte eine Umwälzung der philosophisch- methodischen Grundfragen ein, denn auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften ging man zu den alten Quellen zurück und untersuchte diese nun kritisch. So entstanden nebenbei die Hilfswissenschaften.

Diese Entwicklung vollzog sich nicht nur unter den Gelehrten, sondern auch unter den sogenannten „kuriösen“ Leuten, welche Künstler, Kaufleute oder auch Ärzte waren, Menschen, die am Hof lebten und über ein großes Interesse verfügten.4

Jedoch stieß man schnell an wissenschaftsorganisatorische Grenzen, wie u.a. das Problem der Informationsweiterleitung. Es mangelte sowohl an Einrichtungen mit ausreichend apparativer Ausstattung, als auch an Einrichtungen auf nationaler oder internationaler Ebene. Die Universitäten konnten diese Aufgabe nicht übernehmen, denn die Professoren waren selbst mit wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt. Außerdem darf man nicht vergessen, daß die Universitäten einen Ausbildungsort für zukünftige Beamte, Geistliche und Lehrer darstellten.5

Aus dieser Not heraus bildeten sich die „Freundeskreise“, die das Ziel des regelmäßigen Gedankenaustausches verfolgten. Hieraus kam der entscheidende Ansatz zur Veränderung, denn sie bildeten sich in verschiedenen Universitäts-, Residenz- und Handelsstädten und somit konnten sie miteinander über weitere Distanzen kommunizieren und in Verbindung stehen.

Der Akademiegedanke wurde in Europa zu einem wichtigen Bestandteil des geistigkulturellen Entwicklungsprozesses. Diese Akademiebewegung ging von Italien aus und verlagerte sich schnell nach England und Frankreich. 1635 gründete man in Paris die Academie francais für Sprache und Literatur und eine Generation später, nämlich 1660 folgten die Naturwissenschaften in der Royal Society und 1666 die Academie de science. In diesen Gründungen war der moderne Typ der Wissenschaften verankert, weil es 1. eine wissenschaftliche Einrichtung war,

2. in fester Beziehung zum absolutistischen Fürstenstaat stand,

3. es sich um einen abgrenzten Teil von Gelehrten handelt,

4. war hier eine wissenschaftliche Ausstattung vorhanden und zum Schluß hatten sie alle ihren Sitz in der Hauptstadt.

Nur in Deutschland sah die Situation nicht so rosig aus, denn die Folgen des 30-jährigen Krieges konnten erst gegen Ende des 17. Jahrhundert überwunden werden. Von allen neuen Errungenschaften und Gründungen spürte man hier in den 70ziger Jahren dieses Jahrhunderts noch nicht allzu viel.

Um die Gründung der Akademie besser nachvollziehen zu können, beschäftigen wir uns erst einmal ausführlicher mit ihrem Gründer, Gottfried Wilhelm Leibniz.

II. Gottfried Wilhelm Leibniz

1. Biographische Daten

6 Gottfried Wilhelm Leibniz wurde am 1. Juli 1646 in Leipzig als Sohn eines Juraprofessors und einer Professorentochter geboren. Seine Eltern verstarben beide sehr früh, der Vater im Jahre 1652 und die Mutter 12 Jahre später.

Leibniz verfügte über ein großes Interesse an der Wissenschaft und Literatur, und somit brachte er sich selbst im Alter von 8 Jahren die lateinische Sprache bei. In der elterlichen Bibliothek war genügend Stoff und Literatur für die Befriedigung seines Wissensdurstes vorhanden. Der Weg für sein späteres Leben wurde also sehr früh gelegt. Im Alter von 15 Jahren besuchte er die Universität Leipzig, an der er mit 16 seine erste philosophische Schrift, 1 Jahr später seine erste philosophische Prüfung absolvierte und bereits mit 18 Jahren seinen Magisterabschluß. Er studierte Philosophie und Rechtswissenschaften und nebenbei hegte er ein großes Interesse an der Mathematik und Physik. Wegen seines jungen Alters wechselte er die Universität und promovierte 1666 an der Uni Altdorf.

Ein Jahr später schon stand Leibniz im Dienste des Mainzer Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn, hier war er u.a. mit juristischen Aufgaben betraut. 1672 begab er sich auf eine politische Mission nach Paris. Paris - ein intellektuelles Zentrum der damaligen Welt - bereitete Leibniz viel Freude und somit konnte er auch persönliche Bekanntschaften mit Theologen und Philosophen wie Arnauld oder Malebranche machen. Seinen Aufenthalt in Paris beendete er 4 Jahre später. Jedoch muss erwähnt werden, dass ihn 1673 ebenfalls eine politische Mission nach London trieb. Auch hier nahm er mit Wissenschaftler wie Boyle oder Newton Kontakt auf. Mit dem Tod des Mainzer Kurfürsten war er gezwungen sich einen neuen Dienstherrn zu suchen und somit trat er von Dezember 1676 bis 1679 in die Dienste des Welfenherzogs Johann Friedrich. Neben den Aufgaben als Bibliothekar und Hofrat blieb Leibniz noch genügend Freiraum für seine eigenen Werke. Dieser Herzog brachte im Gegensatz zu den nachfolgenden Herzöge Verständnis für Leibniz‘ wissenschaftliches Interesse auf. Die Herrscherin boten einen Ausgleich, sowie die Frau von Ernst August, Sophie und deren Tochter Sophie Charlotte. Zu diesen beiden Frauen fand Leibniz nur Gesprächspartnerin sondern auch ein persönliches Freundschaftsverhältnis.7

Seine Aufgabe war u.a. die Erstellung einer Geschichte des Welfenhauses zu verfassen. Doch vermochte er nur die Periode von 796 - 1005 zu vollenden, denn so ganz zufrieden war er mit seiner Beschäftigung nicht. Immerhin konnte er so ausgedehnte Reisen nach Süddeutschland, Österreich und Italien unternehmen, um dort die Welfengeschichte zu erforschen. Unter Georg Ludwig, bei dem er von 1698 - 1716 im Dienste stand, verschlechterte sich die Beziehung zwischen Leibniz und dem Hannoverschen Hof zunehmend. Jedoch um die Jahrhundertwende ziehte es Leibniz nach Berlin. Dort verwirklichte er seinen Traum, die Gründung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, welche ihn auch noch einige Jahre später beanspruchte. Doch traf ihn im Jahre 1705 ein Schicksalsschlag als seine Gönnerin und Förderin, Sophie Charlotte starb.

In den letzten Jahren seines Lebens reiste er abermals viel umher, u.a. nach Rußland (1711/12) und von 1712- 1714 nach Wien. Hier wurde er zum Reichshofsrat ernannt. Seinen Lebensabend verbrachte er in Hannover, wo er am 14. November 1716 starb.8 9 10

2. Leibniz - der Mensch

„Sein Sterben war quälend, aber muss ohne Angst hinübergegangen sein. Er wusste, ihn erwarte die grosse Verwandlung.“11 Denn der Tod gleicht einen neuen Anfang, wie der Abgang eines Schauspielers von einer Bühne. Und doch wurde Gottfried Wilhelm Leibniz als ein gewöhnlicher Sterblicher beigesetzt. „Sein Stern leuchtet unter den Gelehrten[..] am Ende allein.“12

Wer war er und was war er?

„Sein Körper war von mittelmäßiger Länge, er war ziemlich mager und er trank sehr wenig.“13 Leibniz wird als ein Arbeitstier beschrieben, der viel las und sich auch viel aneignetete. „Die Fähigkeit seines Verstandes war ganz ausnehmend“14 und er war nicht beeinflussbar durch andere Meinungen.

„Die Wissenschaften waren für ihn gemacht und es mangelte ihm keine von den Erkenntnissen, zu welchen der menschlichen Verstand fähig ist. Er fand in allen das Wahre, das Schöne, das Grosse, und von diesen allen hat er selbst die herrlichsten Proben gegeben.“15 Die Gelehrsamkeit bereitete ihn große Freude und er meinte dadurch die Gleichseeligkeit des ganzen menschlichen Geschlechts fördern zu können. Im Umgang wird er als ein angenehmer und geselliger Mensch beschrieben, der nie mit seinen Gaben prahlte und seinen Missmut anderen gegenüber nie zeigte. Und doch fehlte es ihm an standesgemässen Auftreten. Um Rat konnte man ihn fragen und mit Gelassenheit klärte er die Leute auf. Seinen Zorn zählte man zu einer negativen Charaktereigenschaft.

„Man mag ihn endlich bei Hofe, in seiner Studierstube, in seinen Schriften, in seinen Streitigkeiten, in den tiefsten Wissenschaften, in den bürgerlichen Leben, und selbst in der Gesellschaft mit dem schönen Geschlechte ansehen; so war er alle Zeit munter und lebhaft ohne Zwang, arbeitsam ohne Pedanterie, gelehrt ohne Prahlerei, standhaft ohne Eigensinn, gründlich ohne Dunkelheit, redlich und dienstfertig ohne Scheinheiligkeit, und angenehm ohne Lächerlichkeit, Vorzüge, welche den Namen diese Mannes in allen künftigen Jahrhunderten verehrungswürdig machen.“ (1740)16

So wird er als ein ewig strebender Mensch in Erinnerung bleiben, der zu seiner schöpferischen Musse nicht finden konnte. Ein Einzelgänger, der Abstand gewann und grosse Gefühle mied.

Am Ende des 19. Jh. gelangt das Genie des Gelehrten ans Tageslicht, denn er wird als Logiker, Historiker und Sprachforscher bekannt. „Wahrscheinlich ist er der intelligenteste Mensch seiner Epoche gewesen.“17

3. Der Philosoph und die Kurfürstin

Sophie- die hannoversche Kurfürstin und Wegbegleiterin Leibniz’. Die Beziehung zwischen beiden ist schwer einzuschätzen, um nicht zu sagen, dass sämtliche Beziehungen von Leibniz sehr eigenartig waren, vorsichtig ausgedrückt. Ich behaupte sogar, Leibniz führte nie eine ernsthafte Beziehung, jedenfalls nicht in dem Sinne, was wir unter einer Beziehung kennen.

Denn aus seiner Vielzahl von hinterlassenden Schriften, geht aber nicht einmal ein anderer Frauenname hervor, als der der Kurfürstin und ihrer späteren Tochter. Auch aus all denen Schriften, Biographien etc., die über Leibniz verfasst wurden, ergeht nicht ein Frauenname. Dazu vermute ich wiederum, dass er entweder sein Leben lang unglücklich in die Fürstin verliebt, oder er war überhaupt nicht in der Lage zu lieben. Was war er für Sie? „War er ein Diener oder ein Freund?“18, oder sogar ein dienender Freund, ein intellektueller Unterhalter für die Gemahlin seines Dienstherrn?19

Die Theorie wird laut Hirsch bekräftigt, da die Worte zwischen Leibniz und seiner Schülerin, der Kurfürstin, mehr Offenheit erkennen lassen, als Leibniz sie anderen Menschen gegenüber zu zeigen vermochte. Er verehrte die Kurfürstin als einen selbständigen Geist und warb diskret um ihre Aufmerksamkeit. In der Denkweise waren sich die beiden ähnlicher, als in ihren gegenwärtigen Gefühlen, doch blieben sie gezwungen durch die äußeren Umständen immer auf Distanz, die ihm sehr recht gewesen schien.20

Meine 2. Theorie stütz sich auf einen medizinischen Sachverhalt, welcher sich auf einen neurologischen Aspekt bezieht. Hierbei ist der emotionale Bereich des Gehirns nicht ausreichend ausgebildet, und aus diesem Grund sind Menschen, mit solch einem Phänomen nicht in der Lage, eine emotionale Bindung einzugehen. Es ist wirklich auf diese Art und Weise zu erklären. Warum ich nun dabei auf Leibniz stoße, hat den Grund, dass dieses Phänomen hauptsächlich bei sogenannten Genies auftritt, also Menschen bei denen der rationale Denkbereich im Gehirn stark ausgeprägt ist.21

Meiner Meinung nach konnte Leibniz eben aus medizinischer Sicht keine Beziehung eingehen, oder er führte seine Beziehung mit der Kurfürstin auf einer so platonischen bzw. freundschaftlichen Art und Weise, dass man ihn dafür schon bewundern müsste.

III. Akademiepläne Leibniz

In den Jahren 1667-1672 lebte Leibniz in Mainz, hier entstehen seine ersten Akademiepläne. Durch die wissenschaftliche Revolution, die Entwicklung des Akademiegedankens und der Stand der Wissenschaften boten sich Leibniz genügend Stoff für seine ersten Pläne.22 Seine unerlässliche Art alles bis ins kleinste Detail für jedermann niederzuschreiben und sein an sich selbst gestellter Perfektionismus verdanken wir die Vielzahl seiner hinterlassenen Werke.

Hinzukommt, dass Leibniz in dieser Zeit zum ersten mal in Briefkontakt mit internationalen Gelehrten tritt. Somit entstehen auch erste Verbindungen zu den Akademien in Paris und London. Er entwickelte erste Ansätze zu einem philosophischen System, da er sich intensiv mit zeitgenössischen Autoren und Problemen auseinandersetzt. Kurz gesagt, er macht sich also bekannt23. Aus dieser Zeit existiert auch ein Sozietätsplan.

Die späteren Schriftstücke dazu variieren zwar zum Teil, doch blieben die Grundgedanken, ein Zusammenschluss der Gelehrten, um Erfahrungen und Ideen auszutauschen, Bibliotheken und Laboratorien einzurichten. Hier sollten dann Erkenntnisse gesammelt und Erfahrungen ausgetauscht und die Wunder der Natur ergründet werden.

Grundsätzlich wollte er entweder eine Reichsakademie oder eine Akademie internationalen Charakters schaffen. Jedenfalls keine Akademie eines deutschen Territorialstaates, denn er orientierte sich an den Vorbildern Paris und London.24

Nachdem Leibniz in Hannoversche Dienste 1676 trat, stützte er sich in seinen Akademieplanungen nunmehr auf persönliche Kenntnisse der Situation in Paris und London. In dem 1676 entworfenen Plan der Societas Germana, kam dies zum Ausdruck, denn darin forderte er, dass Wissenschaftler ihr Wissen nicht nur aus Büchern, sondern auch aus der Natur und den Sinnen schöpfen sollten. Im „Grundriss seines Bedenckens“ äußerte Leibniz: um „den Schöpfer zu loben und dem Nechsten zu nutzen“, müssten diejenigen, die über den Verstand und diejenigen, die über die Macht verfügen unter einem „hohem Stifter“ zusammengeführt werden.25 In diesem Dokument zählte er u.a. 50 Wissenschaftler auf, die dafür in Frage kämen könnten, wie auch sein Lehrer Erhard Weigel26 in Jena.

Wie schon erwähnt, stellte Leibniz mehrere Pläne auf und doch erreichte er 1671 den Abschluss seiner bisherigen Sozietätskonzeptionen.27 Dafür verfasste er ein ausführliches Programm, welches sich in „Künste und Wissenschaften, res literaria (wobei hier die Erziehungswissenschaft mit einbezogen wurde), res medica et chirugia, Manufakturen und Kommaziehn“28 gliederte. Diese Pläne, die in Denkschriften verfasst wurden, stellten einen wesentlichen Einschnitt in der Entwicklung von Sozietätsvorstellungen dar. Die ständige Wechselwirkung von Gelehrten und Praktikern- die Verbindung von Theorie und Praxisgehörten ab dann zum festen Bestandteil aller Projekte.

Erst viel später erfolgte die Begrenzung auf das real Erreichbare- die Übernahme der ausländischen Akademiemodelle. Gegen Ende des 17. Jh. sah er in Brandenburg eine Chance.

IV. Berlin und Brandenburg

Berlin wandelte sich in den 25 Regierungsjahren Friedrich I. zur Hauptstadt mit europäischem Rang. Die Bevölkerungszahl stieg auf 61.000 an und solch einen vergleichbaren Entwicklungsschub gab es erst wieder im 19. Jh.. Die Stadt bestand aus den 3 Teilen: Berlin, Cölln und Friedrichswerder und im Westen kamen 2 neue Städte- Dorothenstadt und Friedrichsstadt hinzu. Die Landwirtschaft wurde komplett aus der Stadt heraus gelegt und in der Stadt selbst siedelte sich eine beträchtliche Zahl von Intellektuellen an. Unter ihnen befand sich ein großer Teil Juristen und Ärzten.

Der Fürst, der Berlin zu seinem Regierungssitz ausstattete wird von Lamprecht in seinem Buch als ein großmütiger und kluger Mann beschrieben. „Unter dieser glorwürdigen Regierung ward Berlin ein Sammelplatz der Künste und Wissenschaften, welche hier geliebet, erhoben und belohnt werden.“29

Seit Mitte der 1690 Jahre trat Berlin mehr und mehr in die Überlegung Leibniz‘. Aus diesem Grund bewarb er sich als Nachfolger Pufendorfs am Berliner Hof im November 1694. Leibnitz bittet Spanheim bei der Kurfürstin Sophie Charlotte30 wieder die Stelle des verstorbenen Samuel von Pufendorf wieder zu besetzen“.31 Pufendorf verstarb im Oktober 1694 und er zählte mit zu den berühmtesten Gelehrten seiner Zeitgewesen, und laut Hirsch- war er eine Hassliebe von Leibniz. „Leibniz empfand zeitlebens eine persönliche Abneigung gegenüber diesem erfolgreichen Neurerer, der das Recht nicht mehr auf Gott, sondern auf die Natur zu gründen schien.“32 Jedoch blieben die Gespräche zwischen den beiden sehr spärlich.

Leibniz konnte es kaum erwarten, seinen Widersacher zu beerben. Natürlich ging es nicht nur um Pufendorf, weswegen Leibniz nach Berlin wollte; sein Hauptgrund lag immer noch bei seinen Akademieplan, den er hoffte hier in die Tat umsetzen zu können. Jedoch biete ihn der König nur eine geringes Gehalt, worauf Leibniz erst einmal die Verhandlungen abbrach. Stattdessen führte er einen persönlichen Kampf gegen Pufendorf, denn als er im März 1696 den Nachlass Pufendorf’s las, äußerte er sich in späteren Briefen sehr böse über ihn und teilweise auch unwahr.

„Brandenburgs Taten schrieb Pufendorf nieder für Geld.

Ohne Verstand gibt er preis, was man besser verschweigt.

Akten von seinem Herrn, gänzlich vergessend, wie oft Botschafter nennen den Bericht, was als Gerücht sie gehört. Dümmlich deckt er es auf, sei’s seinem Herrn auch zum Schaden, oder er macht es noch selbst, boshaft und absichtsvoll, schlimm.

Geistesgestört wie er war, schloss man in Stockholm ihn weg, was von der Krankheit ihm blieb, siehst du nun, Stadt an der Spree, klug genug war er jedoch, während sein Buch noch im Druck, starb er und kam damit knapp Spandauaens Ketten zuvor.“33 O.V.E.

Dies schrieb er anonym. Nur die Initialen lassen auf ihn schliessen, denn O.V.E. sind jeweils die 2. Buchstaben seiner Namen, wenn man ihn auf Latein schreibt (Godfredus Guilielmus Leibnitius).34

Leibniz erhält seine Chance nach Berlin zu gehen, wo man ihn mit Gnade und Leutseeligkeit auf, [...] aufnahm und seine Vorschläge bei den durchlauchtigten Kurfürsten Gehör fanden.35 Und es waren die strebsamen Bemühungen von Leibniz gewesen, dass die Sozietät doch recht bald zu Stande kam.

V. Die preußische Akademie der Wissenschaften zu Berlin

1. Die Gründung der Akademie

Die Eröffnung der Berliner Sozietät vollzog sich in den Monaten, in der sich der König auf die Krönung vorbereitete. Somit stellte die Sozietätsgründung auch eine machtpolitische Demonstration dar.

Der Kurfürst Friedrich III. schuf die Voraussetzungen für einen politisch- militärischen Aufstiegs Preußens im 18. Jh.. Seine Frau Sophie Charlotte ausgestattet mit Ahnenstolz und intellektueller Faszination, holte mit ihrem großen Interesse an Philosophie und Kunst nicht nur Leibniz an den Hof.

Das Königspaar hatte einen erheblichen Anteil an der Sozietätsgründung, da 1.) der König den Plan der Akademiegründung sofort genehmigte, sobald die Frage der Finanzierung geklärt war und weil zum 2.) der König ein Förderer der deutschen Sprache war und sie in ihr integrierte. Die Eigenfinanzierung sollte über das Kalenderwerk gelöst werden. Somit schlug man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn zum einen stand der Akademie von der Seite her nichts mehr im Weg und gleichzeitig erhielt die Akademie das Monopol auf das Kalenderwerk Die Königin förderte den Observationsplan. Die herrschenden Themen des Königs waren die Erwerbung der Königswürde, die Frage nach Krieg und Frieden und die Selbstdarstellung des preußischen Königtums.36

Die Jahre 1697- 1700 waren kriegsfreie Jahre und somit die optimale Gelegenheit einer Akademiegründung. Diese Gründung erfolgte zwangsläufig, aus der Entwicklung heraus folgerichtig.

Einen großen Einfluss auf die Akademiegründung hatte auch Leibniz‘ Lehrer und Prof. Erhard Weigel. Denn u.a. ging auf ihn der Vorschlag zurück, eine Reichsinstitution für die Kalenderverbesserung37 und aber auch gleichzeitig ein Kalendermonopol zu errichten. Auf diese Weise wollte man die notwendigen finanziellen Mittel für die Akademie erhalten.38

2. Der Sommer 1700 und die Gründung

Zwischen dem Entschluss des Königs eine Sozietät zu gründen und der Umsetzung des Vorhabens vergingen fast 4 Monate. Da Leibniz aus Hannover keine Reiseerlaubnis erhielt, wartete man in Berlin vergebens auf ihn, doch selbst als er sie dann bekam, ließ er sich Zeit. Am 10. Mai traf er endlich in Berlin ein, wo er auch gleich längere Zeit blieb. Innerhalb von 3 Monaten nahm er an sämtlichen Festen und Aktivitäten teil und fand somit auch öfter Gelegenheit mit dem König selbst über die Akademie zu reden.

Da neue Institutionen nur durch einen ausdrücklichen Akt des Herrschers begründet oder bestätigt wurden, musste ein Stiftungsdiplom dem König vorgelegt werden. Dieser kam gerade von einer Hochzeit zurück, als er das Diplom vor sich hatte am 15. Juni 1700. Der König unterschrieb dieses Stiftungsdiplom auch mit nur geringfügigen Veränderungen. Leibniz benannte 3 Forschungsaufgaben, die auf die Wünsche des Königs zugeschnitten waren: 1. die Pflege der deutsche Sprache

2. die Geschichte Brandenburgs- Preußens

3. zivilisatorisch- missionarische Aufgaben39

In dieser Zeit stellte Leibniz einige Agendenliste40 auf, die eine eindrucksvolle Vorstellung der Ziele und Aufgaben darbietet. Dabei ging es erst einmal um die Schaffung von Organisatorischen und personellen Voraussetzungen, wie z.B. den Druck des Stiftungsbriefes, die Herstellung einer Sozietätsmedaille und- siegel, aber auch um Kontaktknüpfungen mit anderen Reaktionen.

Intensiv beschäftigte sich Leibniz mit der im Frühjahr 1700 in Kraft getretenen Kalenderreform.41 Auffällig groß sind die Personenkreise, zu denen Leibniz Kontakt suchte.42

Am 19. Juni gab der Kurfürst den Befehl, ein Gründungsdiplom für die Sozietät anzufertigen, indem Leibniz als Präsident vorgesehen wurde. Die Endphase erreichte man nun und die Unterzeichnung durch den Kurfürsten fand am 11. Juli 1700 statt, am Geburtstag des Herrschers. Mit der Ernennung zum Sozietätspräsidenten und der Verteilung zum geheimen Justizrat schloss man die formale Konstituierung wenige Tage später ab. Bis zu seiner Abreise am 20. August 1700 war Leibniz noch stark beschäftigt, sowohl in seiner neuen Rolle als „Amateurpolitiker“ als auch mit der Erstellung von juristischen Gutachten.

3. Das erste Jahrzehnt der Berliner Sozietät 1700-1710

Wahrhaftig dauerte es 10 Jahre bis die Berliner Sozietät ihre Arbeit als gelehrte Gesellschaft aufnahm. In dieser Zeit bestand sie auch ausschließlich aus Leitungsorganen. Es fand keine feierliche Eröffnung statt, und so kam man nicht in den Genuss, internationale und nationale Aufmerksamkeit zu gewinnen. Der König hielt seine Versprechen nicht ein, da ihm auch die finanziellen Mittel fehlten. Aber auch die Leitungsorganisation erwies sich als ein Fehler, gerade in dieser chaotischen Zeit. Leibniz. leitete die Akademie von Hannover aus und kehrte in 12 Jahren nur 10 mal nach Berlin zurück. Die Berliner Konzilmitglieder waren mit Routineaufgaben und Kleinarbeiten beschäftigt.

Nach hektischen Monaten ging die Sozietät an die Öffentlichkeit und stellte ihre Aufgaben und Ziele vor. Somit erreichte sie dann auch im März 1701 eine Mitgliederzahl von 23 im In- und Ausland. Doch nach und nach traten die inneren Probleme an die Oberfläche, vor allem das Kalenderwerk, welches die einzige Finanzierungsquelle darstellte und der nichtvorhandene Neubau des Observatoriums. 1704 versuchte Leibniz vergebens in Dresden eine weitere deutsche Sozietät der Wissenschaften ins Leben zu rufen. Obwohl man sagen muss, dass er sich den ungünstigen Zeitpunkt überhaupt aussuchte. Er war also wieder mit vielen anderen Dingen beschäftigt und konzentrierte sich nicht ausreichend auf sein grösstes Projekt, die preußische Akademie.

Bereits 1705 war die Sozietät festgefahren. Ein Grund hierfür ist u.a. auch der Tod der Königin Sophie Charlotte am 1. Februar 1705. Denn dadurch verlor er seinen wichtigsten Rückhalt am Berliner Hof und auch die politische Lage, die Beziehung zwischen dem Hause Hannover und Preußen konnte nicht als eine freundschaftliche bezeichnet werden.

Die Last der laufenden Arbeiten lag bei den Konzilmitgliedern. Dem Ehrgeiz der Brüder Jablonski und Chunos43 war es zu verdanken, dass 1708 das Astronomenhaus gekauft und 1709 das Observatorium bezogen wurde.44

Von Hannover aus wirkte Leibniz nur mit guten Ratschlägen und diplomatisch fordernden Briefen an den Hof. Die Sozietät hatte von Anfang an einen schweren Stand. Im Frühjahr 1710 kam Leibniz Werk „Miscellanea Berolinensia“ auf den Buchmarkt und der Sozietät brachte sie einen Achtungserfolg ein.

4. Die Jahre 1711-1716

In den Jahren, in denen Leibniz seinen gesellschaftlichen Höhepunkt erreichte, koppelte sich die Sozietät von ihrem Präsens ab.

Leibniz begab sich wieder auf Reisen, so u.a. im Herbst 1712 nach Rußland und von dort aus weiter nach Wien, wo er fast 2 Jahre verbrachte. Er war also wieder fern ab von Berlin und der Sozietät. Mittlerweile stabilisierte sich die Situation in Berlin, jedoch wurde die gute Entwicklung 1713 durch den Regierungsantritt Friedrich Wilhelm I. gebremst. Durch drastische Gehaltskürzungen und Stellenabbau wurden mehrere Sozietätsmitglieder in ihrer sozialen Existenz beschnitten. So bangte man in den ersten Wochen um das Weiterbestehen der Akademie, zumindest um das Bestehen der Räume. Man konnte zwar später aufatmen, doch stellte man Mitte 1714 einen Rückgang fest. Aufgrund von Mißverständnissen und den zu langen Wegen der Post, kam es zwischen Leibniz und dem Konzil zum Krach. Somit schlief der Briefwechsel zwischen dem Konzil und Leibniz ein. Zwar beklagte sich Leibniz über mangelnde Informationen über die Sozietät, doch änderte es nichts an der Entfremdung zwischen beiden Seiten. Leibniz hatte mittlerweile aber auch schon ein sehr gutes Alter erreicht und auch er war nicht geschützt vor typischen Altersschwächen und Krankheiten verschont geblieben. Laut Hirsch litt Leibniz an Gicht, wobei auch erwähnt sein muss, dass Leibniz sich selbst diagnostizierte und aller höchsten auf dem schriftlichen Wege Ärzte um Rat fragte. Aber auch die Konzentration liess nach und das Arbeiten an sich viel immer schwerer und oft schlief er über seinem Schreibtisch ein.45

12 Tage vor seinem Tode noch befasste sich Leibniz nochmals mit dem Unionschancen zwischen dem Hause Hannover und Preußen. Er gab die Hoffnungen und Chancen nicht auf.

VI. Zusammenfassung

„Indem wir seinen [Leibniz‘] Glauben ehren, sagen wir: Er ist als ein Vollendeter hinübergegangen in die Welt des göttlichen Lichtes, aus der alle Monaden stammen. Er zog ein in das Reich des Geistes und der Gnade, dessen Bürger er schon lange war. Und von dort, so scheint es uns, wirkt er bis heute als der, der er immer hatte sein wollen, als ein Lehrer der Menschheit.“46

Die Gründung der Preußischen Akademie der Wissenschaften stellte unumstritten nicht nur einen gewaltigen Einschnitt im Leben von Leibniz, sondern in der gesamt geschichtlichen Entwicklung dar. Die Akademie „war die erste der modernen Gelehrtengesellschaften auf dem Boden des Reiches.“47

Sie verankerte die auf Seite 2 genannte Punkte; denn es handelte sich nicht nur um eine wissenschaftliche Einrichtung, die in fester Beziehung zum absolutistischen Fürstenstaat stand, ferner stellte sie auch den abgegrenzten Teil von wissenschaftlichen Gelehrten mit der dazugehörigen Ausstattung dar. Am wichtigsten aber war, dass diese Akademie in der Hauptstadt, in Berlin stand. Die Akademie verfügte also über internationalen Charakter. Zu ihren Aufgaben gehörten „Sowohl […] die Ausarbeitung der Landessprache, [...] und die Anwendung der Morgenländischen Sprachen, ja des ganzen Wissenschafts- und Kunstwesens zu einem gar gottseligen, und nach seiner Würde die andern weit übertreffenden Zweck“48. Auch wenn diese Akademie mit Anfangsschwierigkeiten kämpfen musste, verkörpert sie doch den Aufstieg und Fortschritt unter Friedrich I., denn die Kultur- und Geistesgeschichte erlebte unter diesem König einen Aufschwung, welcher angesichts der Ausgangssituation nach dem 30jährigen Krieg von Nöten war. Deutschland erreichte somit wieder den Anschluss an die geistes - und kulturgeschichtliche Entwicklung in Europa.

Heutzutage sind solche Entwicklungen, die natürlich erst reiften und vollendet werden mussten, kaum als ein solch grosses Ereignis, wie es die Gründung war, fassbar. Ein Wissenschaftsstandort wurde geschaffen, der über Jahrhunderte bestehen blieb und auch Leibniz bleibt in unseren Erinnerungen mit seinen Errungenschaften und Unmengen an Werken und Denkschriften erhalten.

[...]


1 Brather: Leibniz und seine Akademie, S.XV ff.

2 Grau: Die Preußische Akademie der Wissenschaften, S.11.

3 Friedrich III. war von 1688-1701 Kurfürst von Brandenburg. Im Januar 1701 ließ er sich zum König in Preußen krönen. Im folgenden wird jedoch der Zeitraum sowohl vor, als auch nach seiner Krönung betrachtet. Um Missverständnisse zu vermeiden und um nicht stets in der Bezeichnung zu wechseln, werde ich ihn Friedrich I. nennen. Unabhängig, ob er zu dieser Zeit Kurfürst oder König war.

4 Hauptsächlich ist hier Berlin gemeint

5 Unterschied Akademie, Universität und Sozietät: Akademie ist ursprünglich eine von Platon im Hain des Heros Akademos gegründete Philosophenschule; hingegen die Universität eine Lehranstalt für wiss. Lehre, Forschung und Erziehung darstellt;und für Sozietät kann man auch ein Gemeinschaft sagen

6 Im Anhang befindet sich ein kurzer tabellarischer Lebenslauf von Leibniz aus Liske: G.W. Leibniz, S. .

7 Liske: Gottfried Wilhelm Leibniz, S. 37.

8 Ich möchte darauf hinweisen, dass ich absichtlich seine Werke weggelassen habe. Im Anhang findet man dazu genug genauere Informationen.

9 Es sei bemerkt, dass um so tiefgründiger man sich mit so einem intellektuellen, philosophischen, aber auch rationalistischen Menschen, einem Genie beschäftigt, es nicht so leicht fällt, diese Persönlichkeit in kurzer knapper Form zu beschreiben. Man reduziert einen Wissenschaftler auf ein Minimum, über den, ich glaube es waren über 400 Texte und Bücher verfasst wurden. Doch muss man sich in diesen Menschen probieren hineinzudenken, um die philosophischen Ansätze, Theorien etc, wenigsten annäherungsweise zu verstehen.

10 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.621 ff.

11 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.621.

12 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.621.

13 Lamprecht: Das Leben des Freyherrn Leibniz, S. 104.

14 Lamprecht: Das Leben des Freyherrn Leibniz, S. 106.

15 Lamprecht: Das Leben des Freyherrn Leibniz, S. 107.

16 Lamprecht: Das Leben des Freyherrn Leibniz, S. 111.

17 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.625.

18 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.305.

19 Die Kluft zwischen Adel und Bürgertum war fast unüberwindbar, aber erst recht zwischen nichtadligem Bürgertum und dem hohen Herrscherhaus bestand keine Möglichkeit der Verbindung.

20 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.305.

21 Auch bei manisch depressiven Menschen kommt es häufig vor, dass sie keine Gefühle mehr wahrnehmen können, egal welcher Art sie sind, positiv oder negativ.

22 Grau: Die Preußische Akademie der Wiss., S. 25.

23 Brather: Leibniz und seine Akademie, S. XVIII.

24 Grau: Die Preußische Akademie der Wiss., S. 26.

25 Brather: Leibniz und seine Akademie, S. XX.

26 Erhard Weigel: (1625-1699); Lehrer von Leibniz; seit 1653 Prof. der Mathematik in Jena.

27 Brather: Leibniz und seine Akademie, S. XX.

28 Brather: Leibniz und seine Akademie, S. XX.

29 Lamprecht: Das Leben des Freyherrn G.W.L., S. 70.

30 die Tochter der hannoverschen Kurfürstin Sophie, und gleichzeitig die Frau Friedrichs I.

31 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.299.

32 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.300.

33 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.302.

34 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.303.

35 Lamprecht: Das Leben des Freyherrn G.W.L., S. 70.

36 Brather: Leibniz und seine Akademie, S. XXIX.

37 Siehe Fussnote 41.

38 Grau: Die preuß. Akademie d. Wiss., S. 63.

39 Brather: Leibniz und seine Akademie, S. 86 f.

40 Agendenliste: Liste von Gesprächs- und Verhandlungspunkten.

40 Brather: Leibniz und seine Akademie, S. 86 f.

41 Die Kalenderreform: Den Problemen der Wissenschaftsorganisationen wendete Leibniz sich schon immer zu. So stellte man auch fest, dass Berlin keinen eigenen Kalender hatte. Bisher gab es nur das astronomische Kalenderjahr mit den kirchlichen Feiertagen und zeitgleich begannen die Kalender den Charakter eines Staatshandbuches anzunehmen. Die Kalenderreform des Papstes Gregor XIII. erreichte nicht alle Länder. Die Reform wurde eingeführt, indem man die folgenden 11 Tage des 18. Februar 1700 wegließ und somit wurde die Zeitvereinigung, wie Leibniz sie nannte, vollzogen. Diese Reform finanzierte die Akademie später.

43 Jablonski, Johann Theodor (1654-1731); Chuno, (Couneau, Cuneau), Johann Jacob (1661-1715); Gelehrte.

44 Brather: Leibniz und seine Akademie, S. XXXVI.

45 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.315 ff.

46 E.C. Hirsch: Der berühmte Herr Leibniz, S.626.

47 Schilling: Höfe und Allianzen, S. 389.

48 Satyren und Launen, Kurtze Erzehlung welchergestalt von Sr. Kön.. Nr.28.

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Kultur- und Geistesgeschichte Brbg- Preußens im Zeitalter Friedrich (III.) I..- G.W: Leibniz und die Gründung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Note
2,0
Autor
Jahr
2000
Seiten
14
Katalognummer
V103768
Dateigröße
373 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Thema des Proseminars: Königskrönungen im ausgehenden 17. /18. JH. Diese Proseminararbeit beschäftigt sich mit der Kultur- und Geistesgeschichte im ausgehenden 17. Jh., wobei hier besonderes Augenmerk auf Berlin und die Gründung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1700 gelegt wird
Schlagworte
Kultur-, Geistesgeschichte, Brbg-, Preußens, Zeitalter, Friedrich, Leibniz, Gründung, Akademie, Wissenschaften, Berlin
Arbeit zitieren
Kristin Wendtlandt (Autor), 2000, Kultur- und Geistesgeschichte Brbg- Preußens im Zeitalter Friedrich (III.) I..- G.W: Leibniz und die Gründung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103768

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