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Die Erschaffung der Realität durch Sprache. Der therapeutische Nutzen des Neurolinguistischen Programmierens

Título: Die Erschaffung der Realität durch Sprache. Der therapeutische Nutzen des Neurolinguistischen Programmierens

Tesis de Máster , 2020 , 84 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Franczeska Gutsch (Autor)

Ciencias Culturales - Otros
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Die vorliegende Arbeit will sich der Erschaffung unserer Realität mittels Sprache widmen. Dabei soll aus kulturwissenschaftlicher Perspektive der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit genauer analysiert werden. In diesem Kontext werden sowohl sprachphilosophische als auch psycholinguistische Konzepte ins Feld geführt und ausführlich diskutiert werden. Den Auftakt bildet das Kapitel Die Macht der Sprache, in dem es um die Kraft von Metaphern, den Einfluss der Muttersprache, dem Prinzip von Verneinungen gehen soll und ferner die Sprechakttheorie und die linguistische Wende skizziert wird. Weiterhin soll anhand des Radikalen Konstruktivismus anschaulich argumentiert werden, wie jede Variante der Realität sprachlich vorverfasst ist. Im eigentlichen Zentrum der Arbeit soll dann die therapeutische Nützlichkeit dieser Perspektive genauer vorgestellt und seine Wirksamkeit am Beispiel des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) belegt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Macht der Sprache

2.1 Die Wirksamkeit von Metaphern

2.2 Der Einfluss der Muttersprache

2.3 Die Doppelbotschaften der Negation

2.4 Die Perspektive der Sprachphilosophie

2.4.1 Sprachphilosophie als Teilbereich der Erkenntnistheorie

2.4.2 Die Sprechakttheorie

2.4.3 Die linguistische Wende

3. Der Radikale Konstruktivismus

3.1 Die Auopoisis

3.2 Die Selbsterfüllende Prophezeiung

4. Der Einsatz von Sprache im therapeutischen Kontext

4.1 Die Metakognition

4.2 Neuro- und Psycholinguistik

5. Das Konzept des Neurolinguistischen Programmierens (NLP)

5.1 Die Entstehung des NLP

5.2. Das Modell des NLP

4.3 Die Techniken des NLP

5.4 Die Grundannahmen des NLP

5.5. Die Methodik im NLP

5.5.1 Der Lefkoe-Belief-Process

5.5.2 Die Zielbestimmung

5.5.3 Das Modelling

5.5.4 Rapport, Pacing und Leading

5.5.5 Das Reframing

5.5.6 Exkurs: Die Hypnose

5.5.7 Das Ankern und der Moment of Excellence

6. Lernprozesse und Neuroplastizität

6.1 Die Effekte von mentalem Training

7. Resumee

8. Kritik

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die machtvolle Rolle der Sprache bei der Erschaffung unserer Realität aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive und analysiert deren therapeutischen Nutzen, insbesondere innerhalb des Neurolinguistischen Programmierens (NLP). Ziel ist es zu ergründen, wie sprachliche Strukturen unsere Wahrnehmung formen und wie NLP-Techniken gezielt eingesetzt werden können, um mentale Prozesse zu optimieren.

  • Die konstruktive Kraft der Sprache und ihre philosophischen Grundlagen
  • Die neurobiologischen und psychologischen Mechanismen der Realitätswahrnehmung
  • Die therapeutische Anwendung von NLP-Methoden
  • Lernprozesse und die Plastizität des Gehirns durch mentales Training

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Wirksamkeit von Metaphern

Der Linguist George Lakoff ist überzeugt: 'Metaphern können töten.' Mit diesem Satz begann er im März 2003 einen Artikel über den damals bevorstehenden Krieg gegen den Irak. Mit diesem Ausspruch nahm er Bezug auf den 'Krieg gegen den Terror', den die Bush-Administration in den USA nach dem 11. September 2001 geprägt hatte. Schon Stunden nach den Anschlägen seien die Weichen gestellt worden. Zunächst sprach die Regierung von Opfern, wenige Stunden später von Verlusten. "Ein Sprachmoment von höchster politischer Relevanz", meint Lakoff. Denn mit diesem Wortwechsel habe sich auch die Deutung der Anschläge verändert: vom Verbrechen hin zu einer Kriegshandlung in Afghanistan und im Irak mit Zehntausenden Toten. Lakoffs manchmal kühne Thesen sind unter Sprachforschern umstritten. Doch dass Metaphern die öffentliche Meinung beeinflussen können, bestreiten auch gemäßigte Linguisten nicht. "Politiker spielen damit", sagt Hans-Jörg Schmid von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Interessant sei zum Beispiel der Euro-Rettungsschirm eine recht neue Wortschöpfung. Das weckt die Assoziation, dass man einen Staat schützt, der unverschuldet in ein Unwetter geraten ist.

Wie groß der Einfluss von Metaphern tatsächlich ist, haben Wissenschaftler in Experimenten nachgewiesen. Die Psychologin Lera Boroditsky von der Stanford University etwa legte Probanden zwei Versionen eines Textes vor, der das Kriminalitätsproblem in der fiktiven Stadt namens Addison beschrieb. Sie unterschieden sich nur im ersten Satz. Einmal wurde die Kriminalität darin als wildes Tier bezeichnet, einmal als Virus. Die Versuchspersonen sollten Vorschläge machen, wie die Verbrechen in Addison reduziert werden könnten. Das Ergebnis war eindeutig: Die Teilnehmer, denen Kriminalität als wildes Tier präsentiert worden war, plädierten eher dafür, die Verbrecher hartnäckig zu jagen, sie ins Gefängnis zu stecken und strengere Gesetze zu erlassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die immense Macht der Sprache, unsere Wahrnehmung und Realität zu formen, und führt in die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit ein.

2. Die Macht der Sprache: Dieses Kapitel analysiert die sprachphilosophischen Grundlagen und zeigt auf, wie Sprache, Metaphern und die Muttersprache unser Denken und Handeln beeinflussen.

3. Der Radikale Konstruktivismus: Es wird dargelegt, dass Realität kein objektives Abbild ist, sondern ein individueller Konstruktionsprozess, der stark von sprachlichen Filtern abhängt.

4. Der Einsatz von Sprache im therapeutischen Kontext: Dieses Kapitel verbindet Metakognition sowie Neuro- und Psycholinguistik mit der therapeutischen Anwendung von Sprache als Werkzeug.

5. Das Konzept des Neurolinguistischen Programmierens (NLP): Es werden die Ursprünge, das Modell, die Grundannahmen sowie spezifische Techniken des NLP vorgestellt.

6. Lernprozesse und Neuroplastizität: Das Kapitel erläutert die neuronalen Grundlagen von Lernen und wie mentales Training die Struktur des Gehirns physisch verändern kann.

7. Resumee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse über die Verbindung von Sprache, Neuroplastizität und der therapeutischen Effektivität von NLP.

8. Kritik: Eine kritische Reflexion des NLP-Ansatzes im Kontext gesellschaftlicher Leistungsansprüche und seiner oft umstrittenen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

9. Literaturverzeichnis: Vollständige Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Sprache, Realitätskonstruktion, Neurolinguistisches Programmieren, NLP, Metakognition, Neuroplastizität, Kognitive Psychologie, Sprachphilosophie, Konstruktivismus, Mentales Training, Hypnose, Wahrnehmung, Kommunikation, Glaubenssätze, therapeutischer Nutzen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Sprache unsere individuelle und kollektive Realität erschafft und wie diese Erkenntnis gezielt in therapeutischen Prozessen, insbesondere im NLP, genutzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Sprachphilosophie, Radikaler Konstruktivismus, die Funktionsweise des NLP sowie die neurologischen Grundlagen des Lernens und der Neuroplastizität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Sprachgebrauch, Wahrnehmung und der therapeutischen Wirksamkeit von NLP-Techniken kulturwissenschaftlich und psychologisch zu fundieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse interdisziplinärer Ansätze aus Linguistik, Psychologie, Philosophie und Neurowissenschaften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Sprachmacht, Konstruktivismus), die Anwendung von Sprache in der Therapie und eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem NLP-Modell und seinen Techniken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Realitätskonstruktion, Neurolinguistisches Programmieren, Neuroplastizität, Metakognition und konstruktive Sprachnutzung.

Inwiefern beeinflussen Metaphern unsere Handlungsentscheidungen?

Metaphern aktivieren assoziative Netzwerke im Gehirn, die unbewusst unsere Bewertung von Problemen und damit unsere vorgeschlagenen Handlungsstrategien steuern, wie das Beispiel der Kriminalität als "Virus" oder "wildes Tier" verdeutlicht.

Wie erklärt die Arbeit das Modell der "Landkarte" im NLP?

NLP geht davon aus, dass jeder Mensch auf Basis seiner Erfahrungen eine individuelle "Landkarte" der Welt erstellt, die nicht die objektive Realität ist, sondern eine subjektive, vereinfachte Konstruktion.

Welche Rolle spielt die Hypnose innerhalb des NLP?

Hypnose dient im NLP dazu, den kritischen analytischen Verstand zu umgehen, um direkten Zugang zu unbewussten Ressourcen zu erhalten und so nachhaltige Verhaltensänderungen zu ermöglichen.

Was wird unter "Neuroplastizität" in diesem Kontext verstanden?

Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, durch Lernen und mentales Training neuronale Bahnen physisch umzubauen und so neue Denk- und Verhaltensmuster dauerhaft zu etablieren.

Final del extracto de 84 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Erschaffung der Realität durch Sprache. Der therapeutische Nutzen des Neurolinguistischen Programmierens
Universidad
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaften)
Calificación
2,0
Autor
Franczeska Gutsch (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
84
No. de catálogo
V1037703
ISBN (Ebook)
9783346448828
ISBN (Libro)
9783346448835
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sprachphilosophie Radikaler Konstruktivismus NLP Therapeutische Sprache
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Franczeska Gutsch (Autor), 2020, Die Erschaffung der Realität durch Sprache. Der therapeutische Nutzen des Neurolinguistischen Programmierens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1037703
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