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Frauen in Führungspositionen. Vorurteile, Handlungsempfehlungen und Interventionsmöglichkeiten

Titel: Frauen in Führungspositionen. Vorurteile,  Handlungsempfehlungen und Interventionsmöglichkeiten

Hausarbeit , 2021 , 29 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Anna-Maria Burchard (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit Frauen in Führungspositionen und dessen Vorurteile, Handlungsempfehlungen und Interventionsmöglichkeiten.

Obwohl der Frauenanteil an den Erwerbstätigen insgesamt deutlich zugenommen hat, beschränkt sich ihre Berufswahl immer noch häufig auf ein begrenztes Spektrum an Tätigkeiten, gleichzeitig zeigen sich seit Anfang der neunziger Jahre nur geringe Veränderungen der Frauenanteile in einzelnen Berufsgruppen. Empirische Analysen bestätigen, dass von den 42,1 % der erwerbstätigen Frauen sich nur 3,7 % in Führungspositionen befinden, obwohl festzustellen ist, dass ein hoher Frauenanteil in Führungspositionen sich nicht nur äußerst positiv auf die ökonomische und soziale Ebene auswirkt, sondern von Frauen geführte Unternehmen im Durchschnitt auch doppelt so schnell wachsen wie von Männern geleitete Unternehmen. Daher stellt sich die Frage, warum Frauen trotz gewandelter Geschlechterrollen, eines hohen Bildungsniveaus und einer daraus resultierenden hohen Qualifizierung, vielfältiger arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und gesetzlicher Regelungen noch immer in Leitungsfunktionen unterrepräsentiert sind?

Die Beantwortung dieser Frage gestaltet sich aus wissenschaftlicher Sicht nicht leicht, denn anhand von Erkenntnissen diverser Studien ist es zwar möglich, Aussagen über die Anzahl von Frauen in Führungspositionen zu treffen und deren Entwicklung zu begutachten, jedoch sind die tatsächlichen Gründe für den geringen Frauenanteil bisher schwer zu interpretieren. Hinzu kommt, dass laut der Soziologin Barbara Maria Blattert die formale Gleichberechtigung und das Recht auf Chancengleichheit mitnichten garantieren, dass die Gleichstellung tatsächlich verwirklicht wird. Darüber hinaus kann genannter Umstand sogar missbraucht werden, um eine bestehende Ungleichheit zum individuellen Problem zu deklarieren, was die Benachteiligung von Frauen als individuelles Problem an die Betroffenen zurückgibt und somit dazu führt, bereits Erreichtes zu deformieren, da bis dato Einsichten in strukturelle Zusammenhänge oftmals unberücksichtigt bleiben.

Worauf ist es nun zurückzuführen, dass Frauen im Bereich der Erwerbsarbeit diskriminiert werden und die Ressourcen von Frauen bislang nicht ausreichend genutzt werden? Reicht eine einfache Vereinbarkeitsproblematik von Familie und beruflicher Karriere aus, den geringen Frauenanteil in oberen Führungsfunktionen zu erklären?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorurteile

2.1 Definition Vorurteil

2.2 Merkmale von Vorurteilen

2.3 Entstehung von Vorurteilen

2.4 Vorurteile gegenüber Frauen

2.5 Vor- und Nachteile von Vorurteilen

3. Praxisbeispiele

3.1 Das Ökonomie-Vorurteil

3.2 Das Kompetenz-Vorurteil

3.3 Das Motivations-Vorurteil

4. Handlungsempfehlungen und Interventionsmöglichkeiten

4.1 Trainings zur Sensibilisierung

4.2 Transparente Recruitingprozesse

5. Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für die anhaltende Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen trotz gestiegener Qualifikationsniveaus. Das primäre Ziel besteht darin, den Einfluss von Vorurteilen und geschlechtsspezifischen Stereotypen als zentrale Barrieren zu identifizieren und auf Basis psychologischer Erkenntnisse wirksame Interventionsmöglichkeiten für Organisationen abzuleiten.

  • Analyse der Entstehung und Struktur von Vorurteilen und Stereotypen
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Benachteiligungen im Erwerbsleben
  • Darstellung von Praxisbeispielen (Ökonomie-, Kompetenz- und Motivations-Vorurteile)
  • Diskussion von Interventionsmöglichkeiten wie Diversity- und Unconscious Bias-Trainings
  • Empfehlungen für transparente Recruitingprozesse zur Förderung der Chancengleichheit

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition Vorurteil

Allport (1954) versteht ein Vorurteil als eine Antipathie gegen eine Gruppe oder ein Individuum, die sich auf eine fehlerhafte, starre Verallgemeinerung gründet. Somit sind Vorurteile Einstellungen gegenüber einer fremden Gruppe bzw. deren Mitgliedern, die diese aus Eigeninteresse oder zum Vorteil der eigenen Gruppe direkt oder indirekt abwertet. Der Begriff Vorurteil wird hauptsächlich durch seinen normativen, moralischen Gehalt bestimmt, weshalb sich Vorurteile von anderen Einstellungen nicht durch spezifische innere Qualitäten, sondern durch ihre soziale Unerwünschtheit unterscheiden. Aufgrund dieses normativen Gehalts sind Vorurteile nicht absolut, sondern nur relativ auf ein bestehendes Wertsystem hin zu definieren, nämlich als Abweichung von den Wissens- und Moralstandards einer Gesellschaft, weswegen sich diese je nach sozialen Gruppen (Schichten, Ethnien, Religionsgemeinschaften etc.) unterscheiden können. Aufgrund dieser Kategorisierung wird bspw. eine bestimmte Gruppe von einem Individuum als sogenannte Fremdgruppe (Outgroup) wahrgenommen, während es sich einer Eigengruppe (Ingroup) zugehörig fühlt.

Wie Vorurteile geäußert werden unterliegt dem Wandel gesellschaftlicher Veränderungen, dennoch können Vorurteile selbst bei gesellschaftlicher Ächtung weiterhin bestehen und als subtile Diskriminierung aufrechterhalten werden. Ebenso ist festzustellen, dass sich Vorurteile in den unterschiedlichsten Bereichen sowie auf verschiedenen Ebenen finden lassen, jedoch nicht bei jedem Individuum und nicht in allen Situationen gleichermaßen auftreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen der steigenden Erwerbstätigkeit von Frauen und deren anhaltender Unterrepräsentation in Führungspositionen sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Vorurteile: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zu Definition, Struktur, Entstehung und den Funktionen von Vorurteilen sowie deren spezifische Rolle bei der Geschlechterungleichheit vermittelt.

3. Praxisbeispiele: Hier werden spezifische Vorurteile wie das Ökonomie-, Kompetenz- und Motivations-Vorurteil detailliert analysiert, um deren Auswirkungen auf den beruflichen Aufstieg von Frauen aufzuzeigen.

4. Handlungsempfehlungen und Interventionsmöglichkeiten: Dieses Kapitel leitet auf Basis der theoretischen Erkenntnisse praktische Maßnahmen ab, insbesondere Diversity-Trainings und transparente Recruitingprozesse zur Reduzierung von Vorurteilen.

5. Diskussion: Die Diskussion beleuchtet die komplexen Wechselwirkungen zwischen asymmetrischen Machtverhältnissen und psychologischen Faktoren und bewertet die Effektivität verschiedener Interventionsansätze.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen und betrieblichen Wandels zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Förderung weiblicher Führungskräfte.

Schlüsselwörter

Sozialpsychologie, Vorurteile, Führungspositionen, Geschlechterungleichheit, Stereotype, Diversity Management, Unconscious Bias, Rekrutierung, Diskriminierung, Karriereorientierung, Chancengleichheit, Arbeitswelt, Machtverhältnisse, Interventionsmöglichkeiten, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Untersuchung von Vorurteilen, die den beruflichen Aufstieg von Frauen in Führungspositionen behindern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Vorurteilen, deren Auswirkungen in der Praxis der Personalauswahl und Möglichkeiten zu deren Abbau.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Ursachen für die Unterrepräsentation von Frauen in Führungsetagen aufzuzeigen und Maßnahmen für mehr Chancengleichheit abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die psychologische Konzepte und aktuelle Studien zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Vorurteilsarten (Ökonomie, Kompetenz, Motivation) und diskutiert Interventionsansätze wie Diversity-Trainings und Prozessoptimierungen im Recruiting.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialpsychologie, Unconscious Bias, Geschlechterrollen, Diskriminierung und Führungskultur.

Warum werden auch "Selbststereotypisierungen" bei Frauen thematisiert?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Frauen durch Sozialisationsprozesse solche Vorurteile internalisieren können, was zu einer unbewussten eigenen Beteiligung an der Diskriminierung führen kann.

Warum ist eine "genier-blinde" Gestaltung von Prozessen im Recruiting wichtig?

Dies soll Diskriminierungseffekte minimieren, indem Entscheidungen auf Basis von objektiven Leistungen statt auf unbewussten Geschlechterstereotypen getroffen werden.

Welche Rolle spielen Diversity-Trainings für die Langfristigkeit?

Obwohl sie hilfreich sind, werden sie als in ihrer Langfristigkeit fragil beschrieben und bedürfen der Ergänzung durch weitere betriebliche Ansätze.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frauen in Führungspositionen. Vorurteile, Handlungsempfehlungen und Interventionsmöglichkeiten
Hochschule
SRH Fernhochschule
Note
1.3
Autor
Anna-Maria Burchard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
29
Katalognummer
V1038086
ISBN (eBook)
9783346431325
ISBN (Buch)
9783346431332
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauen Karriere Vorurteile Handlungsempfehlungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Maria Burchard (Autor:in), 2021, Frauen in Führungspositionen. Vorurteile, Handlungsempfehlungen und Interventionsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038086
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Leseprobe aus  29  Seiten
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