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Universalunterricht und seine Umsetzung im Dokumentarfilm "Ein Besuch im Louvre"

Titel: Universalunterricht und seine Umsetzung im Dokumentarfilm "Ein Besuch im Louvre"

Hausarbeit , 2021 , 18 Seiten

Autor:in: Minh Chau Duong (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit behandelt die Frage, ob das Erklären wirklich notwendig bzw. Voraussetzung für das Verstehen ist, und welche Wirkung die Methode des Zeigens bzw. des Universalunterrichts auf das Lernen hat. Im heutigen Unterrichtsalltag sind die meisten Schüler*Innen daran gewöhnt, sich etwas von den Lehrkräften erklären zu lassen, wenn sie es erlernen beziehungsweise verstehen wollen. Auf der Seite der Lehrkraft wird diese Lehrmethode auch als selbstverständlich wahrgenommen.

Die Arbeit nähert sich der oben genannten Frage an, indem die Lernmethoden des Erklärens und des Universalunterrichts thematisiert werden. Um diese beiden Begriffe gut zu unterscheiden, wird die Umsetzung der Methode Universalunterricht im Film "Ein Besuch im Louvre" verdeutlicht. Zuerst werden verschiedene Faktoren im Film wie Einstellungen, Folgen und Rhythmus ausführlich dokumentiert. Anschließend wird der Bezug auf die Methode des Universalunterrichts im Film erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Universalunterricht

2.1 Ansatz des Universalunterrichts

2.2 Das Problem des Erklärens

2.3 Die Methode des Universalunterrichts

3 Umsetzung des Universalunterrichts im Film „Ein Besuch im Louvre“ von Jean-Marie Straub und Danièle Huillet

3.1 Dokumentation der Einstellungen

3.2 Kenntnisse zum Film

3.2.1 Funktion der schwarzen Leinwand

3.2.2 Folgen und Rhythmus

3.3 Der Bezug auf die Idee des Universalunterrichts

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern das „Erklären“ eine notwendige Voraussetzung für das Verstehen ist und welche Potenziale der „Universalunterricht“ nach Joseph Jacotot als pädagogische Alternative bietet, wobei der Dokumentarfilm „Ein Besuch im Louvre“ als praktisches Anschauungsobjekt dient.

  • Pädagogische Theorie des Universalunterrichts nach Jacques Rancière/Joseph Jacotot
  • Kritische Analyse der klassischen „Erklär-Pädagogik“
  • Filmanalytische Untersuchung der filmischen Mittel (Einstellung, Rhythmus, Montage)
  • Übertragung der Theorie auf die filmische Praxis von Straub und Huillet
  • Die Rolle der Eigenleistung und Selbstermächtigung im Lernprozess

Auszug aus dem Buch

3.1 Dokumentation der Einstellungen

Es handelt sich im Film „Ein Besuch im Louvre“ um 29 Einstellungen mit unterschiedlichen Längen. Unter Einstellungen versteht man die kleinste filmische Einheit bzw. ein Stück Film, das kontinuierlich aufgezeichnet ist (Keutzer, 2014, S. 9). Eine Einstellung wird durch Schnitte oder Blenden beendet (Keutzer, 2014, S. 9). Die Einstellungen im Film zeigen vierzehn Gemälde und eine Skulptur durch die Augen des großen Malers Paul Cézanne. Jedoch gibt es drei Einstellungen, die sich zu dem Rest der Einstellungen kontrastieren, nämlich die erste, die zwanzigste und die letzte Einstellung.

In der ersten Einstellung läuft die Kamera innerhalb von 52 Sekunden von rechts nach links und wieder zurück in die Mitte, wo die Kamera für einige Sekunden stehen bleibt. Diese Bewegungsformen nennt man Schwenk, bei dem die Position der Kamera im Raum unverändert bleibt und die Kamera sich um eine oder mehrere ihrer Achsen dreht (Keutzer, 2014, S. 21). Häufig steht am Ausgangs- und Endpunkt ein statisches Bild (Keutzer, 2014, S. 21). Genauer gesagt handelt es sich in diesem Fall um den Horizontalschwenk. Durch Beobachtung wird vermutet, dass die Vorderseite des Louvre Museums in dieser Einstellung gezeigt wurde. Danach kommt die schwarze Leinwand als Übergang zur nächsten Einstellung. Während der schwarzen Leinwand hört man eine weibliche Off-Stimme, die während der zweiten Einstellung durchgehend redet. Bei der zweiten Einstellung redet die Off-Stimme, die für Cézannes Kommentare repräsentativ sein sollte, über eine Skulptur. Für die Struktur der Göttin werden zwei Einstellungen verwendet, die jeweils 52 Sekunden und 44 Sekunden dauern. Zwischen den Einstellungen wurde eine Pause mit schwarzer Leinwand eingesetzt, die 20 Sekunden dauert. Durch die schönen Worte von Cézanne zeigt sich, wie er diese Skulptur verehrt. Anschließend wird das erste Bild direkt gezeigt. Innerhalb von 1 Minute und 39 Sekunden redet Cézanne auf eine kritische Art und Weise über das Bild vor sich, da der Maler David, seiner Meinung nach, zu viel auf das Ideale achtet und den echten Körper der Frau vergaß.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Erklärens ein und stellt die Forschungsfrage nach der Wirkung des Universalunterrichts als Alternative zur klassischen Lehrmethode.

2 Der Universalunterricht: Dieses Kapitel erläutert den historischen Ansatz von Joseph Jacotot, die Kritik am konventionellen Erklärsystem und das Prinzip der intellektuellen Gleichheit aller Menschen.

3 Umsetzung des Universalunterrichts im Film „Ein Besuch im Louvre“ von Jean-Marie Straub und Danièle Huillet: Hier wird der Dokumentarfilm analysiert, wobei die filmischen Einstellungen und der Rhythmus in Bezug auf das Konzept des Universalunterrichts untersucht werden.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das Lernen als Akt der Selbstentdeckung und Eigenleistung zu begreifen, anstatt auf passiver Wissensvermittlung zu beharren.

Schlüsselwörter

Universalunterricht, Joseph Jacotot, Jacques Rancière, Erklären, Lernen, Emanzipation, Jean-Marie Straub, Danièle Huillet, Filmanalyse, Einstellung, Rhythmus, Selbstermächtigung, Wissensvermittlung, Paul Cézanne, Filmästhetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Theorie des Universalunterrichts nach Joseph Jacotot und setzt diese in Bezug zu einem konkreten Filmbeispiel, um alternative Lernwege aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Kritik an der traditionellen „Erklär-Pädagogik“, das Konzept der intellektuellen Gleichheit und die filmische Umsetzung von Lernprozessen ohne direkte Anweisungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszuarbeiten, ob und wie Lernen auch ohne erklärende Lehrmeister stattfinden kann und wie eine solche „emanzipatorische“ Didaktik in die Praxis übertragen werden könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus literaturgestützter Theorieanalyse und einer detaillierten filmwissenschaftlichen Dokumentations- und Analysetechnik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Universalunterrichts sowie eine detaillierte Dokumentation und Auswertung der filmischen Mittel im Dokumentarfilm „Ein Besuch im Louvre“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die intellektuelle Emanzipation, der Begriff der „Verdummung“ durch zu viel Erklärung sowie der Zusammenhang von Wahrnehmung, Konzentration und Eigenleistung beim Lernen.

Wie unterscheidet sich der Film „Ein Besuch im Louvre“ von herkömmlichen Dokumentarfilmen über Kunst?

Der Film verzichtet auf klassische erklärende Hintergrundinformationen und bietet stattdessen einen unmittelbaren Zugang durch die subjektive, leidenschaftliche Perspektive des Malers Cézanne.

Welche Rolle spielt die „schwarze Leinwand“ im analysierten Film?

Die schwarze Leinwand dient als bewusstes filmisches Mittel, das Pausen schafft, in denen die Zuschauer das Gesehene reflektieren und sich gedanklich mit dem Kunstwerk verbinden können, statt mit Informationen überfrachtet zu werden.

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Details

Titel
Universalunterricht und seine Umsetzung im Dokumentarfilm "Ein Besuch im Louvre"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Autor
Minh Chau Duong (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1038101
ISBN (eBook)
9783346454133
ISBN (Buch)
9783346454140
Sprache
Deutsch
Schlagworte
universalunterricht umsetzung dokumentarfilm besuch louvre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Minh Chau Duong (Autor:in), 2021, Universalunterricht und seine Umsetzung im Dokumentarfilm "Ein Besuch im Louvre", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038101
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Leseprobe aus  18  Seiten
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