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Erfolgsfaktoren von Lehr-Lern-Arrangements im Distanzunterricht. Das Angebots-Nutzungs-Modell in der Anwendung

Titel: Erfolgsfaktoren von Lehr-Lern-Arrangements im Distanzunterricht. Das Angebots-Nutzungs-Modell in der Anwendung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sarah Naglik (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit Lehr- Lern-Arrangements im (asynchronen) Distanzunterricht als attraktive Lernangebote konzipiert werden können, die außer der (intrinsischen) Lernmotivation der Schüler*innen auch den (intendierten) Kompetenzerwerb anbahnen.

Dazu werden in einem PDCA- Zyklus zunächst die Voraussetzungen geklärt (Plan), indem Distanzunterricht definiert und das Angebots-Nutzungs-Modell nach HELMKE skizziert wird. Daran schließt sich die Darstellung einer konkreten Umsetzung eines Lernangebots im Englischunterricht einer 9. Gymnasialklasse zur Landeskunde Australiens an (Do). Schließlich werden Nutzung und Nutzungserfolg des Lernangebots evaluiert (Check). Abschließend erfolgt vor dem Hintergrund einer konstruktiven Weiterentwicklung des Systems Schule nach der Pandemie ein Ausblick, inwieweit das Lehr-Lern-Arrangement modifiziert, sprich weiterentwickelt werden kann und muss und welche Rückschlüsse dies für die Entwicklung des (Präsenz-)Unterrichts zulässt (Act).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. PLAN – theoretische Vorüberlegungen

2.1 Unterricht aus der Ferne

2.2 Das Angebots-Nutzungs-Modell

3. DO – asynchrones Lehr-Lern-Arrangement zur Landeskunde Australien

4. CHECK – Nutzung und Nutzungserfolg des Lehr-Lern-Arrangements

5. ACT – Weiterentwicklung und Rückschlüsse für Unterrichtsentwicklung

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Lehr-Lern-Arrangements im asynchronen Distanzunterricht so gestaltet werden können, dass sie trotz fehlenden extrinsischen Leistungsdrucks eine intrinsische Lernmotivation wecken und intendierten Kompetenzerwerb ermöglichen. Dabei wird das Angebots-Nutzungs-Modell nach Helmke als theoretischer Rahmen angewandt.

  • Analyse theoretischer Grundlagen des Distanzunterrichts und des Angebots-Nutzungs-Modells.
  • Darstellung eines konkreten, auf das Modell gestützten Projektangebots im Englischunterricht.
  • Evaluation der tatsächlichen Nutzung und des Nutzungserfolgs durch Schüler*innen.
  • Ableitung von Weiterentwicklungsmöglichkeiten für das System Schule nach der Pandemie.
  • Förderung von Selbstregulierung und selbstgesteuertem Lernen als zentrale Erfolgsfaktoren.

Auszug aus dem Buch

3. DO – asynchrones Lehr-Lern-Arrangement zur Landeskunde Australien

Die Schulschließungen im März 2020 pertubierten das Modell des synchronen Präsenzunterrichts, an das Lehrende und Lernende seit jeher gewohnt waren. Nach SIEBERT sind Pertubationen zwar „Störungen“, positiv formuliert sind sie jedoch auch „alternative Ermöglichungen […] veränderte Sichtweisen und neue Deutungsmuster“ (Siebert o.J.: 1). Da auch im Distanzunterricht die Verantwortung für das Lernen bei den Lehrenden liegt (s.o.), musste das Unterrichtsangebot nun aus der Ferne derart gestaltet werden, dass es bei Schüler*innen wirksame Lernaktivitäten anregte und unterstützte (s.o.).

KROMMER hat sechs Hinweise zum Distanzlernen verfasst, die er als „pädagogische Antinomien“ bezeichnet und unter der Frage KANTs subsumiert: „Wie kultiviere ich die Freiheit bei dem Zwange?“ Für die vorliegende Hausarbeit sind insbesondere die folgenden drei Hinweise relevant:

1. „So viel Projektarbeit wie möglich, so viele kleinschrittige Übungen wie nötig.

2. So viel Vertrauen und Freiheit wie möglich, so viele Kontrolle und Struktur wie nötig.

3. So viel asynchrone Kommunikation wie möglich, so viel synchrone wie nötig.“

(Krommer 2020)

Bezogen auf das Angebots-Nutzungs-Modell bedeutete dies, dass die unterrichtsrelevante und diagnostische Expertise der „Lehrkraft“ (vgl. Helmke 2009: 78) benötigt wurde: Den Hinweisen KROMMERs folgend, galt es für den „Unterricht“ ein Projektangebot zu erstellen, das den Schüler*innen ein großes Maß an Freiheit einräumte und eine individuelle Passung zuließ. Diese sei nach VON DER GROEBEN/KAISER dann „gesichert, wenn […] in dem Spannungsfeld zwischen dem Individuum mit seinem biografischen Hintergrund und seinen Fähigkeiten, der Sache mit ihren Ansprüchen und dem sozialen Kontext eine ausgewogene Balance herrscht“ (Von der Groeben/Kaiser 2011: 43). Um im Bild des Angebots-Nutzungs-Modells zu bleiben, bedeutete dies, die Blöcke „Kontext“, „Familie“ und „individuelles Lernpotenzial“ im Blick zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen durch Schulschließungen während der Pandemie und stellt die Forschungsfrage nach der Gestaltung attraktiver, lernmotivierender Arrangements im Distanzunterricht.

2. PLAN – theoretische Vorüberlegungen: In diesem Kapitel werden die Definitionen von Distanzunterricht und das Angebots-Nutzungs-Modell nach Helmke als theoretische Basis für die Untersuchung dargelegt.

3. DO – asynchrones Lehr-Lern-Arrangement zur Landeskunde Australien: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Konzeption eines Englisch-Projektangebots für eine 9. Klasse, das auf den Prinzipien der kognitiven Aktivierung und individuellen Passung basiert.

4. CHECK – Nutzung und Nutzungserfolg des Lehr-Lern-Arrangements: Hier wird evaluiert, wie die Lernenden das Angebot wahrgenommen und genutzt haben, wobei der Fokus auf den tatsächlichen Lernaktivitäten und den resultierenden Produkten liegt.

5. ACT – Weiterentwicklung und Rückschlüsse für Unterrichtsentwicklung: Das Kapitel diskutiert, wie Erkenntnisse aus dem Distanzunterricht in ein zukünftiges hybrides System ("Blended Learning") integriert werden können.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass selbstgesteuertes Lernen eine essenzielle Fähigkeit darstellt, deren bewusste Förderung eine zentrale Aufgabe für die zukünftige Unterrichtsentwicklung sein muss.

Schlüsselwörter

Angebots-Nutzungs-Modell, Distanzunterricht, Selbstregulierung, selbstgesteuertes Lernen, Kompetenzerwerb, Lernaktivitäten, Englischunterricht, Landeskunde, Projektarbeit, Blended Learning, Unterrichtsentwicklung, Lernbüro, kognitive Aktivierung, Medienkompetenz, Lehr-Lern-Arrangement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Unterrichtsangebote im asynchronen Distanzunterricht so gestaltet werden können, dass sie Schüler*innen trotz fehlenden extrinsischen Drucks motivieren und Lernprozesse effektiv unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Distanzunterrichts, das Angebots-Nutzungs-Modell nach Helmke, die Konzepte der kognitiven Aktivierung sowie die Bedeutung von Selbstregulierung und Motivation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit Lernarrangements als attraktive Angebote konzipiert werden können, die über die bloße Lernmotivation hinaus den intendierten Kompetenzerwerb der Schüler*innen anbahnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet den PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) an, um theoretische Vorüberlegungen mit einer praktischen Umsetzung (einem Englisch-Projekt) und deren Evaluation sowie anschließender Reflexion zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung eines konkreten Unterrichtsprojekts zu Australien, die Auswertung der Lernprodukte und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Zeit nach der Pandemie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Angebots-Nutzungs-Modell, Distanzunterricht, Selbstregulierung, selbstgesteuertes Lernen, kognitive Aktivierung und Unterrichtsentwicklung.

Wie spielt das "Angebots-Nutzungs-Modell" eine Rolle bei der Auswertung?

Es dient dazu, die Wirkungsweise des Unterrichts zu verstehen, wobei die Autorin zeigt, dass nicht nur die Qualität des Angebots entscheidend ist, sondern vor allem die "Mediationsprozesse" auf Schülerseite, also wie Schüler das Angebot wahrnehmen und interpretieren.

Was schließt die Autorin aus der Krise für den zukünftigen Präsenzunterricht?

Die Autorin empfiehlt, Ansätze wie das "Lernbüro" zu implementieren, um mehr Eigenständigkeit zu fördern und die aus dem Distanzunterricht gewonnenen Kompetenzen – wie Zeitmanagement und digitale Recherche – in eine hybride Form des "Blended Learning" zu überführen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erfolgsfaktoren von Lehr-Lern-Arrangements im Distanzunterricht. Das Angebots-Nutzungs-Modell in der Anwendung
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau  (DISC)
Note
1,3
Autor
Sarah Naglik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
21
Katalognummer
V1038295
ISBN (eBook)
9783346449917
ISBN (Buch)
9783346449924
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Distanzunterricht Helmke Corona COVID-19 Englischunterricht PDCA Angebots-Nutzung-Modell Lehr-Lern-Arrangement Homeschooling
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Naglik (Autor:in), 2021, Erfolgsfaktoren von Lehr-Lern-Arrangements im Distanzunterricht. Das Angebots-Nutzungs-Modell in der Anwendung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038295
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Leseprobe aus  21  Seiten
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