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Merkmale der Hochsensitivität und ihre psychosozialen Auswirkungen unter Berücksichtigung neurowissenschaftlicher Gesichtspunkte

Titel: Merkmale der Hochsensitivität und ihre psychosozialen Auswirkungen unter Berücksichtigung neurowissenschaftlicher Gesichtspunkte

Bachelorarbeit , 2016 , 72 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Benita Schakau-Hübner (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Bachelorarbeit wird sich mit dem Phänomen „High Sensory-Processing Sensitivity“, kurz Hochsensitivität, befasst, welches von der amerikanischen Wissenschaftlerin Elaine Aron entdeckt und benannt wurde. Auf 52 Seiten, aufgeteilt in 11 Kapitel, setzt sich die Autorin dieser Arbeit mit dem Phänomen Hochsensitivität und deren Merkmalen auseinander.

Ein ausführlicher Forschungsteil gibt Überblick über geschichtliche Vorreiter und aktuelle Forschungsergebnisse, einschließlich der Frage nach Krankheit, Störung und Diagnose. Die verschiedenen Merkmale von Hochsensitivität werden in Bezug zu den verwandten Phänomenen AD(H)S, Autismus-Spektrum-Störung und Hochbegabung gesetzt. Die Auseinandersetzung mit dem neurowissenschaftlichen Hintergrund führt zu der Erkenntnis, dass sich hochsensitive Menschen auf Grund ihres anders funktionierenden Nervensystems und der daraus resultierenden Wahrnehmung anders verhalten. Dies hat Auswirkungen auf ihr soziales Leben, ihren Beruf und die Gesundheit. Die Forschungen über Hochsensitivität stehen am Anfang, was sich u.a. in einem Wirrwarr an Begriffen zeigt.

Die Arbeit ist eine literaturgestützte Arbeit. Es wurden Autoren ausgewählt, die sich aktiv mit Hochsensitivität befassen und Untersuchungen mit Klienten/innen durchführten. Einige von ihnen bezeichnen sich selbst als hochsensitiv, so auch Elaine Aron.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Rechercheprozess und Methodisches Vorgehen

2. Hochsensitivität nach E. Aron

2.1 Begriffsklärung Hochsensitivität und Hochsensibilität

3. Forschung

3.1 Geschichtliche Vorläufer

3.2 Allgemeiner Überblick

3.3 Aktuelle Forschungsergebnisse

3.4 Erworben oder Vererbung

3.5 Krankheit oder Störung

3.6 Diagnosestellung

4. Merkmale von Hochsensitivität

4.1 Wahrnehmung

4.2 Reizüberflutung und Erregungsniveau

4.3 Gefühle

4.4 Intuition und Empathie

4.5 Introversion und Extroversion

4.6 Denken

4.7 High Sensation Seeking

4.8 Resilienz und Stress

4.9 Moral und Ethik

5. Hochsensitive Kinder und Jugendliche

5.1 Hochsensitive Kinder

5.2 Hochsensitive Jugendliche

6. Hochsensitivität und andere Phänomene

6.1 Hochsensitivität und AD(H)S

6.2 Hochsensitivität und Autismus-Spektrum

6.3 Hochsensitivität und Hochbegabung

Zusammenfassung:

7. Neurowissenschaftliche Gesichtspunkte

7.1 Das Nervensystem

7.2 Nervenzelle und Funktion

7.3 Die hormonelle Stressachse

7.4 Wahrnehmungsprozess

7.5 Bezug zur Hochsensitivität

8. Psychosoziale Auswirkungen von Hochsensitivität

8.1 Psychosoziale Folgen

8.2 HSM und Beruf

9. Zusammenfassung

10. Kritische Würdigung

11. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen der Hochsensitivität, um zu verstehen, wie hochsensitive Menschen ihre Umwelt wahrnehmen, wie ihr Nervensystem funktioniert und welche psychosozialen Auswirkungen dieser Wesenszug auf ihr soziales Leben, ihren Beruf und ihre Gesundheit hat.

  • Merkmale und Erscheinungsformen der Hochsensitivität
  • Neurowissenschaftliche Grundlagen und Reizverarbeitung
  • Abgrenzung zu verwandten Phänomenen wie AD(H)S, Autismus-Spektrum-Störung und Hochbegabung
  • Psychosoziale Auswirkungen auf den Alltag und die berufliche Laufbahn
  • Methodische Recherche und wissenschaftlicher Forschungsstand

Auszug aus dem Buch

4.1 Wahrnehmung

Aron hat mit dem Titel des ersten Buches exakt beschrieben, wie hochsensitive Menschen ihre Umwelt wahrnehmen. Die Umwelt wirkt auf sie so stark, dass es ihre gesamte Entwicklung und die Persönlichkeit beeinflussen kann. Hochsensitive Menschen sind empfänglich für Reize der Umwelt und werden regelrecht von ihnen überwältigt. Sie nehmen mehr Reize aus ihrer Umwelt mit ihren Sinnesorganen wahr als andere Menschen und brauchen wesentlich länger, um diese Reize zu verarbeiten. Es besteht die Gefahr, dass sie sich nicht mehr auf die wesentlichen Dinge des Alltags konzentrieren können. Hensel (2013) spricht von feinen Antennen, über die Hochsensitive verfügen. Sie nehmen intensiver, feiner, detaillierter, differenzierter und in einem größeren Spektrum wahr (S. 46). Schorr (2014) nennt sie die sensorischen Hochsensitiven, die besonders empfänglich für Reize sind, die sie über die Sinne wahrnehmen und zu einer schnellen Überreizung führen (S.22). Auch Aron (2014) beschreibt, dass hochsensitive Menschen körperlich empfindlich sind, sie haben schneller eine Schrecksituation, ein reaktives Immunsystem und einer größeren Empfindlichkeit gegenüber Schmerzen, Stimulanzien und Medikamenten (S.27). Hochsensitive Menschen bewegen sich täglich, so Schorr (2014), auf einem schmalen Grat des Wohlbefindens. Die Komfortzone bewegt sich zwischen Überstimulation und Langeweile und ist schmaler als bei den anderen Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die pädagogische Motivation der Autorin und führt in die Kritik an vorschnellen AD(H)S-Diagnosen bei Kindern ein.

2. Hochsensitivität nach E. Aron: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Hochsensitivität basierend auf den Arbeiten von Elaine Aron und klärt die begrifflichen Unterschiede im deutschen Sprachraum.

3. Forschung: Es wird ein umfassender Überblick über geschichtliche Vorläufer, aktuelle Forschungsergebnisse sowie Fragen zur Vererbung und Diagnostik gegeben.

4. Merkmale von Hochsensitivität: Dieses Kernkapitel beschreibt detailliert die verschiedenen Ausprägungen wie Wahrnehmung, Erregungsniveau, Gefühlsleben und Intuition.

5. Hochsensitive Kinder und Jugendliche: Fokus auf die spezifischen Herausforderungen von hochsensitiven Heranwachsenden in Schule und Pubertät.

6. Hochsensitivität und andere Phänomene: Analyse von Parallelen und Unterschieden zu AD(H)S, Autismus und Hochbegabung zur Vermeidung von Fehldiagnosen.

7. Neurowissenschaftliche Gesichtspunkte: Detaillierte Untersuchung der biologischen Prozesse im Nervensystem und Gehirn sowie deren Einfluss auf die Reizverarbeitung.

8. Psychosoziale Auswirkungen von Hochsensitivität: Beleuchtung der konkreten Folgen für das soziale Leben, die psychische Gesundheit und die Berufswelt.

9. Zusammenfassung: Komprimierte Wiederholung der zentralen Erkenntnisse der Arbeit.

10. Kritische Würdigung: Eine reflektierte Auseinandersetzung mit der aktuellen Studienlage und den Herausforderungen der Begriffsdefinition.

11. Fazit und Ausblick: Persönliches Resümee der Autorin und Ausblick auf zukünftige Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Hochsensitivität, Hochsensibilität, Wahrnehmung, Reizverarbeitung, Nervensystem, AD(H)S, Autismus-Spektrum-Störung, Hochbegabung, Temperament, Neurowissenschaft, Stressbewältigung, Emotionalität, Empathie, Persönlichkeit, Psychosomatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Hochsensitivität, seinen Merkmalen sowie den psychosozialen Auswirkungen, unter besonderer Berücksichtigung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Art der Wahrnehmung bei hochsensitiven Menschen, ihr Gefühlsleben, die neurologischen Abläufe im Körper sowie die Abgrenzung zu anderen Diagnosen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, was Hochsensitivität bedeutet und wie sich die daraus resultierende Reizüberflutung auf das Leben der Betroffenen auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Bachelorarbeit, die aktuelle wissenschaftliche Studien, Fachliteratur und Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Merkmale von Hochsensitivität, deren Abgrenzung zu verwandten Störungen wie AD(H)S oder Autismus und eine fundierte neurologische Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hochsensitivität, Reizverarbeitung, Nervensystem, Neurowissenschaften und psychosoziale Auswirkungen sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen "sensibel" und "sensitiv"?

Die Autorin verdeutlicht, dass "sensibel" umgangssprachlich oft mit Empathie gleichgesetzt wird, während "sensitiv" im wissenschaftlichen Sinne ein breiteres Konstrukt beschreibt, das sensorische Verarbeitungsprozesse und eine außergewöhnliche Wahrnehmungsfähigkeit umfasst.

Welche Rolle spielen Spiegelneurone bei Hochsensitiven?

Sie werden als Basis für Intuition und Empathie beschrieben; die Autorin vermutet, dass Hochsensitive eine höhere Anzahl an Spiegelneuronen besitzen oder diese schneller aktiviert werden.

Warum betont die Autorin die Wichtigkeit der Abgrenzung zu AD(H)S?

Sie möchte verhindern, dass hochsensitive Kinder vorschnell pathologisiert oder falsch diagnostiziert werden, da ihre "Andersartigkeit" auf einer besonderen Reizverarbeitung basiert und nicht zwingend eine krankhafte Störung darstellt.

Welche Bedeutung hat das "Harmoniebedürfnis" für Hochsensitive?

Es führt oft dazu, dass sie in ihrem Umfeld ständig versuchen, Unstimmigkeiten auszugleichen, was wiederum zu Konflikten oder Überforderung führen kann, da sie "Mauern anzurennen" versuchen.

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Details

Titel
Merkmale der Hochsensitivität und ihre psychosozialen Auswirkungen unter Berücksichtigung neurowissenschaftlicher Gesichtspunkte
Note
1,3
Autor
Benita Schakau-Hübner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
72
Katalognummer
V1038409
ISBN (eBook)
9783346456090
ISBN (Buch)
9783346456106
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hochsensiblität Hochsensitivität Hochbegabung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benita Schakau-Hübner (Autor:in), 2016, Merkmale der Hochsensitivität und ihre psychosozialen Auswirkungen unter Berücksichtigung neurowissenschaftlicher Gesichtspunkte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038409
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Leseprobe aus  72  Seiten
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