Schiller, Friedrich - Die Räuber (Ausarbeitung)


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

4 Seiten, Note: 2


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Deutsch Hausarbeit von Christa Jöckel

Friedrich Schiller: Die Räuber

1. Frage: Stelle einen Bezug zwischen dem Abschnitt aus der Vorrede zur ersten Auflage (Seite 3, Zeile 16-36) und dem eigentlichen Drama her.

Belege deine Aussagen mit Textstellen.

Friedrich Schiller erzählt, dass er ein realistisches Schauspiel erschaffen wollte, um es jedoch für die Leute, seine Leser, interessant zu Gestalten, musste er es an manchen Stellen übertreiben, und es mussten Charaktere, die dass feinere Gefühl der Leute damals beleidigt und empört haben (Seite 3, Zeile 20: „Die Ökonomie desselben...“ bis Zeile 23: „... unserer Sitten Empört.“) Meiner Meinung nach meint er damit zum Beispiel Franz, der unbedingt Fürst werden möchte, und als er es ist auch Amalia im wahrsten Sinne besitzen will. (Seite 77 Zeile 33: „Franz spricht...“ bis Zeile 34 „... so wird er- befehlen.“) Auch Räuber wie Spiegelberg gehören zu denen, die das feinere Gefühl verletzen, da sie nur an sich und an ihre Macht denken, und alles in Kauf nehmen um an die Herrschaft zu kommen.

Doch er entschuldigt dies schon fast, da er erklärt, wenn man ein realistisches Stück schreiben will muss man auch in der Handlung, wie im Charakter etwas mehr vom Hauptsächlichen abkommen, da es unmöglich ist ein Charakter nur gut oder nur böse zu gestalten, da kein Mensch diese Vorraussetzung besitzt und genau dies die reale Welt ausmacht. (Seite 3, Zeile 23. „Jeder Menschenmaler ist..“ bis Zeile 36 „... will geliefert haben.“)

Was manchen vielleicht seltsam vorkommt, ist, dass sich die Brüder Franz und Karl nie richtig treffen. Auch das zeigt, dass Schiller etwas bei den Handlungen übertrieben hat, genau so, wie die Freundin Karls und der eigene Vater ihn nicht erkennen, was man sich eigentlich nicht vorstellen kann. (Seite 102 Zeile 24: „Du weinst Amalia...“ bis Zeile36 „... nach diesem Fremdling?“)und (Seite 132, Zeile 8: „ Wärst du nur Karls...“ bis Zeile 13 „Augen zudrücken könnte“ hier erkennt man, dass weder Amalia noch sein Vater Karl erkennen.

Schiller möchte in seiner Vorrede zu verstehen geben, dass es in der Welt (damals wie auch heute noch) immer gute und böse Menschen gibt, und man diese auch dort findet, wo man sie am wenigsten erwartet, wie zum Beispiel in Schillers Schauspiel, dies möchte er dem Menschen klar machen, damit sie nicht mit einer „Rosaroten Brille“ durch die Gegend laufen, sondern lernen sich vor dem bösen in acht nehmen. Es ist nun einmal so, dass das böse das gute immer in den Schatten stellt (Seite 2, Zeile 26: „Es ist nun einmal... bis Zeile 28... lebendigste Kolorit enthält.“) Damit ist gemeint, dass Böse Menschen immer die Guten schlecht machen, und dass die anderen Menschen immer eher auf dass schlechte schauen, das heißt, dass wenn ein schlechter Mensch etwas gutes vollbringt, interessiert niemand dafür, wenn aber ein Anständiger mal etwas schlechtes macht, wird dies immer schneller unter die Leute gebracht, da es mehr Menschen interessiert.

Um das Böse vernichten zu können muss man, laut Schiller, das böse erst in aller

Abscheulichkeit entlarven, und auch einige Opfer in Kauf nehmen. (Seite 3, Zeile 29: „Wer sich den Zweck...“ bis Zeile 36 „... seine Seele sträubt.“)

Es gibt in jeder Geschichte das Böse und das Gute: Hier ist das böse eindeutig

Franz, doch um das Gute kann man sich streiten, da einerseits Karl von Moor diese Person darstellen könnte, doch er hat auch schlimme Verbrechen zu verantworten, da er für seine Räuberbande verantwortlich ist und er ihnen keine Grenzen gesetzt hatte, sondern sie noch zum töten ermuntert hatte. (Seite 33, Zeile 12: „Und Glück zu dem... bis Zeile 14 „königlich belohnet werden.“)

Erst beim zweiten male nachdenken erkennt man, dass die wirklich gute Person in diesem Stück Amalia ist, da sie nie negativ auffällt. Auch hat Amalia Franzens Absichten erkannt, (Seite 37, Zeile 1: „Ha! Karl! Nun erkenn ich dich wieder...“ bis Zeile 6 „... deiner eigenen Schande.“) während Karl von Daniel Franzens wahres Gesicht gezeigt bekommt. (Seite 100 Gespräch zwischen Daniel und Karl, Zeile 25: „Vergessen? Wie schwätzt ihr...“ bis Seite 101, Zeile 30: „... schleichender, abscheulicher Bösewicht!“), auch bringen beide, Karl wie Amalia, Opfer dar, Karl kann nicht mehr zu seiner geliebten Amalia zurückkehren, da er der Räuberbande einen Schwur geleistet hat, und „seine“ Räuber verlangen von ihm, dass er seinen Schwur hält und bei ihnen bleibt. (Seite136 Zeile 14: „Denk an die...“ bis Zeile34 „... Amalia für die Bande.“) Und da Amalia erkennt, dass sie Karl nicht wieder haben kann, möchte sie ihr Leben lassen. (Seite137, Zeile 7: „Halt, halt!...“ bis Zeile 9 „erbarme dich!“)

Dies ist das was Schiller meinte als er davon schreibt, man müsse sich in Empfindungen hineinzwängen.

2. Frage: Revolutionäre- Rebellen- Terroristen- Anarchistengewöhnliche Diebe und Mörder.

Welche Bezeichnungen treffen auf die einzelnen Räuber in Karl Moors Bande zu?

- Ein Revolutionär ist jemand, der das Bestehende umstürzen, also grundlegend verändern möchte oder hat.
- Ein Rebell ist eine Person, die sich gegen jemanden Auflehnt, wie gegen das momentan regierende Oberhaupt, wie zum Beispiel gegen den König oder Fürsten.
- Terroristen sind Personen, die andere Menschen stark unter druck setzten, und anderen damit in Angst versetzen.
- Zu den Anarchisten gehört die Gruppe von Leuten, die jede Staatsgewalt und jede Herrschaftsform ablehnen, außer der eigenen.

Karl: Meiner Meinung nach ist Karl ein Revolutionär und ein Rebell, da Karl um seine Freiheit kämpft, (Seite 33, Zeile 3: „Mein Geist dürstet...“ bis Zeile 5 „... unter meine Füße gerollt-), auch ist er mit der Zeit in der er lebt nicht zufrieden, er wollte die „Welt durch Greuel verschönern und die Gesetze durch

Gesetzlosigkeit aufrecht erhalten..“( Seite 138, Zeile 31 - Seite 139, Zeile 11) Am Anfang des Stückes sagt Karl auch, dass er sich nicht an die Gesetze halten möchte. (Seite 20, Zeile 24: „Nein, ich mag...“ bis Zeile 35 „... Nonnenklöster sein sollen.“) Und dies macht einen Rebellen aus. Zudem ist Moor, wie viele andere auch, ein Mörder, Terrorist und Räuber. Moor ist deshalb ein Mörder, da er Amalia umbrachte (Seite 137, Zeile 36: „Halt! Wag es..“ bis Zeile 37 „... ( Er ermordet sie)) Er ist auch deshalb ein Mörder, da er der Hauptmann der Bande ist und die Verantwortung trägt. Terrorist ist er, weil er und seine Räuber in dem Ort solch ein schrecken

verbreitet haben, als sie Roller retteten. (Seite 64, Zeile 5: „Itzt sagt der Hauptmann...“ bis Zeile 23 „... Schreck smeißt alle zu boden-) Zeile 23 „... Schreck smeißt alle zu boden-)

Doch er scheitert an seinem vorhaben, da er die Ordnung, die in der Welt herrscht anerkennen muss

Spiegelberg: Spiegelberg ist ein Anarchist, da er jegliche Herrschaftsform ablehnt, außer der eigenen, er möchte gerne Karls Platz als Hauptmann der Bande einnehmen, denn er hatte Moor nie richtig als Hauptmann Akzeptiert. (Seite 107, Zeile 15: „Er hat so...“ bis Zeile 23 „... mir niemals Gefallen.“)

Auch er ist ein Terrorist, da er ein Nonnenkloster überfallen hat. (Seite 56, Zeile 7: „Ich treffe das Kloster...“ bis Seite 57, Zeile 11 „... daran zu schleppen haben.“)

Ein Mörder ist er wie jeder andere Räuber, da er, als er gesucht wird zur Druckerei geht und einen falschen beschuldigt, Spiegelberg zu sein. (Seite 55, Zeile 26: „Ich geh letzthin..“ bis Seite 56, Zeile 4 „... zum Erbarmen ist.“)

Spiegelberg ist Karl in der Intelligenz Karl voll und ganz gewachsen

(Seite 24, Zeile 8 „Ich glaube gar... bis Zeile 17- wer ich werden muss!)

Grimm: Der Räuber Grimm ist auch ein Terrorist, da er mit Spiegelberg das Nonnenkloster überfällt.

Schufterle: Der Räuber Schufterle gehört sogar zu der Sorte von Mördern, die vor nichts zurückschrecken, auch nicht vor Weiber und Kindermord. (Seite 66, Zeile 26: „Ja zum Teufel! ...“ bis Zeile 40 „... in die Flamme.) Und er ist auch ein Terrorist, da er mit den Räubern umherzieht.

Schweizer: Schweizer kann man als Mörder bezeichnen, da er Spiegelberg umbrachte, als dieser Moor meutern wollte. (Seite 107, Zeile 40: „Ha, Bestie! Eben...“ bis Seite 108, Zeile 4 „... (Er sticht ihn tot.)) Jedoch ist Schweizer seinem Hauptmann sehr treu, und als er nicht wie er es schwor, Franz zu Karl zu bringen, da begeht er Selbstmord. (Seite 130, Zeile 23: „Ja! Er freut sich...“ bis Zeile 26 „... (Er schießt sich vor die Stirn))

Schweizer ist wie alle anderen auch ein Terrorist.

Roller: Ist einer Terrorist, weil er zu Moors Bande gehört, außerdem ist er einer der treuesten Anhänger von Karl. Er stirbt im laufe des Dramas sogar für seinen Hauptmann.

Schwarz: Der Räuber Schwarz würde alles für Karl von Moor tun, er muntert Karl auf, wenn er deprimiert oder schlecht gelaunt ist. (Seite 81, Zeile 23: „Heitere dich auf “ bis Zeile 24 „- den lieblichen Abend.“ )

Kosinsky: Kosinsky ist ein Terrorist, wie die anderen Räuber auch. Man kann ihn

auch als Mörder bezeichnen, da er freiwillig zur Räuberbande kommt, weil er auch sagt er würde jeden Mord den Moor ihn begehen heißt verantworten würde. (Seite 85, Zeile 21: „Jeden Mord...“ bis Zeile 22 „...will ich verantworten.)

3. Frage: Überprüfe, in wiefern Karl Moor als typischer Vertreter der Epoche des „Sturm und Drang“ gesehen werden kann!

1. Auf das gesamte Drama Bezogen:

Mann kann Schillers Drama eindeutig der Zeit des Sturm und Drang zuordnen, da Schiller nicht wie in der Zeit der Aufklärung sich an die drei „Regeln“ hielt. Das heißt, er verfolgt nicht nur strikt eine Handlung, sondern zwei Handlungsstränge, die erst am Ende zusammen laufen. Der Eine Handlungsstrang spielt sich im Schloss ab, wo Franz unbedingt der Fürst werden will, und dann Amalia zur Frau möchte, der andere Handlungsstrang spielt sich bei den Räubern ab.

Ein weiterer Beweis der beiden Handlungsstränge ist, dass sich Karl und Franz nie richtig aufeinandertreffen. Wiederrum typisch für diese Zeit ist, dass das Drama sich nicht in den geforderten 24 Stunden abspielt, wie es in der Zeit der Aufklärung der Fall war, sondern die Zeitspanne des Dramas mehr als ein Jahr beträgt.

Schiller wechselt in seinem Drama oft den Schauplatz, er zieht mit seinem Drama um weite gebiete Deutschlands, dies ist ein weiteres Merkmal der „Sturm und Drang“ Epoche. Was auch erstmals in der Zeit dieser Epoche erschien, war, dass sogar Szenen bei Nacht gespielt wurden.

Am Ende des Dramas von Schiller müssen seine Hauptfiguren erkennen, dass ihr Drang die Welt zu verändern, am Ende doch scheitern, damit ist schon die erste Kritik der eigenen Epoche zu erkennen.

Später erkannte Schiller, dass es einen Zweck hat sich mit allen Mitteln gegen die Zeit der Aufklärung zu wehren, statt dessen baute man den Grundstein der Klassik damit auf, dass man die Zeit des „Sturm und Drang“ mit der aufklärerischen Vernunft in Einklang brachte.

2. Auf Karl persönlich bezogen:

Karl ist deshalb als Vertreter der „Sturm und Drang“ Zeit anzusehen, da er sehr Emotional bewegt ist. Karl hört oft auf seine Gefühle, anstatt auf seinen Verstand, daher gerät er des öfteren mal in schwierige Situationen. Er kann auch seine Morde die er begeht nicht so ganz mir seinem Gewissen ins reine bringen und kämpft deshalb oft mit Selbstmordgedanken, kann sich aber doch nicht dazu durchringen, sich umzubringen (Seite 111, Zeile 6: „Wer mir Bürge ...“ bis Seite 112, Zeile 21 „... Ich wills vollenden.)

Karl reagiert sehr stark auf die Nachricht, die sein Bruder ihm zusendet, dass er von seinem Vater verstoßen wurde.(Seite 25, Zeile 20: „Was ist dir?...“ bis Zeile 21 „... wie die Wand.“)

Auf der Suche nach Freiheit lehnt sich Karl ganz offensichtlich gegen seinen Vater auf, am Ende muss Karl aber erkennen, dass alles was er tat keinen großen Erfolg brachte, da er merkt, dass er die Welt nicht verändern kann. Auch werden Kraftausdrücke und Flüche von Karl vernommen.

Quellen: Zu 2. Worterklärungen: A. M. Textor, Auf Deutsch Zu 3: Teilweise aus www.fundus.org

Hiermit versichere ich, dass ich alle verwendeten Textstellen kenntlich gemacht habe!

4 von 4 Seiten

Details

Titel
Schiller, Friedrich - Die Räuber (Ausarbeitung)
Note
2
Autor
Jahr
2001
Seiten
4
Katalognummer
V103856
Dateigröße
337 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Die Räuber, Friedrich, Schiller, Karl von Moor
Arbeit zitieren
Christa Jöckel (Autor), 2001, Schiller, Friedrich - Die Räuber (Ausarbeitung), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103856

Kommentare

  • Gast am 1.10.2002

    ~.~.

    eine gute arbeit, wie ich finde .... ich hoffe sie kann mir morgen bei meiner deutschklausur weiterhelfen ;-))

    GLG mika

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Titel: Schiller, Friedrich - Die Räuber (Ausarbeitung)



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