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Kinderlosigkeit bei Männern. Empirische Befunde und theoretische Erklärungen

Titel: Kinderlosigkeit bei Männern. Empirische Befunde und theoretische Erklärungen

Akademische Arbeit , 2019 , 14 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist ein Überblick zum Forschungsstand des Themas Kinderlosigkeit bei Männern. Nicht geliefert werden kann der volle Umfang der bisherigen Forschung. Die genannten Studien sollen dabei lediglich rezipiert, nicht jedoch in ihrem methodischen Vorgehen ausführlich und kritisch beurteilt werden.

Kinderlosigkeit ist seit Langem ein in der empirischen Sozialforschung beobachtetes Phänomen. Im soziologischen Diskurs finden sich häufig Studien, welche die sozioökonomischen Merkmale von Kinderlosen untersuchen. Die Ursachen für Kinderlosigkeit werden zumeist in handlungstheoretische Konzepte generativen Handelns eingebettet. Der Fokus liegt dabei häufig auf dem generativen Verhalten von Frauen. Nur selten wird das Phänomen Kinderlosigkeit von Männern untersucht.

Die marginale Berücksichtigung der Kinderlosigkeit bei Männern wird zum Teil auf biologische Gründe geschoben. Die fruchtbare Phase von Männern sei unbestimmbar, was die Einstufung als endgültig kinderlos für Männer quasi unmöglich macht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand

2.1 Quantitative Studien

2.2 Qualitative Studien

2.3 Ausländische Studien

2.4 Spezifische Studien

2.5 Interdisziplinäre Forschung

2.6 Zusammenfassung und kritische Beurteilung

3 Theoriebezug und Schlussbetrachtung

3.1 Konzepte der Normativität

3.2 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Kinderlosigkeit bei Männern zu geben, da die soziologische Forschung diesen Aspekt im Vergleich zur weiblichen Kinderlosigkeit bisher vernachlässigt hat. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche sozioökonomischen Faktoren, Einstellungen und normativen Erwartungen die Entscheidung für oder gegen Elternschaft bei Männern beeinflussen.

  • Sozioökonomische Merkmale und Determinanten kinderloser Männer
  • Einfluss von Erwerbsstatus, Einkommen und Bildungsgrad
  • Bedeutung des Partnerschaftskontextes und der Partnerschaftsbiografien
  • Rolle normativer Erwartungen an die männliche Vaterrolle
  • Einfluss von Lebensstilpräferenzen und Karrierebestrebungen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Kinderlosigkeit ist seit langem ein in der empirischen Sozialforschung beobachtetes Phäno men. Im soziologischen Diskurs finden sich häufig Studien, welche die sozioökonomischen Merkmale von Kinderlosen untersuchen (Bujard 2015). Die Ursachen für Kinderlosigkeit werden zumeist in handlungstheoretische Konzepte generativen Handelns eingebettet. Der Fokus liegt dabei häufig auf dem generativen Verhalten von Frauen. Nur selten wird das Phä nomen Kinderlosigkeit von Männern untersucht (vgl. Eckhard& Klein 2014, S. 311).

Die marginale Berücksichtigung der Kinderlosigkeit bei Männern wird z.T. auf biologische Gründe geschoben. Die fruchtbare Phase von Männern sei unbestimmbar, was die Einstufung als endgültig kinderlos für Männer quasi unmöglich macht (vgl. ebd.). Ferner wird argumen tiert, dass nach heutigem Rollenverständnis Frauen für Kinder „[…] und daher auch für die Kinderlosigkeit“ (Schmitt& Winkelmann 2005, S. 10) zuständig seien. Die einseitige Be trachtung der Ursachen für Kinderlosigkeit sei demnach auf ideologische Gründe zurückzu führen. Die Vernachlässigung von Kinderlosigkeit bei Männern ist jedoch neben biologischen und ideologischen auf rein praktische Gründe zurückzuführen: Es gibt wenige Erhebungen, in welchen die Anzahl der leiblichen Kinder von Männern erfragt wird. Bei Forschung mit amt lichen Daten wie dem Mikrozensus ist die genaue Zuordnung leiblicher Kinder zu Vätern in Familien mit alleinerziehender Mutter sogar unmöglich (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die wissenschaftliche Vernachlässigung des Themas Kinderlosigkeit bei Männern ein und begründet diese mit biologischen, ideologischen sowie praktischen Hürden in der Datenerhebung.

2 Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Überblick über den aktuellen Stand der empirischen Forschung, gegliedert in quantitative, qualitative, ausländische und interdisziplinäre Ansätze.

3 Theoriebezug und Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse der Einstellungsforschung in den theoretischen Rahmen normativer gesellschaftlicher Erwartungen eingeordnet und die Arbeit resümiert.

Schlüsselwörter

Kinderlosigkeit, Männer, Sozialforschung, Elternschaft, Sozioökonomik, Erwerbsstatus, Partnerschaftskontext, Vaterrolle, Normativität, Lebensstil, Familiengründung, Fertilität, Genderforschung, Familiensoziologie, Erwerbstätigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den aktuellen Forschungsstand zur Kinderlosigkeit bei Männern, um ein Thema zu beleuchten, das in der bisherigen soziologischen Forschung zugunsten der weiblichen Kinderlosigkeit oft vernachlässigt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf sozioökonomischen Determinanten, der Bedeutung von Partnerschaftsbiografien, beruflichen Karrierebestrebungen und den Auswirkungen normativer Rollenerwartungen an Männer.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die bestehende Forschung zu geben, um Faktoren zu identifizieren, die die Entscheidung von Männern für oder gegen die Elternschaft maßgeblich beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Forschungsstandanalyse, bei der empirische Ergebnisse aus quantitativen und qualitativen Studien repliziert und kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Studienkategorien (quantitativ, qualitativ, ausländisch, interdisziplinär) ausgewertet, um die sozioökonomischen und psychologischen Hintergründe der Kinderlosigkeit bei Männern differenziert zu betrachten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kinderlosigkeit bei Männern, Erwerbsstatus, Vaterrolle, Normativität, Partnerschaftskontext und Familiensoziologie.

Warum spielt die Erwerbstätigkeit eine so große Rolle für Männer?

Studien zeigen, dass Männer ihre Erwerbstätigkeit häufig als notwendige Voraussetzung für die Familiengründung ansehen, da sie sich weiterhin stark am klassischen „Male-Breadwinner-Modell“ orientieren.

Inwiefern beeinflusst das „Male-Breadwinner-Modell“ die heutige Kinderlosigkeit?

Das Modell erzeugt den Druck, eine Familie finanziell absichern zu müssen, während gleichzeitig moderne Erwartungen an eine aktive Vaterschaft und Teilhabe an der Kindererziehung gestellt werden, was zu Vereinbarkeitsproblemen führt.

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Details

Titel
Kinderlosigkeit bei Männern. Empirische Befunde und theoretische Erklärungen
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V1039273
ISBN (eBook)
9783346457516
ISBN (Buch)
9783346457523
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kinderlosigkeit männern empirische befunde erklärungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Kinderlosigkeit bei Männern. Empirische Befunde und theoretische Erklärungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1039273
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Leseprobe aus  14  Seiten
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