Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Mobilität und das Klima in Stuttgart anhand von Statistiken zu analysieren und die mögliche zukünftige Stadtentwicklung zu prognostizieren. Als Untersuchungsmethode dient eine SWOT-Analyse.
Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Zunächst soll der theoretische Hintergrund in Hinblick auf die Untersuchungsfrage die Begriffe Stadt, Stadtentwicklung und Corona eingrenzen. Im zweiten Schritt wird das Fallbeispiel Stuttgart und seine spezifische Entwicklung vorgestellt, um die Grundlage für die folgende SWOT-Analyse zu schaffen. Diese bildet den Kern der Arbeit und ist zweistufig aufgebaut. Zuerst wird eine Bestandsaufnahme der Mobilität und des Stadtklimas in Stuttgart durchgeführt, indem die Stärken und Schwächen herausgearbeitet werden. Daran anschließend werden Chancen und Risiken durch die Corona-Pandemie auf die jeweiligen Aspekte analysiert. In der Schlussfolgerung soll mithilfe des Container Konzepts ein Fazit gezogen werden, welches die physisch- und humangeographischen Prozesse in verschiedenen Dimensionen nochmal in Verbindung bringen soll.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Stadt
2.2. Stadtentwicklung
2.3 Corona
3. Fallbeispiel Stadtentwicklung in Stuttgart
3.1. Allgemein
3.2. Nachkriegszeit: Wiederaufbau Stuttgarts
3.3. „Autogerechte Stadt“ 50er-90er
3.4. Nachhaltige Stadtentwicklung 21. Jahrhundert
4. SWOT-Analyse: Mobilität und Klima
4.1. Tabellarische Übersicht
4.2. Erläuterung der SWOT-Analyse
4.2.1 Stärken
4.2.2 Schwächen
4.2.3 Chancen
4.2.4 Risiken
5. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Themenfelder Mobilität und Klima in der Stadt Stuttgart anhand von statistischen Daten zu analysieren und mögliche zukünftige Entwicklungen der Stadtplanung zu prognostizieren, wobei eine SWOT-Analyse als methodisches Instrument dient.
- Analyse der Corona-Pandemie als Einflussfaktor auf städtische Systeme
- Untersuchung der Mobilitätswende in einer traditionellen Automobilstadt
- Bewertung von Klimaschutzeffekten durch veränderte Verkehrsströme
- Vergleich von kurzfristigen Pandemie-Effekten und langfristigen stadtplanerischen Trends
- Evaluation des Wandels von der autogerechten hin zur nachhaltigen Stadtentwicklung
Auszug aus dem Buch
4.2.2 Schwächen
- „Stauhauptstadt“
Stuttgarts Hauptverkehrsstraßen sind stark belastet, da die Verkehrspolitik jahrzehntelang einen autogerechten Zugang ermöglichen wollte. Der übermäßige Individualverkehr und die dementsprechend hohe Verkehrsdichte sind geprägt von Unfällen beim Spurenwechsel und Auffahrunfällen (vgl. IHK 2017, S. 6). Den unrühmlichen Titel „Stauhauptstadt“ konnte Stuttgart zwar inzwischen abgeben, aber die Probleme sind weiterhin groß (vgl. BOCK 2019).
- Engpässe in der Verkehrsinfrastruktur
Ein weiteres Problem ist die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage bei der Infrastruktur, die vor allem Schwächen während des Berufsverkehrs aufzeigt. Als warnende Beispiele dienen die B10 und B27 zwischen Zuffenhausen und Feuerbach Ost. Hier staut es sich morgens stadteinwärts und abends stadtauswärts. Hier ist keine flexible Verkehrssteuerung gegeben (vgl. IHK 2017, S.5). Die Industriehandelskammer (IHK) weist in diesem Zusammenhang auf die Schwierigkeit der punktuellen Verbesserung von problematischen Stellen hin. Verkehrsprobleme würden so nur verlagert, aber nicht minimiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Corona-Pandemie als Wandlungsagent für Großstädte ein und definiert Stuttgart als Untersuchungsraum sowie die SWOT-Analyse als methodisches Vorgehen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel grenzt die zentralen Begriffe Stadt, Stadtentwicklung und Corona voneinander ab und beleuchtet planerische Leitbilder wie die autogerechte Stadt, Nachhaltigkeit und Smart City.
3. Fallbeispiel Stadtentwicklung in Stuttgart: Hier wird die historische Entwicklung Stuttgarts vom Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg über die autogerechte Stadt bis hin zu aktuellen nachhaltigen Konzepten im 21. Jahrhundert dargestellt.
4. SWOT-Analyse: Mobilität und Klima: Dieser Kernbereich der Arbeit bewertet Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Stuttgarter Mobilität und des Stadtklimas unter dem besonderen Einfluss der Pandemie-Maßnahmen.
5. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse anhand des Raum-Konzepts zusammen und diskutiert, inwiefern die Pandemie als Katalysator für eine nachhaltigere Stadtentwicklung dienen kann.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, Stadtentwicklung, Stuttgart, Mobilität, Stadtklima, SWOT-Analyse, autogerechte Stadt, nachhaltige Mobilität, Verkehr, Feinstaub, Pendlerverkehr, Stadtplanung, Smart City, Klimaschutz, Infrastruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Stadtentwicklung in Stuttgart, wobei der Fokus gezielt auf den Bereichen Mobilität und Klima liegt.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?
Die zentralen Themen sind die Verkehrsbelastung, die Luftreinhaltung (insbesondere Feinstaub und Stickstoffdioxid), die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) sowie der Radverkehr.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie die Pandemie als „Wandlungsagent“ fungiert und inwiefern sie Auswirkungen auf das Klima und das Mobilitätsverhalten im Stuttgarter Talkessel hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt als methodischen Rahmen eine SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats), um Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken in Bezug auf Mobilität und Klima systematisch aufzubereiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen geschichtlichen Überblick der Stadtentwicklung in Stuttgart und die anschließende Durchführung der SWOT-Analyse inklusive tabellarischer Übersicht und detaillierter Erläuterungen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mobilitätswende, Stauhauptstadt, nachhaltige Stadtentwicklung, Krisenmanagement und Verkehrsplanung.
Wie hat sich die Pendlermobilität laut der Arbeit während der Pandemie verändert?
Die Arbeit zeigt durch eine statistische Auswertung von Mobilfunkdaten, dass die Pendlerzahlen im Jahr 2020, insbesondere während der Lockdown-Phasen im Frühjahr, signifikant zurückgegangen sind.
Welche Rolle spielt die Fahrradmobilität im Kontext der aktuellen Stadtentwicklung?
Der Radverkehr wird als Chance identifiziert; die Statistik zeigt einen schlagartigen Anstieg der Fahrradnutzung während der Pandemie, was die Notwendigkeit für einen Ausbau der Fahrradinfrastruktur unterstreicht.
- Arbeit zitieren
- Lisa Kerelaj (Autor:in), 2021, Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Mobilität in Stuttgart, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1039616