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Partizipation in demokratieorientierten Kindertagesstätten

Titel: Partizipation in demokratieorientierten Kindertagesstätten

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten

Autor:in: Tesla Giammarresi (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der Arbeit thematisiert Begründungen, Ziele und Arbeitsprinzipien zur Umsetzung demokratischer Partizipation in Kindertageseinrichtungen. So wird herausgearbeitet, inwieweit sich Partizipation von Kindern in Kindertagesstätten umsetzen lässt und inwieweit das Modellprojekt „Die Kinderstube der Demokratie“ als ein Leitbild fungiert.

Das Thema Partizipation von Kindern in Kindertageseinrichtungen hat seit den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Die demokratische Mitwirkung sowie die Beteiligung von Kindern an allen sie oder die Gemeinschaft betreffenden Entscheidungen rückt immer mehr ins Blickfeld von Bildungsdiskussionen auf politischer Ebene. Ziel ist, eine bildungs- und demokratieorientierte pädagogische Arbeit in Kindereinrichtungen zu etablieren und für alle Kindereinrichtungen verpflichtende Qualitätsstandards zu formulieren.

Bisher besteht kein einheitliches Konzept zum Thema Partizipation von Kindern in Kindertageseinrichtungen. So liegt es in der Verantwortung der einzelnen Kitas, diese zu berücksichtigen und umzusetzen. Dennoch ist die Relevanz der Partizipation in Hinblick auf die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung von Kindern von hoher Bedeutung. Denn die Beteiligung an Entscheidungen bildet die Grundlage der Demokratiebildung und gilt als Schlüsselprozess für eine gelingende Bildung. Das Konzept „Die Kinderstube der Demokratie“ dient als Modellprojekt im Raum Schleswig-Holstein. In sieben Kindertageseinrichtungen wurde zwischen 2001 und 2003 der Gedanke der Demokratiebildung und Partizipation in Kindertagesstätten erprobt. Ziel war es, die Bedingungen, Anforderungen sowie Auswirkungen der Beteiligung von Kindern in Kindertagesstätten zu erfahren und daraus Rückschlüsse für die zukünftige pädagogische Arbeit zu ziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund der Partizipation von Kindern in Kindertagesstätten

2.1 Begriffsdefinition Partizipation und Demokratie

2.2 Begründungsmuster für Partizipation von Kindern

2.2.1 Partizipation in pädagogischen Ansätzen

2.2.2 Demokratietheoretisches Begründungsmuster

3 Rechtliche Grundlage von Partizipation von Kindern in Kindertagesstätten

4 Relevanz der Partizipation von Kindern in Kindertagesstätten

5 Umsetzung demokratischer Partizipation in Kitas nach dem Handlungskonzept der „Kinderstube der Demokratie“

6 Kritik

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Begründungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten von Partizipation in Kindertageseinrichtungen, wobei insbesondere das Modellprojekt „Kinderstube der Demokratie“ als Leitbild analysiert wird.

  • Bedeutung der Partizipation für die frühkindliche Bildung und Demokratieerziehung
  • Rechtliche Grundlagen auf nationaler und internationaler Ebene (z.B. UN-Kinderrechtskonvention, SGB VIII)
  • Rolle der pädagogischen Fachkräfte bei der Gestaltung partizipativer Prozesse
  • Analyse des Modellprojekts „Kinderstube der Demokratie“ als Handlungsleitfaden
  • Kritische Reflexion der strukturellen und persönlichen Hürden im Kita-Alltag

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Partizipation in pädagogischen Ansätzen

In der Pädagogik zeigt sich die Partizipation von Kindern nicht als eine neue Debatte, sondern sie ist bereits auf pädagogische Ansätze aus dem Jahre 1920 zurückzuführen. Der polnische Arzt, Schriftsteller und zugleich Pädagoge Janusz Korczak setzte sich jahrelang für die Rechte der Kinder und der Gerechtigkeit zwischen Erwachsenen und Kindern ein. Er zählt zu den bedeutendsten Pädagogen - überzeugt von einem Kinderbild, das auf Achtung des Kindes als ein vollwertiges, aktives Menschenkind beruht, stellt er das Kind als von den erziehenden Personen als ernst zu nehmendes Subjekt in den Mittelpunkt (Knauer/Brandt, 1998, S. 27). Im Jahre 1967 schrieb der polnische Arzt und Pädagoge Janusz Korczak folgendes: „Das Kind hat ein Recht darauf, dass seine Angelegenheiten ernsthaft behandelt und gebührend bedacht werden. Bis jetzt hing alles vom guten Willen und von der guten oder schlechten Laune des Erziehers ab. Das Kind war nicht berechtigt, Einspruch zu erheben. Dieser Despotismus muss ein Ende haben“ (Korczak, 1967, S. 304). Korczaks postuliert eine Erziehung, die die Entwicklung, Individualität und Einzigartigkeit der Kinder unterstützt und von der absoluten Dominanz, dem Despotismus, der Erwachsenen und vor Paternalismus befreit (Liebel & Markowska-Manista, 2018). Durch die Abkehr von der Dominanz und der Macht des Erziehers bei Entscheidungen wird das Kind gefördert, als ein aktives Subjekt eigenständig seine Gedanken zur Sprache zu bringen und eine eigene Meinung zu bilden. Der anerkennende Umgang von Kindern durch ihre Erzieher hat zur Folge, dass Kinder nicht ausschließlich passiv beschäftigt und als ein belehrendes Objekt betrachtet werden, sondern durch ihre Erzieher geachtet und ihre Vorstellungen und Bedürfnisse respektiert werden. Den betroffenen Kindern werden Räume zur Partizipation eröffnet und die Subjekt-Subjekt-Beziehung verstärkt. Nach diesem pädagogischen Ansatz erfahren Kinder sich frühzeitig im geschützten öffentlichen Raum, in den sie oder der Gruppe betreffenden Angelegenheiten zu beteiligen und sich als Subjekte wahrzunehmen (Hansen, 2005, S. 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Partizipation in Kindertageseinrichtungen als Schlüsselprozess für Bildung und stellt das Ziel der Arbeit vor.

2 Theoretischer Hintergrund der Partizipation von Kindern in Kindertagesstätten: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe und erläutert pädagogische sowie demokratietheoretische Begründungsmuster für die Beteiligung von Kindern.

3 Rechtliche Grundlage von Partizipation von Kindern in Kindertagesstätten: Hier werden internationale Abkommen wie die UN-Kinderrechtskonvention sowie nationale Gesetze wie das Grundgesetz und das SGB VIII auf ihre Relevanz für Kinderrechte hin geprüft.

4 Relevanz der Partizipation von Kindern in Kindertagesstätten: Dieser Abschnitt beschreibt die Bedeutung von Partizipation für die kindliche Entwicklung und die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte.

5 Umsetzung demokratischer Partizipation in Kitas nach dem Handlungskonzept der „Kinderstube der Demokratie“: Das Kapitel analysiert ein konkretes Modellprojekt, das aufzeigt, wie Partizipation in Kitas strukturell und methodisch gestaltet werden kann.

6 Kritik: Das Kapitel beleuchtet kritisch Hürden wie Personalmangel, Machtgefälle und die Grenzen der Mitsprache bei administrativen Entscheidungen.

7 Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Partizipation ein wesentliches Element demokratischer Kitas ist, jedoch eine stärkere Zusammenarbeit und Ressourcenbereitstellung erfordert.

Schlüsselwörter

Partizipation, Kindertagesstätte, Demokratiebildung, Kinderrechte, Pädagogik, Modellprojekt, Kinderstube der Demokratie, Frühkindliche Bildung, Subjekt-Subjekt-Beziehung, Entscheidungsfreiheit, Rechtliche Grundlagen, Bildungsauftrag, Mitbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Partizipation von Kindern in Kindertagesstätten, beleuchtet deren theoretische Fundierung und rechtliche Basis und diskutiert, wie demokratische Mitwirkung im Alltag umgesetzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Begriffsdefinition von Partizipation, die rechtliche Verankerung von Kinderrechten, die Rolle pädagogischer Fachkräfte und die praktische Umsetzung anhand des Modellprojekts „Kinderstube der Demokratie“.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Begründungen, Ziele und Arbeitsprinzipien zur Umsetzung demokratischer Partizipation in Kindertageseinrichtungen zu untersuchen und das Modellprojekt „Kinderstube der Demokratie“ als Leitbild zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die gesamte Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und deren systematischer Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Hintergründe (Pädagogik/Demokratie), die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Relevanz der Partizipation, die praktische Umsetzung nach dem Modellkonzept „Kinderstube der Demokratie“ sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselbegriffen zählen Partizipation, Demokratiebildung, Kinderrechte, Kindertagesstätte und das Modellprojekt „Kinderstube der Demokratie“.

Welche Rolle spielt das Modellprojekt „Kinderstube der Demokratie“?

Es fungiert als zentrales Beispiel und Leitbild, welches zeigt, wie Partizipation durch Raumplanung, konzeptionelle Entwicklung und institutionelle Gremien im Kita-Alltag verankert werden kann.

Welche kritischen Hürden für Partizipation werden identifiziert?

Die Arbeit identifiziert insbesondere Personalmangel, mangelnde Zeitressourcen, hierarchische Machtstrukturen zwischen Fachkräften und Kindern sowie die Schwierigkeit, eine echte „Partizipationskultur“ gegen festgefahrene Routinen durchzusetzen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Partizipation in demokratieorientierten Kindertagesstätten
Hochschule
Universität Hamburg
Autor
Tesla Giammarresi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1039920
ISBN (eBook)
9783346456755
ISBN (Buch)
9783346456762
Sprache
Deutsch
Schlagworte
partizipation kindertagesstätten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tesla Giammarresi (Autor:in), 2020, Partizipation in demokratieorientierten Kindertagesstätten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1039920
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Leseprobe aus  20  Seiten
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