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Nationalsozialistische Presse und Propaganda am Beispiel der Fränkischen Zeitung

Titel: Nationalsozialistische Presse und Propaganda am Beispiel der Fränkischen Zeitung

Hausarbeit , 2017 , 26 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Presse während des Dritten Reiches nahm einen essentiellen Platz im Hinblick auf die Verwirklichung bzw. Realisierung von nationalsozialistischer Propaganda ein. Im Gegensatz zu den anderen Massenmedien, dem Film sowie Rundfunk, war das Medium Presse rund um die Uhr als auch schnell abrufbar. Zudem ermöglichten die verschiedenen Zeitungen eine gewisse Auswahl, welche in diesem Ausmaße im Rundfunk bzw. Film nicht gegeben war. Letztlich kommt natürlich popularisierend hinzu, dass Zeitungen für fast jeden Bürger stets erschwinglich blieben, weshalb die Presse, innerhalb der Medien konklusiv betrachtet, das wohl beliebteste und am weitesten verbreitetste Medium im nationalsozialistischen Zeitalter war.

Um nun wieder eine Brücke zur Propaganda zu schlagen, fällt auf, dass die Geschwindigkeit mit welcher Informationen durch die Presse verbreitet werden konnten zu einer Allgegenwärtigkeit über die berichteten Meldungen führte, sprich die Menschen verfügten somit immer über die gleichen Informationen innerhalb der gleichen Zeitspanne, wodurch die Rezipienten der Nachrichten folglich auch auf ähnliche Weise reagierten. In Anlehnung an die berühmte Aussage von McLuhan: „The medium is the message“ wird ersichtlich, dass die Art und Weise der Übermittlung von Informationen wichtiger sein kann als die Nachrichten selbst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Presselenkung

3. Pressevielfalt im Dritten Reich

4.0 Die Quelle „Fränkische Zeitung“

4.1 Die Klassifizierung der Quelle

4.2 Quellenbeschreibung

4.3 Quellenkritik

4.4 Quelleninterpretation

5. Konklusion

6. Quellenverzeichnis

7. Literaturverzeichnis

8. Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der regionalen „Fränkischen Zeitung“ als Propagandainstrument des nationalsozialistischen Regimes. Ziel ist es, am Beispiel dieses Provinzblattes zu analysieren, wie die systematische Gleichschaltung und Presselenkung der Nationalsozialisten auch auf lokaler Ebene umgesetzt wurde und welche propagandistischen Muster in der Berichterstattung erkennbar sind.

  • Die Institutionalisierung der Presselenkung im Dritten Reich.
  • Einfluss von Presseanweisungen auf lokale Zeitungen.
  • Rolle der Presse bei der Inszenierung der „Volksgemeinschaft“.
  • Darstellung von Antisemitismus und Führerkult in regionalen Medien.
  • Transformation einer vormals unabhängigen Lokalzeitung zum NSDAP-Organ.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Klassifizierung der Quelle

Bei der vorliegenden Arbeit stütze ich mich auf mehrere Zeitungsartikel respektive Ausschnitte, welche alle der Fränkischen Zeitung zuzuordnen sind und die im Anhang vorzufinden sind. Diese Zeitungsartikel sind zunächst einmal schriftliche Überreste. Überreste aufgrund dessen, da diese Presseerzeugnisse auf die damalige Aktualität gerichtet waren und daher für den Historiker als Überrest zu verstehen sind. Der, oder in unserem Fall besser ausgedrückt, die Verfasser hatten nicht die Absicht oder den Hintergedanken die verfassten Texte primär für die Nachwelt zu schreiben, sondern vielmehr an die Mitmenschen in ihrer aktuellen Zeit zu richten.

Die Nachrichten der Fränkischen Zeitung stellten einen praktischen Nutzen, der Informationsbeschaffung, im alltäglichen Leben der damaligen Menschen dar. Sie wurden verfasst, damit Zeitgenossen über bestimmte Geschehnisse informiert und aufgeklärt werden konnte bzw. in diesem Falle tendenziell eher über die Sachverhalte unterrichtet wurden. „Im Unterschied zu den Traditionsquellen, zu denen man allgemein die Presse dann rechnen muss, wenn sie direkt der Nachwelt bestimmte Zusammenhänge überliefern will, [sind diese Zeitungsartikel respektive] Überreste vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sie viele für den Zeitgenossen allgemein interessante oft auch spezielle Einzelheiten von gewissen Interesse [enthielten].“

Darüber hinaus weisen diese Quellen zwar intermediale Bezüge auf, da vereinzelt auch Bildquellen auftauchen, der Fokus aber auf den Texten liegt, wodurch sie vordergründig als Textquellen bzw. schriftliche Quellen zu charakterisieren sind. Des Weiteren handelt es sich bei den Zeitungsausschnitten vornehmlich um verschriftliche Primärquellen, da die Autoren vorwiegend über Anstehendes oder aber über Geschehens berichteten, wobei dies, aufgrund der Periodizität der Zeitung, sehr zeitnah geschah. Die Autoren standen zeitlich als auch räumlich bzw. örtlich dem historischen Geschehen relativ nahe, wodurch diese Artikel während der geschichtlichen Handlung entstanden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Die Einleitung erläutert die zentrale Bedeutung der Presse als Propagandainstrument der Nationalsozialisten und skizziert das Forschungsinteresse an der „Fränkischen Zeitung“.

2. Presselenkung: Das Kapitel beschreibt die systematische Gleichschaltung der Medien durch Verbote, das Schriftleitergesetz und die vier Ebenen der Steuerung (institutionell, personell, inhaltlich, ökonomisch).

3. Pressevielfalt im Dritten Reich: Hier wird der Prozess der Pressekonzentration untersucht und dargelegt, wie auch ehemals bürgerlich-konservative Blätter durch den NS-Lenkungsapparat auf Linie gebracht wurden.

4.0 Die Quelle „Fränkische Zeitung“: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und befasst sich mit der methodischen Einordnung, der historischen Beschreibung der Zeitung sowie der Quellenkritik und der inhaltlichen Interpretation der Propagandaformen.

5. Konklusion: Das Fazit stellt fest, dass die NS-Presse in ländlichen Regionen zielstrebiger agierte als angenommen und die „Fränkische Zeitung“ ab 1936 zu einem festen Instrument der Ideologievermittlung wurde.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Presse, Propaganda, Fränkische Zeitung, Gleichschaltung, Schriftleitergesetz, Presseanweisungen, Volksgemeinschaft, Antisemitismus, Führerkult, Ansbach, Mediensteuerung, Lokalzeitung, NS-Regime, Zeitungsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Rolle der nationalsozialistischen Propaganda in der lokalen Presse, konkret anhand der „Fränkischen Zeitung“ in Ansbach während der Jahre 1936 bis 1939.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Mechanismen der Presselenkung, die systematische Gleichschaltung der regionalen Medienlandschaft sowie die inhaltliche Umsetzung nationalsozialistischer Ideologie in lokalen Zeitungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Es soll geklärt werden, inwieweit auch kleinere regionale Zeitungen der NS-Indoktrination unterworfen waren und wie propagandistische Ziele, wie etwa Antisemitismus oder Führerkult, gegenüber der lokalen Bevölkerung vermittelt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Analyse von Zeitungsausschnitten der „Fränkischen Zeitung“, wobei diese unter Berücksichtigung von Propaganda-Konzepten interpretiert und typologisiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einordnung der Quelle, die Quellenbeschreibung, eine kritische Hinterfragung der Textzeugnisse sowie die thematische Interpretation der Propagandainhalte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Nationalsozialismus, Presse, Propaganda, Gleichschaltung, Antisemitismus und die „Fränkische Zeitung“ als spezifisches Fallbeispiel.

Wie hat sich die „Fränkische Zeitung“ ab 1936 verändert?

Ab April 1936 wurde die Zeitung in den NS-Gauverlag eingegliedert, zum amtlichen Organ der NSDAP und verlor ihre ursprüngliche Unabhängigkeit gegenüber dem Regime.

Warum ist die Analyse von Provinzblättern für die Forschung wichtig?

Die Analyse verdeutlicht, dass das NS-Propagandasystem flächendeckend und feingliedrig agierte, auch außerhalb der großen Ballungszentren, und somit ein tieferes Verständnis für die Indoktrination im Alltag ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nationalsozialistische Presse und Propaganda am Beispiel der Fränkischen Zeitung
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
26
Katalognummer
V1040002
ISBN (eBook)
9783346456939
ISBN (Buch)
9783346456946
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nationalsozialistische presse propaganda beispiel fränkischen zeitung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Nationalsozialistische Presse und Propaganda am Beispiel der Fränkischen Zeitung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040002
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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