Social Media Marketing und dessen Anwendung in der Tourismusbranche


Seminararbeit, 2021

20 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Social Media

3. Social Media Marketing

4. Die Tourismus Branche

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Die folgende wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema des Social Media Marketings und dessen Anwendung im Tourismus Sektor.

Hierbei wird zunächst in Kapitel 2 auf den allgemeinen Begriff Social Media eingegangen und dessen Entwicklung in den letzten Jahren dargestellt. Im Folgenden werden einige Social Media Plattformen charakterisiert, welche sich in den letzten Jahren im Web 2.0 etabliert haben.

Anschließend wird in Kapitel 3 das Social Media Marketing definiert und einige Charakteristika, die das Social Media Marketing ausmachen, beleuchtet. Im weiteren Verlauf stehen die allgemeinen Ziele des Social Media Marketings im Fokus und werden im nächsten Schritt mit einer möglichen Ausprägungsform der Social Media Strategie verknüpft. Als Abschluss des ersten Teils dieser Arbeit wird die Wichtigkeit eines Content Planes dargelegt, indem verschiedene Arten des Contents erläutert und auf die möglichen Zeitpunkte zur Content Veröffentlichung eingegangen wird.

Der zweite Teil dieser Arbeit widmet sich in Kapitel 4 dem Tourismus, indem zunächst der Begriff Tourismus definiert und seine möglichen Ausprägungsformen aufgezeigt und erläutert werden. Ebenso wird das Social Media Marketing in der Tourismus Branche behandelt, wobei erneut kurz auf die Ziele im Bereich Social Media hingewiesen wird und diese um die für den Tourismus relevanten Eckpunkte erweitert werden. Daran anknüpfend werden diese Ziele mit dem Empfehlungsmarketing in Relation gesetzt, welches für den Tourismus einen besonderen Stellenwert einnimmt.

Ferner wird die Bedeutung der Markenbotschafter, auch Corporate Influencer genannt, erörtert, wobei einige Beispiele für ein effektives Influencer Marketing herausgearbeitet werden.

Darüber hinaus gibt die Arbeit einen Ausblick sowohl zu den zukünftigen als auch den bereits eingetroffenen Auswirkungen der Corona Pandemie in Bezug auf den Tourismus und seine Maßnahmen im Bereich Social Media Marketing.

Abschließend wird ein Fazit gezogen, welches die Chancen und Risiken von Social Media Marketing im Tourismus hervorhebt, indem alle bisherig behandelten Inhalte zielführend miteinander verknüpft werden.

2. Social Media

2.1. Definition von Social Media

Die ausschlaggebenden Charakteristika der sozialen Medien sind, „[…] dass sie es den Menschen ermöglichen, Informationen aller Art […] anderen zugänglich zu machen“1, sowie bestehende Kontakte aufrecht zu erhalten und neue zu knüpfen.2

Hierbei bestehen soziale Netzwerke aus der jeweilig benötigten Software, welche in zwei Bereiche gegliedert werden kann. Zum einen ist das Software, die sich auf die private Kommunikation fokussiert, ohne dass diese gespeichert wird, wie z. B. Skype oder Facetime. Zum anderen wird Social- Software genutzt, bei der vornehmlich der vom Nutzer kreierte Beitrag (UGC) im Vordergrund steht, welcher explizit zur öffentlichen Kommunikation genutzt werden kann.3

2.2. Entwicklung von Social Media

Die Freigabe des World Wide Web in den frühen 1990er Jahren war der Beginn des Web 1.0. Dies war allerdings noch ein sehr einseitiger Mechanismus, bei dem keinerlei Interaktion vorherrschte, sondern lediglich Informationen mittels Websites an die Konsumenten übertragen wurden.4

Die Weiterentwicklung des Internets hin zum Web 2.0 kündigte den ursprünglichen Beginn der sozialen Netzwerke an, denn nun konnten Nutzer miteinander interagieren, indem sie Inhalte oder Kommentare zu einer bereits bestehenden Website hinzufügten und somit User-generated-content (UGC) produzierten.5

Zunächst beschränkten sich diese Netzwerke lediglich auf Internetforen, wurden jedoch zeitnah durch die Gründung von Facebook im Jahr 2004 von den Anfängen heutiger Social-Media-Kanäle erweitert.6

Innerhalb der nächsten Jahre kamen einige weitere soziale Netzwerke hinzu, wie etwa durch die Gründung von YouTube im Jahr 2005.7 Der Microblog Twitter ging kurz darauf im Jahr 2006 online8 und im Jahr 2010 folgte die Online-Pinnwand Pinterest.9

Durch den technologischen Fortschritt bezüglich der Geräte, Übertragungstechnologien und der Software konnte das „Social Web“10 so stark ausgedehnt werden, sodass es nun fast jedem weltumspannend zugänglich ist.

Im Januar 2020 wurden soziale Netzwerke von 3,81 Milliarden Menschen weltweit aktiv genutzt. Laut Statista.de ist diese Zahl im Vergleich zum Jahr 2019 um 9,5% gestiegen.11

Besonders bei jungen Menschen sind soziale Medien nicht mehr wegzudenken. So nutzten laut dem statistischem Bundesamt 89 % der 16- bis 24-jährigen Anfang 2020 Social Media für ihre private Kommunikation.12

2.3. Social Media Plattformen

Social Media Plattformen können in drei Kategorien eingeordnet werden, welche nachfolgend erläutert werden.

Netzwerkplattformen, zu denen auch die beiden bekanntesten sozialen Netzwerke Facebook und Twitter gehören13, charakterisieren sich durch das Anlegen eines persönlichen Profils, welches dazu genutzt werden kann, mit einer oder mehreren Personen in Kontakt zu treten.14

Diskussionsplattformen stellen den zweiten Plattform-Typ dar, welche auch gemeinhin als Foren bekannt sind. Diese ermöglichen es dem Nutzer, sich über ein bestimmtes Thema mit anderen Teilnehmern auszutauschen und zu diskutieren. Hierbei steht allerdings nicht die einzelne Person im Vordergrund, wie es bei Netzwerkplattformen der Fall ist, sondern die chronologische Abfolge der geposteten Beiträge, unabhängig davon, welcher Nutzer dahintersteht.15

Der dritte Typ, die UGC-Plattform, fokussiert sich insbesondere auf den User-generated-Content (UGC), bei dem üblicherweise nicht die Person, sondern die Inhalte des Profils im Fokus stehen.16 Innerhalb dieses Typs haben sich die jeweiligen Plattformen auf verschiedene Medienformen spezialisiert. So ist die Plattform YouTube am bekanntesten für das Medium Video, während sich Instagram auf das Instrument Bild konzentriert.17

Außerdem werden im weiteren Sinne Messenger Apps wie Whatsapp und Telegram oder Websites wie beispielsweise Ebay Kleinanzeigen und Tripadvisor als soziale Netzwerke definiert.18

3. Social Media Marketing

3.1. Definition von Social Media Marketing

In der Fachliteratur können die Definitionen von Social Media Marketing voneinander abweichen, allerdings wird es im Allgemeinen als eine Form des Online Marketings bezeichnet, „[…] die einer Unternehmung dabei helfen kann die eigene Marke bekannter zu machen und eine Steigerung der Zugriffszahlen auf der Website zu ermöglichen sowie auf der anderen Seite eine Interaktion mit der Unternehmenszielgruppe und Marke zu erlangen.“19

Hierbei ist das Social Media Marketing ein Oberbegriff für eine vielfältige Ansammlung an Nutzungsmöglichkeiten, in dem weitere Prozesse stattfinden können.

Das Community Management ist eines der wichtigsten Elemente des Social Media Marketings. Hiermit sind alle Tätigkeiten zur Pflege der virtuellen Gemeinschaft gemeint. Dazu zählen unter anderem der Aufbau und Betrieb des Kanals sowie die Betreuung und Kommunikation mit den Abonnenten oder die Optimierung der Community durch gezielte Gewinnung von wichtigen Followern.20

Mithilfe des Social Media Monitorings sollen die sozialen Netzwerke überwacht werden. Es dient dazu, das eigene Image zu beobachten und gesellschaftliche Stimmungen aufzugreifen.21 Spezielle Tools wie z.B. Google Alert helfen dabei, indem man dort auf bestimmte, vorher festgelegte Begriffe hingewiesen wird, sobald diese im Internet benutzt werden.22 So können der eigene Firmenname oder die jeweiligen Produktbezeichnungen überwacht werden, um diesbezüglich eine Stimmungstendenz innerhalb des Internets festzustellen.23

Social Media Marketing kann aber auch zur aktiven Kommunikation mit den Abonnenten genutzt werden, um sich Feedback einzuholen oder um Offline-, oder wie zu Corona- Zeiten Online-Events zu organisieren. Weiterhin können Follower dazu aufgefordert werden, UGC in Bezug auf das Unternehmen zu erstellen z.B. durch das Darstellen der Nutzung von gekauften Produkten des Unternehmens.24

3.2. Ziele des Social Media Marketings

Die Ziele von Social Media Marketing können vielfältig sein, jedoch sollten sie immer mit den strategischen Unternehmenszielen eng in Verbindung stehen, um so den gewünschten Effekt zu erzielen.25

Hierbei können sich die Unternehmensziele auf die Steigerung des Umsatzes, der Kundenzufriedenheit oder des Marktanteils beziehen. Zwar sind diese strategischen Ziele eher auf eine lange Zeit ausgelegt, jedoch können sie mithilfe der eher kurzfristigen Marketingziele erreicht werden.

Die beliebtesten Zielsetzungen im Marketingbereich beziehen sich vor allem auf die Kundengewinnung und Kundenbindung. Diese Vorhaben lassen sich sehr gut mit dem Social Media Marketing erreichen, allerdings sollten immer zusätzlich weitere Marketingkanäle - online wie offline - genutzt werden.26

Wichtig bei der Definition der Marketingziele ist, wie auch bei der aller anderen Unternehmensziele, diese SMART zu formulieren. SMART ist ein Kürzel welches für spezifisch, messbar, angemessen, realistisch und terminiert steht.27

Somit sollten die zu erreichenden Ziele so konkret wie möglich angegeben werden und die Neugewinnung der Follower oder die Umsatzsteigerung als „Key Performance Indicator“28 in die Gestaltung der Ziele mit einfließen.

3.3. Social Media Marketing Strategie

Um effektiv eine Social Media Strategie aufbauen zu können, sollten im Vorfeld klare Marketingziele definiert werden, was explizit mithilfe der sozialen Medien erreicht werden soll.29

Eine passende Strategie kann unter Verwendung des APOSTEL-Modells entwickelt werden. Hierbei handelt es sich um ein Akronym, welches für Analysis, People, Objectives, Strategy, Technology, Evaluation und Long-term Engagement steht.30

Im ersten Schritt wird zunächst eine Analyse des Ausgangspunktes durchgeführt, welche mittels einer SWOT-Analyse umgesetzt werden kann.31 Hierfür werden Stärken und Schwächen gegen die Chancen und Risiken, die sich daraus ergeben abgewogen. Diese Analyse ermöglicht im späteren Verlauf die Erfolgsmessung mit den daraus entstandenen Daten.32

Nach einer erfolgreichen SWOT-Analyse wird eine genaue Definition der zu erreichenden Zielgruppe herausgearbeitet, indem die bereits bestehende Zielgruppe auf ihre Online Aktivitäten hin untersucht wird. An dieser Stelle wird beobachtet, ob sich die betreffende Zielgruppe generell im Internet aufhält sowie zu welchem Zweck sie dies tut. Weitergehend wird beobachtet, wie aktiv sich die Zielgruppe online verhält und welche technischen Ausstattungen, wie z.B. Smartphones etc., vorliegen.33

Im nächsten Schritt wird herauskristallisiert, wie mit den jeweiligen Zielgruppen kommuniziert oder interagiert werden soll.34 Dabei sind die vorangehend definierten Marketingziele von Bedeutung, da diese beeinflussen, welche Form der Kommunikation gewählt wird. Es kann unter anderem ausschließlich zugehört und aus diesen Erkenntnissen heraus Marktforschung betrieben oder aktiv mit den Nutzern kommuniziert werden, um mehr Reichweite zu generieren.35

Der Bereich Strategy bezeichnet den Weg vom Ausgangspunkt zum Soll-Zustand. Dies beinhaltet die Frage, welche Mittel und welches Know-How benötigt werden, um die vorherig beschlossenen Punkte umsetzen zu können.36

[...]


1 Schmidt, J. (2017), S. 4

2 Vgl. Schmidt, J. (2017), S. 5

3 Vgl. Hinterholzer, T. (2013), S. 227f.

4 Vgl. Bruhn, M., Hadwich, K. (2015), S. 1

5 Vgl. Bruhn, M., Hadwich, K. (2015), S. 1

6 Vgl. https://about.fb.com/de/company-info/

7 Vgl. https://www.focus.de/digital/internet/facebook/tid-24930/die-geschichte-des-sozialen-netzwerks- facebooks-eroberung-der-welt_aid_708653.html

8 Vgl. https://de.statista.com/themen/99/twitter/

9 Vgl. https://about.pinterest.com/de/node/609301/mailto%3Apress%40pinterest.com

10 Schmidt, J. (2017), S. 7

11 Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/739881/umfrage/monatlich-aktive-social-media- nutzer-weltweit/

12 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/IT-Nutzung/Tabellen/internetaktivitaeten-personen-alter-ikt.html

13 Vgl. Weinberg, T. (2014), S. 1

14 Vgl. Schmidt, J. (2017), S. 10f.

15 Vgl. Schmidt, J. (2017), S. 10f.

16 Vgl. Schmidt, J. (2017), S. 10f.

17 Vgl. Weinberg, T. (2014), S. 1

18 Vgl. Eng, P. (2017), S. 30

19 Hinterholzer, T. (2013) S. 338

20 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 32

21 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 33

22 Vgl. Eng, P. (2017), S. 29

23 Vgl. Zarrella, D. (2010), S. 201

24 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 33f.

25 Vgl. Ullrich, S. (2017) S. 6

26 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 83f.

27 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 95f.

28 Zarrella, D. (2010), S. 235

29 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 59

30 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 59f.

31 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 60

32 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 64

33 Vgl. Hinterholzer, T. (2013), S. 343

34 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 59

35 Vgl. Hinterholzer, T. (2013), S. 343

36 Vgl. Pflüger, G. (2020), S. 59

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Social Media Marketing und dessen Anwendung in der Tourismusbranche
Hochschule
Leibniz Akademie Hannover - Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hannover
Note
1,7
Autor
Jahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1040196
ISBN (eBook)
9783346457639
ISBN (Buch)
9783346457646
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tourismus, Marketing, Social Media, Social Media Marketing, Touristik, Seminararbeit
Arbeit zitieren
Sabrina Bartels (Autor:in), 2021, Social Media Marketing und dessen Anwendung in der Tourismusbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040196

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