Geschlechterdifferenz und Gesellschaftsstruktur 


Ausarbeitung, 2001

10 Seiten


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Geschlechterdifferenz und Gesellschaftsstruktur

1. Einleitung:

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Dieses Kapitel stellt dar, wie das Thema „Geschlecht“, „Geschlechterdifferenz“ und „Weiblichkeit“ in der traditionellen Wissenschaft wiedergegeben wird. Aus der feministischen Wissenschaftskritik wird deutlich, dass das Geschlecht vor allem eine Strukturkategorie ist und die Geschlechterdifferenz als Wegweiser fungiert, der Frauen und Männer unterschiedliche Positionen im hierarchischen Gesellschaftsgefüge zuweist. Dabei zeigt sich , dass der Lebenszusammenhang von Frauen durch besondere Widersprüche und Konflikte gekennzeichnet sind.

Oberflächlich betrachtet liegen die Dinge klar auf der Hand. Menschen sind entweder weiblich oder männlich.

Die Natur will, dass Frauen Kinder kriegen , Männer nicht, dass Frauen kleiner und Männer größer sind.

Entweder - oder das ist das Prinzip des Gegensatzesdas bestimmend für das Verhältnis der Geschlechter ist.

Dieses Prinzip ist auch der zentrale Bestandteil des Alltagsbewußtseins der meisten Menschen wenn es um Fragen des Geschlechts geht.

Zweigeschlechtlichkeit enthältscheinbarnatürliche Vorgaben, die aber kulturell vermittelt, die sich in der jeweiligen Geschlechtsidentität niederschlagen.

Antworten auf die Frage was weiblich an Frauen und männlich an Männern ist oder sein soll gab es in Hülle und Fülle.

Die Frauenforschung nahm die Ergebnisse der Wissenschaft kritisch unter die Lupe. Dabei stellte sich heraus:

Die Frage nach der psychologischen Geschlechterdifferenz ist nicht zu trennen von der patriarchischen (von Männern beherrschten) Gesellschaftsstruktur in der Frauen und Männer leben.

Diese ist gekennzeichnet durch die Hierarchie im Verhältnis der Geschlechter. Die Folgen daraus für die Frauen sind: Diskriminierung und Ausgrenzung.

2. Ein Blick in das real existierende Patriarchat:

-nach einer repräsentativen Untersuchung von 1978

Befragt nach ihrem Idealbild, zeichnen die Männer das Bild der selbstlos -

mütterlichen Hausfrau die sich ganz in den Dienst der Erziehung der Kinder und der Versorgung des Ehemanns stellt. Wenn Frauen darüber hinaus noch berufstätig sein wollen, ist es allein IHR Problem, mit der Doppelbelastung fertig zu werden. Denn die Wunschfrau ist nicht berufstätig sonder mütterliche Familienfrau. Männer sind zufrieden mit dieser Form der Arbeitsteilung und unterstellen es auch der Mehrheit der Frauen.

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Veränderungsmöglichkeiten entziehen sich nach diesen Untersuchungen der männlichen Vorstellungswelt. Aus männlicher Sicht besteht auch kein Veränderungsbedarf.

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Fazit: Männer und Fraue n sind einander so zugeordnet, dass sie sich in prinzipiell

harmonischer Weise ergänzen. Eine solche Ordnung zu stören gilt als eine schlechte Störung !

Diese Ordnung wird von der Frauenbewegung grundsätzlich in Frage gestellt: Denn gleichberechtigte Partnerschaft muß überhaupt erst hergestellt werden.

JEDOCH Männer sind nach wie vor an der Konservierung ihres Status interessiert, Frauen an der Veränderung des ihrigen.

Die sozialwissenschaftliche Frauenforschung hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Aufbegehren der Frauen gegen diese Form der Arbeitsteilung und Geschlechterhierarchie mit ihren Analysen zu begleiten und zu unterstützen. Dies erwies sich zuerst als schwierig, da Frauen die Antworten auf die Frage, worin sich Frauen und Männer unterscheiden, bisher fast ausschließlich durch den Filter der patriarchalen Wissenschaft erhalten hatten.

Erst mußte die patriarchale Optik der herkömmlichen Wissenschaft entschlüsselt werden.

3. Anatomie & Biologie als Schicksal ? Frauen als kastriertes Geschlecht ? Ein kritischer Blick in die Psychoanalyse der Weiblichkeit

Im Mittelpukt der Theorie nach Sigmund Freud steht die kindlichen Entdeckung des genitalen Unterschieds mit seinen dramatischen Folgen insbesondere für das weibliche Geschlecht.

Für Freud stand fest: Die Anatomie ist bestimmend für den Lebensweg von Jungen und Mädchen.

Sobald das Mädchen entdeckt, dass es >IHN< den Penis nicht hat, ist IHR Schicksal besiegelt. Ihr bleibt nur die Wahl zwischen zwei Übeln:

=>Entweder gibt sie die Hoffnung, doch noch in den Besitz des begehrten Penis zu kommen NICHT auf und bekommt einen Männlichkeitskomplex. =>Oder sie fügt sich IHREM Schicksal und gleicht den Mangel durch die spätere Geburt eines Kindes aus, das so zum Penisersatz wird.

Die Philosophin und Psychoanalytikerin Luce Irigary näher sich sorgfältig prüfend an Freuds Vorlesung : Die Weiblichkeit.

Sie kommt dabei zum Schluß, dass die sexuelle Differenz zwischen den

Geschlechtern überhaupt nicht existiert. Denn solange sich der Mann als Maßstab und Richtschnur setzt, kann er die Frau als ein von ihm unterschiedenes eigenes Geschlecht gar nicht anerkennen.

Dies erfordert zuerst einmal die Frau aus ihrer Funktion als Spiegel zu befreien.

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4. Es lebe der natürliche Unterschied !? Ein kritischer Blick in die Soziobiologie

Dem sexuellen Geschlechterdimorphismus (dimorphismus= Zweigestaltigkeit )

entspricht nach Ansicht der Sozialbiologen ein Verhaltensdimorphismus.

Unterstützt durch Beobachtungen im Tierreich vernehmen wir die Botschaft aus dem Reich der Natur, dass Frauen und Männer zu Recht ihren unterschiedlichen Platz in der Gesellschaft einnehmen.

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Die Diskussion um die Frage des Anteils von Natur und Kultur zur Erklärung

menschlichen Verhaltens hat eine lange Tradition und eine wichtige politische

Funkton zur Aufrechterhaltung der bestehenden Geschlechterordnung.

Worum es dabei ausgesprochen und unausgesprochen immer wieder geht, ist der Nachweis der Vorrangstellung des männlichen Geschlechts vor dem weiblichen bis hin zu der Behauptung, dass das patriarchale System unüberwindbar sei.

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5.Der geschlechtsphilosophische Diskurs - ein Blick in die Geschichte der Polarisierung der Geschlechtscharaktere

Wenn dem Weiblichen Eigenschaften oder Begriffe wie passiv, emotional, warm, subjektiv, weich, schwach, Natur, Körper zugeschrieben werde und das Männliche assoziiert wird mit Begriffen wie aktiv, rational, kalt, objektiv, hart, stark, Kultur, Geist, dann symbolisiert das in patriarchalen Gesellschaften zugleich die Unterordnung des Weiblichen unter das Männliche.

-Diese Fixierung der Rangordnung ist auch einer der Gründe warum die

Vorstellung einer Nivellierung (Unterschiede durch Ausgleiche aufheben, mildern, „einebnen ) des Geschlechtergegensatzes zu den großen gesellschaftliche n TABUS zählt.

Mit der Einführung des Begriffs >> Geschlechtscharakter<< ( der in etwa das bezeichnet , was in der modernen Soziologie mit der Kategorie Geschlechtsrolle gemeint ist) werden erstmals geschlechtsspezifische Eigenschaften und Verhaltensweisen >> als eine Kombination von Biologie und Bestimmung aus der Natur abgeleitet und zugleich als Wesensmerkmal in das Innere des Menschen verlegt<<

Dies bedeutet:

Es kommt zu neuen Aufteilungen der gesellschaftlich notwendigen Arbeit zwischen den Geschlechtern.

Mann und Frau werden zu Funktionsträgern jener geschlechtlichen Arbeitsteilung die bis heute Gültigkeit hat. ( Frauen: Hausfrauen, Mütter und Gattin, Männer haben die natürliche Bestimmung zu Beruf und allen öffentlich - politischen Belange) Die Teilung der Gesellschaft in einen öffentlichen und privaten Bereich entspricht der Polarisierung (Gegensätzlichkeit) der Geschlechtscharaktere.

6. Zur Psychologie der Geschlechtsdifferenzen oder was Frauen und Männer >>wirklich<< voneinander unterscheidet

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Empirische Psychologie gibt Aufklärung, in welchen Verhaltensweisen und Eigenschaften sich Frauen und Männer tatsächlich unterscheiden.

Forschungsprogramme erbrachten eine unübersehbare Fülle widersprüchlicher Befunde und damit die Bestätigung , dass psychologische Geschlechtsunterschiede zwar nachweisbar, aber in den seltensten Fällen eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen sind.

Beispiel:

Lange Zeit galt erwiesen, dass Frauen weniger leistungsmotiviert seien als Männer was als Beweis ihrer geringeren Beruf- und Aufstiegsmotivation herhalten mußte. In zunächst unerklärlichem Gegensatz dazu standen die durchgängig besseren Schulnoten der Mädchen.

Der willkürlichen Interpretation solcher Ergebnisse sind Tür und Tor geöffnet.

Doch wenn zwei dasselbe tun ist es noch lange nicht dasselbe wie zum Beispiel: der Berufswechsel von Männern wird als Indiz für ihr Karrierebewußtsein gewertet, während dasselbe bei Frauen als Desinteresse an einer kontinuierlichen Berufstätigkeit gilt.

Differenziertere Beobachtungen ließen erkennen, dass unterschiedliche Aufgaben und Situationen einen unterschiedlichen leistungsthematischen Anreiz für die Geschlechter haben und dass die Höhe der Leistungsmotivation außerdem von der Erfolgserwartung abhängig ist.

-Nicht der Leistungsantrieb sondern, die Bedingungen, die diesen in Gang bringen sind geschlechtsdifferenziert.

7. Von der Geschlechtsrolle zum Geschlecht als Strukturkategorie

Sowohl für die Soziologie als auch im Alltagsverständnis der meisten Menschen ist die Geschlechtsdifferenzierung eng verknüpft mit dem Begriff

Geschlechtsrolle:

Dies bedeutet die von der Kulturerwartetenund für das jeweilige Geschlecht als angemessen betrachteten Einstellungen,Verhaltensmerkmale, Interessen, Fähigkeiten und Motive.

Geschlechtsrollensagen darüber aus worin sich Geschlechter unterscheiden sollen um dem Bild >> normaler<< Weiblichkeit oder Männlichkeit zu entsprechen.

In diesem Sinne sind die Bestimmungsmomente der weiblichen bzw. männlichen Bestandteile eines kulturellen Definitionsprozesses, der den Geschlechtern je unterschiedliche Ausdrucksformen und Selbstdarstellung zuweist.

Im traditionellen Verständnis angemessenen Geschlechtsrollenverhaltens ist die Charakterisierung desWeiblichenverbunden mit Eigenschaften die sich auf sozialemotionale Orientierung und Interesse richten ( freundliche, hilfsbereit, sensibel, einfühlsam, personenorientiert usw.)

Eigenschaften zurMännlichkeitsind Dominanz, Aggressivität, Kompetenz, Unabhängigkeit, Sachbezogenheit.

Wie wichtig eine Unterscheidung zwischen Norm und Realität, insbesondere für das weibliche Geschlecht ist lässt sich am Beispiel der strukturell-funktionalen Theorie nachweisen, die bis auf den heutigen Tag zu den wichtigsten Konzepten der Soziologie zählt.

Dieser theoretische Ansatz unterstellt die Notwendigkeit der geschlechtlichen Arbeitsteilung in der Familie. Mit sich im Einklang sind Frauen und Männer demnach, wenn sie die ihrer Rolle entsprechenden Einstellungen und Verhaltensweisen verinnerlichen und dergestalt zu Stabilität des gesellschaftlichen Systems beitragen.

Die traditionelle Soziologie hat dieErwerbstätigkeit von Frauennur am Rande zur Kenntnis genommen => zunächst auch nur im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit von Müttern. Diese geriet in den Blick der Wissenschaft weil befürchtet wurde, dass berufstätige Mütter die Versorgung von Mann und Kindern vernachlässigen würden.

Daraus entstand der Begriff Doppelrolle der Frau, d.h. die doppelte Indienstnahme der weiblichen Arbeitskraft.

Nach dem Motto, dass, was nicht sein darf, auch nicht seinkann, wurde die Doppelrolle von Frauen als Berufstätige sowie Hausfrauen/Mütter in der traditionellen Soziologie auch nur als Problem der Unvereinbarkeit abgehandelt. Die Vorstellung einer Doppelrolle des Mannes gab es nicht, da Männer ihren Beitrag zur Haus- und Familienarbeit bislang verweigern.

Eine vorläufige Antwort auf die Frage, was Frauen und Männer unterscheidet ist:

finden wir vor allem in der gesellschaftlichen Existenzform, die beide Geschlechter in differenter Weise in die Bereiche von Produktion und Reproduktion einbindet. Der Eindimensionalität der männlichen Lebensorientierung auf denBerufsteht die doppelte Orientierung von Frauen gegenüber, die allen Widrigkeiten zum Trotz beides wollen: Familie und Beruf. Also Produktion bwz. Erwerbsarbeit und Reproduktion=Familienarbeit. Da beide gesellschaftliche Bereiche herrschaftliche strukturiert sind, unterliegen Frauen zwei Herrschaftsformen: der familiär - patriarchalen und der kapitalistischen - ökonomischen.

Die feministische Forschung hat diesen Sachverhalt mit dem Begriff der doppelten Vergesellschaftung theoretisch erfasst.

Frauen werden auch als Grenzgängerinnen zwischen den Welten gesehen die genötigt sind den doppelten und zugleich widersprüchlichen Verhaltensanforderungen der Erwerbs- und Familienarbeit nachzukommen.

Was objektiv unvereinbar erscheint ,müssenFrauen subjektiv integrieren, d.h. sie müssen beiden Rollenanforderungen nachkommen sowohl der Männlichen Rolle im Beruf (Stehen sie hier jedoch >>ihren Mann<< werden sie als unweiblich diskriminiert), als der weiblichen Rolle als Ehefrau und Mutter(verbleiben sie in diesem Bereich sind die Wege zu beruflichem Aufstieg und öffentlichen Machtpositionen versperrt)

Das weibliche Geschlecht wird in der Gesellschaft benachteiligt, egal ob Frauen den Weiblichkeitsanforderungen entsprechen oder nicht.

Die feministische Forschung steht deshalb vor der Notwendigkeit, das herabsetzende Bild vo n Weiblichkeit zu hinterfragen und nach einer neuen Differenzbestimmung zu suchen. Ausgangspunkt einer solchen Suche ist die Feststellung, dass Frauen sich Weiblichkeit >>nicht ausschließlich bejahend aneignen<<.

8. Auf der Suche nach einer Theorie der weiblichen Subjektivität oder: wider (gegen) die Positivierung des Weiblichen

Frauenforschung und feministische Selbstreflexion dürfen sich nicht damit bescheiden, das zu registrieren, was allzu offenkundig ist. Die blose Abbildung des Status quo läuft stets Gefahr, Frauen auf das festzunageln, was ihnen historisch zugesprochen wurde. Statt dessen sollte man untersuchen, welche Interessen mit der sozialen Konstruktion von Weiblichkeit und Männlichkeit verfolgt wurden.

Es geht hierbei nicht um die Positivierung des Weiblichen, sondern um das Verständnis der sozialen Zwänge und Zumutungen, der Fixierungen und Einengungen, denen die Definition des Weiblichen unterliegt, ohne dass Frauen in dieser Definition aufgehen.

9. Von der Konstruktion zu Dekonstruktion der Zweigeschlechtlichkeit

Die gemeinsame Kritik an allen theoretischen Ansätzen an der Dominanz des männlichen Geschlecht über das weiblichen Geschlecht.

Ist es jedoch sinnvoll die Geschlechterdifferenz zu Geltung zu bringen ?

Luce Irigary geht es vor allem um eine Aufwertung bzw. neuer Definition der weiblichen Andersartigkeit.

Selbst wenn die feministische Forschung eine Unterscheidung zwischen sex, dem biologischen Geschlecht und gender, dem sozial konstruierten Geschlecht, vornimmt, so ist darin die Annahme enthalten, dass es jenseits aller kulturellen Prägungen eine Natur der Geschlechter gibt.

Es gibt eben doch Männer und Frauen und beide sind von Natur aus verschieden. Kritik richtet sich an einen verlagerten Biologismus der Frauenforschung und fordert die Auflösung zwischen sex und gender.

Die inhaltliche Festlegung von Weiblichkeit und Männlichkeit kommen durch gesellschaftliche Machmechanismen zustande.

Fazit daraus wäre: nichts ist unnatürlicher wie der Geschlechtergegensatz.

Bsp.

Haben Kinder erst einmal erkannt, welchem Geschlecht sie zugeordnet sind, eignen sie sich die geschlechtstypischen Verhaltensweisen und Eigenschaften an und stellen ihre Geschlechtszugehörigkeit auf diese Weise dar.

Diese Theorie betont die Notwendigkeit der Darstellung von Geschlechtszugehörigkeit und bezeichnet sie als >>doing gender<<

Es reicht nicht aus ein Geschlecht zu haben, wenn die Geschlechtszugehörigkeit nicht gleichzeitig nach außen dokumentiert wird.

Geschlecht ist nicht etwas, was man hat, sondern etwas, was man tut.

In diesem Sinne hat die kulturelle Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit verhaltens- steuernde und kontrollierende Wirkung, weil sie den Rahmen absteckt, in dem sie Weiblichkeit und Männlichkeit repräsentieren und voneinander abgrenzen. Entscheidend dabei ist nicht die Biologie, die sich hier in irgendeiner Form Bahn bricht, sondern das kulturelle System, das der Zweigeschlechtlichkeit Bedeutung verleiht und das Geschlechterverhältnis maßgeblich strukturiert.

Literaturliste:

Feministische Soziologie von Brigitte Brück, Heike Kahlert, Marianne Krüll u.a. Duden Das Fremdwörterbuch

Geschlechterdifferenz und Gesellschaftsstruktur oder: Frauen sind anders - aber wie?

1. Einleitung

2.Ein Blick in das real existierende Patriarchat

3.Anatomie und Biologie als Schicksal ? Frauen das kastrierte Geschlecht? Ein kritischer Blick in die Psychoanalyse der Weiblichkeit

4.Es lebe der natürliche Unterschied !? Ein kritischer Blick in die Soziobiologie

5.Der geschlechtsphilosophische Diskurs - ein Blick in die Geschichte der Polarisierung der Geschlechtscharakter

6.Zur Psychologie der Geschlechtsdifferenzen oder was Frauen und Männer >>wirklich<<voneinander unterscheidet.

7.Von der Geschlechtsrolle zum Geschlecht als Strukturkategorie

8.Auf der Suche nach einer Theorie der weiblichen Subjektivität oder: wider die Positivierung der Weibchens

9.Von der Konstruktion zur Dekonstruktion der Zweigeschlechtlichkeit

10. Ausblick auf die anderen Kapitel

Literaturliste/ Kopie der Folien

Evangelische Fachhochschule Ludwigsburg - Reutlingen

Soziologie

Prof. Dr. Peter Seiberth

Referat

Silke Gebhardt Köllestr. 11

72070 Tübingen

Seminareinheit vom 07. November 2000 WS 2000/ 1. Semester

Seminarraum 5

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10. Ausblick auf die anderen Kapitel:

Kapitel 3: knüpft eng an die Ergebnisse des vorhergehenden Kapitels an. Es handelt von der geschlechtsspezifischer Sozialisation, also davon wie Mädchen und Jungen ihre Geschlechtsrolle annehmen, herstellen und integrieren.

Kapitel 4: thematisiert die Frauenarbeit und die individuell nicht lösbare Verstrickung von Frauen in Beruf und Familie. Schon früh bauen Mädchen in ihren Lebensentwurf die doppele Belastung als Hausfrau und Erwerbstätige mit ein.

Kapitel 5: behandelt die Familie, die zwar als >>Reich der Frau<< bezeichnet wird, in der die Frau jedoch eher die (be)dienende Rolle einnehmen.

Kapitel 6: stellt eines der zentralen Themen feministischer Soziologie dar: Liebe, Sexualität und patriarchale Gewalt in ihrer für Frauen häufig destruktiven (zerstörenden)Verknüpfung.

Die >> Selbstbestimmung<< über den weiblichen Körper sowie die Sichtbarmachung von Männergewalt gegen Frauen sind zwei zentrale Ansatzpunkte feministischer Diskussionen.

Kapitel 7: hier geht es um die Bildungssoziologie, die ebenfalls aus feministischer Perspektive neu geschrieben werden muß . Denn nicht nur im schulischen Bereich, sondern auch in den Hochschulen ist die vorgegebene Chancengleichheit von Mädchen & Jungen, Studentinnen & Studenten eine Fiktion.

Kapitel 8: befaßt sich mit Lehr-, Lern- und Arbeitsbedingungen von Frauen im Hochschulbereich. Gibt es Lehr - und Lernformen, die Frauen lustvolles Lernen ermöglichen?

Kapitel 9: gibt kurzen Einblick in Ansätze der Institutionalisierung (in eine gesellschaftlich anerkannte Form bringen ) von sozialwissenschaftlichen Frauenstudien und Frauenforschung innerhalb und außerhalb der Hochschulen.

10 von 10 Seiten

Details

Titel
Geschlechterdifferenz und Gesellschaftsstruktur 
Hochschule
Evangelische Hochschule Ludwigsburg (ehem. Evangelische Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg; Standort Ludwigsburg)
Autor
Jahr
2001
Seiten
10
Katalognummer
V104022
ISBN (eBook)
9783640023974
Dateigröße
355 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschlechterdifferenz, Gesellschaftsstruktur
Arbeit zitieren
Silke Gebhardt (Autor:in), 2001, Geschlechterdifferenz und Gesellschaftsstruktur , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104022

Kommentare

  • Gast am 18.3.2003

    Geschlechterdifferenz und Gesellschaftsstruktur.

    Hallo,ich fand deine Arbeit sehr informativ, aber auch ich vermisse Literaturangaben. Es ist ein gutes Referat!
    Wie werden deine Thesen belegt? Wo kann ich nachlesen und deine Gedanken nachvollziehen oder Kritik anmelden?
    Liebe Grüße Erika Burke

  • Gast am 4.4.2002

    Re: Nachfrage zum Referat.

    |Das ganze Referat ist aus nicht nach- vollziehbaren Aussagen aufgebaut. Schade ums Geld.

    WIESO schade ums Geld? Was in dem Referat steckt, siehst Du doch schon online - ist doch klar, dass in der Druckversion nicht mehr steckt. Deshalb heißt sie ja auch DRUCK-Version und nicht bessere, vollständigere Version...

    Tststs...

  • Astrid Reiß am 4.4.2002

    Nachfrage zum Referat.

    1. Wo sind denn die Folien? Die Darstellungen sind rückbezüglich auf die Folien. Ohne diese sind die Ausführungen völlig unbrauchbar.

    2. Woher sind die Erkenntnisse? Das kann doch nicht die gesamte Literaturliste sein?

    3. Auf welche anderen Kapitel wird hier hingewiesen? Wo sind die denn?

    Das ganze Referat ist aus nicht nach- vollziehbaren Aussagen aufgebaut. Schade ums Geld.

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Titel: Geschlechterdifferenz und Gesellschaftsstruktur 



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