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Strategie oder Konfusion? Zur Strategiefähigkeit der Bundesregierung unter Angela Merkel während der ersten sechs Monate der Coronapandemie in Deutschland

Titel: Strategie oder Konfusion? Zur Strategiefähigkeit der Bundesregierung unter Angela Merkel während der ersten sechs Monate der Coronapandemie in Deutschland

Hausarbeit , 2021 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ariatani Wolff (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit wird untersucht, inwiefern Bundeskanzlerin Angela Merkel fähig war, während der ersten Monate der Coronapandemie in Deutschland ein Strategisches Zentrum (im definitorischen Sinne von Raschke und Tils) aufzubauen und davon ausgehend die Pandemie wirksam und strategisch zu bearbeiten.

"Strategiefähigkeit ist ein entscheidendes Element der Politik. Ohne die geht nichts. Es ist nicht das Einzige. In kurzer Hand können auch strategisch schlechte Leute sehr wichtig und erfolgreich sein. Aber langfristig ist alles, was eine erfolgreiche Partei macht, in irgendeiner Weise mit Strategiefähigkeit verwoben." Fritz Kuhn bezieht sich in diesem Zitat zwar auf Parteien, seine Aussage kann jedoch auf andere strategische Kollektivakteure wie etwa die Bundesregierung übertragen werden. (Auch) ihr Erfolg ist eng mit Strategiefähigkeit verknüpft und wird insbesondere in Krisenzeiten auf die Probe gestellt.

Seit über einem Jahr befinden wir uns in solch einer Krise, denn die Coronapandemie hält die Welt in Atem und stellt nicht nur jeden einzelnen Menschen, sondern auch politische Systeme vor Herausforderungen gigantischen Ausmaßes. Es gilt gesundheitliche Risiken und wirtschaftliche Verluste gegenüber einander abzuwägen, soziale Verwerfungen zu vermeiden und kommunikative Brücken zu errichten, während die dynamische pandemische Situation durch ständig hinzugewonnene Informationen und neue Entwicklungen nach wie vor schwer einschätzbar ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

HAUPTTEIL

Teil I: Der politische Strategiebegriff & zugehörige Begrifflichkeiten

Strategie(n)

Ziel-Mittel-Umwelt-Kalkulationen

Strategische Akteure

Strategisches Handeln bzw. strategische Handlungen

Teil II: Strategiefähigkeit der Bundesregierung in der Anfangsphase der Coronapandemie

Das Orientierungsschema strategischen Denkens & Handelns

Problempolitik am empirischen Beispiel der Coronapolitik des Bundes

Begrenzungen des Handlungsspielraumes

Akteurinteraktionen im Entscheidungsfindungsprozess

Abwägung zwischen verschiedenen Problemlösungslogiken

Politische Erfolgsfaktoren in der Coronapandemie

Führung & Leadership

Strategiefähigkeit

Problemlösungs-Performanz

Leistungen öffentlicher Kommunikation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Strategiefähigkeit der deutschen Bundesregierung in der Anfangsphase der Coronapandemie (Februar bis Juni 2020), um zu klären, inwiefern es ihr unter der Leitung von Kanzlerin Merkel gelang, ein strategisches Zentrum zu bilden und tragfähige Konzepte zur Pandemiebekämpfung zu etablieren.

  • Analyse des politischen Strategiebegriffs und dessen theoretischer Fundierung.
  • Untersuchung des Krisenmanagements der Bundesregierung unter Einbezug föderaler Strukturen.
  • Evaluierung politischer Erfolgsfaktoren wie Führung, Problemlösungs-Performanz und Kommunikation.
  • Diskussion der Hindernisse und Begrenzungsfaktoren strategischen Handelns in der Krise.

Auszug aus dem Buch

Strategie(n)

Nach Raschke und Tils sind „Strategien erfolgsorientierte Konstrukte, die auf situationsübergreifenden Mittel-Umwelt-Kalkulationen beruhen“ (Raschke und Tils 2013: 127 [Herv. durch Wolff]). Folgerichtig lässt sich sagen, dass sich „strategisches Denken auf zeitlich, sozial und sachlich übergreifende Ziele [richtet], die nicht unmittelbar in einer Situation erreichbar sind“ (ebd. 156). Um diese abstrakte Definition aufzuschlüsseln, sollen im Folgenden ihre einzelnen Elemente betrachtet werden.

Strategien werden als Konstrukte begriffen, weil ihre spezifische Erscheinungsform vorerst offen bleibt, d.h. sowohl relativ unstrukturierten Entwürfen als auch präzise ausformulierten Konzepten können Strategiemerkmale zugeschrieben werden. Sie sind als praxissteuernde Handlungsanleitungen zu verstehen, welche sich auf bestimmte Ziel-Mittel-Umwelt-Kalkulationen gründen und dadurch erfolgsversprechende Handlungsoptionen von weniger sinnvollen Alternativen abgrenzen (vgl. ebd. 127).

Strategien sind erfolgsorientiert, „beziehen sich [also] auf wirksame Zielverfolgung“ (Raschke und Tils 2011: 56) und umfassen dabei eine instrumentelle und eine inhaltliche Dimension, welche in Wechselwirkung zueinander stehen. Damit sind Strategien zwischen den Polen einer ausschließlichen Macht- oder Werteorientierung anzusiedeln und verknüpfen beide Dimensionen miteinander, wobei häufig Spannungsverhältnisse auftreten. Die Autoren betonen als Besonderheit des erfolgsorientierten strategischen Denkens den Ausgang vom Ende her, die Strategie wird demnach mit Blick auf das zu erreichende Ziel entwickelt (vgl. Raschke und Tils 2013: 128).

Zusammenfassung der Kapitel

Teil I: Der politische Strategiebegriff & zugehörige Begrifflichkeiten: Dieser Abschnitt erläutert theoretische Grundlagen strategischen Handelns und definiert zentrale Begriffe wie Strategie, Ziel-Mittel-Umwelt-Kalkulationen und strategische Akteure.

Teil II: Strategiefähigkeit der Bundesregierung in der Anfangsphase der Coronapandemie: Hier findet die empirische Anwendung der theoretischen Konzepte auf das Handeln der Bundesregierung während der ersten Monate der Coronapandemie statt, wobei Erfolgsfaktoren und institutionelle Begrenzungen analysiert werden.

Schlüsselwörter

Strategiefähigkeit, Bundesregierung, Coronapandemie, Krisenmanagement, Strategiebegriff, Ziel-Mittel-Umwelt-Kalkulation, Führung, Problemlösungs-Performanz, Krisenkommunikation, Föderalismus, Politikberatung, Strategisches Zentrum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Strategiefähigkeit der deutschen Bundesregierung im Umgang mit den Herausforderungen der ersten sechs Monate der Coronapandemie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die politische Strategieanalyse, das Krisenmanagement der Exekutive sowie die theoretische Fundierung strategischen Handelns.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern es der Bundesregierung gelang, ein strategisches Zentrum zu bilden, um daraus eine tragfähige Strategie zur Pandemiebekämpfung zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird ein politikwissenschaftlich-theoretischer Ansatz gewählt, der Forschungen von Raschke und Tils auf das empirische Beispiel der deutschen Coronapolitik überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zum Strategiebegriff und eine empirische Analyse der Regierungsarbeit unter Berücksichtigung von Erfolgsfaktoren wie Kommunikation und Führung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben der Strategiefähigkeit sind dies Begriffe wie das strategische Zentrum, Krisenmanagement, Problemlösungslogiken und politische Performanz.

Warum wird das Handeln der Ministerpräsidenten als problematisch für das "strategische Zentrum" angesehen?

Die Arbeit weist darauf hin, dass die fehlende institutionelle Bindung der Ministerpräsidentenkonferenzen den "föderalen Flickenteppich" förderte, was die Steuerungskompetenz des Bundeskanzleramts einschränkte.

Welche Rolle spielt die Expertenlogik in der Krisenstrategie der Regierung?

Die Arbeit stellt eine zunehmende Konzentration auf die Expertenlogik (Virologen/Epidemiologen) fest, diskutiert dabei jedoch kritisch die Ausblendung anderer Disziplinen und sozialer Aspekte.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Strategie oder Konfusion? Zur Strategiefähigkeit der Bundesregierung unter Angela Merkel während der ersten sechs Monate der Coronapandemie in Deutschland
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Eine Bilanz der Ära Merkel
Note
1,3
Autor
Ariatani Wolff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
25
Katalognummer
V1040226
ISBN (eBook)
9783346457240
ISBN (Buch)
9783346457257
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Regierungszeit Merkel Ära Merkel Coronapandemie COVID-19 Management Politische Strategie Führungsstärke Politischer Führungsstil Strategisches Zentrum Strategiefähigkeit Strategische Steuerung Leadership Problemlösungs-Performanz Coronapolitik Deutschland Decision-making Process Politische Entscheidungsfindung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ariatani Wolff (Autor:in), 2021, Strategie oder Konfusion? Zur Strategiefähigkeit der Bundesregierung unter Angela Merkel während der ersten sechs Monate der Coronapandemie in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040226
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Leseprobe aus  25  Seiten
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