Mit zunehmender Dynamik in der heutigen Gesellschaft und den damit einhergehenden Folgen stellt sich im Rahmen der Arbeit die Frage, welche Kernkompetenzen der Mitarbeiter von morgen zukünftig mitbringen muss, um beruflich für sich selbst das Beste zu erreichen, und wie er seine Potenziale maximal ausschöpfen kann.
Dafür wird anhand einschlägiger Literatur der Themenbereich des Top-Performers mithilfe der genannten Fragestellungen im Detail analysiert: Was ist ein Top-Performer und wie unterscheidet dieser sich vom Gegenteil, dem Low-Performer? Wie sind die einzelnen Mitarbeitertypen im Unternehmen verteilt? Welchen Stellenwert haben die Leistungsträger für Unternehmen? Wie kann man sich grundlegend zum Top-Performer entwickeln?
Im Anschluss daran wird untersucht, welche Rahmenbedingungen in Unternehmen geschaffen werden müssen, damit sich ein Leistungsträger weiterentwickelt und dem Unternehmen erhalten bleibt. In diesem Zusammenhang wird speziell auf die Thematik des Great-Place-to-Work eingegangen, wobei es sich darum handelt, welche Auswirkungen ein guter Arbeitsplatz auf die Mitarbeitergewinnung und -entwicklung hat und welche Anforderungen sich dadurch an Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter ergeben. Als letzter Themenschwerpunkt wird der Kompetenzbegriff genauer erläutert. Neben der Definition des Begriffs geht es um die Unterscheidung zu anderen Terminologien. In weiteren Punkten der Thesis werden Modelle zur Kompetenzförderung erläutert und abschließend wird umfangreich das Thema der Zukunftskompetenz behandelt. Nach der Literaturanalyse werden qualitative Interviews in Form von Experteninterviews durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Top-Performer
3.1.1 Definition
3.1.2 Abgrenzung zu Medium –und Low-Performern
3.1.3 Verteilung im Unternehmen
3.1.4 Relevanz von Top-Performern aus Unternehmenssicht
3.1.5 Entwicklung eines Top-Performers
3.2 Great Place-to-Work
3.2.1 Definition
3.2.2 Auswirkungen auf die Mitarbeiter
3.2.3 Anforderungen an Unternehmen, Mitarbeiter und Führungskräfte
3.3 Kompetenz
3.3.1 Definition und Abgrenzung
3.3.2 Kompetenz –und Entwicklungsanalyse
3.3.3 Zukunftskompetenzen
3.3.4 Modelle zur Kompetenzförderung
4 METHODIK
4.1 Beschreibung des Messinstruments
4.2 Beschreibung der Stichprobe
4.3 Auswertung
5 ERGEBNISSE
5.1 Ergebnisse aus der Literaturrecherche
5.1.1 Top-Performer
5.1.2 Kompetenz
5.1.3 Great-Place-to-Work
5.2 Ergebnisse aus den Experteninterviews
5.2.1 Top-Performer
5.2.2 Kompetenz
5.2.3 Great-Place-to-Work
6 DISKUSSION
6.1 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
6.2 Diskussion der Methodik
6.3 Formulierung von Handlungsempfehlungen
6.3.1 Handlungsempfehlungen für (Ausbildungs-)Betriebe
6.3.2 Handlungsempfehlungen für Arbeitnehmer
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Kernkompetenzen, die für Mitarbeiter in der heutigen dynamischen Arbeitswelt entscheidend sind, um berufliches Erfolgspotenzial maximal auszuschöpfen und sich als Leistungsträger zu etablieren. Ziel ist es, durch eine Kombination aus Literaturanalyse und Experteninterviews Strategien zur Potenzialentfaltung zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für Arbeitnehmer sowie Unternehmen abzuleiten.
- Identifikation und Definition der Merkmale von Top-Performern im Vergleich zu Low-Performern.
- Analyse der Relevanz und Auswirkung einer positiven Unternehmenskultur (Great Place-to-Work).
- Untersuchung von Kompetenzmodellen und Zukunftskompetenzen zur Selbstorganisation.
- Ableitung von praktischen Handlungsempfehlungen für die Mitarbeiterführung und persönliche Weiterentwicklung.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Definition
Unter Top-Performern versteht man Leistungsträger. Sie sind engagiert, fachlich exzellent, sach- und zielorientiert, haben stetig das Bedürfnis sich weiterzuentwickeln und besitzen häufig ein hohes Maß an Sozialkompetenz (Thom, 2003, S. 237-247). 2010 veröffentlichte das Harvard Business Review folgende Definition:
“High potentials consistently and significantly outperform their peer groups in a variety of settings and circumstances. While achieving these superior levels of performance, they exhibit behaviors that reflect their companies’ culture and values in an exemplary manner. Moreover, they show a strong capacity to grow and succeed throughout their careers within an organization—more quickly and effectively than their peer groups do” (Conger, Douglas, Linda & Douglas, 2010)
Zusammengefasst ist hier die Rede von herausragenden Leistungsniveaus und Wachstum auf effektive Art und Weise. Immer mehr gefordert werden außerdem die Anpassungsfähigkeit in der neuen Arbeitswelt 4.0, die Lernbereitschaft, die Fähigkeit sich selbst zu organisieren sowie umfassende social skills (Kritzler, 2007, S. 182). Nach Schumann (2019) zeichnen sich Top-Performer neben der Fachkompetenz außerdem durch eine besondere Leidenschaft beziehungsweise Hingabe aus, in dem was sie tun. Er fasst die Leidenschaft in drei Kategorien zusammen:
„Intensive Zuwendung, Überzeugung und Berufung,
Herzblut, Engagement und Optimismus,
Freude, Flow-Erlebnisse und Selbstverwirklichung“ (Schuhmann, 2019, S. 33).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung thematisiert den Trend zur Potenzialentfaltung und stellt die Forschungsfrage, welche Kernkompetenzen einen Top-Performer ausmachen und wie eine Stagnation verhindert werden kann.
2 ZIELSETZUNG: Hier werden die zentralen Forschungsfragen definiert, die sich mit der Identifikation von Top-Performern, deren Verteilung im Unternehmen und den nötigen Rahmenbedingungen zur Talententwicklung befassen.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe Top-Performer, Great Place-to-Work und Kompetenz anhand aktueller Literatur.
4 METHODIK: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches eine Literaturanalyse mit qualitativen Experteninterviews zur Hypothesenüberprüfung kombiniert.
5 ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Literaturrecherche sowie die empirischen Daten aus den Experteninterviews wertfrei gegenübergestellt.
6 DISKUSSION: Die gewonnenen Erkenntnisse aus Literatur und Experteninterviews werden kritisch reflektiert und in konkrete Handlungsempfehlungen für Betriebe und Arbeitnehmer übersetzt.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung von fachlicher Expertise gepaart mit Soft Skills für angehende Top-Performer.
Schlüsselwörter
Top-Performer, Low-Performer, Kompetenzmanagement, Great Place-to-Work, Zukunftskompetenzen, Potenzialentfaltung, Mitarbeiterbindung, Arbeitswelt 4.0, Experteninterviews, Soft Skills, Fachkompetenz, Personalentwicklung, Unternehmenskultur, Selbstorganisation, Leistungsbereitschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Kernkompetenzen von Leistungsträgern (Top-Performern) und untersucht, wie Mitarbeiter ihr berufliches Potenzial entfalten und Unternehmen ein Umfeld schaffen können, das solche Talente fördert und bindet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Hauptbereiche: die Definition und Entwicklung von Top-Performern, die Bedeutung einer positiven Arbeitskultur (Great Place-to-Work) und moderne Kompetenzmodelle wie den Kompetenzatlas nach Heyse/Erpenbeck.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Identifikation der Kernkompetenzen, die ein Mitarbeiter benötigt, um beruflich das Beste zu erreichen und sich von der Masse abzuheben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt einen methodischen Mix aus einer qualitativen Literaturanalyse (deduktiv) und Experteninterviews mit fünf Fachkräften, deren Aussagen mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zu Leistungsträgern und Kompetenzmodellen geschaffen. Danach folgt die methodische Erhebung durch Interviews, deren Ergebnisse anschließend mit der Literatur kritisch diskutiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Top-Performer, Kompetenzmanagement, Great Place-to-Work, Potenzialentfaltung und Unternehmenskultur.
Wie unterscheiden sich Top-Performer laut Experteninterviews von Low-Performern?
Experten definieren Top-Performer primär über Zielerreichung, Engagement und die Fähigkeit, andere mitzuziehen, während Low-Performer als Personen beschrieben werden, die Ziele nicht erreichen und teilweise durch Fehlzeiten oder mangelnde Motivation das Team belasten.
Welche Rolle spielt die Corona-Krise für die Ergebnisse zur Arbeitsplatzqualität?
Die Krise hat laut den Experten den Stellenwert von Flexibilität, ortsunabhängigem Arbeiten und sozialer Sicherheit als essenzielle Kriterien für einen attraktiven Arbeitsplatz stark erhöht.
- Quote paper
- Tim Akkermann (Author), 2021, Potenziale entfalten und beruflich das Beste erreichen. Top-Performer statt "Mitschwimmer", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040303