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Die rechtsextreme Jugendkultur in Deutschland

Title: Die rechtsextreme Jugendkultur in Deutschland

Term Paper , 2017 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

History - Basics
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Summary Excerpt Details

Zu Beginn der Arbeit soll die historische Genese der rechten Jugendszene bis in die heutige Zeit aufgezeigt werden. Anschließend werden die charakteristischen Einstellungen und Ansichten, also die spezifischen Merkmale der rechtsextremen Jugend beleuchtet. Darauf aufbauend wird weiter der Frage nachgegangen, welche Faktoren bzw. Gründe dafür verantwortlich sind, dass rechtsextreme Ideologien in der Jugendkultur Gehör finden und sich in dieser verankern können. Daraus resultierend sollen Maßnahmen zur Bekämpfung rechter Anschauungen bei Jugendlichen ermittelt werden. Diese werden mit dem Vorangegangenem verknüpft und dahingehend untersucht, inwieweit diese Handlungsweisen erfolgversprechend sein können oder nicht und daraus letztendlich Konsequenzen für die zukünftige Arbeit gegen Rechtsextremismus in der Jugendkultur abgeleitet.

Sie symbolisierten eine Jugend, die offen gegenüber kulturellen und religiösen Differenzen war, die gegen autoritäre Tendenzen sowie für soziale Gleichheit und Akzeptanz von Verschiedenheit eintrat. Auch wenn diese Tat einen Extremfall darstellt dürfen rechtsextremistische Gewalttaten nicht unterschätzt werden. Dies wird unteranderem dadurch untermauert, dass die Zahl der rechts motivierten Straftaten in der letzten Dekade zugenommen hat und 2006 mit 18000 Delikten einen neuen Höhepunkt erreichte. Zugleich haben sich auch die Strategien und Taktiken der rechten Parteien in dieser Zeit gewandelt. Sie tendieren dazu sich nun in bürgerlichem Gewand zu verkaufen. Die rechtsgesinnten Parteien versuchen mit Hilfe der Beschreitung von unüblichen Wegen neues Klientel anzuwerben. Gerade durch die neuen Medien wird vor allem ein junges Publikum erreicht, wodurch rechte Ideologien auf diesem Verbreitungskanal attraktiv präsentiert respektive näher gebracht werden können. In Folge dessen kommt die Frage nach einer erfolgreichen Jugendarbeit auf, welche Jugendliche gegenüber rechtsextremen Tendenzen immunisieren kann oder aber in der Lage dazu ist sie aus den Fängen rechtsextremer Strukturen herauslösen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Die Genese der rechtsextremen Jugendkultur

3. Charakteristika von rechtsextremer Jugendkultur

4. Faktoren für die Etablierung rechtsextremer Ideologien in der Jugendkultur

4.1 Modernisierungstheoretische Erklärungsansätze

4.2 Politische Erklärungsansätze

4.3 Sozialisationstheoretische Erklärungsansätze

5. Maßnahmen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus bei Jugendlichen

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entstehung sowie die spezifischen Merkmale rechtsextremer Jugendkulturen in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, die multifaktoriellen Ursachen für die Attraktivität rechter Ideologien bei jungen Menschen zu analysieren und auf dieser Basis präventive sowie interventive Handlungsansätze für die Jugendarbeit und politische Bildung abzuleiten.

  • Historische Genese rechtsextremer Jugendbewegungen seit 1945
  • Charakteristika und Ausdrucksformen rechter Subkulturen
  • Modernisierungstheoretische, politische und sozialisationstheoretische Erklärungsansätze für Radikalisierung
  • Rolle von Medien und Internet bei der Verbreitung rechtsextremer Propaganda
  • Präventionsstrategien und Handlungsmöglichkeiten in der pädagogischen Praxis

Auszug aus dem Buch

2. Die Genese der rechtsextremen Jugendkultur

Um auf einer profunderen Ebene die rechtsextreme Jugendkultur nachvollziehen zu können ist es hilfreich sich die historische Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik vor Augen zu führen und zu beleuchten. Das Ende des zweiten Weltkrieges und der damit einhergehenden militärischen Zerschlagung des Hitler-Regimes bedeutete für den Rechtsextremismus auf institutioneller Ebene einen immensen Umbruch. Die NSDAP wurde verboten und aufgelöst. Außerdem wurden alle anderen nationalsozialistischen Organisationen durch die Alliierten ebenfalls als rechtswidrig erklärt. In den beiden deutschen Staaten nach 1949 wurden Gesetze verabschiedet, welche die Gründung von nationalsozialistischen Organisationen unter Strafe stellten. Dennoch wurde der institutionelle Bruch auf anderen Ebenen nicht genauso konsequent vollzogen, sodass ein Teil des NS-Führungspersonals vor allem in der Justiz und Verwaltung übernommen wurde und rechtsextreme Einstellungen und Überzeugungen in der Bevölkerung nicht entschieden genug angegangen wurden.

Darauf folgend gründeten sich in der Bundesrepublik, anders als im totalitären System der DDR, verschiedene Parteien bzw. Organisationen, die ideologisch an den Nationalsozialismus anknüpften. Auf diesem Wege entstand bereits 1949 die Sozialistische Reichspartei (SRP). Allerdings wurde diese 1952 durch das Bundesverfassungsgericht, aufgrund ihrer Wesensverwandtschaft mit der NSDAP, verboten. Keine zwei Monate später aber schloss sich die Jugendorganisation der SRP mit Teilen der Deutschen Unitarischen Jugend und der Vaterländischen Jugend zur Wiking-Jugend (WJ) zusammen. Nach eigenen Angaben will die WJ bis 1994 15000 Kinder und Jugendliche gedrillt und ideologisch geschult haben. Das Verbot der SRP offenbarte eine Einschränkung des politischen Spielraums für nationalen Parteien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Das Kapitel erläutert die Relevanz des Themas anhand der Zunahme rechtsmotivierter Straftaten und der veränderten Strategien rechter Parteien, die versuchen, Jugendliche über neue Medien anzusprechen.

2. Die Genese der rechtsextremen Jugendkultur: Es wird die historische Entwicklung rechtsextremer Organisationen in der Bundesrepublik nach 1945 nachgezeichnet, wobei der Fokus auf der Entstehung von Ersatzstrukturen nach Verboten liegt.

3. Charakteristika von rechtsextremer Jugendkultur: Hier werden spezifische Merkmale wie Gewaltbereitschaft, Männlichkeitskult und die Suche nach kollektiven Identitätsankern innerhalb der Szene analysiert.

4. Faktoren für die Etablierung rechtsextremer Ideologien in der Jugendkultur: In diesem Kapitel werden modernisierungstheoretische, politische und sozialisationstheoretische Ansätze dargelegt, die erklären, warum rechte Ideologien bei Jugendlichen auf Resonanz stoßen.

4.1 Modernisierungstheoretische Erklärungsansätze: Zusammenfassung der Auswirkungen von Globalisierung und Leistungsdruck auf das Unsicherheitsempfinden und die Radikalisierung junger Menschen.

4.2 Politische Erklärungsansätze: Analyse des Einflusses von Politikverdrossenheit und der Wahrnehmung sozialer Benachteiligung auf die Anfälligkeit für rechte Ideologien.

4.3 Sozialisationstheoretische Erklärungsansätze: Darstellung der Bedeutung von Peer-Groups und familiären Bindungserfahrungen für den Eintritt in rechtsextreme Gruppierungen.

5. Maßnahmen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus bei Jugendlichen: Kritische Auseinandersetzung mit bisherigen juristischen und pädagogischen Maßnahmen sowie Plädoyer für eine stärkere Partizipation und historisch-politische Bildung.

6. Resümee: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Betonung der Notwendigkeit einer wachsamen, demokratisch orientierten Zivilgesellschaft im Kampf gegen rechtsextreme Strukturen.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Jugendkultur, politische Bildung, Radikalisierung, Prävention, Skinheads, Identitätsbildung, Demokratieentfremdung, Gewaltakzeptanz, Sozialisation, Jugendarbeit, Ideologie, politische Partizipation, Extremismus, gesellschaftliche Desintegration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den Merkmalen rechtsextremer Jugendkulturen in Deutschland sowie den Ursachen, warum Jugendliche für rechte Ideologien empfänglich sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Genese der Szene, die Rolle der modernen Gesellschaft, Einflüsse durch Medien, die psychologische Bedeutung von Peer-Groups sowie Möglichkeiten der pädagogischen Prävention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, welche Faktoren dazu führen, dass rechtsextreme Ideologien bei Jugendlichen verankert werden, um daraus effektive Strategien für die Jugendarbeit zur Immunisierung gegen Extremismus abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung aktueller Forschungsstände, Jugendstudien (wie der Shell-Jugendstudie) und politikwissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Wurzeln der rechten Szene, die spezifischen Charakteristika rechtsextremer Jugendlicher sowie drei zentrale Erklärungsansätze: Modernisierung, Politik und Sozialisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Rechtsextremismus, Jugendkultur, Radikalisierung, Prävention, politische Bildung, soziale Desintegration und demokratische Partizipation.

Warum spielt das Internet eine so große Rolle für die Szene?

Das Internet wird als effektiver Verbreitungskanal genutzt, um rechtsextreme Propaganda kostengünstig, weltweit und anonym zu verbreiten, wobei sich die Szene ästhetisch modernisiert, um anschlussfähig für Jugendliche zu bleiben.

Welche Rolle spielt das Elternhaus bei der Radikalisierung?

Laut der Untersuchung können instabile familiäre Zugehörigkeiten und fehlende emotionale Anerkennung dazu führen, dass Jugendliche bei der Suche nach Identitätsankern in rechtsextreme Cliquen abgleiten, die dann als Ersatzfamilie fungieren.

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Details

Title
Die rechtsextreme Jugendkultur in Deutschland
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
25
Catalog Number
V1040327
ISBN (eBook)
9783346458636
ISBN (Book)
9783346458643
Language
German
Tags
jugendkultur deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Die rechtsextreme Jugendkultur in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040327
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