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Preisfindung in der Pharmaindustrie. Der Konflikt zwischen Profitabilität und Wohlfahrt

Titel: Preisfindung in der Pharmaindustrie. Der Konflikt zwischen Profitabilität und Wohlfahrt

Hausarbeit , 2021 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Marktforschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit geht der Preisfindung in der Pharmaindustrie vor dem Hintergrund des angestrebten Ausgleiches zwischen Profitabilität und Wohlfahrt nach.

In dieser Arbeit wird dabei zunächst das theoretische Fundament erarbeitet, um die Grunddynamik der Preisbildung zu verstehen. Anschließend werden sukzessive die Möglichkeiten zur Preisgestaltung skizziert, parallel in das allgemeine Bild des Marketingmix integriert und im Kontext der Pharmaindustrie erörtert. Mit diesem gewonnenen Wissen wird abschließend versucht zu analysieren, welche wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine profitoptimierte Preissetzung in der aktuellen Situation vorhanden sind. Daneben soll überprüft werden, ob eine moralische Verantwortung der Pharmakonzerne gegenüber Anteilseignern des Unternehmens oder der allgemeinen Wohlfahrt und Menschenrechten besteht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretisches Fundament

3. Stand der Forschung: Marketing und Preispolitik in der Praxis

4. Preise in der Praxis: allgemeine Preisstrategien

4.1 Preisbildung auf Basis von Kosten als untere Preisgrenze

4.2 Preisbildung auf Basis des Kundenwertes als obere Preisgrenze

4.3 Der Wettbewerbspreis als Referenzpunkt

5. Preisbildung innerhalb der Pharmaindustrie

6. Fazit: Die optimale Strategie in der aktuellen Situation und ethische Implikationen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Mechanismen und Herausforderungen der Preisfindung in der Pharmaindustrie, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen ökonomischen Strategien zur Gewinnmaximierung und der gesellschaftlichen Verantwortung bei lebensnotwendigen Medikamenten liegt.

  • Grundlagen der Preistheorie und ökonomische Prinzipien
  • Methoden der Preisgestaltung (kosten-, kundenwert- und wettbewerbsorientiert)
  • Besonderheiten der Kostenstruktur in der pharmazeutischen Entwicklung
  • Einfluss von Informationsasymmetrien und staatlicher Regulierung
  • Ethische Abwägung zwischen Profitabilität und globaler Gesundheitsversorgung

Auszug aus dem Buch

Preisbildung auf Basis von Kosten als untere Preisgrenze

Den Preis für ein Produkt anhand Kosten zu bilden basiert sowohl auf einem regulatorischen als auch wirtschaftsethischen Grundsatz. Im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen ist dazu ein Paragraph integriert, der den Verkauf von Gütern unterhalb der Selbstkosten verbietet, solange dieser nicht „sachlich gerechtfertigt“ ist. Allgemein wird es von Unternehmen als unethisch angesehen, wenn Preise unterhalb der Kosten gesetzt werden. In erster Linie hat diese Methode das Ziel, alle entstandenen Kosten zurückzugewinnen sowie eine gewünschte Marge zu erschließen, um die Profitabilität des Unternehmens zu gewährleisten. Des Weiteren wird so die Einhaltung der entsprechenden Rechnungslegungsstandards und die Transparenz für Stake- und Shareholder gewährleistet. Die einfachste Form dieser Preisgestaltung ist der Kosten-Plus-Preis und ergibt sich nach dem folgenden Schema: Preis = Aufschlagssatz * Stückkosten

Die Informationsbasis der Kosten und der damit verknüpfte Aufschlag können anhand mehrerer, in ihrer Komplexität steigender Prinzipien erhoben werden. Daher variieren sowohl der Umfang der Stückkosten als auch die Zusammensetzung der gewünschten Margen.

Der offensichtlichste Vorteil dieses Verfahrens ist die Einfachheit und Schnelligkeit, mit der Preise auch für große und heterogene Produktsortimente gebildet werden können. Auf diese Weise gebildete Preise haben sowohl eine sachliche als auch präzise Berechnungsgrundlage, die eine moralische Standfestigkeit im Rahmen von Verhandlungen und der Verteidigung von Preisentscheidungen intern ebenso wie in Kundengesprächen gewährleistet. Dementsprechend bietet diese Methode einen erhöhten Grad an Transparenz, der der Kundenzufriedenheit zuspielt. Außerdem können so gebildete Preise Aufschluss über das Preislevel der Wettbewerber liefern, wenn sich in einem Industriezweig eine Marge für bestimmte Produkte etabliert hat und sich die Kostenstrukturen der Wettbewerber gleichen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Preisbildung und thematisiert das aktuelle Spannungsfeld zwischen Pharmaindustrie, Impfstoffbeschaffung und gesellschaftlicher Verantwortung.

Theoretisches Fundament: Dieses Kapitel erläutert mikroökonomische Grundlagen wie das ökonomische Prinzip und die Modellbildung des polypolistischen Marktes als Ausgangspunkt für Preisanalysen.

Stand der Forschung: Marketing und Preispolitik in der Praxis: Hier wird der Preis als zentrales Instrument des Marketingmixes eingeordnet, wobei seine Rolle als effektivster Gewinntreiber gegenüber anderen Marketinginstrumenten hervorgehoben wird.

Preise in der Praxis: allgemeine Preisstrategien: Dieses Kapitel differenziert zwischen kosten-, kundenwert- und wettbewerbsorientierten Methoden der Preisgestaltung sowie Strategien für die Produkteinführung wie Skimming und Penetration.

Preisbildung innerhalb der Pharmaindustrie: Der Fokus liegt hier auf den spezifischen Rahmenbedingungen der Branche, einschließlich hoher F&E-Kosten, Patentierung, Informationsasymmetrien und regulatorischer Vorgaben wie der Arzneimittelpreisverordnung.

Fazit: Die optimale Strategie in der aktuellen Situation und ethische Implikationen: Das Fazit bewertet die Anwendung von Skimmingstrategien für Impfstoffe unter Berücksichtigung globaler ethischer Verantwortung und fordert eine koordinierte, supranationale Preisgestaltung.

Schlüsselwörter

Pharmaindustrie, Preisbildung, Preisstrategie, Skimming, Penetrationsstrategie, Kosten-Plus-Preis, Kundenwert, Wettbewerbspreis, Marketingmix, Gewinnmaximierung, Arzneimittelpreisverordnung, Ethik, Globale Gesundheit, Impfstoff, Gesundheitsökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Preisgestaltung von pharmazeutischen Produkten und untersucht, welche ökonomischen Methoden und ethischen Aspekte dabei eine Rolle spielen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit deckt die ökonomischen Preistheorien, die betriebswirtschaftliche Anwendung im Marketing sowie die branchenspezifischen Besonderheiten der Pharmaindustrie ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine profitoptimierte Preissetzung zu analysieren und gleichzeitig zu hinterfragen, ob eine moralische Verantwortung gegenüber der globalen Wohlfahrt besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse unter Heranziehung volkswirtschaftlicher Theorien, aktueller Marktdaten und branchenspezifischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden allgemeine Preisstrategien (Kosten-Plus, wertbasiert, wettbewerbsorientiert) definiert und anschließend auf die spezifischen Bedingungen des Pharmamarktes übertragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Pharmaindustrie, Preisbildung, Skimming, Ethik und Gesundheitsökonomie.

Warum spielt der Kosten-Plus-Ansatz in der Pharmabranche eine Rolle?

Er dient als regulatorischer und ethischer Ankerpunkt, um entstandene F&E-Kosten transparent zurückzugewinnen und die Profitabilität für Stakeholder zu rechtfertigen.

Welche Rolle spielt die Einzigartigkeit eines Medikaments bei der Preisfindung?

Einzigartigkeit korreliert mit geringerem Wettbewerb, was Unternehmen ermöglicht, einen höheren wertbasierten Preis am Markt durchzusetzen.

Wie beeinflussen Informationsasymmetrien den Pharmamarkt?

Da Patienten die medizinische Notwendigkeit oft nicht selbst beurteilen können und auf Experten angewiesen sind, erfordert dies regulatorische Eingriffe wie die Arzneimittelpreisverordnung.

Warum wird im Fazit zur globalen Koordination der Preisbildung aufgerufen?

Aufgrund des Versagens bestehender Institutionen und der Gefahr, dass wohlhabende Nationen durch hohe Preisbereitschaft globale Ungleichheiten bei der Medikamentenversorgung verschärfen.

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Details

Titel
Preisfindung in der Pharmaindustrie. Der Konflikt zwischen Profitabilität und Wohlfahrt
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1040498
ISBN (eBook)
9783346470416
ISBN (Buch)
9783346470423
Sprache
Deutsch
Schlagworte
preisfindung pharmaindustrie konflikt profitabilität wohlfahrt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Preisfindung in der Pharmaindustrie. Der Konflikt zwischen Profitabilität und Wohlfahrt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040498
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Leseprobe aus  20  Seiten
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