Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen an das Change Management für die erfolgreiche Einführung von SAP Case Management am Fallbeispiel der integrierten Prozessplanung in der ZF
Friedrichshafen AG.
In IT-Projekten, insbesondere in größeren Unternehmen, werden, getrieben durch globale Anforderungen des Marktes und immer schnelleren Produktlebenszyklen, immer schnellere Anpassungen an die ITK-Infrastruktur erwartet. In Unternehmen wie dem Praxisbeispiel ZF AG, welche alleine über eine IT-Struktur von einigen Dutzend dezentral organisierten Organisationen verfügen, die auf ihre jeweiligen Suboptimas bemüht sind, ist es sehr schwer, ein Gesamtoptimum zu erreichen.
Dies zeigt sich vor allem bei der Umsetzung und Einführung von Konzernprojekten. Die Schwierigkeit, die „Fürsten“ der verschiedenen geografisch und organisatorisch getrennten Organisationseinheiten auf ein neues Projekt einzustimmen, erweist sich als Sisyphusarbeit. Wenn es dann noch gilt, die Veränderung auf operativer Ebene umzusetzen, ist dies ohne ein funktionierendes Veränderungsmanagement unmöglich.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Unternehmen
2.1 Unternehmensgeschichte
2.2 Das Unternehmen ZF Heute
2.3 Das ZF Produktionssystem
3 Begriffsdefinitionen und Begriffsabgrenzungen
3.1 Enterprise Ressource Planning-Systeme
3.1.1 SAP
3.2 Geschäftsprozesse
3.3 Lean Management
3.4 Lean Administration
3.5 Die digitale Fabrik
3.6 Das Dürfen-Können-Wollen-Modell (DKW-Modell)
3.7 Mitarbeiterführung
4 Fallbeispiel ZF AG
4.1 Problemstellung und Zielsetzung
4.2 Das Konzernprojekt IPP
4.2.1 TP1000 Dokumentenverwaltung
4.2.2 TP2000 Arbeitsplanerstellung
4.2.3 TP3000 Investitionsbedarfsermittlung
4.2.4 TP4000 Terminplanung
4.2.5 TP5000 Informationsmanagement und Planercockpit
4.2.6 T6000 Kapazitätsplanung für den Arbeitsplaner
4.2.7 TP7000 Materialflussplanung
4.2.8 TP8000 IT Grundlagen
4.2.9 TP9000 Produktionsplanungsprozesse
4.3 Fallbasiertes Arbeiten (Case Management)
4.4 Die integrierte Prozessplanung (IPP)
4.5 SAP und Case Management
4.5.1 Das Planercockpit SAP Case Management
4.5.2 Laufwege/ Workflows
4.5.3 SAP Business Workplace
4.6 Umsetzung Ist-Zustand
4.7 Roadmap
4.8 Akzeptanz
5 Change Management
5.1 Methoden des Change Management
5.1.1 Softwaretechnische Vorgehensweise
5.1.2 Systemische Vorgehensweise
5.1.3 Die Ansatzpunkte des Change Managements
6 Handlungsempfehlung
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Anforderungen an ein effektives Change Management bei der Einführung von SAP Case Management im Rahmen der integrierten Prozessplanung bei der ZF Friedrichshafen AG zu untersuchen und dabei insbesondere zu klären, wie Mitarbeiter erfolgreich in IT-Veränderungsprojekte eingebunden werden können.
- Methoden des Change Managements in IT-Projekten
- Analyse des SAP Case Management Tools
- Strategien zur Mitarbeiterführung und Einbindung (DKW-Modell)
- Umsetzung der integrierten Prozessplanung (IPP)
- Herausforderungen und Akzeptanz in komplexen Organisationsstrukturen
Auszug aus dem Buch
4.3 Fallbasiertes Arbeiten (Case Management)
Case Management ermöglicht die Konsolidierung, Verwaltung und Verarbeitung von Informationen zu einem komplexen Problem oder Sachverhalt an einer zentralen Sammelstelle, dem Fall. Im Rahmen eines Falles können Sie verschiedene Informationen, z. B. Geschäftspartner, Vorgänge, Produkte und Dokumente gruppieren. Diese Informationen können in verschiedenen Systemen gespeichert sein. Diese Arbeitsweise verkürzt die Arbeitszeit wesentlich, da Informationen mitgeliefert werden und so weniger Aufwand zur Informationsbeschaffung entsteht (Vgl. SAP AG 2011b). Ein Fall kann während des gesamten ZF-PEP entstehen wie beispielsweise die Erstellung eines Prototypenplanes oder Kalkulationsplanes, aber auch nach dem SOP sind z.B. Planänderungen keine Seltenheit. Daher ist fallbasiertes Arbeiten während dem kompletten Lebenszyklus eines Produktes nutzbar, und es lohnt sich dieses zu optimieren, da durch die Häufigkeit in der dieser Ansatz nutzen zeigt Kosteneinsparungen gemacht werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen von IT-Veränderungsprojekten in großen Unternehmen ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Semesterarbeit.
2 Unternehmen: In diesem Kapitel wird die Historie und die heutige Struktur der ZF Friedrichshafen AG inklusive ihres Produktionssystems kurz vorgestellt.
3 Begriffsdefinitionen und Begriffsabgrenzungen: Hier werden die theoretischen Grundlagen und Fachbegriffe erläutert, darunter ERP-Systeme, Lean Management, digitale Fabrik und das Dürfen-Können-Wollen-Modell.
4 Fallbeispiel ZF AG: Dieses Kernkapitel detailliert das Konzernprojekt IPP, das SAP Case Management Tool und dessen technische Implementierung sowie die Akzeptanzprobleme unter den Mitarbeitern.
5 Change Management: Das Kapitel behandelt die theoretischen Methoden und Ansatzpunkte des Change Managements, um Veränderungen in Organisationen erfolgreich zu gestalten.
6 Handlungsempfehlung: Hier werden praxisnahe Empfehlungen gegeben, wie IT-Einführungen durch ehrliche Kommunikation und gezielte Qualifizierung der Mitarbeiter erfolgreich gestaltet werden können.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer geschlossenen Haltung der Führung sowie einer direkten Präsenz vor Ort bei Veränderungsvorhaben.
Schlüsselwörter
Change Management, SAP Case Management, Integrierte Prozessplanung, ZF Friedrichshafen AG, Lean Management, IT-Projekt, Prozessintegration, Planercockpit, Mitarbeiterführung, DKW-Modell, Organisationsentwicklung, IT-Infrastruktur, Anwenderakzeptanz, Arbeitsplanung, Wertschöpfungskette.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Anforderungen an das Change Management bei der Einführung des Tools "SAP Case Management" innerhalb des Projekts "Integrierte Prozessplanung" bei der ZF Friedrichshafen AG.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind IT-gestützte Prozessmodellierung, moderne Managementansätze wie Lean Management, die Anwendung von SAP-Systemen zur Effizienzsteigerung und die psychologischen Aspekte der Mitarbeiterführung bei Veränderungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie betroffene Mitarbeiter optimal in IT-Veränderungsprojekte eingebunden werden können, um eine reibungslose und erfolgreiche Systemumsetzung sicherzustellen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu Managementmethoden und einer fallbasierten Untersuchung der Umsetzung des IPP-Projekts bei der ZF AG inklusive einer Mitarbeiterumfrage.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der Teilprojekte der "Integrierten Prozessplanung", dem Aufbau des SAP Case Management Planercockpits sowie der kritischen Analyse der aktuellen Mitarbeiterakzeptanz im Projekt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Change Management, SAP Case Management, Integrierte Prozessplanung, Mitarbeiterführung, Lean Management und Prozessintegration.
Welche Rolle spielt das DKW-Modell im Kontext der Arbeit?
Das Dürfen-Können-Wollen-Modell (DKW-Modell) dient als theoretische Basis, um zu erklären, wie Führungskräfte durch gezielte Maßnahmen (Ressourcen, Qualifikation, Motivation) Mitarbeiter bei neuen Prozessen unterstützen und Widerstände minimieren können.
Warum gibt es laut der Arbeit Probleme mit der Akzeptanz?
Die Umfrage unter Planern ergab als Hauptgründe für die geringe Akzeptanz den hohen Zeitaufwand für die Dateneingabe, unzureichende Schulungsangebote und das Fehlen spezifischer Anwendungsfunktionen.
- Quote paper
- Kürsad Kesici (Author), 2012, Die erfolgreiche Einführung von SAP Case Management am Fallbeispiel integrierter Prozessplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040546