In dieser Arbeit werden Gründe für eine externe Strategieberatung herausgearbeitet, die Rollen, die die externen Berater dabei einnehmen sollten, erklärt und eine Stakeholder Map für das Beispielunternehmen erstellt. In Bezug auf die Weiterentwicklung der strategischen Ausrichtung des Unternehmens werden sämtliche strategische Optionen in Betracht gezogen. Das Familienunternehmen Landbier wird heute mit Fokus auf die Verknüpfung von Tradition und den Einsatz moderner Technologie geführt. Zwar hat die Brauerei seit der Gründung schon einige Herausforderungen gemeistert und sich am Markt gehalten, jedoch sind die aktuellen Veränderungen des Umfeldes neuartig und ihre Auswirkungen ungewiss.
Durch einen ständigen Wandel der Rahmenbedingungen stellten die vergangenen Jahre für die deutsche Bierbranche aufregende Zeiten dar. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat erneut für einen maßgeblichen Wandel der Marktverhältnisse gesorgt. Daneben ändern sich zunehmend die Besitzverhältnisse, außerdem steigt der Verdrängungswettbewerb in der Bierbranche weiter an. Die Rohstoffsituation gestaltet sich immer schwieriger und noch dazu hat das Rauchverbot in Gaststätten negative Auswirkungen auf den Bierkonsum der Kundschaft. Folglich besteht die Notwendigkeit, die strategische Ausrichtung des Unternehmens Landbier zu untersuchen und zu überarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Strategisches Management
2.2 Stakeholder Map
2.3 Externe Strategieberatung
2.4 Zusammenfassung
3 Transfer auf die Privatbrauerei Landbier
3.1 Aktuelle Situation des Familienunternehmens in der Bierbranche
3.2 Entwicklung einer Stakeholder Map
3.3 Beauftragung einer externen Strategieberatung
3.3.1 Vorteile für das Unternehmen
3.3.2 Rollen der externen Berater
4 Diskussion und Reflexion
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die strategische Ausrichtung der Privatbrauerei Landbier vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktumfelds und zunehmenden Wettbewerbsdrucks in der deutschen Bierbranche. Ziel ist es, unter Einbeziehung einer externen Strategieberatung Maßnahmen zur nachhaltigen Wertsteigerung, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur zukunftsfähigen Aufstellung für die nächste Generation zu identifizieren.
- Analyse des strategischen Managements und von Stakeholder-Beziehungen.
- Entwicklung einer Stakeholder Map für die Privatbrauerei Landbier.
- Bewertung des Nutzens externer Strategieberatung für Familienunternehmen.
- Identifikation und Kategorisierung der Rollen externer Berater.
- Diskussion von Wachstumsoptionen wie Produktdifferenzierung und Trends (z. B. Craft Beer).
Auszug aus dem Buch
3.2 Entwicklung einer Stakeholder Map
Wie in den theoretischen Grundlagen erläutert wurde, ist es zur Gestaltung einer nachhaltigen Strategie wichtig, dass ein Unternehmen seine Stakeholder und deren jeweilige Interessen kennt. Nur so kann auf die jeweiligen Bedürfnisse eingegangen werden und das Unternehmen erfolgreich bestehen bleiben.
Um die Stakeholder der Privatbrauerei Landbier genauer zu identifizieren, wird in der ersten Phase der Stakeholder-Analyse, dem Scanning, das Umfeld des Unternehmens umfangreich und neutral untersucht (s. Kapitel 2.2 auf S. 6). Das Ziel ist die Entwicklung einer Stakeholder Map, um die Beziehungen zu den verschiedenen Anspruchsgruppen der Brauerei zu visualisieren und einen Überblick über diese zu erhalten.
Interne Anspruchsgruppen sind zum einen die Eigentümer des Unternehmens, also die Familie Landbier selbst. Sie hat Interesse am Erfolg und letztlich dem Gewinn des Unternehmens, da sie ihr Kapital zur Verfügung stellt und beabsichtigt, dieses zu vervielfältigen. Die Eigentümer üben außerdem ihre Macht aus und verwirklichen bzw. entfalten sich selbst bei der Arbeit. Zum anderen sind interne Stakeholder die Mitarbeiter, welche dem Unternehmen mit ihrer Arbeitsleistung dienen, also Humanressourcen sowie ihr Knowhow zur Verfügung stellen und im Gegenzug ihr Gehalt bekommen wollen. Sie haben Interesse an einem sicheren Arbeitsplatz, Anerkennung und sozialer Sicherheit.
Neben den internen Stakeholdern existieren einige externe Anspruchsgruppen. Eine elementare Gruppe bilden die Kunden der Privatbrauerei Landbier. Diese bezahlen den Kaufpreis der Produkte, also des Bieres, und sorgen so für Umsatz und Liquidität im Unternehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Problemstellung im Kontext der Bierbranche und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie deren Aufbau.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die theoretischen Konzepte des strategischen Managements, der Stakeholder-Analyse sowie der externen Strategieberatung erläutert.
3 Transfer auf die Privatbrauerei Landbier: In diesem Hauptteil wird die Theorie auf das spezifische Familienunternehmen übertragen, eine Stakeholder Map entwickelt und die Beauftragung einer Beratung analysiert.
4 Diskussion und Reflexion: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, beleuchtet die Herausforderungen bei der Umsetzung und reflektiert den Lernprozess.
5 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil bewertet die strategische Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und ordnet die Chancen und Risiken der Bierbranche ein.
Schlüsselwörter
Strategisches Management, Stakeholder Map, Familienunternehmen, Privatbrauerei Landbier, Strategieberatung, Wettbewerbsfähigkeit, Wertsteigerung, Bierbranche, Change-Management, Unternehmenskultur, Marktanalyse, externe Beratung, Unternehmensführung, Tradition, Innovation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die aktuelle strategische Situation der Privatbrauerei Landbier und untersucht, wie eine externe Strategieberatung zur nachhaltigen Zukunftsfähigkeit des Familienunternehmens beitragen kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den zentralen Themen gehören das strategische Management, die Identifikation von Stakeholdern mittels einer Stakeholder Map sowie die Rollen und Vorteile externer Unternehmensberater.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erarbeitung von Ansätzen, wie die Brauerei durch strategische Weiterentwicklung und externe Expertise ihre Robustheit und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte theoretische Herleitung in Kombination mit einem praktischen Transfer-Teil, in dem eine unternehmensspezifische Stakeholder-Analyse erstellt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Analyse des Umfelds der Privatbrauerei, der Erstellung einer Stakeholder Map und der detaillierten Untersuchung, warum und in welchen Rollen externe Strategieberater das Familienunternehmen unterstützen sollten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Strategisches Management, Stakeholder Map, Familienunternehmen, Strategieberatung und Wettbewerbsfähigkeit geprägt.
Wie unterscheidet sich die Rolle der Familie von der Rolle der Berater?
Während die Familie Landbier die Tradition und das langfristige Eigentümerinteresse einbringt, agieren die externen Berater als objektive Instanz, die neue Impulse liefert, Prozesse hinterfragt und bei der professionellen Umsetzung von Veränderungen unterstützt.
Warum ist die Stakeholder-Analyse für die Brauerei so wichtig?
Sie ist essentiell, um die Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, Staat und Gesellschaft zu visualisieren und die verschiedenen, teils widerstreitenden Interessen besser auszubalancieren, um so den Unternehmenserfolg zu sichern.
Welchen Einfluss hat das aktuelle Marktumfeld auf die Strategie?
Trends wie der sinkende Bierkonsum, die schwierige Rohstoffsituation beim Hopfen und die Konkurrenz durch neue Biertrends wie Craft Beer zwingen das Unternehmen, sich neu auszurichten und neue Kundengruppen zu erschließen.
- Quote paper
- Victoria Chemnitz (Author), 2021, Stakeholder Maps und die Ziele strategischer Unternehmensberatungen. Strategisches Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040810